Der tabellarische Lebenslauf.

Der tabellarische Lebenslauf.
Der tabellarische Lebenslauf ist die gängigste Form, den eigenen beruflichen Werdegang kompakt und übersichtlich darzustellen. Die wichtigsten Bausteine im tabellarischen Lebenslauf sind Angaben zu Ausbildung, Studium und Berufserfahrung. ABSOLVENTA erklärt, wie man einen tabellarischen Lebenslauf erstellt und worauf man dabei achten sollte.  
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  1. Fakten tabellarischer Lebenslauf.

    • Ein tabellarischer Lebenslauf bietet dem Personaler – im Gegensatz zum ausführlichen Lebenslauf – eine übersichtliche Darstellung des bisherigen Werdeganges sowie der Abschlüsse und Qualifikationen.
    • Zur ersten Bewertung ist ein tabellarischer Lebenslauf für Personaler ideal, da er alle wichtigen Stationen in der chronologischen Reihenfolge nach Bereich wiedergibt.
    • Neben dem Inhalt kommt es bei einem tabellarischen Lebenslauf auch stark auf die Übersichtlichkeit und das Design an.
  2. Die Bausteine im tabellarischen Lebenslauf.

    Inhaltlich steht die lückenlose Darstellung des Werdeganges im Mittelpunkt. Wenn Lücken auftreten, sollten sie angemessen erklärt werden können. Beachte: Kleinere Lücken im Lebenslauf unter drei Monaten werden häufig nicht weiter beanstandet. War man in dieser Zeit auf Arbeitssuche, kann man das auch so angeben. Hast du in dieser Zeit Kurse, wie z. B. Sprachkurse, Rhetorik-Seminare oder ähnliches absolviert, erwähne sie ebenso.

    Persönliche Daten/Kontakt.

    • Name
    • Adresse
    • Telefon, E-Mail
    • Geburtsdatum
    • Staatsangehörigkeit

    Ausbildung & Qualifikationen.

    • Schulabschluss
    • Studienabschluss, Studienschwerpunkte, Abschlussarbeit

    Praktika & Berufserfahrung.

    • Praktika und Werkstudententätigkeiten
    • Festanstellungen

    Besondere Kompetenzen & Interessen.

    • Sprachen
    • Kenntnisse
    • Auslandserfahrung
    • Interessen und Hobbys
    • außerberufliches Engagement
  3. Persönliche Daten & Kontakt.

    Früher war es im tabellarischen Lebenslauf üblich, die Namen der Eltern sowie ihre Berufe aufzuführen. Darauf verzichtet man heute. In die Rubrik „Persönliche Daten“ gehören allenfalls deine Kontaktdaten, wenn sie nicht bereits in der Kopfzeile stehen, sowie Angaben zu Geburtsdatum und zur Staatsangehörigkeit. Weitere Daten wie die Religionszugehörigkeit, der Geburtsort sowie deinen Familienstand, die früher durchaus im Lebenslauf angegeben wurden, stehen heute nur noch aus steuerrechtlichen Gründen in den Personalakten, nicht aber im Lebenslauf.

  4. Ausbildung & Qualifikationen.

    In dieser Rubrik sind für den Personaler vor allem Studienschwerpunkte und die Noten (Zwischenprüfung bzw. Abschluss) von Interesse. Auch das Thema der Abschlussarbeit ist ein wichtiger Bestandteil der Bewerbung. Schulische Leistungen sind für den Arbeitgeber nur noch teilweise interessant. Erwähne in einem tabellarischen Lebenslauf nur den letzten Schulabschluss, also z. B. Abitur oder Fachabitur und die Abschlussnote. In der Regel verzichtet man aber auf Angaben wie Leistungskurse und Ähnliches, es sei denn, man ist Berufseinsteiger und die Leistungskurse „passen“ zur angestrebten Stelle.

  5. Praktika & Berufserfahrung.

    In einem tabellarischen Lebenslauf gibt man den Werdegang zwar nur stichpunktartig wieder, dennoch sollte man zwingend einen kurzen Überblick geben, welche Tätigkeiten man in seinem Praktikum oder anderen Beschäftigungsverhältnissen ausgeübt hat. Gib an, wie lange die einzelnen Stationen gedauert haben und erläutere kurz deine Aufgaben, den Verantwortungsbereich und was du dabei gelernt hast (z. B. Umgang mit spezieller Software oder Dienstleistungsorientierung).

    Tipp

    Richte den Lebenslauf an der ausgeschriebenen Stelle aus

    Für den Personaler ist interessant, welche Aufgaben man erfüllt hat und was der Verantwortungsbereich war. Mit einer Angabe wie „Drei Monate Praktikum im Marketing bei der Firma XYZ in Frankfurt“ hingegen kann der Personaler so gut wie nichts anfangen. Orientiere dich bei der Angabe der einzelnen Stationen an der ausgeschriebenen Stelle. So kannst du zum Beispiel auch einen Nebenjob unter Berufserfahrung angeben, wenn er zum Anforderungsprofil und Berufsfeld der jeweiligen Stelle passt. Hast du mehrere Praktika absolviert, stelle diejenigen in den Vordergrund, die dich in diesem Bewerbungsprozess tatsächlich weiterbringen können.

  6. Fremdsprachen & Kompetenzen.

    Die Informationen zu Fremdsprachen und sonstigen Fertigkeiten sollten nicht mit einer bloßen Auflistung, sondern durch eine aussagekräftige Selbsteinschätzung für deine Fremdsprachenkenntnisse erfolgen, z. B. Englisch (verhandlungssicher), Spanisch (Grundkenntnisse), Projektmanagement (sehr gut) etc. Aber Vorsicht: Sei ehrlich bei der Selbstbewertung. Einige Personaler prüfen schon während eines Telefoninterviews oder im Bewerbungsgespräch die Qualität von Fremdsprachenkenntnissen oder beispielsweise das Wissen um eine relevante Anwendungssoftware. Nicht selten wird ein Vorstellungsgespräch als eine Art Kompetenztest teilweise auf Englisch geführt, wenn man gute bis sehr gute Englischkenntnisse in der Bewerbung angibt. Auch bei Bewerbungen gilt also: Ehrlich währt am längsten!

