Freie Mitarbeit.

Freie Mitarbeit.
Als frei Mitarbeitende (bzw. Freischaffende oder "Freelancer") werden Selbständige bezeichnet, die aufgrund eines Dienst- oder Werkvertrags für einen Betrieb Aufträge ausführen, ohne dabei in das Unternehmen eingegliedert zu sein. Freie Mitarbeitende sind also keine klassischen Arbeitnehmenden. Sie üben keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aus. Absolventa nennt weitere Spezifikationen und Besonderheiten sowie die Vor- und Nachteile für Arbeitgeber und die freien Mitarbeitenden.
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  1. Definition freie Mitarbeit.

    Freie Mitarbeit zeichnet sich hauptsächlich dadurch aus, dass freie Mitarbeitende – gemäß Sozialgesetzbuch (SGB), Paragraph 7, Absatz 1 – den Arbeitgebern nicht weisungsgebunden und nicht in die Arbeitsorganisation des Unternehmens eingebunden sind. Das heißt, dass Freelancer ihre Arbeit frei einteilen können und nicht gezwungen sind, andere Tätigkeitsanweisungen der Auftraggebenden auszuführen. Die Projekte, die freie Mitarbeitende ausführen, sind oft zeitlich begrenzt. Freie Mitarbeitende sind selbstständig tätig und nicht bei einer Firma angestellt. Beim Finanzamt müssen freie Mitarbeitende aus steuerrechtlichen Gründen deshalb als selbständige Personen registriert sein.

    Der Begriff „Freelancer“ wurde im Mittelalter geprägt, als freischaffende, mit einer Lanze (englisch: „lance“) bewaffnete Ritter für einzelne Kriege angeworben wurden.

  2. Unterschied zwischen freier Mitarbeit und festem Anstellungsverhältnis.

    Es existieren folgende Unterschiede zwischen festangestellten und freien Mitarbeitenden:

    • Festangestellte Mitarbeitende erhalten ein vertraglich festgeschriebenes Gehalt.
    • Freelancer sind über den Arbeitgeber sozialversicherungspflichtig beschäftigt.
    • Freie Mitarbeitende genießen einen Kündigungsschutz (sobald das Arbeitsverhältnis mindestens sechs Monate besteht und der Arbeitgeber mindestens fünf Personen beschäftigt).

    Freie Mitarbeitende bekommen hingegen kein festes Gehalt (sondern einen Lohn), sie müssen sich selbstständig um die Sozialversicherung kümmern und haben keinen Kündigungsschutz. Anspruch auf Urlaub haben freie Mitarbeitende – gemäß Bundesurlaubsgesetz, Paragraph 2 – nur dann, wenn sie als „arbeitnehmerähnliche“ Person anzusehen sind. Sie sind nicht an die üblichen betrieblichen Arbeitszeiten gebunden und können ihre Arbeitszeit frei einteilen. Freie Mitarbeitende haben auch die Möglichkeit, parallel für mehrere verschiedene Arbeitgeber zu arbeiten.

  3. Schmaler Grad zur Scheinselbstständigkeit.

    Freie Mitarbeitende können in einem Unternehmen durchaus denselben Einsatzbereich und ähnliche Aufgaben haben wie die Festangestellten. Doch sobald ein_e Angestellte_r in freier Mitarbeit von einem Arbeitgeber abhängig ist und dessen Anweisungen ausführen muss, kann ein „de facto Angestellten-Verhältnis“ entstehen. Ob eine so genannte „Scheinselbstständigkeit“ vorliegt, ist unabhängig davon, was im Vertrag steht. Die tatsächlich ausgeführte Tätigkeit ist entscheidend. Das heißt, dass in einem Arbeitsvertrag stehen kann, dass es sich um freie Mitarbeit handelt. Wenn die Person in freier Mitarbeit jedoch die gleichen Aufgaben wie eine festangestellte Person hat und somit der Leitungsperson weisungsgebunden ist, liegt eine Scheinselbstständigkeit vor.

    Wenn die Sozialversicherungen oder das zuständige Finanzamt festlegt (auch rückwirkend), dass es sich statt um eine freie Mitarbeit um ein festes Anstellungsverhältnis gehandelt hat, dann muss der Arbeitgeber die Beiträge für die Arbeitslosen-, Renten- und Krankenversicherung an die Sozialkassen nachzahlen und eventuell sogar mit einer zusätzlichen Strafzahlung rechnen.

  4. Typische Branchen für freie Mitarbeit.

    Freie Mitarbeitende werden in der Regel für bestimmte Projekte engagiert. Besonders in Branchen wie dem Eventmanagement, der Werbung oder dem Journalismus sind freie Mitarbeitende weit verbreitet. Dort werden „Freelancer“ für einzelne Veranstaltungen, Werbeprojekte oder Reportagen engagiert. Üblich sind freie Mitarbeitende außerdem in der Gastronomie, im Verkehrsgewerbe sowie im künstlerischen und kulturellen Bereich, zunehmend aber auch in technischen Berufen.

