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Schlauer Kopf?

Der Intelligenztest

Der Intelligenztest

Es existiert eine große Zahl von Intelligenztest-Verfahren. Manche wurden von unabhängigen Psychologen und Wissenschaftlern entwickelt, andere sind grober Unfug. Ein Problem ist allen gemein: Intelligenz kann nicht endgültig definiert werden. Deshalb können alle Tests immer nur ein auf bestimmte Intelligenzbereiche eingeschränktes Bild abgeben. ABSOLVENTA informiert.

Die Messung der Intelligenz stellt sich als problematisch dar. Bis heute gibt es keine einheitliche Definition von Intelligenz. Deshalb entwickelten sich unterschiedliche Testverfahren, um den IQ eines Menschen zu bestimmen. Die gängigsten Intelligenztests stellt ABSOLVENTA hier vor.

Die Wechsler-Tests

Das Konzept dieser Intelligenztests wurde von dem amerikanischen Psychologen David Wechsler entwickelt, der erstmals davon ausging, dass sich Intelligenz aus verschiedenen Aspekten zusammensetzt. Die Wechsler-Tests berücksichtigen u.a. das Alter der Probanden. Neben den Individualtests für Kinder und Jugendliche (HAWIK-III und HAWIK-IV) gibt es den Individualtest auch für das Erwachsenenalter (WIE).

Dieser Intelligenztest ist vor allem für die Untersuchung diverser kognitiver Fähigkeiten bei Menschen zwischen 16 und 89 Jahren konzipiert. Insgesamt werden für die elf Kern-Untertests zwischen 60 und 95 Minuten benötigt. Der Wechsler-Intelligenztest gilt als objektiv und valide. Allerdings wird er vor allem für die klinische Diagnostik genutzt, beispielsweise bei Verdacht auf Alzheimer oder andere Erkrankungen, die einen negativen Einfluss auf die Intelligenz haben.

Die Kaufman-Testbatterien

Entwickelt wurde dieser Intelligenztest vom amerikanischen Psychologen Alan S. Kaufman. Für Jugendliche und Erwachsene wird vor allem sein „Kaufman-Test zur Intelligenzmessung für Jugendliche und Erwachsene“ angewendet. Auch hierbei handelt es sich um einen Individualtest, der kristalline und fluide Intelligenz durch jeweils vier Untertests ermittelt. Bei der kristallinen und fluiden Intelligenz handelt es sich um das sehr einflussreiche Intelligenzmodell des Psychologen Raymond Bernard Cattell. Die fluide Intelligenz umfasst nach Cattell die Fähigkeit, sich ohne erlerntes Wissen an Situationen anzupassen und Probleme zu lösen. Die kristalline Intelligenz ist all das, was man von Geburt an gelernt hat.

Der Kaufman-Intelligenztest gilt ebenfalls als objektiv und sehr zuverlässig und wird vorwiegend in den Bereichen Allgemein-, Erziehungs-, Beratungs- und Arbeitspsychologie sowie der klinischen Differentialdiagnose angewendet.

Die Grundintelligenztests

Es gibt zwei Grundintelligenztests, die in der Anwendung weiter verbreitet sind. Zum einen handelt es sich dabei um den „CFT 20-R“, der der Erfassung der fluiden Intelligenz dient. Dieser IQ-Test besteht aus zwei bildlich-figuralen Testteilen (z.B. „Welches Muster gehört in die Reihe?“), die sowohl in der Gruppe als auch individuell durchgeführt werden können. Der Test gilt als objektiv, valide und wird überwiegend für die Schul-, Bildungs- und Berufsberatung sowie bei Forschungsfragen angewendet. Zum anderen gibt es bei den Grundintelligenztests die „Raven Progressive Matrizentests“. Auch hier wird die fluide Intelligenz getestet. Die Durchführung dauert etwa ein bis anderthalb Stunden und ist ebenfalls sowohl in der Gruppe als auch individuell möglich. Die RPMs werden vorwiegend in der psychologischen Forschung angewendet.

Die Intelligenzstrukturtests

Wie bei den Grundintelligenztests gibt es auch bei den Intelligenzstrukturtests zwei Verfahren, die weit verbreitet sind. Der eine ist der „Intelligenz-Struktur-Test 2000 R“ (I-S-T 2000 R), der fünf Intelligenzbereiche untersucht: Verbale, numerische und figurale Intelligenz sowie schlussfolgerndes Denken und die Gedächtnisleistung. Ergänzend kann ein separater Wissenstest durchgeführt werden. Die Testdauer beträgt etwa zwei Stunden. Er gilt als hinreichend objektiv, wobei die Aussagekraft kritisch zu sehen ist, da keine Rücksicht auf geschlechtsspezifische Unterschiede genommen wird. Dies ist besonders interessant, da der I-S-T 2000 R vor allem bei Personalentscheidungen angewendet wird.

Die zweite Variante sind die Berliner Intelligenzstrukturtests „BIS-4“ und „BIS-HB“. Diese beiden Tests basieren auf dem Berliner Intelligenzmodell nach Adolf Otto Jäger, der die Intelligenz in allgemeine Intelligenz, operative Fähigkeiten und inhaltliche Fähigkeiten einteilte. Die Zielgruppe der Tests sind vor allem Jugendliche und junge Erwachsene. Bei der operativen Intelligenz werden zum Beispiel die Bearbeitungsgeschwindigkeit und die Merkfähigkeit geprüft. Die inhaltsgebundenen Fähigkeiten sind das sprachgebundene, zahlengebundene sowie das figural-bildhafte Denken. Dazu können noch ergänzende Tests zur Kreativität durchgeführt werden. Zusammengefasst ergeben sie die allgemeine Intelligenz. Die BIS-Tests dauern etwa drei Stunden und gelten als objektiv. Sie werden vor allem als Test für Hochbegabung eingesetzt.

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Über den Autor

Hannes Reinhardt
Hannes Reinhardt

Redaktionsprakti Hannes kommt frisch von der Uni und schreibt bei ABSOLVENTA über die Möglichkeiten, die sich jungen Berufseinsteigern heute bieten.

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