Case Study – Was ist das eigentlich?

Case Study – Was ist das eigentlich?
Eine Case Study oder auch Fallstudie ist vor allem für Consulting-Jobs oft Teil eines Auswahlverfahrens. Die Aufgabe ist handlungs- und entscheidungsorientiert. Bewerber_innen übernehmen dabei die Position von Entscheidungsträgern, die vor einem bestimmten Problem stehen. Mittels einer Fallstudie wollen die Personalverantwortlichen erfahren, wie geschickt jemand unter Zeitdruck mit komplexen Problemen umgehen kann.
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  1. Stresssituation Case Study.

    Eine Case Study ist bei vielen Unternehmen ein gängiges Element bei der Besetzung eines Jobs, zum Beispiel im Assessment Center für die Besetzung einer Trainee-Stelle oder für Jobs in einer Unternehmensberatung. Sie bietet im Assessment Center Vorteile für das Unternehmen und für dich, du hast nämlich die Möglichkeit, bei dieser Aufgabe mit einer guten Vorbereitung fürs Assessment Center bestmöglich abzuschneiden.

    Die Herausforderung beim Lösen einer Case Study besteht darin, ein oder mehrere geschäftsbezogene Fälle in kurzer Zeit zu lösen. Hierbei muss man sich in die Rolle der Beratung oder Geschäftsführung hineinversetzen und die Frage beantworten, welche Entscheidungen aus Sicht des Unternehmens am sinnvollsten wären.

    Die Case Study stellt ein Problem dar, dem die Geschäftsführung eines realen Unternehmens möglicherweise gegenüber stehen könnte. Kandidat_innen erhalten dieselben (teilweise unzureichenden) Informationen, die Entscheidungsträger_innen in der vergleichbaren Situation zur Verfügung stehen. Dabei läuft eine tickende Uhr im Hintergrund – in der Geschäftswelt ist die Konkurrenz groß, darum ist häufig schnelles Handeln verlangt. Eine Case Study kann dabei sowohl in schriftlicher Form als auch in einem interaktiven Frage-&-Antwort-Interview stattfinden.

    Case Studies werden dich vor allem im Bewerbungsprozess in diesen Berufsfeldern erwarten:

    Finanz- & Versicherungswirtschaft.

    Berufsfeld Einstiegsgehalt Gehaltsaussichten Bewerbungstipps Jobs
    Bankwesen 52.954 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Buchhaltung 39.400 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Controlling 45.261 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Rechnungswesen 42.380 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Steuerwesen 39.660 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Versicherungswesen 43.000 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Wirtschaftsprüfung 42.816 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs

    Management & Beratung.

    Berufsfeld Einstiegsgehalt Gehaltsaussichten Bewerbungstipps Jobs
    Business Development 70.000 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Consulting 39.000 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Projektmanagement/thema/beruf 55.000 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
  2. Arten von Case Studies.

    Eine Case Study ist häufig als Einzelaufgabe angelegt. Sie kann aber auch als Gruppenaufgabe konzipiert sein, wenn Personalverantwortliche testen wollen, wie es um Teamfähigkeit und Kooperationsbereitschaft der Kandidat_innen bestellt ist. Zudem wird zwischen Kurzfällen und längeren Case Studies unterschieden.

    Kurzfälle bestehen aus mehreren kürzeren Problemstellungen, die nacheinander abgearbeitet werden. Längere Cases enthalten hingegen umfassendes Informationsmaterial zu einem komplexen Problem. Groß angelegte Tests können mehrere Stunden oder sogar einen ganzen Tag dauern.

    Inhaltlich können fast alle Fallstudien den drei Case Study Typen „Business Cases“, „Marktgrößenschätzungen“ und „Brainteaser“ zugeordnet werden.

    Klassische Brainteaser und somit typische Übungen im Assessment Center sind:

    Aber auch Assessment Center Tests wie:

  3. Case Studies lösen.

    Es geht bei einer Case Study im Auswahlprozess nicht in erster Linie darum, eine hundertprozentig richtige Lösung zu finden. Vielmehr sollte man seine analytischen und organisatorischen Kompetenzen unter Beweis stellen und zeigen, dass man mit schwierigen Problemen umgehen kann.

    Anstatt zur vollkommenen perfekten Antwort zu gelangen ist es wichtiger, die Case Study strukturiert zu bearbeiten, sich selbst bzw. den Prüfenden kluge Fragen zu stellen und logische Annahmen zu machen.

    Um eine Case Study anzugehen, stehen häufig verschiedene Frameworks, das heißt bestimmte Ordnungsrahmen, zur Verfügung, mit denen man die Aufgaben strukturiert bearbeiten kann. Dabei unterscheidet man zwischen den Basic Frameworks und den Fortgeschrittenen Frameworks.

  4. Was bei einer Case Study bewertet wird.

    Neben Stressresistenz, Konzentrationsfähigkeit und fachlichen Qualifikationen achten Personalverantwortliche bei einer Case Study vor allem darauf, ob der Bewerber es schafft, sich in komplexe Bereiche einzuarbeiten. Stichwort: analytisches Denken. Sie prüfen und bewerten dafür unter anderem, wie jemand an das Problem herangeht: strukturiert oder willkürlich. Auch logisches Denken ist hier von Vorteil.

    Wichtig ist es am Ende, nicht nur eine Lösung zu präsentieren, sondern auch eine Erklärung abzugeben, wie man auf diese Lösung gekommen ist und was die einzelnen Schritte und neuen Erkenntnisse im Laufe der Aufgaben waren. Der HR-Manager möchte den Lösungsweg nachverfolgen und nachvollziehen können. Daher sollte man in einem Case Study Interview seine Gedankengänge offen legen.

  5. Fazit.

    Gehe systematisch an die Aufgabe heran, lies die Aufgabenstellung genau und ordne die zur Verfügung stehenden Informationen. Erstelle dazu eine strukturierte Auflistung der vorhandenen Daten und Fakten. Wichtig ist, alle Lösungsschritte zu dokumentieren, damit der Lösungsweg sowohl für einen selbst als auch für die Prüfer logisch nachvollziehbar ist. Der Weg ist das Ziel.

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