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Was bleibt unterm Strich?

Die Gehaltsabrechnung

Die Gehaltsabrechnung

Die Gehaltsabrechnung dient dem Einkommensnachweis, zum Beispiel für die Steuererklärung, bei der Suche nach einer Mietwohnung oder vor einer Kreditvergabe. Sie sollte übersichtlich sein und die gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllen. ABSOLVENTA erklärt, was alles in der Gehaltsabrechnung steht.

Grundsätzlich ist jeder Arbeitgeber laut der Gewerbeordnung (GewO) verpflichtet, dem Arbeitnehmer eine monatlichen Lohn- und Gehaltsabrechnung auszuhändigen. Darin müssen alle relevanten Informationen zur Abrechnungsperiode und zur Zusammensetzung des Arbeitsentgeltes enthalten sein. Der Arbeitnehmer muss in der Lage sein, die einzelnen Gehaltsbestandteile eindeutig identifizieren zu können (zum Beispiel eine Vertriebsprovision).

Inhalt der Gehaltsabrechnung

Die GehaltsabrechnungDie Gehaltsabrechnung muss bestimmte, gesetzlich festgelegte Elemente enthalten. Diese können sein:

  • Abrechnungszeitraum
  • Art und Höhe der Zuschläge und Abzüge
  • Vorschüsse
  • Zulagen
  • Abschlagszahlungen
  • sonstige Vergütungen

Zudem sind Steuerklasse und Freibeträge zu berücksichtigen. Die Gehaltsabrechnung verschafft dem Arbeitnehmer eine Übersicht, wie sich das Brutto-Gehalt vom Netto-Gehalt unterscheidet.

Außerdem ist die Gehaltsabrechnung ein wesentlicher Bestandteil bei der Einkommensteuererklärung, da aus ihr die gezahlten Einkommensteuer- und Sozialabgaben hervorgehen. Auch bei Kreditvergabe oder Mietvertragsabschluss dient die Gehaltsabrechnung dem Nachweis der persönlichen Liquidität.

Die Abzüge in der Gehaltsabrechnung

In der Gehaltsabrechnung wird ersichtlich, welche Abzüge vorgenommen werden. Vom Brutto-Lohn werden Steuern und Sozialabgaben abgezogen, übrig bleibt das Netto-Gehalt.

Steuern

  • Einkommenssteuer (prozentualer Anteil abhängig vom Einkommen und der Steuerklasse)
  • Ggf. Kirchensteuer
  • Solidaritätszuschlag

Sozialabgaben

  • Rentenversicherung
  • Arbeitslosenversicherung
  • Krankenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • gesetzliche Unfallversicherung

Renten-, Arbeitslosen und Pflegeversicherung werden von Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils zur Hälfte gezahlt, bei der Kranken- und Unfallversicherung ist der Arbeitnehmer etwas schlechter gestellt.

Änderungen für die Gehaltsabrechnung ab 2010

Seit dem 01.01.2010 legt die neue Entgeltbescheinigungs-Richtlinie die Mindeststandards für die Gehaltsabrechnung fest. Ziel dieser Richtlinie ist die bundesweite Vereinheitlichung der Lohn- und Gehaltsabrechnung aller Arbeitnehmer. Zudem wird das Gesetz über das Verfahren des elektronischen Entgeltnachweises (ELENA-Verfahrensgesetz) realisiert, das u.a. die elektronische Erstellung und die temporäre, zentrale Speicherung von Einkommensnachweisen sowie deren Nutzung durch Behörden wie zum Beispiel der Bundesagentur für Arbeit ermöglichen soll.

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