Der tabellarische Lebenslauf.

Der tabellarische Lebenslauf.

Der tabellarische Lebenslauf ist die gängigste Form, den eigenen beruflichen Werdegang kompakt und übersichtlich innerhalb der Bewerbung darzustellen. Der Lebenslauf ergänzt das Anschreiben damit optimal. Die wichtigsten Bausteine im tabellarischen Lebenslauf sind Angaben zu Ausbildung, Studium und Berufserfahrung – teilweise inklusive Nebenjob. Absolventa erklärt, wie du einen tabellarischen Lebenslauf schreiben kannst und worauf du dabei achten solltest.

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Lebenslauf-Vorlage.

Übersichtlich, zur Branche passend und ein Hingucker für Personalverantwortliche: Anhand einer kostenlosen Vorlage für deinen Lebenslauf kannst du dich für deinen überzeugenden beruflichen Werdegang inspirieren lassen (Format: DIN A4-Seiten). Wir haben verschiedene Vorlagen für dich erstellt. Bestimmt ist auch die richtige Vorlage für deinen tabellarischen Lebenslauf dabei.

Fakten zum tabellarischen Lebenslauf.

  • Ein tabellarischer Lebenslauf bietet Personalverantwortlichen – im Gegensatz zum ausführlichen Lebenslauf – eine übersichtliche Darstellung des bisherigen Bildungsweges, Werdeganges sowie über praktische Erfahrung, Abschlüsse (Abitur, Fachabitur usw.) und Qualifikationen.
  • Zur ersten Bewertung ist ein tabellarischer Lebenslauf für Recruiter_innen* ideal, da er alle wichtigen Stationen in einem chronologischen Lebenslauf wiedergibt Eine andere Form des tabellarischen Lebenslaufes, der Lebenslauf nach Bereichen, ist auch sehr sinnvoll, da er ebenfalls sehr übersichtlich ist.
  • Neben dem Inhalt kommt es bei einem Lebenslauf nämlich auch stark auf die Lesbarkeit und das Design an. Deswegen empfehlen wir dir hier einen Lebenslauf, der nach Bereichen geordnet ist (Ausbildung und/oder Studium, Berufserfahrung bzw. berufliche Stationen, Kenntnisse und Fähigkeiten o.ä.).
  • Wir wollten von unseren Usern in einer Umfrage wissen, was sie beim Schreiben eines Lebenslaufes am schwierigsten finden. Dabei wurde deutlich, dass es den meisten am schwersten fällt, zu entscheiden, was überhaupt in den Lebenslauf reingehört – und was nicht. Am zweitschwierigsten sei es, die eigenen Fähigkeiten richtig einschätzen. Am wenigsten schwer fanden es unsere User, den eigenen Werdegang gut darzustellen.

Was findest du beim Schreiben eines Lebenslaufes am schwierigsten?

Aussage Prozent
Entscheiden, was überhaupt in den Lebenslauf reingehört – und was nicht. 44,55 %
Korrekte Selbsteinschätzung der eigenen Fähigkeiten wie z. B. Fremdsprachenkenntnisse. 31,85 %
Korrekte Selbsteinschätzung der eigenen Fähigkeiten wie z. B. Fremdsprachenkenntnisse. 23,6 %

Die Bausteine im tabellarischen Lebenslauf.

Inhaltlich steht die lückenlose Darstellung des Werdeganges im Mittelpunkt. Wenn Lücken im Lebenslauf über einen längeren Zeitraum auftreten, solltest du sie angemessen erklären. Beachte: Kleinere Lücken im Lebenslauf unter drei Monaten werden häufig als Inhalt nicht weiter beanstandet. Warst du in dieser Zeit auf Arbeitssuche, kannst du das auch so schreiben. Hast du in dieser Zeit Kurse wie z. B. Sprachkurse, Rhetorik-Seminare, einen Nebenjob oder ähnliches absolviert, kannst du das ebenso angeben. Ebenfalls weniger schlimm ist die Phase der Suche nach einem neuen Job nach dem Studium. Wenn du dir als Bewerber etwas Zeit gelassen hast, oder nicht gleich etwas findest, ist das normal und steht dem perfekten Lebenslauf nicht im Weg.