    Gängige Bewertungsskala für Fremdsprachen im Lebenslauf:

    • Grundkenntnisse
    • Gute Kenntnisse
    • Sehr gute Kenntnisse
    • Fließend (du kannst dich ohne Probleme verständigen)
    • Verhandlungssicher (du kannst über komplexe Themen diskutieren und verhandeln)
    • Muttersprache

    Tipp: Die Muttersprache wird nicht im Lebenslauf aufgeführt, sofern sie sich aus dem Namen ableiten lässt. Beispiel: Ein "Hans Müller" gibt bei einer Bewerbung in Deutschland nicht an, dass Deutsch seine Muttersprache ist, ein "Tahir Mubarak" sollte es aber angeben, wenn seine Muttersprache tatsächlich deutsch ist. So zieht der Personaler anhand der Namen keine falschen Rückschlüsse über die Sprachkenntnisse.

  7. Interessen, Hobbys und außerberufliches Engagement.

    Dieser Abschnitt im Lebenslauf bietet Gelegenheit dazu, dem Personaler einen persönlichen Eindruck von dir zu vermitteln. So kannst du hier deine Interessen, Hobbys und dein außerberufliches Engagement angeben, beispielweise die Mitarbeit an Projekten oder im Verein. Dadurch können Personaler Rückschlüsse auf deine Persönlichkeit ziehen, die wohlbekannten Soft Skills

    Soft Skills im Lebenslauf.

    Soft Skills bzw. soziale Kompetenzen sind für einige Berufsgruppen enorm wichtig. Sie zeugen z. B. von Interessenvielfalt oder lassen auf den Umgang mit anderen Menschen schließen. Führe Soft Skills aber im tabellarischen Lebenslauf nicht einfach als Schlagworte auf, sondern belege sie anhand von konkreten Beispielen.

    Soft Skills lassen sich auch durch Interessen und Freizeitaktivitäten belegen: Betreibst du einen Teamsport oder engagierst dich in einem Verein oder einer Organisation? Führe es an! Der Personaler kann daraus Soft Skills wie Teamfähigkeit oder Kommunikationsstärke ableiten und ein Persönlichkeitsprofil erstellen.

    Gib in deiner Bewerbung eher (Weiterbildungs-)Kurse oder ähnliche Qualifizierungsmaßnahmen an, die nicht unbedingt zu deinem Fachbereich gehören. Hast du etwa als BWL-Student eine eher exotische Sprache wie Japanisch gelernt oder einen HTML-Kurs als Biologe absolviert, kannst du das in deinen Lebenslauf aufnehmen. Diese Angaben könnten der markante Vorteil gegenüber deinen Mitbewerbern sein. Sie belegen, dass du besondere Kenntnisse sowie Soft Skills wie z. B. Lernbereitschaft oder interkulturelle Kompetenz mitbringst.

    Besonders Auslandsaufenthalte sind ein Indiz für verschiedenste soziale Kompetenzen und für Personaler oft sehr wichtig. Wenn du Auslandserfahrungen aufführst, gib auch die Art und Dauer des Aufenthalts an (z. B. Work & Travel, Auslandssemester, Auslandspraktikum oder Sprachreise).

  8. Unterschrift & Abschluss.

    Abgeschlossen wird der tabellarische Lebenslauf mit der Angabe von Ort, Datum und Unterschrift. Die Unterschrift kannst du bei einer E-Mail-Bewerbung oder einer anderen Form der Online-Bewerbung auch weglassen oder maschinell ersetzen. Vollwertiger wirkt es jedoch, wenn man seine Unterschrift einscannt und in das entsprechende Dokument einfügt.

    Aktualisiere mit jeder Bewerbung auch das Datum deines tabellarischen Lebenslaufs. Gib jeweils das Datum an, das du auch für das Anschreiben verwendest. So zeigst du dem  Arbeitgeber, dass du deine Bewerbungsunterlagen auf dem neuesten Stand hältst.

  9. Layout des tabellarischen Lebenslaufs.

    Der tabellarische Lebenslauf trägt in aller Regel die wenig überraschende Überschrift „Lebenslauf“. Internationaler kannst du auch „Curriculum Vitae“ verwenden. Auf der ersten Seite des Lebenslaufs wird dein Bewerbungsfoto in der Regel rechts platziert, sofern du einen Lebenslauf inklusive eines Fotos erstellt hast. Platziere deine Kontaktdaten links daneben oder gib sie in der Kopfzeile an. Wähle für den Lebenslauf einen neutralen Schrifttyp (z. B. Arial, Times New Roman, Helvetica) und als Schriftgröße 11 oder 12 Punkte. Bei Kreativbewerbungen darfst du aber durchaus von diesen Standardschrifttypen abweichen.

    Tipp

    Wähle stets ein Design, das nicht vom Inhalt ablenkt.

    Der Personaler muss den Lebenslauf immer problemlos lesen können. Verzichte daher auf allzu große Schnörkeleien. Insgesamt muss die Darstellung übersichtlich und klar strukturiert sein. Dabei hilft beispielsweise die Tabellen-Funktion in Word. So kann man den Text für ein sauberes und gut strukturiertes Erscheinungsbild einheitlich ausrichten. Zum Schluss einfach die Hilfslinien ausblenden und das Foto hinzufügen.

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