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Gehaltserhöhung: Mehr Erfolg im Gehaltsgespräch

Gehaltserhöhung: Mehr Erfolg im Gehaltsgespräch

Wenn es um die Gehaltserhöhung geht, tun sich viele Arbeitnehmer schwer. Aufgrund mangelnder Erfahrungen, aus Scheu vor einem Misserfolg oder aus Angst, in Ungnade zu fallen, scheuen viele den Gang zum Chef. Dabei führt dieses passive Verhalten ins finanzielle Abseits. Wenn es keinen Tarifvertrag gibt, der automatische Gehaltssteigerungen vorsieht, sollte man das Heft des Handelns selbst in die Hand nehmen. ABSOLVENTA gibt Tipps, wie man sein Ziel – eine Gehaltserhöhung – erreicht.

Inhalt

  1. Möglichkeiten für Gehaltsverhandlungen
  2. Die Gehaltserhöhung gut vorbereiten
  3. Die Gehaltserhöhung durchsetzen

Möglichkeiten für Gehaltsverhandlungen

Es gibt mehrere Anlässe für Gehaltsverhandlungen, dazu zählen:

  • der Berufseinstieg
  • die Übernahme neuer Aufgaben und/oder mehr Verantwortung
  • ein (großer) beruflicher Erfolg
  • eine Beförderung
  • der Wechsel des Arbeitgebers

Eines haben alle Möglichkeiten gemeinsam: Man muss mit seinem Arbeitgeber verhandeln und seine Leistungen und Kenntnisse im bestmöglichen Licht darstellen, um ein möglichst hohes Gehalt zu bekommen.

Die Gehaltserhöhung gut vorbereiten

Die Verhandlung über eine Gehaltserhöhung muss gut vorbereitet werden. Neben der Gehaltsvorstellung muss man stichhaltige Argumente liefern können, die den Gehaltswunsch rechtfertigen. Doch wie geht man dabei vor?

Analysiere deine bisherigen Leistungen und suche nach mehreren konkreten Beispielen, die den Erfolg deiner Arbeit belegen und deinen Wert für das Unternehmen aufzeigen. Recherchiere außerdem die Gehälter vergleichbarer Positionen. Hier findest du ausführliche Informationen zum Durchschnittsgehalt nach Region, Branche und Firmengröße. 

Für das Gehaltsgespräch sollte man zudem einen passenden Zeitpunkt wählen. Im Idealfall kommen hier drei Dinge zusammen:

  • Man hat in letzter Zeit Erfolge gefeiert bzw. gute Leistungen gezeigt
  • Das Unternehmen steht wirtschaftlich gut da
  • Der Chef ist „gut drauf“

Wenn diese drei Punkte zusammenkommen fallen schon mal ein paar klassische Gegenargumente weg. Trotzdem sollte man auf mögliche Gegenargumente gefasst sein und sich schon im Vorfeld passende Antworten überlegen, um diese entkräften zu können.

Wenn eine Beförderung im Raum steht oder man sogar ein Jobangebot von einer anderen Firma hat, ist unter Umständen eine wesentlich größere Gehaltserhöhung möglich, als dies bei einer „normalen“ Gehaltserhöhung der Fall wäre. In dem Fall ist der Arbeitnehmer nämlich in einer deutlich besseren Verhandlungsposition.

Zur Vorbereitung der Gehaltsverhandlung gehört auch, eine bestimmte Gehaltsforderung (z.B. 10 Prozent mehr) und eine Untergrenze (mind. 5 Prozent mehr) festzulegen. Wenn man ein klar formuliertes Ziel vor Augen hat, lässt es sich besser erreichen. Es reicht nicht aus, nur zu sagen: „Ich will mehr verdienen.“. Das ist genauso unproduktiv, wie wenn jemand sich lediglich sagt: „Ich will abnehmen.“ Klappen wird es erst, wenn man es konkret macht: „Ich will in einem Monat zwei Kilo abnehmen.“ Diese „SMART-Methode“ lässt sich übrigens auf viele Bereiche des Lebens anwenden.

Die Gehaltserhöhung durchsetzen

Eine moderate Gehaltserhöhung lässt sich in der Regel gut vermitteln und durchsetzen. Damit es aber tatsächlich klappt, sind für das Gespräch einige Punkte zu beachten:

  • Vereinbare einen festen Termin, damit sich auch der Chef auf das Gespräch vorbereiten kann.
  • Mache dir Notizen mit deinen Begründungen sowie möglichen Antworten auf Gegenargumente.
  • Überlege dir eine sinnvolle Reihenfolge der Argumente.
  • Gehe selbstbewusst, aber nicht aggressiv in das Gespräch.
  • Drohe nicht mit einem Jobwechsel, sondern zeige, dass du prinzipiell gewillt bist, bei dem Unternehmen zu arbeiten.
  • Sei zu Kompromissen bereit.

Man muss auch damit rechnen, dass der Chef für ein höheres Gehalt eine Gegenleistung fordert, man zum Beispiel noch eine zusätzliche Aufgabe verantwortlich betreuen soll. Solchen „Deals“ sollte man sich nicht von vorneherein verschließen, es muss aber im Verhältnis zur Gehaltserhöhung stehen. So entsteht eine Win-Win-Situation – und beide Parteien können zufrieden aus der Gehaltsverhandlung gehen.

Nach einer erfolgreichen Gehaltserhöhung ist es übrigens wichtig, engagiert zu Werke zu gehen, damit der Chef das Gefühlt hat, dass der höhere Lohn gerechtfertigt ist. Außerdem legt man damit auch wieder den Grundstein für die nächste Gehaltserhöhung.

>>  Die Gehaltsverhandlung | Tipps und Strategien
>> Gehaltsvorstellung: Einen angemessenen Lohn fordern
>> Argumente für die Gehaltserhöhung

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