Persönliche Daten/Kontakt.

  • Name
  • Adresse
  • Telefon, E-Mail
  • Geburtsdatum
  • Staatsangehörigkeit

Ausbildung und Qualifikationen.

  • Schulabschluss
  • Studienabschluss, Studienschwerpunkte, Abschlussarbeit

Praktika und Berufserfahrung.

  • Praktika, Nebenjobs und Werkstudierendentätigkeiten
  • Festanstellungen

Besondere Kompetenzen und Interessen.

  • Sprachen
  • Kenntnisse
  • Auslandserfahrung
  • Interessen und Hobbys
  • Außerberufliches Engagement

Persönliche Daten und Kontakt.

Früher war es im tabellarischen Lebenslauf üblich, die Namen der Eltern sowie ihren Berufe aufzuführen. Darauf verzichtet man heute. In die Rubrik „Persönliche Daten“ gehören allenfalls deine Kontaktdaten, wenn sie nicht bereits in der Kopfzeile stehen, sowie Angaben zum Geburtsdatum und zur Staatsangehörigkeit.

Weitere Daten wie die Religionszugehörigkeit, der Geburtsort sowie dein Familienstand, die du früher durchaus im Lebenslauf angeben konntest, stehen heute nur noch aus steuerrechtlichen Gründen in den Personalakten, nicht aber im Lebenslauf.

Ausbildung und Qualifikationen.

Beim Bildungsweg in deinem Lebenslauf sind für Personalverantwortliche vor allem Schwerpunkte im Studium und Noten (Zwischenprüfung bzw. Abschluss) von Interesse. Auch das Thema der Abschlussarbeit ist ein wichtiger Bestandteil der Bewerbung und des Lebenslaufes. Deine Leistungen in der Schule sind für den Arbeitgeber nur noch teilweise interessant.

Erwähne in einem tabellarischen Lebenslauf nur den letzten Schulabschluss, also z. B. die Allgemeine Hochschulreife (Abitur oder Fachabitur) und die Abschlussnote. In der Regel verzichtet man aber auf Angaben wie Leistungskurse und Ähnliches, es sei denn, man ist Berufseinsteiger und die Leistungskurse passen zur angestrebten Stelle.

Praktika und Berufserfahrung.

In einem tabellarischen Lebenslauf gibt man den Werdegang und die Tätigkeiten zwar nur stichpunktartig wieder, dennoch sollte man zwingend einen kurzen Überblick geben, welche Tätigkeiten man in seinem Praktikum oder anderen Beschäftigungsverhältnissen ausgeübt hat.

Gib an, wie lange die einzelnen Stationen gedauert haben und erläutere kurz deine Aufgaben, den Verantwortungsbereich und was du dabei gelernt hast (z. B. Umgang mit spezieller Software oder Dienstleistungsorientierung).

! TIPP

Richte den Lebenslauf an der ausgeschriebenen Stelle aus.

Personalverantwortliche finden es interessant, im Lebenslauf zu lesen, welche Aufgaben man erfüllt hat und was der Verantwortungsbereich war. Mit einem Inhalt wie „Drei Monate Praktikum im Marketing bei der Firma XYZ in Frankfurt“ im Lebenslauf hingegen können Personalverantwortliche so gut wie nichts anfangen. Orientiere dich beim Aufbau der einzelnen Stationen an der ausgeschriebenen Stelle.

So kannst du zum Beispiel auch einen Nebenjob unter Berufserfahrung angeben, wenn er zum Anforderungsprofil und Berufsfeld der jeweiligen Stelle passt. Hast du mehrere Praktika absolviert, stelle als Bewerber diejenigen in den Vordergrund, die dich in diesem Bewerbungsprozess tatsächlich weiterbringen können und zu deinen beruflichen Erfahrungen beigetragen haben.

