Das hat es mit deinem Brutto-Gehalt auf sich.

Das hat es mit deinem Brutto-Gehalt auf sich.
Was ist der Unterschied zwischen brutto und netto und warum wird dein Gehalt in brutto angegeben? Eine schöne Eselsbrücke lautet: Brutto hat sechs Buchstaben und netto nur fünf. Entsprechend ist netto weniger als brutto. ABSOLVENTA erklärt, was alles vom Brutto-Gehalt abgezogen wird und warum man immer ein Brutto-Gehalt aushandeln sollte, anstatt in der Gehaltsverhandlung einen Netto-Wert zu nennen.
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  1. Definition Brutto.

    Was bedeutet eigentlich brutto?

    Brutto ist vor allem in der Wirtschaft ein gebräuchlicher Begriff und bezeichnet eine Größe, die sich aus mehreren Teilen zusammensetzt. Wenn man diese Anteile abzieht, erhält man die eigentliche – netto – Größe. Der Brutto-Anteil fällt deswegen immer höher aus als der Netto-Anteil.

    Zum Beispiel werden Preise, Gehälter oder Gewinne in brutto angegeben. Zieht man davon Kosten und Steuern ab, erhält man den Netto-Preis, das Netto-Gehalt oder den Netto-Gewinn.  Der Begriff „brutto“ leitet sich ursprünglich vom lateinischen „brutus“ ab, was für schwerfällig oder stumpf steht. Die italienische Übersetzung bedeutet eigentlich hässlich, schlecht oder schlimm.

    Dein Arbeitsentgelt wird als Brutto-Gehalt angegeben. Erst wenn davon die verschiedenen Abzüge weggenommen werden, erhältst du dein Netto-Gehalt. Das ist auch das Gehalt, was dir schlussendlich ausgezahlt wird und auf deinem Konto landet.

    Die folgende Tabelle zeigt das Brutto- und Nettoeinkommen in deutschen Haushalten. Daran kann man erkennen, wie hoch der Differenzbetrag zwischen dem Brutto-Einkommen und dem eigentlichen Netto-Einkommen ausfällt. Das Netto-Einkommen zeigt dabei an, wie viel Einkommen eine Familie tatsächlich im Monat zur Verfügung hat. 

    Jahr Brutto Netto
    2014 4.101 Euro 3.147 Euro
    2015 4.196 Euro 3.218 Euro
    2016 4.337 Euro 3.314 Euro

    Quelle: Statista.de (2016): https://de.statista.com/statistik/daten/studie/261850/umfrage/brutto-und-nettoeinkommen-je-privatem-haushalt-in-deutschland/

    Wie du siehst, stand einem Haushalt 2014 ein Brutto-Einkommen von rund 4.100 Euro im Monat zur Verfügung. Nach Abzügen von Steuern und Abgaben belief sich das Netto-Einkommen jedoch monatlich auf fast 1.000 Euro weniger.

  2. Abzüge vom Brutto-Gehalt.

    Welche Abzüge dir von deinem Brutto-Gehalt genommen werden

    Das Brutto-Gehalt ist das Arbeitsentgelt , das im Arbeitsvertrag vereinbart ist. In der Gehaltsabrechnung wird es zusammen mit dem Netto-Gehalt ausgewiesen. Diese Abgaben werden von deinem Brutto-Monatsgehalt abgezogen:

    • Einkommenssteuer
    • Kirchensteuer
    • Solidaritätszuschlag
    • Sozialabgaben

    Die Kirchensteuer wird nur abgezogen, wenn du auch einer religiösen Gemeinschaft angehörst, sonst fällt diese Steuer weg. Wie hoch die jeweiligen steuerlichen Abgaben ausfallen, hängt davon ab, in welcher Lohnsteuerklasse du eingeteilt bist. Als unverheirateter Arbeitnehmer ohne Familie fällst du meist in Steuerklasse I.

    Die Sozialabgaben unterteilen sich noch in:

    • Rentenversicherung
    • Arbeitslosenversicherung
    • Krankenversicherung
    • Pflegeversicherung
    • gesetzliche Unfallversicherung

    Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung werden von Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils zur Hälfte gezahlt, bei der Kranken- und Unfallversicherung ist der Arbeitnehmer etwas schlechter gestellt und muss mehr zahlen. Bei der Krankenversicherung kommt es auch darauf an, ob du gesetzlich oder privat versichert bist.

  3. So hoch ist dein Brutto-Gehalt.

    Je nach Branche und Berufsfeld wird sich dein Gehalt unterscheiden. In der folgenden Auflistung findest du konkrete Infos zu dem Brutto-Gehalt, das du im jeweiligen Job erwarten kannst.

    IT.

    BERUFSFELD Gehalt
    Datenbankentwicklung Mehr Infos
    Hardwareentwicklung Mehr Infos
    Mobile Development Mehr Infos
    SAP Mehr Infos
    Softwareentwicklung Mehr Infos
    Systemadministration Mehr Infos
    Webentwicklung Mehr Infos
    Wirtschaftsinformatik Mehr Infos

    Ingenieurwesen & Technik.

