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Was ist was?

Berufserfahrung: Einschlägig, fundiert, erwünscht

Berufserfahrung: Einschlägig, fundiert, erwünscht

In ihren Stellenausschreibungen listen Arbeitgeber sämtliche Wünsche und Anforderungen an die Bewerber für einen bestimmten Job auf. Darunter befinden sich oft immer wiederkehrende Schlagworte wie “abgeschlossenes Studium”, “hohe Lernbereitschaft” oder “eigenständiges Arbeiten”. Mindestens genauso gerne und oft verwendet: das Stichwort Berufserfahrung. 

Je nach Position ist dafür mal mehr und mal weniger notwendig. Das spiegelt sich in den Annoncen in verschiedenen Formulierungen wider. Mal wird „einschlägige Berufserfahrung“ verlangt, dann wieder „fundierte Berufserfahrung“. Bei Praktika oder Einstiegsjobs genügt häufig schon „(idealerweise) erste Praxiserfahrung“. ABSOLVENTA erklärt, worin sich die Formulierungen unterscheiden und wann sich eine Bewerbung lohnt, auch wenn man als Berufseinsteiger noch keine klassische Berufserfahrung vorweisen kann.Berufserfahrung als Anforderung beim Bewerben

Warum ist Berufserfahrung so wichtig?

Erfahrung im Berufsleben ist für Unternehmen eines der wichtigsten Kriterien bei der Mitarbeiterauswahl. Der Arbeitgeber möchte, dass die Bewerber bereits mit dem Arbeitsalltag vertraut sind, damit die Berufseinsteiger keinen Praxisschock erleiden. Dazu zählt, dass die Kandidaten Dinge wie Unternehmensstrukturen, Hierarchien, Teamarbeit oder eine 40-Stunden-Woche schon aus der Praxis kennen. Obwohl durch die Bachelor-/Masterreform die Studienzeit sehr straff gespannt ist und viele Studenten aufgrund hoher Mietpreise noch neben dem Studium einem Studentenjob nachgehen, wird ein geregelter Tagesablauf oftmals immer noch nicht mit dem Studentenleben in Verbindung gebracht.

Über diese allgemeinen Erfahrungen hinaus geht es natürlich auch darum, dass die Bewerber möglichst schon in einem gleichen oder ähnlichen Bereich Praxisluft schnupperten. So geht die Einarbeitung in die Themen und Aufgaben schneller, zumal die Arbeitszeugnisse zu den bisherigen Tätigkeiten für die HR-Verantwortlichen ein wichtiges Kriterium bei der Personalauswahl sind.

Berufserfahrung: Welche Unterscheidungen existieren?

Erste Berufserfahrung
Sieht ein Unternehmen zum Beispiel in einer Stellenausschreibung „erste Berufserfahrung“ als Grundvoraussetzung an, sollten Bewerber den Arbeitsalltag in einem Unternehmen bereits kennengelernt haben.. „Erste Berufserfahrung“ kann man schon für sich reklamieren, selbst man bisher nur einen einzigen Eintrag in seiner Berufsvita verzeichnet. Hier ist es zwar von Vorteil, wenn die Erfahrung in dem anvisierten Bereich gesammelt wurde, aber in vielen Fällen nicht zwingend notwendig.

Einschlägige Berufserfahrung
Anders sieht es aus, wenn „einschlägige Berufserfahrung“ auf dem Wunschzettel der Firmen steht. Dann sollte man relevante Arbeitserfahrungen aus genau der Branche bzw. dem Bereich vorlegen, für die man sich bewirbt.

Hier setzen die Arbeitgeber auch darauf, dass die Einarbeitung sehr schnell klappt und die Neulinge im Idealfall auch Kontakte und Know-how mitbringen, von dem das Unternehmen (wirtschaftlich) profitieren kann.

Fundierte Berufserfahrung
Sucht das Unternehmen einen neuen Mitarbeiter, der bereits über „fundierte Berufserfahrung“ verfügt, ist das gleichbedeutend mit einer mehrjährigen, umfassenden beruflichen Vorerfahrung in genau dem Job, für den man sich bewirbt. Sollte man dieses Vorwissen und diese Vorerfahrung nicht vorweisen können, hat die Bewerbung in der Regel keine Aussicht auf Erfolg.

Der Ausweg aus der Berufserfahrungs-Falle

Bei vielen studierten Berufseinsteigern kommt bei der Jobsuche Frust auf, da sie per Definition noch ohne Berufserfahrung sind, diese aber in den meisten Stellenangebote gefordert wird. Das heißt aber nicht, dass sie ohne Praxiserfahrung sind. Schon vor dem Einstieg ins Berufsleben gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, um Erfahrungen im Arbeitsleben zu sammeln.

  • (Auslands-)Praktika
  • Werkstudenten- und Nebenjobs
  • Praktische Abschlussarbeiten
  • Ehrenämter / Soziales Engagement
  • Hiwi-Stellen an der Hochschule
  • Auslandsaufenthalte

Außerdem kann man auch selbst auf die Beine gestellte Projekte anführen. Beispielsweise kann es bei einer Bewerbung für eine Redakteursstelle der eigene Blog sein; oder für den Beruf als Social Media Manager eine eigene Facebook-Seite zu einem bestimmten Thema oder ein Instagram-Profil. 

Berufseinsteiger verfügen also über unterschiedliche Optionen, bei den Unternehmen mit Praxiserfahrung zu punkten, auch wenn keine klassische Berufserfahrung vorliegt.

Wann eine Bewerbung auch ohne Berufserfahrung Chancen hat

Als Berufsneuling muss man die anvisierte Ausschreibung also nicht sofort abschreiben, sondern abwägen, was man von den Anforderungen erfüllen kann. Man muss die Kriterien schließlich nicht zu 100 Prozent erfüllen. Wenn man zwei Drittel der Anforderungen abdeckt, kann sich eine Bewerbung lohnen. Man sollte im Bewerbungsschreiben dann aber auf keinen Fall darlegen, was man nicht kann, sondern einfach selbstbewusst die Punkte aufführen, die man vorweisen kann. Die Kunst besteht eben darin, seine Praxiserfahrung sowie seine sonstigen Qualifikationen und positiven Eigenschaften so aufzubereiten, dass das gesamte Bewerbungspaket überzeugt!

Ob mit oder ohne Berufserfahrung - die Jobbörse ABSOLVENTA wünscht viel Erfolg für Jobsuche und Bewerbung!

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