Fremdsprachen und Kompetenzen.

Die Informationen zu Fremdsprachen und sonstigen Fertigkeiten sollten nicht mit einer bloßen Auflistung, sondern durch eine aussagekräftige Selbsteinschätzung für deine Fremdsprachenkenntnisse erfolgen, z. B. Englisch (verhandlungssicher), Spanisch (Grundkenntnisse), Projektmanagement (sehr gut) etc.

Aber Vorsicht: Sei ehrlich bei der Selbstbewertung. Einige Personalverantwortliche prüfen schon während eines Telefoninterviews oder im Bewerbungsgespräch die Qualität von Fremdsprachenkenntnissen oder beispielsweise das Wissen um eine relevante Anwendungssoftware bei Bewerbern.

Nicht selten wird ein Vorstellungsgespräch als eine Art Kompetenztest teilweise auf Englisch geführt, wenn man gute bis sehr gute Englischkenntnisse in der Bewerbung angibt. Auch bei Bewerbungen gilt also: Ehrlich währt am längsten in deinem Lebenslauf!

Gängige Bewertungsskala für Fremdsprachen im Lebenslauf:

  • Grundkenntnisse
  • Gute Kenntnisse
  • Sehr gute Kenntnisse
  • Fließend (du kannst dich ohne Probleme verständigen)
  • Verhandlungssicher (du kannst über komplexe Themen diskutieren und verhandeln)
  • Auf Muttersprachniveau

! TIPP

Mehr Informationen findest du in unserem Artikel Sprachkenntnisse bei Bewerbungen – auch für den tabellarischen Lebenslauf.

Interessen, Hobbys und außerberufliches Engagement.

Dieser Inhalt im Aufbau des Lebenslaufes bietet Personalverantwortlichen Gelegenheit dazu, einen persönlichen Eindruck von dir zu bekommen. So kannst du hier deine Interessen, Hobbys und dein außerberufliches Engagement angeben, beispielsweise die Mitarbeit an Projekten oder in einem Verein (auch als Nebenjob). Dadurch können Personalverantwortliche Rückschlüsse auf deine Persönlichkeit ziehen, die wohlbekannten Soft Skills.

Soft Skills im Lebenslauf.

Soziale Kompetenzen und persönliche Angaben zum Bewerber sind für einige Berufsgruppen enorm wichtig. Sie zeugen z. B. von Interessenvielfalt oder lassen auf den Umgang mit anderen Menschen schließen. Führe Soft Skills aber im tabellarischen Lebenslauf nicht einfach als Schlagworte auf, sondern belege sie anhand von konkreten Beispielen.

Soziale Kompetenzen lassen sich z. B. auch durch Interessen und Freizeitaktivitäten belegen: Betreibst du einen Teamsport oder engagierst dich in einem Verein oder einer Organisation? Führe es an! Personalverantwortliche können darüber Teamfähigkeit oder Kommunikationsstärke ableiten und ein Persönlichkeitsprofil erstellen.

Um herauszufinden, welche Fähigkeiten besonders gut zu deinem Beruf passen, solltest du dir im Vorfeld darüber Gedanken machen. Hier kannst du dir einen Überblick über die Besonderheiten der einzelnen Berufsfelder verschaffen:

Berufsfeld Bewerbungstipps Jobs
IT & Development Zu den Tipps Zu den Jobs
Ingenieurwesen & Technik Zu den Tipps Zu den Jobs
Management & Beratung Zu den Tipps Zu den Jobs
Vertrieb Zu den Tipps Zu den Jobs
Wirtschaft, Kommunikation & Digitalisierung Zu den Tipps Zu den Jobs
Finanz- & Versicherungswirtschaft Zu den Tipps Zu den Jobs
Personalwesen Zu den Tipps Zu den Jobs
Logistik, Verkehr & Transport Zu den Tipps Zu den Jobs
Naturwissenschaften Zu den Tipps Zu den Jobs
Design, Gestaltung & Medien Zu den Tipps Zu den Jobs
Gesundheit Zu den Tipps Zu den Jobs
Verwaltung & Assistenz Zu den Tipps Zu den Jobs
Bildung & Soziales Zu den Tipps Zu den Jobs

