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Unbegrenzte Möglichkeiten

Arbeiten im Ausland: USA

Arbeiten im Ausland: USA

„Nothing is impossible“ im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Wer seinen „American Dream“, den Traum vom Arbeiten in den USA, wahr machen möchte, sollte sich vorab mit den Gepflogenheiten im amerikanischen Berufsalltag vertraut machen. Die Jobbörse ABSOLVENTA erkundet den Weg in den Job und ins Arbeitsleben in den USA und gibt Tipps.

„Du kommst hier net rein“: Ohne Visum nix los

In die USA einzureisen ist nicht schwer – als Tourist. Plant man einen längerfristigen (länger als drei Monate) Aufenthalt, sieht das allerdings anders aus. Dazu benötigt man ein Visum.

Welches Visum das Richtige ist, hängt davon ab, wie lange man in den USA leben und arbeiten möchte. Für einen begrenzten Zeitraum bieten sich verschiedene Möglichkeiten: Das gängigste ist das H1B-Visum. Dieses wird mit einer Aufenthaltserlaubnis von sechs Jahren an Fachkräfte mit Hochschulabschluss oder besonderer beruflicher Qualifikation vergeben. Es gibt zudem noch zahlreiche andere Nichteinwanderungs-Visa, mit denen man in den USA arbeiten kann: Weiterreichende Informationen über das richtige Visum bietet die Webseite der amerikanischen Botschaft.

Wer den vielzitierten Werdegang vom Tellerwäscher zum Millionär anstrebt oder einfach unbefristet in Amerika arbeiten möchte, wird um die Beantragung eines Einwanderungsvisum (besser bekannt als Greencard) nicht herumkommen. Wer keine Verwandte in den USA besitzt, muss darauf hoffen einer von 140.000 jährlich benötigten Fachkräften oder aber glücklicher Gewinner der Greencard bei der ‚Greencard Lottery’, zu sein.

Bewerbungsprozess in den USA

Die Arbeitssuche muss von Deutschland aus begonnen werden, weil das mit einem Touristenvisum nicht erlaubt ist.

Allzu umfassende Bewerbungen sind in den Vereinigen Staaten nicht so gefragt wie hier in Deutschland, dafür darf der „Cover Letter“ (Motivationsschreiben) durch Farbe oder Marmorierung auffallen – ein bisschen „was fürs Auge“ des gern unterhaltenen Amerikaner sozusagen. Inhaltlich gehören die eigenen Qualifikationen sowie eine schlüssige Begründung für das Interesse an der Mitarbeit in dem jeweiligen Unternehmen zwingend in das Anschreiben mit hinein.

Der Lebenslauf wird antichronologisch, sprich das jüngste Ereignis zuerst, angeordnet, also genau so, wie es auch hierzulande in den meisten Fällen gehandhabt wird. Auf ein Bewerbungsfoto wird im Normalfall verzichtet, da in den USA anonyme Bewerbungen die Regel sind.  Das bedeutet, sie erhalten keine Angaben zu Namen, Alter, das Geschlecht , Nationalität oder Konfession. Jedoch kommt dem Referenzenteil, eine hohe Bedeutung zu. Als Referenzen versteht man Kontaktdaten von Personen, die Positives über Qualifikation und Arbeitsweise des Bewerbers zu berichten wissen.

Vorstellungsgespräch und Arbeitsalltag – „You can call me Al“

In den USA ist es durchaus möglich, dass das Vorstellungsgespräch auf Vornamen-Basis geführt wird, per du ist man sprachlich bedingt ja sowieso. Das Ganze wirkt daher von vornherein lockerer als ein Gespräch hierzulande. Vorsicht: Deshalb aber nicht in Kaffeeplausch-Stimmung verfallen, sondern sachliche Antworten auf die Fragen des Personalers geben.

