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Rechte und Pflichten

Inhalte im Arbeitvertrag

Inhalte im Arbeitvertrag

Ein Arbeitsvertrag regelt die Rechte und Pflichten innerhalb eines Arbeitsverhältnisses zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Beide Seiten sind bei der Gestaltung des Arbeitsvertrags frei. Deshalb kann der Arbeitsvertrag nur eine Seite umfassen oder aber sehr umfangreich sein. ABSOLVENTA informiert.

Zwar gilt Vertragsfreiheit, doch eine Bedingung muss gewahrt bleiben: Regelungen im Arbeitsvertrag müssen mit dem Arbeitsrecht konform sein. Für jeden Arbeitsvertrag gilt, dass der Arbeitgeber – gemäß Nachweisgesetz (NachwG), Paragraph 2, Absatz 1– bestimmte Punkte schriftlich fixieren muss. Diese Regelung ist für alle Arbeitnehmer gültig, die länger als einen Monat in dem gleichen Betrieb arbeiten. Sowohl ein befristeter, als auch ein unbefristeter Arbeitsvertrag unterliegen diesem Gesetz.

Pflichtteile im Arbeitsvertrag

Rechtmäßige Arbeitsverträge müssen gemäß NachwG auf jeden Fall folgende Punkte enthalten:

  • Vertragsparteien
  • Zeitpunkt des Beginns des Arbeitsverhältnisses
  • Arbeitsort
  • Vom Arbeitnehmer zu leistende Tätigkeit
  • Vergütung
  • Vereinbarte Arbeitszeit
  • Erholungsurlaub
  • Kündigungsfristen
  • Evtl. Hinweis auf die Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen

Tarifverträge oder Gesetze – wie das Dienstrechtsneuordnungsgesetz, das unter anderem die Besoldung und Eintrittsvoraussetzungen für Soldaten regelt – können diese Punkte in Ausnahmefällen teilweise ersetzen. Ähnliches gilt für den Tarifvertrag des öffentlichen Diensts (TVöD).

Ein Arbeitsvertrag kann auch mündlich geschlossen werden, auch wenn das die Ausnahme ist. Spätestens nach einem Monat muss der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer jedoch eine schriftliche Ausfertigung zustellen. Der Arbeitgeber muss den Arbeitsvertrag ausdrucken und unterschreiben, erst dann wird er gültig. Eine E-Mail reicht dabei nicht aus.

Optionale Punkte im Arbeitsvertrag

Neben den gesetzlich geregelten Inhalten des Arbeitsvertrags werden häufig noch weitere Punkte aufgenommen. Dazu gehören unter anderem:

  • Arbeitsunfähigkeit und Krankheit
  • Freistellungen
  • Nebentätigkeiten
  • Überstunden
  • Sachleistungen (z.B. Smartphone, Notebook, Dienstwagen)
  • Schweigepflicht und Wettbewerbsverbote

Deutsche Arbeitsverträge für eine Versetzung ins Ausland

Ein Arbeitsvertrag zwischen einem Arbeitnehmer und einer Firma im Ausland unterliegt den Gesetzen des jeweiligen Gastlandes. Verpflichtet der Arbeitgeber seinen Angestellten, eine Arbeit im Ausland aufzunehmen – beispielsweise in einem Tochterunternehmen – treten laut NachwG §2 Abs. 2 weitere Klauseln in Kraft.

 Sobald der Arbeitnehmer länger als einen Monat außerhalb der Bundesrepublik arbeitet, muss der Arbeitsvertrag um folgende Punkte ergänzt werden:

  • Dauer des Einsatzes im Ausland
  • Währung, in der das Arbeitsentgelt ausgezahlt wird
  • Zusätzliche Vergütung (z.B. Arbeitsentgelt, Wohngeld, Reisekosten oder Sachleistungen)
  • Bedingungen für die Rückkehr des Arbeitnehmers

Im Zweifel zum Anwalt

Knebelverträge und rechtswidrige Klauseln sind unzulässig. Firmen können mit einem Bußgeld bestraft werden,wenn sie sich nicht daran halten. Unzulässige Arbeitsverträge kommen im Berufsleben nur recht selten vor, doch im Zweifel sollte man einen Rechtsanwalt aufsuchen, der sich auf das Gebiet Arbeitsrecht spezialisiert hat.

Weitere Infos:
>> Probezeit – Rechtliche Regelungen
>> Infos zum befristeten Arbeitsvertrag
>> Infos zum unbefristeten Arbeitsvertrag

>> Selbst kündigen - Die Kündigung als Arbeitnehmer

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