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Unterschied zum Netto

Das hat es mit deinem Brutto-Gehalt auf sich

Das hat es mit deinem Brutto-Gehalt auf sich

Was ist der Unterschied zwischen brutto und netto und warum wird dein Gehalt in brutto angegeben? Eine schöne Eselsbrücke lautet: Brutto hat sechs Buchstaben und netto nur fünf. Entsprechend ist netto weniger als brutto. ABSOLVENTA erklärt, was alles vom Brutto-Gehalt abgezogen wird und warum man immer ein Brutto-Gehalt aushandeln sollte, anstatt in der Gehaltsverhandlung einen Netto-Wert zu nennen.

Inhalt:

  1. Definition brutto
  2. Abzüge vom Brutto-Gehalt
  3. Was von brutto übrigbleibt: Das Netto-Gehalt
  4. Brutto-Netto-Rechner

Definition: Brutto

Was bedeutet eigentlich brutto?

Brutto ist vor allem in der Wirtschaft ein gebräuchlicher Begriff und bezeichnet eine Größe, die sich aus mehreren Teilen zusammensetzt. Wenn man diese Anteile abzieht, erhält man die eigentliche – netto – Größe. Der Brutto-Anteil fällt deswegen immer höher aus als der Netto-Anteil.

Zum Beispiel werden Preise, Gehälter oder Gewinne in brutto angegeben. Zieht man davon Kosten und Steuern ab, erhält man den Netto-Preis, das Netto-Gehalt oder den Netto-Gewinn.  Der Begriff „brutto“ leitet sich ursprünglich vom lateinischen „brutus“ ab, was für schwerfällig oder stumpf steht. Die italienische Übersetzung bedeutet eigentlich hässlich, schlecht oder schlimm.

Dein Arbeitsentgelt wird als Brutto-Gehalt angegeben. Erst wenn davon die verschiedenen Abzüge weggenommen werden, erhältst du dein Netto-Gehalt. Das ist auch das Gehalt, was dir schlussendlich ausgezahlt wird und auf deinem Konto landet.

Die folgende Grafik zeigt das Brutto- und Nettoeinkommen in deutschen Haushalten. Daran kann man erkennen, wie hoch der Differenzbetrag zwischen dem Brutto-Einkommen und dem eigentlichen Netto-Einkommen ausfällt. Das Netto-Einkommen zeigt dabei an, wie viel Einkommen eine Familie tatsächlich im Monat zur Verfügung hat. 

Quelle: Statista.de (2016): https://de.statista.com/statistik/daten/studie/261850/umfrage/brutto-und-nettoeinkommen-je-privatem-haushalt-in-deutschland/

So stand einem Haushalt 2014 ein Brutto-Einkommen von rund 4.100 Euro im Monat zur Verfügung. Nach Abzügen von Steuern und Abgaben belief sich das Netto-Einkommen auf fast 1.000 Euro weniger, nämlich rund 3.100 Euro im Monat.

Abzüge vom Brutto-Gehalt

Welche Abzüge dir von deinem Brutto-Gehalt genommen werden

Das Brutto-Gehalt ist das Arbeitsentgelt, das im Arbeitsvertrag vereinbart ist. In der Gehaltsabrechnung wird es zusammen mit dem Netto-Gehalt ausgewiesen. Diese Abgaben werden von deinem Brutto-Monatsgehalt abgezogen:

  • Einkommenssteuer
  • Kirchensteuer
  • Solidaritätszuschlag
  • Sozialabgaben

Die Kirchensteuer wird nur abgezogen, wenn du auch einer religiösen Gemeinschaft angehörst, sonst fällt diese Steuer weg. Wie hoch die jeweiligen steuerlichen Abgaben ausfallen, hängt davon ab, in welcher Lohnsteuerklasse du eingeteilt bist. Als unverheirateter Arbeitnehmer ohne Familie fällst du meist in Steuerklasse I.

Die Sozialabgaben unterteilen sich noch in:

  • Rentenversicherung
  • Arbeitslosenversicherung
  • Krankenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • gesetzliche Unfallversicherung

Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung werden von Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils zur Hälfte gezahlt, bei der Kranken- und Unfallversicherung ist der Arbeitnehmer etwas schlechter gestellt und muss mehr zahlen. Bei der Krankenversicherung kommt es auch darauf an, ob du gesetzlich oder privat versichert bist.

Was von brutto übrig bleibt: Dein Netto-Gehalt

Nach Abzug aller Steuern und Versicherungen bleibt vom Brutto-Lohn das Netto-Gehalt übrig. In der Regel wird es monatlich ausbezahlt. Die Höhe des Netto-Monatsgehalts hängt allerdings von der individuellen Steuerklasse und dem persönlichen Familienstand ab. Demnach kann das Netto-Monatsgehalt von Arbeitnehmer zu Arbeitnehmer sehr unterschiedlich ausfallen, obwohl sie das gleiche Brutto-Gehalt verdienen. Ein Beispiel: Verdienst du als lediger Arbeitnehmer in Steuerklasse I das gleiche Brutto-Gehalt wie dein Arbeitskollege, der verheiratet und in Steuerklasse III ist, wird sein Netto-Lohn deutlich über deinem Netto-Lohn liegen, da dir mehr Steuern und Sozialabgaben abgezogen werden.

Einem Gerichtsurteil zu Folge beinhaltet das Brutto-Gehalt nur die reine Geldleistung, nicht aber Sachbezüge oder geldwerte Vorteile, wie zum Beispiel die private Nutzung eines Dienstwagens. Bei einem geldwerten Vorteil muss man allerdings höhere Steuern zahlen, sofern die jeweiligen Freibeträge überschritten werden.

Brutto-Netto-Rechner verwenden

Wie du den Brutto-Netto-Rechner für deine Gehaltsverhandlung nutzt

In einer Gehaltsverhandlung solltest du immer ein Brutto-Jahresgehalt verhandeln. In deinem Arbeitsvertrag wird auch immer das Brutto-Gehalt angegeben. Dazu gehören auch finanzielle Zusatzleistungen, wie das Urlaubs- und Weihnachtsgeld  (bzw. das 13. Monatsgehalt).

Damit du im Vorfeld weißt, welchen Brutto-Betrag du fordern solltest, macht es Sinn, dass du vorher weißt, wie viel du am Ende rausbekommst. Das kannst du mithilfe eines Brutto-Netto-Rechners ermitteln. Gib hierzu dein Brutto-Gehalt ein und vergleiche, wie sehr sich das Netto-Gehalt verändert.

>> zum Brutto-Netto-Rechner von ABSOLVENTA

Über den Autor

Noemi Haderlein
Noemi Haderlein

Als Content Managerin kümmert sich Noemi Haderlein seit 2015 um die Inhalte von ABSOLVENTA und schreibt zu allen Themen, die Studenten und Berufseinsteiger rund um Studium, Bewerbung und ersten Job interessieren.

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