Gib in deiner Bewerbung auch (Weiterbildungs-)Kurse oder ähnliche Qualifizierungsmaßnahmen an, die nicht unbedingt zu deinem Fachbereich gehören. Hast du etwa während des Studium der Betriebswirtschaft eine eher seltene und schwierige Sprache wie Japanisch gelernt oder einen HTML-Kurs als Biologe absolviert, kannst du das in deinen Lebenslauf aufnehmen.

Diese Angaben könnten der markante Vorteil gegenüber Mitbewerbern sein.Sie belegen, dass du besondere Kenntnisse sowie soziale Kompetenzen wie z. B. Lernbereitschaft oder interkulturelle Kompetenz mitbringst.

Besonders Auslandsaufenthalte sind ein Indiz für verschiedenste soziale Kompetenzen und für Mitarbeiter der Personalabteilungen oft sehr wichtig. Wenn du Auslandserfahrungen anführst, gib in deiner Bewerbung auch die Art und Dauer des Aufenthalts an (z. B. Work & Travel, Auslandssemester während des Studiums, Auslandspraktikum oder Sprachreise).

Unterschrift und Abschluss.

Abgeschlossen wird der tabellarische Lebenslauf in deiner Bewerbung mit der Angabe von Ort, Datum und Unterschrift. Die Unterschrift kannst du bei einer E-Mail-Bewerbung oder einer anderen Form der Online-Bewerbung auch weglassen oder maschinell ersetzen.

Vollwertiger wirkt es jedoch, wenn du deine Unterschrift einscannst und in das entsprechende Dokument einfügst. Aktualisiere mit jeder Bewerbung auch das Datum deines tabellarischen Lebenslaufs. Gib jeweils das Datum an, das du auch für das Anschreiben verwendest. So zeigst du dem Arbeitgeber, dass du deine Bewerbungsunterlagen auf dem neuesten Stand hältst.

Layout des tabellarischen Lebenslaufs.

Hier ein paar Ideen zum Layout den Lebenslaufes:

  • Der tabellarische Lebenslauf trägt in aller Regel die wenig überraschende Überschrift „Lebenslauf“. Internationaler kannst du auch „Curriculum Vitae“ verwenden.
  • Auf der ersten Seite des Lebenslaufs wird dein Bewerbungsfoto in der Regel rechts platziert, sofern du einen Lebenslauf inklusive eines Fotos erstellt hast.
  • Platziere deine Kontaktdaten links daneben oder gib sie in der Kopfzeile an.
  • Wähle für den Lebenslauf einen neutralen Schrifttyp (z. B. Arial, Times New Roman, Helvetica) und als Schriftgröße 11 oder 12 Punkte. Bei Kreativbewerbungen darfst du aber durchaus von diesen Standardschrifttypen abweichen.
  • Personaler müssen den Lebenslauf immer problemlos lesen können. Verzichte daher auf allzu große Schnörkeleien.
  • Insgesamt muss die Darstellung übersichtlich und klar strukturiert sein. Dabei hilft es beispielsweise, ein kostenloses Muster oder eine Vorlage zu verwenden.

Wenn du alles selbst machst, solltest du beim Schreiben auf den richtigen Aufbau achten. Die Tabellenfunktion in Word kann hilfreich sein. So kann man den Text im Lebenslauf für ein sauberes und gut strukturiertes Erscheinungsbild einheitlich ausrichten. Zum Schluss einfach die Hilfslinien ausblenden und das Foto zum Lebenslauf hinzufügen.

Um dir die Arbeit zu erleichtern, haben wir dir ganz oben im Artikel alle nötigen Bewerbungsmuster bzw. Vorlagen zusammengestellt.

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