    Berufsfeld Gehalt
    Automatisierungstechnik Mehr Infos
    Architektur Mehr Infos
    Bauwesen Mehr Infos
    Elektrotechnik Mehr Infos
    Energietechnik Mehr Infos
    Fahrzeugtechnik Mehr Infos
    Fertigung & Produktion Mehr Infos
    Maschinenbau Mehr Infos
    Mechatronik Mehr Infos
    Umwelttechnik Mehr Infos
    Wirtschaftsingenieurwesen Mehr Infos

    Finanz- & Versicherungswirtschaft.

    Berufsfeld Gehalt
    Bankwesen Mehr Infos
    Buchhaltung Mehr Infos
    Controlling Mehr Infos
    Rechnungswesen Mehr Infos
    Steuerwesen Mehr Infos
    Versicherungswesen Mehr Infos
    Wirtschaftsprüfung Mehr Infos

    Wirtschaft, Kommunikation & Digitalisierung.

    Berufsfeld Gehalt
    Eventmanagement Mehr Infos
    Journalismus & Redaktion Mehr Infos
    Marketing Mehr Infos
    Online Marketing Mehr Infos
    Produktmanagement Mehr Infos
    PR Mehr Infos
    Übersetzung Mehr Infos
    Werbung Mehr Infos

    Management & Beratung.

    Berufsfeld Gehalt
    Business Development Mehr Infos
    Consulting Mehr Infos
    Projektmanagement Mehr Infos

    Vertrieb.

    Berufsfeld Gehalt
    Kundenservice Mehr Infos
    Sales Mehr Infos

    Logistik, Verkehr & Transportwesen.

    Berufsfeld Gehalt
    Einkauf & Beschaffung Mehr Infos
    Logistik Mehr Infos
    Supply Chain Management Mehr Infos
    Verkehrswesen Mehr Infos

    Naturwissenschaften.

    Beurfsfeld Gehalt
    Biologie Mehr Infos
    Mathematik Mehr Infos
    Chemie Mehr Infos
    Physik Mehr Infos
    Forschung Mehr Infos

    Gesundheit.

    Berufsfeld Gehalt
    Medizin Mehr Infos
    Pharma Mehr Infos
    Psychologie Mehr Infos

    Design, Gestaltung & Medien.

    Berufsfeld Gehalt
    Grafikdesign Mehr Infos
    Mediengestaltung Mehr Infos

    Weitere Berufsfelder.

    Berufsfeld Gehalt
    Jura & Rechtswesen Mehr Infos
    Bildung & Soziales Mehr Infos
    Personalwesen Mehr Infos
    Verwaltung & Assistenz Mehr Infos
  4. Was von brutto übrig bleibt: Dein Netto-Gehalt.

    Nach Abzug aller Steuern und Versicherungen bleibt vom Brutto-Lohn das Netto-Gehalt übrig. In der Regel wird es monatlich ausbezahlt. Die Höhe des Netto-Monatsgehalts hängt allerdings von der individuellen Steuerklasse und dem persönlichen Familienstand ab. Demnach kann das Netto-Monatsgehalt von Arbeitnehmer zu Arbeitnehmer sehr unterschiedlich ausfallen, obwohl sie das gleiche Brutto-Gehalt verdienen. Ein Beispiel: Verdienst du als lediger Arbeitnehmer in Steuerklasse I das gleiche Brutto-Gehalt wie dein Arbeitskollege, der verheiratet und in Steuerklasse III ist, wird sein Netto-Lohn deutlich über deinem Netto-Lohn liegen, da dir mehr Steuern und Sozialabgaben abgezogen werden.

    Einem Gerichtsurteil zu Folge beinhaltet das Brutto-Gehalt nur die reine Geldleistung, nicht aber Sachbezüge oder geldwerte Vorteile, wie zum Beispiel die private Nutzung eines Dienstwagens. Bei einem geldwerten Vorteil muss man allerdings höhere Steuern zahlen, sofern die jeweiligen Freibeträge überschritten werden.

  5. Brutto-Netto-Rechner verwenden.

    Wie du den Brutto-Netto-Rechner für deine Gehaltsverhandlung nutzt

    In einer Gehaltsverhandlung solltest du immer ein Brutto-Jahresgehalt verhandeln. In deinem Arbeitsvertrag wird auch immer das Brutto-Gehalt angegeben. Dazu gehören auch finanzielle Zusatzleistungen, wie das Urlaubs- und Weihnachtsgeld (bzw. das 13. Monatsgehalt).

    Damit du im Vorfeld weißt, welchen Brutto-Betrag du fordern solltest, macht es Sinn, dass du vorher weißt, wie viel du am Ende rausbekommst. Das kannst du mithilfe eines Brutto-Netto-Rechners ermitteln. Gib hierzu dein Brutto-Gehalt ein und vergleiche, wie sehr sich das Netto-Gehalt verändert.

    Zum Brutto-Netto-Rechner von Absolventa

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