Was bleibt unterm Strich?

Die Gehaltsabrechnung

Die Gehaltsabrechnung

Die Gehaltsabrechnung dient dem Einkommensnachweis, zum Beispiel für die Steuererklärung, bei der Suche nach einer Mietwohnung oder vor einer Kreditvergabe. Sie sollte übersichtlich sein und die gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllen. ABSOLVENTA erklärt, was alles in der Gehaltsabrechnung steht.

Inhalt

  1. Inhalt der Gehaltsabrechnung
  2. Die Abzüge in der Gehaltsabrechnung
  3. Änderungen für die Gehaltsabrechnung ab 2010

Grundsätzlich ist jeder Arbeitgeber laut der Gewerbeordnung (GewO) verpflichtet, dem Arbeitnehmer eine monatlichen Lohn- und Gehaltsabrechnung auszuhändigen. Darin müssen alle relevanten Informationen zur Abrechnungsperiode und zur Zusammensetzung des Arbeitsentgeltes enthalten sein. Der Arbeitnehmer muss in der Lage sein, die einzelnen Gehaltsbestandteile eindeutig identifizieren zu können (zum Beispiel eine Vertriebsprovision).

Inhalt der Gehaltsabrechnung

Die Gehaltsabrechnung muss bestimmte, gesetzlich festgelegte Elemente enthalten. Diese können sein:

  • Abrechnungszeitraum
  • Art und Höhe der Zuschläge und Abzüge
  • Vorschüsse
  • Zulagen
  • Abschlagszahlungen
  • sonstige Vergütungen

Zudem sind Steuerklasse und Freibeträge zu berücksichtigen. Die Gehaltsabrechnung verschafft dem Arbeitnehmer eine Übersicht, wie sich das Brutto-Gehalt vom Netto-Gehalt unterscheidet.

Außerdem ist die Gehaltsabrechnung ein wesentlicher Bestandteil bei der Einkommensteuererklärung, da aus ihr die gezahlten Einkommensteuer- und Sozialabgaben hervorgehen. Auch bei Kreditvergabe oder Mietvertragsabschluss dient die Gehaltsabrechnung dem Nachweis der persönlichen Liquidität.

Die Abzüge in der Gehaltsabrechnung

In der Gehaltsabrechnung wird ersichtlich, welche Abzüge vorgenommen werden. Vom Brutto-Lohn werden Steuern und Sozialabgaben abgezogen, übrig bleibt das Netto-Gehalt.

Steuern

  • Einkommenssteuer (prozentualer Anteil abhängig vom Einkommen und der Steuerklasse)
  • Ggf. Kirchensteuer
  • Solidaritätszuschlag

Sozialabgaben

  • Rentenversicherung
  • Arbeitslosenversicherung
  • Krankenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • gesetzliche Unfallversicherung

Renten-, Arbeitslosen und Pflegeversicherung werden von Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils zur Hälfte gezahlt, bei der Kranken- und Unfallversicherung ist der Arbeitnehmer etwas schlechter gestellt.

Änderungen für die Gehaltsabrechnung ab 2010

Seit dem 01.01.2010 legt die neue Entgeltbescheinigungs-Richtlinie die Mindeststandards für die Gehaltsabrechnung fest. Ziel dieser Richtlinie ist die bundesweite Vereinheitlichung der Lohn- und Gehaltsabrechnung aller Arbeitnehmer. Zudem wird das Gesetz über das Verfahren des elektronischen Entgeltnachweises (ELENA-Verfahrensgesetz) realisiert, das u.a. die elektronische Erstellung und die temporäre, zentrale Speicherung von Einkommensnachweisen sowie deren Nutzung durch Behörden wie zum Beispiel der Bundesagentur für Arbeit ermöglichen soll.

>> Mehr Infos zum Arbeitsentgelt

Beliebte Artikel aus unserem Karriereguide

Arbeiten als freier Journalist – Gehalt und Berufsaussichten
Rasender Reporter

Arbeiten als freier Journalist – Gehalt und Berufsaussichten

Der Stellenmarkt für Journalisten ist seit Jahren hart umkämpft. Selbst renommierte Medien bieten immer weniger feste Stellen an. Trotzdem erfreut sich der Beruf des Journalisten einer ungebrochenen Nachfrage. Doch wie verdient man seinen Lebensunterhalt ohne Festanstellung?

Zum Artikel
Karriere bei Rohde & Schwarz: Einblicke vom Arbeitgeber
Personaler im Interview

Karriere bei Rohde & Schwarz: Einblicke vom Arbeitgeber

„Der Fokus liegt auf dem Direkteinstieg“ – Thomas Teetz ist Director der Abteilung Personalmarketing & Rekrutierung bei Rohde & Schwarz. Im Interview mit ABSOLVENTA erklärt er, wie Rohde & Schwarz Absolventen beim Direkteinsteig unterstützt und welche Eigenschaften Bewerber mitbringen sollten, um eine er...

Zum Artikel
Auswirkungen des Generationenwandels auf die Arbeitswelt
Experten-Interview

Auswirkungen des Generationenwandels auf die Arbeitswelt

Einer Allianz-Studie zufolge gehen in diesem Jahr in der EU erstmals mehr Menschen in Rente, als junge Menschen in den Arbeitsmarkt nachrücken. Steffen Laick, Leiter Recruitment bei Ernst & Young, sagt im Experteninterview mit der Jobbörse ABSOLVENTA, was das für die Einstiegschancen für Hochschulabsolventen bed...

Zum Artikel