    Für deinen Stundenlohn orientierst du dich am besten am branchenüblichen Gehalt. Hier haben wir dir die Einstiegsgehälter der einzelnen Berufe zusammengefasst:

    IT & Development.

    Berufsfeld Einstiegsgehalt Gehaltsaussichten Bewerbungstipps Jobs
    Datenbankentwicklung 42.821 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Hardwareentwicklung 47.000 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Mobile Development 45.400 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Softwareentwicklung 44.404 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Systemadministration 43.973 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Webentwicklung 35.381 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Wirtschaftsinformatik 45.013 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs

    Ingenieurwesen & Technik.

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    Automatisierungstechnik 48.829 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Architektur 34.000 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Bauingenieurwesen 41.848 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Elektrotechnik 47.882 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Energietechnik 43.663 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Fahrzeugtechnik 51.769 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Fertigung & Produktion 41.938 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Mechatronik 48.100 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Maschinenbau 47.570 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Umweltingenieurwesen 44.746 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Wirtschaftsingenieurwesen 47.116 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs

    Finanz- & Versicherungswirtschaft.

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    Bankwesen 52.954 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Buchhaltung 39.400 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Controlling 45.261 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Rechnungswesen 42.380 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Steuerwesen 39.660 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Versicherungswesen 43.000 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Wirtschaftsprüfung 42.816 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs

    Wirtschaft, Kommunikation & Digitalisierung.

    Beruf Einstiegsgehalt Gehaltsaussichten Bewerbungstipss Jobs
    Eventmanagement 32.122 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Journalismus/Redaktion 35.128 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Marketing 45.750 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Online Marketing 38.383 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Produktmanagement 43.482 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    PR 36.163 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Übersetzung 26.400 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Werbung 34.441 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs

    Management & Beratung.

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    Business Development 70.000 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Consulting 39.000 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Projektmanagement/thema/beruf 55.000 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs

    Vertrieb.

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    Kundenservice 35.248 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Sales 48.754 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs

    Logistik, Verkehr & Transportwesen.

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    Einkauf & Beschaffung 46.112Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Logistik 37.000 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Supply Chain Management 47.331 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Verkehrswesen 36.828 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs

    Naturwissenschaften.

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    Biologie 44.768 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Mathematik 46.583 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Chemie 50.000 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Physik 45.000 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Forschung 38.309 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs

    Gesundheit.

    Berufsfeld Einstiegsgehalt Gehaltsaussichten Bewerbungstipps Jobs
    Medizin 45.000 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Pharma 48.820 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Psychologie 31.032 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs

    Design, Gestaltung & Medien.

    Berufsfeld Einstiegsgehalt Gehaltsaussichten Bewerbungstipps Jobs
    Grafikdesign 25.440 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Mediengestaltung 24.000 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs

    Weitere Berufsfelder.

    Berufsfeld Einstiegsgehalt Gehaltsaussichten Bewerbungstipps Jobs
    Jura & Rechtswesen 38.400 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Bildung & Soziales 37.616 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Personalwesen 41.404 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Verwaltung & Assistenz 39.600 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
  5. Vor- und Nachteile für den Arbeitgeber.

    Der Einsatz von freien Mitarbeitenden hat für Unternehmen sowohl Vorteile als auch Nachteile. Auch wenn es bei der Arbeit mit Menschen immer einige Unwägbarkeiten geben kann, lassen sich Pro und Contra hier recht gut abwägen, sodass jeder Arbeitgeber die für sich bessere Wahl treffen kann.

    • Der Arbeitgeber kann die „Freien“ nach Bedarf bzw. nach Auftragslage engagieren und flexibel einsetzen. Sie können zum Beispiel stundenweise (Dienstvertrag) oder für ein Projekt (Werksvertrag) eingestellt werden.
    • Freie Mitarbeitende haben kein Anrecht auf eine Kündigungsfrist. Jedoch kann in einem Vertrag eine Kündigungsfrist auch bei freien Mitarbeitenden ausgehandelt werden.
    • Der Arbeitgeber spart die Sozialabgaben. Freie Mitarbeitende stellen eine Rechnung, sodass der Betrag für den Arbeitgeber brutto gleich netto ist. Für die freien Mitarbeitenden besteht die Gefahr, dass die Rechnung erst spät bezahlt wird.
    • Nachteilig für den Arbeitgeber kann sich jedoch auswirken, dass freie Mitarbeitende auch von anderen Auftraggebenden engagiert werden können und daher mitunter nicht immer zur Verfügung stehen.
    • Neue freie Mitarbeitende müssen sich erst in die speziellen Gepflogenheiten und Anforderungen des jeweiligen Unternehmens einarbeiten, bevor sie ihre volle Leistungsfähigkeit entfalten können.
    • Für Aufgaben, die nicht in das Aufgabengebiet der freien Mitarbeitenden fallen, dürfen Arbeitgeber nach dem Arbeitsrecht nur Festangestellte einteilen.
    • Dazu kommt, dass freie Mitarbeitende einen höheren Stundenlohn bekommen und die Verbindung und damit die Loyalität zum Unternehmen geringer ist als bei festangestellten Mitarbeitenden.
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