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Grundlagenwissen

Basic Frameworks

Basic Frameworks

Eine Case Study löst man, indem man zunächst die Aufgabestellung strukturiert und die relevanten Kernfaktoren analysiert. Dabei helfen sogenannte Basic Frameworks. Diese begegnen Wirtschaftsstudenten in den ersten Studienjahren. ABSOLVENTA erläutert einige unabdingbare Grundlagen zur Lösung einer Fallstudie.

Unternehmensberatungen werden von der Kundenseite immer wieder mit ähnlichen Problemen konfrontiert. Darum gibt es so genannte Basic Frameworks. Ein Basic Framework ist eine Art Grundgerüst, das hilft, seine Gedanken zu ordnen und die Kernfaktoren einer Case Study zu analysieren. Dabei handelt es sich aber immer nur um Handlungsempfehlungen. Wende die Frameworks also nicht als Lösungsschablonen an, sondern nutze sie stattdessen als Basis für eigene, kreative Ansätze. ABSOLVENTA stellt vier gängige Basic Frameworks vor.

1. Intern/Extern

Der Erfolg eines Unternehmens hängt von internen und von externen Marktfaktoren ab. Die Aufgabenstellung in einer Case Study könnte beispielsweise lauten:
„Eine Lebensmittelkette erlebt einen Gewinneinbruch – was können die Ursachen dafür sein?“ Zur Lösung sollte man sowohl interne Faktoren (zum Beispiel veraltetes Geschäftskonzept, Produktpalette, schlechte Arbeitsmoral) als auch externe Faktoren betrachten (zum Beispiel neue Mitbewerber, Fusionen, veränderte Kundenerwartungen). Optimal ist die Analyse von drei internen und drei externen Faktoren.

2. Angebot/Nachfrage

Wie das Marktgleichgewicht durch Preis-, Angebots- und Nachfrageänderungen beeinflusst werden kann, veranschaulicht dieses Framework. Rechne damit, dass dir in der Case Study eine Angebots- und Nachfragekurve präsentiert wird. Folgende Aufgabenstellung wäre möglich:
„So sah die Nachfrage in der Automobilindustrie im Jahr 1980 aus. Zeigen Sie, wie sich die Situation seitdem verändert hat.“
Analysiere dafür die Änderung der Angebotssituation (Konkurrenzunternehmen, Fortschritte in der Automobiltechnologie und Kosten) und der Nachfragesituation (umweltpolitische Einflüsse, Wirtschaftskraft, Benzinpreise).

3. Kosten/Nutzen

Bei einer Case Study Analyse kann man häufig mit einer Liste aller Kosten und Nutzen beginnen. Eine Aufgabe wäre zum Beispiel:
„Eine Modefirma möchte einen Onlineshop aufbauen. Wie bewerten Sie diesen Schritt?“
Wäge hierfür die Kosten (Software-Entwicklung, Installationen, Marketing-Maßnahmen) gegen den Nutzen ab (neue Käuferschicht, Umsatzzuwachs, Kostenreduktion).

4. Fixkosten/variable Kosten

Dieses Framework ist als zusätzliche Hilfestellung für andere Lösungsansätze – wie die Kosten-Nutzen-Analyse – zu verstehen. In den meisten Analysen lassen sich Kosten in zwei Kategorien einteilen: Fixe und variable Kosten. Fixe Kosten (Betriebskosten) sind im Gegensatz zu variablen Kosten unabhängig vom Produktionsniveau und entstehen regelmäßig wiederkehrend. Eine Aufgabe könnte lauten:
„Ihr größter Konkurrent, ein Milchkonzern, errichtet ein neues Werk. Sollte Ihr Unternehmen nachziehen?“
Identifiziere die Fixkosten (Miete, Zinsen etc.), die variablen Kosten (Produktionskosten) und wäge sie gegeneinander ab.

Fazit

Welches Framework man wählt, kann bei der Case Study Lösung die schwierigste Entscheidung sein. Grundsätzlich sollte man sich auf einen Lösungsansatz festlegen. Gelegentlich kann es jedoch gerade bei komplexen Fragestellungen erforderlich sein, dass man Basic Frameworks und fortgeschrittene Frameworks kombiniert.

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Über den Autor

Hannes Reinhardt
Hannes Reinhardt

Redaktionsprakti Hannes kommt frisch von der Uni und schreibt bei ABSOLVENTA über die Möglichkeiten, die sich jungen Berufseinsteigern heute bieten.

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