Das Grundgehalt.

Das Grundgehalt.
In vielen Berufen ist es üblich, dass der Lohn neben dem Grundgehalt auch variable, leistungsbezogene Gehaltsbestandteile enthält. Was genau zum Grundgehalt gehört und was dazu kommen an – ein Überblick.
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  1. Was heißt Grundgehalt? Eine Definition.

    In der Regel umreißt das Grundgehalt die Mindestbezahlung eines Arbeitnehmers. Eine Grundvergütung kann sich zum Beispiel am Mindestlohn orientieren oder auch deutlich höher angesetzt werden. In aller Regel wird das Grundgehalt brutto angegeben, sodass nach Abzügen der Steuer ein Netto-Betrag auf deinem Konto landet, der geringer ist als die im Vertrag vereinbarte Summe. Fakt ist: Das Grundgehalt definiert ein konstantes, monatliches Gehalt, das du (mindestens) verdienen wirst.

    Was kommt zum Grundgehalt dazu?

    Dein Grundgehalt bzw. Fixgehalt kann dein Arbeitgeber durch leistungsbezogene Bonuszahlungen, geldwerte Vorteile (bspw. Dienstwagen oder Mitarbeiterrabatt) oder andere Sonderleistungen wie Weihnachtsgeld pushen. Auch du kannst dein Grundgehalt aktiv beeinflussen, wenn dein Beruf durch Provisionen oder Boni gekennzeichnet ist. Vor allem in folgenden Berufsfeldern bleiben neben dem Grundgehalt oft Bonuszahlungen und eine variable Vergütung:

    Abhängig von den Abschlüssen und dem Erfolg im Beruf können im Einzelfall sehr unterschiedlich hohe Gehälter zustande kommen, auch wenn zwei Mitarbeiter in einem Unternehmen im Prinzip genau den gleichen Job ausüben.

    Sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer kann es steuerliche Vorteile haben, wenn statt eines höheren Grundgehalts andere, nichtmonetäre Zusatzleistungen gewährt werden. Dies solltest du vorher durchrechnen (oder von einem Steuerberater prüfen lassen) und dann eventuell in der Gehaltsverhandlung berücksichtigen.

  2. Grundgehalt im Tarifrecht.

    Auch im Tarifrecht spielt das Grundgehalt eine Rolle. Im Lohn- und Gehaltstarifvertrag werden so genannte Lohngruppen festgelegt. Hierbei wird eine Entgeltdifferenzierung vorgenommen, die ein anforderungsgerechtes Arbeitsentgelt gewährleisten soll. Das Arbeitsentgelt besteht dabei aus verschiedenen Komponenten: Grundentgelt und leistungsbezogenes Entgelt.

    Das Grundentgelt bemisst sich in der Regel nach den Anforderungen, die eine Arbeitsstelle mit sich bringt und ist ein gängiges Element in Lohn- und Gehaltstarifverträgen. Der Qualifizierungsgrad – und damit auch die Höhe des Grundentgeltes – wird anhand einer Arbeitsbewertung festgestellt.

    Das leistungsbezogene Entgelt wird hingegen anhand der Leistungen des Arbeitnehmers bemessen und kann beispielsweise in Form von Akkordlohn oder Prämien ausgezahlt werden. Normalerweise erhält ein Arbeitnehmer diesen Gehaltsbestandteil erst nach erbrachter Leistung.

  3. Grundgehalt für Beamte: Die Beamtenbesoldung.

    Besoldungsgruppen

    Quelle: beamtenbesoldung.org

    Als verbeamteter Mitarbeiter im öffentlichen Dienst erhältst du ebenfalls ein festes Grundgehalt, das nach der Bundesbesoldungsordnung in der obigen Besoldungstabelle (Brutto-Gehalt im Monat) festgeschrieben und ggf. durch Sonderzahlungen ergänzt wird. Dabei gibt es verschiedene Stufen der Beamtenbesoldung, in denen du je nach Berufserfahrung aufsteigen kannst. Sie bestimmen die Höhe deines Gehalts. Heißt: Abhängig deiner Besoldungsgruppe kannst du mit einer unterschiedlichen Grundvergütung als Beamter Anfang 2018 rechnen.

    Mit einem Bachelorabschluss startest du für gewöhnlich in der Besolungsgruppe A 10. Denn als Hochschulabsolvent bist du für den gehobenen Dienst qualifiziert – und dieser reicht von A 9 bis A 13. Wo genau du dich zwischen den Besoldungsstufen 1 und 8 befindest, verrät dir deine Berufserfahrung. Hier gilt:

    • Stufe 2 = nach 2 Jahren
    • Stufe 3 = nach 5 Jahren
    • Stufe 4 = nach 8 Jahren
    • Stufe 5 = nach 11 Jahren
    • Stufe 6 = nach 15 Jahren
    • Stufe 7 = nach 19 Jahren
    • Stufe 8 = nach 23 Jahren
  4. Grundgehalt: Vorteile und Defizte.

    Sicherlich kann es die eigene Motivation steigern, sein Gehalt jeden Monat unmittelbar beeinflussen zu können. Kloppst du viele Stunden und erreichst du einige Abschlüsse, kann sich die Kombination aus Grundvergütung und Boni bzw. Sonderzahlungen in der Regel sehen lassen – brutto wie netto. Andersherum gilt: Läuft ein Monat mal nicht nach deinen Vorstellungen und bleiben die großen Deals aus, sitzt du auf deiner vermeintlich geringen Grundvergütung sitzen, was eine langfrisitge Planung oftmals erschwert. Firmenwagen oder Diensthandy können sich besonders dann lohnen, wenn sie nicht voll zu versteuern sind.

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