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Analytisches Denken gefordert

Case Study – Was ist das eigentlich?

Case Study – Was ist das eigentlich?

Eine Case Study (engl.: Fallstudie) ist vor allem für Consulting-Jobs oft Teil eines Auswahlverfahrens. Die Aufgabe ist handlungs- und entscheidungsorientiert. Der Bewerber übernimmt dabei die Position eines Entscheidungsträgers, der vor einem bestimmten Problem steht. Mittels einer Fallstudie wollen die Personaler erfahren, wie geschickt jemand unter Zeitdruck mit komplexen Problemen umgehen kann.

Eine Case Study ist bei vielen Unternehmen ein gängiges Element im Personalauswahlverfahren, zum Beispiel  im Assessment Center für die Besetzung einer Trainee-Stelle oder für Jobs in einer Unternehmensberatung. Eine Case Study kann dabei sowohl in schriftlicher Form als auch in einem interaktiven Frage-&-Antwort-Interview stattfinden.

Die Herausforderung bei der Fallstudie besteht darin, ein oder mehrere geschäftsbezogene Fälle in kurzer Zeit zu lösen. Hierbei muss man sich in die Rolle eines Beraters oder Geschäftsführers hineinversetzen und die Frage beantworten, welche Entscheidungen aus Sicht des Unternehmens am sinnvollsten wären.

Die Case Study Die Case Study stellt sich als ein Problem vor, dem ein Geschäftsführer eines realen Unternehmens möglicherweise gegenüber stehen könnte. Der Kandidat erhält dieselben (teilweise unzureichenden) Informationen, die einem Entscheidungsträger in der vergleichbaren Situation zur Verfügung stehen. Dabei läuft eine tickende Uhr im Hintergrund – in der Geschäftswelt ist die Konkurrenz groß, darum ist häufig schnelles Handeln verlangt.

Arten von Case Studies

Eine Case Study ist häufig als Einzelaufgabe angelegt. Sie kann aber auch als Gruppenaufgabe konzipiert sein, wenn Personaler testen wollen, wie es um Teamfähigkeit und Kooperationsbereitschaft der Kandidaten bestellt ist. Zudem wird zwischen Kurzfällen und längeren Case Studies unterschieden.

Kurzfälle bestehen aus mehreren kürzeren Problemstellungen, die nacheinander abgearbeitet werden. Längere Cases enthalten hingegen umfassendes Informationsmaterial zu einem komplexen Problem. Groß angelegte Tests können mehrere Stunden oder sogar einen ganzen Tag dauern.

Inhaltlich können fast alle Fallstudien den drei Case Study Typen „Business Cases“, „Marktgrößenschätzungen“ und „Brainteaser“ zugeordnet werden.

Case Studies lösen

Es geht bei einer Case Study im Auswahlprozess nicht in erster Linie darum, eine hundertprozentig richtige Lösung zu finden. Vielmehr sollte man seine analytischen und organisatorischen Kompetenzen unter Beweis stellen und zeigen, dass man mit schwierigen Problemen umgehen kann.

Anstatt zur vollkommenen perfekten Antwort zu gelangen ist es wichtiger, die Case Study strukturiert zu bearbeiten, sich selbst bzw. den Prüfern kluge Fragen zu stellen und logische Annahmen zu machen.

Um eine Case Study anzugehen, stehen häufig verschiedene Frameworks, das heißt bestimmte Ordnungsrahmen, zur Verfügung, mit denen man die Aufgaben strukturiert bearbeiten kann. Dabei unterscheidet man zwischen den Basic Frameworks und den Fortgeschrittenen Frameworks.

Was bei einer Case Study bewertet wird

Neben Stressresistenz, Konzentrationsfähigkeit und fachlichen Qualifikationen achten Personalverantwortliche bei einer Case Study vor allem darauf, ob der Bewerber es schafft, sich in komplexe Bereiche einzuarbeiten. Stichwort: analytisches Denken. Sie prüfen und bewerten dafür unter anderem, wie jemand an das Problem herangeht: strukturiert oder willkürlich. Auch logisches Denken ist hier von Vorteil.

Wichtig ist es am Ende, nicht nur eine Lösung zu präsentieren, sondern auch eine Erklärung abzugeben, wie man auf diese Lösung gekommen ist und was die einzelnen Schritte und neuen Erkenntnisse im Laufe der Aufgaben waren. Der HR-Manager möchte den Lösungsweg nachverfolgen und nachvollziehen können. Daher sollte man in einem Case Study Interview seine Gedankengänge offen legen.

Fazit

Gehe systematisch an die Aufgabe heran, lies die Aufgabenstellung genau und ordne die zur Verfügung stehenden Informationen. Erstelle dazu eine strukturierte Auflistung der vorhandenen Daten und Fakten. Wichtig ist, alle Lösungsschritte zu dokumentieren, damit der Lösungsweg sowohl für einen selbst als auch für die Prüfer logisch nachvollziehbar ist. Der Weg ist das Ziel.

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