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Verhandlungssicher

Sprachkenntnisse bei Bewerbungen

Sprachkenntnisse bei Bewerbungen

ABSOLVENTA verrät, wie man seine Sprachkompetenzen im Lebenslauf angeben sollte, um sich nicht unter Wert zu verkaufen oder sich im Sprachtest im Vorstellungsgespräch nicht blamiert, weil man mit den Fähigkeiten zu hoch gepokert hat.

Die Arbeitswelt wird immer internationaler, so dass es mittlerweile in vielen Jobs nicht mehr ohne englische Sprachkenntnisse geht. Zwar muss man meistens nicht ständig englisch sprechen, doch allein die Sprache in der Arbeitswelt wird von vielen englischen Begriffen durchzogen. Das betrifft zum Beispiel das Online-Marketing, IT-Berufe oder BWL-Jobs. wie gefordert werden. Viele Berufe sind regelrecht vom Denglisch durchzogen.

Klassifizierung der Sprachkompetenzen

Personalverantwortliche bekommen in den Lebensläufen der Bewerber die verschiedensten Angaben und Formulierungen zu sehen, z.B. „gute Kenntnisse“ oder „Mittleres Niveau“. Eine übliche Angabe der Sprachkompetenzen geschieht jedoch über folgende vierstufige Skala:

Grundkenntnisse
Hier ist ein Grundstock vorhanden, der Alltagsgespräche auf Small-Talk-Niveau erlaubt. 
Erlernt z.B. durch eine Sprachreise, Kompakt-Sprachkurse an einer (Volks)Hochschule

Fließend in Wort und Schrift
Das bedeutet, dass man sich problemlos in der jeweiligen Fremdsprache verständigen kann und die Sprache auch schriftlich beherrscht.
Erlernt z.B. durch langjährigen Unterreicht an der Schule oder Hochschule

Verhandlungssicher
Dies ist für Fremdsprachlerner die höchste Kategorie. In diesem Stadium verfügt man über einen sehr großen Wortschatz und ist in der Lage Verhandlungen in der Fremdsprache durchzuführen.
Erlernt z.B. durch eine längeren Aufenthalt im Ausland

Muttersprache
Das bedeutet, dass man mit der Sprache groß geworden ist und diese Sprache perfekt beherrscht

Da die Übergänge hier auch fließend sind, ist es für die Personaler hilfreich, wenn im Lebenslauf mit angeben wird, woher man die Sprachkenntnisse hat (z.B. „8 Jahre Schulenglisch, davon zwei Jahre Leistungskurs“, „Einjähriger Schüleraustausch in Spanien“ oder „Master-Studium in den Niederlanden“). Bescheinigungen und Zertifikate über die Sprachkenntnisse kann man dem Anhang seiner Bewerbung beifügen. Sinnvoll ist das aber nur, wenn in dem Stellenangebot explizit Sprachkenntnisse gefordert sind, ansonsten reicht die einfache Angabe im CV.

Der Europäische Referenzrahmen

Eine alternative Möglichkeit zur Angabe des Sprachniveaus bietet der europäische Referenzrahmen. Dieser unterteilt sich in folgende Stufen:

A1/A2 (elementare Sprachverwendung)
B1/B2 (selbstständige Sprachverwendung)
C1/C2 (kompetente Sprachverwendung)

Diese Unterteilung ist auf den ersten Blick recht abstrakt. Das Goethe-Institut beschreibt auf seiner Homepage die Grundlagen der Kompetenzstufen.

Zu den bekanntesten Zertifikaten zur Angabe des Sprachniveaus im europäischen Referenzrahmen gehören der TOEFL-Test (für Englisch), das DELF beziehungsweise DALF (für Französisch) und das TELC für verschiedene europäische Sprachen (u.a. Spanisch und Italienisch). Auch Sprachkurse an den Universitäten, Volkshochschulen und privaten Sprachinstituten arbeiten mit diesem System.

Bei Bewerbungen ergibt sich häufig das Problem, dass die Zertifikate der Bewerber mit der Zeit veralten und die Sprachkenntnisse einrosten. Dann entspricht das angegebene Niveau mitunter nicht mehr dem aktuellen Wissenstand. Eine Lösung des Problems sind sogenannte Online-Tests, mit denen man sein Sprachniveau schnell und einfach testen kann. Hier werden den Teilnehmern z.B. Fragen zum Hörverstehen, Grammatik, Ausdruck und Vokabular gestellt.

Sprachkenntnisse im Lebenslauf

Fremdsprachen werden im Lebenslauf in einer eigenen Kategorie angegeben und  üblicherweise mit „Sprachkenntnisse“ beschriftet. Diese Kategorie befindet sich im unteren Teil des Lebenslaufes.

Sprachkenntnisse von Sprachen ausgestorbener Sprachen wie Latein oder Alt-Griechisch werden in der Regel nur dann im Lebenslauf angegeben, wenn sie für die vakante Stelle relevant sind.

Zu beachten ist unbedingt, dass ein Format beibehalten wird. Entscheidet man sich für den europäischen Referenzrahmen, sollten auch die anderen Sprachkenntnisse mit diesem System angegeben werden.

Was zwischen den Zeilen steht

Sprachkenntnisse zeigen den Personalern nicht nur, dass der Bewerber in anderen Sprachen kommunizieren kann. Sie zeugen auch davon, dass sich hinter dem Bewerber ein weltoffener, toleranter Mensch verbirgt, der mit einiger Wahrscheinlichkeit auch über interkulturelle Kompetenz verfügt. Sprachkenntnisse in Verbindung mit Auslandsaufenthalten deuten Personalverantwortliche als Beleg für Flexibilität, Mobilität und Anpassungsfähigkeit. Aus diesem Grund ist es immer sinnvoll die Sprachkenntnisse im Lebenslauf anzugeben und permanent an seinen Sprachkenntnissen zu arbeiten. Mittlerweile gibt es tolle Apps, mit denen man Fremdsprachen erlernen oder verschüttetes Wissen wieder hervorholen kann.

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>> Arbeiten im Ausland
>> Roter Faden im Lebenslauf verliert an Bedeutung
>> Interkulturelle Kompetenz als Plus bei der Jobsuche

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