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Arbeiten im Ausland: England

Arbeiten im Ausland: England

Fish & Chips, rote Doppeldecker-Busse, die Queen und der obligatorische Afternoon-Tea sind Assoziationen, die der Gedanke an unsere englischen Übersee-Nachbarn England hervorruft. Wer jedoch für einen längeren Zeitraum in England bzw. Großbritannien leben und arbeiten möchte, sollte die landesspezifischen Besonderheiten zu Jobsuche, Bewerbung und Arbeiten in England kennen. Die Jobbörse ABSOLVENTA gibt Tipps und Infos zum Arbeiten in England.

Einreisebestimmungen für Arbeitnehmer nach Großbritannien

Vorab einige erfreuliche Informationen zu Einreise- und Arbeitsbestimmungen in England: Der Arbeitsmarkt in England ist für deutsche Bürger gemäß der EU-Bestimmungen offen. Zum Leben und Arbeiten in England ist kein Einreisevisum, sondern nur ein Personalausweis oder Reisepass von Nöten. Einmal vor Ort kann man sich also beschwingt in die Arbeitssuche (per Arbeitsamt, Online-Portale, Zeitungen...) stürzen. Aber Achtung: Wer länger als sechs Monate ohne Arbeit ist, muss eine Ausweisung befürchten.

Bewerbungsprozess in England

Die gute alte (elektronische) Bewerbungsmappe soll den Personaler in England wie auch in Deutschland mit korrektem und aussagekräftigem Inhalt überzeugen. Dabei müssen für eine Bewerbung in England einige Besonderheiten beachtet werden:

1. Ein Anschreiben („Cover Letter“) soll den Personaler in erster Linie dazu bewegen Interesse zu wecken, damit der Personaler auch den CV (Lebenslauf) sorgfältig liest. Daher wird stärker als hierzulande im Anschreiben schon Bezug auf wichtige Abschnitte im Lebenslauf genommen. Sätze wie: „As you will see from the CV enclosed...“ verweisen geschickt auf zugehörige Abschnitte im Lebenslauf.

Das Anschreiben besteht aus drei Teilen: Ein Abschnitt, in dem der Grund für die Bewerbung und auf die ausgeschriebene Stelle eingegangen wird. Einem weiteren Absatz, in dem relevante Kenntnisse, Qualifikationen und Eigenschaften aufgeführt sind. Im letzten Abschnitt betont man nochmals das Interesse an der Firma und der spezifischen Stelle und bittet um ein persönliches Gespräch.

2. Der CV mit den wichtigsten Kenndaten ist umgekehrt chronologisch aufgebaut. Besonders zu betonen sind Stationen der bisherigen Ausbildung und des bisherigen Werdegangs. Besondere Bedeutung kommt der Sparte „Personal Interests“ zu: Anders als in Deutschland ist in England die Angabe von Hobbies üblich, da es dem Personaler eine bessere Vorstellung  der Persönlichkeit des Kandidaten vermitteln soll.

Beim Vorstellungsgespräch in England gehen die Unternehmen verstärkt auf den Abgaben Lebenslauf sowie die Persönlichkeit eines Bewerbers ein. Daher sollten die angegebenen Hobbies also stehst der Wahrheit entsprechen. Den Personaler wird sicherlich auch interessieren, warum man als Deutscher gerade in England arbeiten möchte. Mit einer guten Begründung kann man hier auf jeden Fall Pluspunkte sammeln.

Urlaubstage und Arbeitszeiten

In England stehen einem gesetzlich 28 Tage Urlaub im Jahr zu. Zusätzlich werden Feiertage, die auf ein Wochenende fallen, durch einen freien Tag in der darauffolgenden Woche ausgeglichen. Das Gehalt ist durchschnittlich etwa 10 Prozent geringer als in Deutschland.  Flexible Arbeitszeitmodelle wie Jahresarbeitszeitkonten, Arbeitszeitverdichtung und Heimarbeit sind nicht unüblich und individuell verhandelbar.

„How do you do?“ – „How do you do?“

Im Arbeitsalltag in England gibt es einige Besonderheiten zu beachten. Das fängt schon bei der Begrüßung an. Bei der ersten Begegnung sollte ausdauerndes Händeschütteln vermieden werden, ein kurzer Händedruck genügt. Bei weiteren Zusammentreffen wird man vermutlich nach dem Befinden gefragt: „How do you do?“ Darauf wird keine Antwort erwartet. Die Gegenfrage „How do you do?“ rundet das Begrüßungsritual aber ab.

In England sorgt man am Telefon eher für Verwirrung, wenn man sich mit seinem Namen meldet. Als Gruß fungiert bei Anrufen oder beim Abnehmen von Anrufen ein einfaches „Hello“ oder bestenfalls der Unternehmensname.

In geschäftlichen Meetings ist es in England nicht unüblich, von der vorgegebenen Tagesordnung abzuweichen. Macht aber nichts: Ausgelassene Punkte werden dann einfach nochmal per Telefon oder Mail abgeklärt.

Insbesondere in London geht man gerne mal mit den Kollegen nach Feierabend ins Pub. Der Höflichkeit (und des Spaßes) wegen sollte man ab und an die Gelegenheit nutzen bei einem After-Work-Bier die englischen Kollegen besser kennenzulernen. Dies sorgt für ein positives Miteinander und ein besseres Zusammenarbeiten im Büro.

Humor und Umgangsformen in England

Übrigens legt man in England sehr viel Wert auf manierliche Umgangsformen. Höflichkeit ist das A und O. Dabei muss man als Deutscher aber auch lernen zwischen den Zeilen zu Lesen. Mit „very interessting“ ist meist tatsächlich nur „okay“ gemeint.

Ob im Beruf oder im Alltag: Auch der britische Humor ist bekanntlich ein wenig speziell, um nicht zu sagen: schwarz. Zur Heranführung hier ein Ausschnitt aus der vermutlich englischsten aller TV-Serien. Viel Spaß!

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