Auch im Arbeitsalltag herrscht in den USA oft eine entspannte und familiäre Atmosphäre vor, die das Miteinander angenehm gestalten. Auch wird sich mehrmals pro Tag nach dem Befinden erkundigt. Das erste Mal schon mit der sehr geläufigen Begrüßung „Hi, how are you?“.   Eine ausführliche Berichtserstattung wird vom Betreffenden dann aber nicht erwartet. Ein einfaches „Good, how are you?“ tut genüge.

In den meisten amerikanischen Firmen sprechen sich die Mitarbeiter  prinzipiell mit dem Vornamen an. Hierarchien müssen dennoch eingehalten werden: Die Unterscheidung der Position findet sich auch in der Begrüßung wieder: Beispielsweise wird der Chef nicht mit „Hi“, sondern mit dem weniger vertrauten „Hello“ begrüßt.

Bei der Bekleidung wird im Arbeitsleben häufig großer Wert auf Etikette gelegt. Das Büro-Outfit fällt recht konventionell aus: das starke Geschlecht im Anzug und das Schöne im Kostüm.

Natürlich kann das von Unternehmen zu Unternehmen sowie auch in verschiedenen Bundesstaaten variieren, jedoch sind viele Gemeinsamkeiten in Unternehmungskultur und Umgang zu beobachten.

Bezahlung, Kündigungsschutz und Urlaubstage in den USA

Anders als in Deutschland wird man in den USA in der Regel nicht monatlich, sondern alle zwei Wochen per Paycheck (Scheck) oder Deposit (Überweisung) bezahlt.

In Punkto Urlaubstage herrscht zwischen Deutschland und den USA ein himmelweiter Unterschied, der von Auswanderern einigen Umgewöhnungsbedarf erfordert. Während wir Deutschen mit einer durchschnittlichen Anzahl von 28 bezahlten Urlaubstagen verwöhnt sind, ist in den USA gesetzlich nicht mal eine Mindestanzahl an Urlaubstagen festgelegt. Einige Firmen nutzen diese Regelung aus und bieten im ersten Jahr lediglich fünf Tage bezahlten Urlaub, erst bei langjähriger Zugehörigkeit kann man einen Urlaub von zwei Wochen erwarten.

Genauso wie die USA das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist, ist es aber auch möglich von heute auf morgen den Job zu verlieren: „Hire and Fire“ nennt sich das Prinzip – und es bedeutet: Keine gesetzlichen Kündigungsfristen. Entsprechend wechseln Amerikaner deutlich öfter den Job als die Deutschen. Das nennt man dann „flexiblen Arbeitsmarkt“.

Recht und Ordnung: Keine Urlaubstage per Gesetz, aber...

In den USA sind zwar Urlaubstage nicht gesetzlich festgelegt, dafür gibt es aber in den verschiedenen Bundesstaaten allerhand andere lustige und kuriose Gesetze.

1. Damit sie bei der Arbeit ausgeschlafen ist:
Im Logan Country, Colorado, dürfen Männer ihre schlummernde Liebste nicht mit Küssen belästigen.

2. Damit er nicht von der Arbeit abgelenkt wird:
In Pasadena, Kalifornien, dürfen Sekretärinnen nicht mit ihrem Chef allein in einem Zimmer sein.

3. Ein Herz für Kunden:
In Nebraska ist es Friseuren verboten, während der Arbeitszeit Zwiebeln zu essen.

4. Ein Beitrag zur Lärmreduzierung:
Gut hörbar rückwärts im Hexadezimalsystem zu zählen, ist in Cupertino, Kalifornien illegal.

Wenn man sich von diesen Einschränkungen jedoch nicht abschrecken lässt, steht dem Traum vom Arbeiten in den USA (fast) nichts mehr im Wege.

Mach mit:
Wer nach seiner Zeit in den USA im alltäglichen Sprachgebrauch verstärkt Anglizismen verwendet als deutsche Wörter, sollte dieses Quiz mal ausprobieren:  >> "Wie viel Englisch beeinhaltet Ihr Deutsch wirklich?"


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