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Fixgehalt ohne Boni und Co.

Das Grundgehalt

Das Grundgehalt

In vielen Berufen ist es üblich, dass der Lohn neben dem Grundgehalt auch variable, leistungsbezogene Gehaltsbestandteile enthält. ABSOLVENTA erklärt, was es mit dem Grundgehalt auf sich hat und was es vom Mindestlohn und vom sogenannten Grundeinkommen unterscheidet.

Grundgehalt plus X

In der Regel bezeichnet das Grundgehalt die Mindestbezahlung eines Arbeitnehmers. Es kann z.B. der Mindestlohn sein oder auch deutlich höher angesetzt werden. Das Grundgehalt bzw. Fixgehalt kann dann durch leistungsbezogene Bonuszahlungen, geldwerte Vorteile (z.B. Dienstwagen oder Mitarbeiterrabatt) oder andere Sonderleistungen des Arbeitgebers (z.B. Weihnachtsgeld) aufgestockt werden. Dies gilt besonders für Berufe, in denen Provisionen oder Boni üblich sind, beispielsweise bei Außendienst- und  Vertriebsmitarbeitern oder in der Immobilienbranche. Dadurch können im Einzelfall sehr unterschiedliche hohe Gehälter zustande kommen, auch wenn zwei Mitarbeiter in einem Unternehmen im Prinzip genau den gleichen Job ausüben.

Auch viele Profi-Sportler bekommen ein Grundgerhalt und eine variable Vergütung. So erhalten z.B. Bundesliga-Fußballer z.B. Auflauf- Punkt-, Sieg- oder Meisterschaftsprämien, die ihren Jahreslohn noch deutlich aufwerten können.

Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer kann es steuerliche Vorteile haben, wenn statt eines höheren Grundgehalts andere nichtmonetäre Zusatzleistungen gewährt werden. Dies sollte man vorher durchrechnen (oder von einem Steuerberater prüfen lassen) und dann eventuell in der Gehaltsverhandlung berücksichtigen.

Grundgehalt auch im Tarifrecht

Auch im Tarifrecht spielt das Grundgehalt eine Rolle. Im Lohn- und Gehaltstarifvertrag werden so genannte Lohngruppen festgelegt. Hierbei wird eine Entgeltdifferenzierung vorgenommen, die ein anforderungsgerechtes Arbeitsentgelt gewährleisten soll. Das Arbeitsentgelt besteht dabei aus verschiedenen Komponenten: Grundentgelt und leistungsbezogenes Entgelt.

Das Grundentgelt bemisst sich in der Regel nach den Anforderungen, die eine Arbeitsstelle mit sich bringt und ist ein gängiges Element in Lohn- und Gehaltstarifverträgen. Der Qualifizierungsgrad – und damit auch die Höhe des Grundentgeltes – wird anhand einer Arbeitsbewertung festgestellt.

Das leistungsbezogene Entgelt wird hingegen anhand der Leistungen des Arbeitnehmers bemessen und kann beispielsweise in Form von Akkordlohn oder Prämien ausgezahlt werden. Normalerweise erhält ein Arbeitnehmer dieses Gehaltsbestandteil erst nach erbrachter Leistung.

Grundgehalt vs. Grundeinkommen

Mit dem Grundeinkommen hat das Grundgehalt nichts gemeinsam. Während das Grundgehalt an eine konkrete Arbeitsleistung gekoppelt ist und vom Arbeitgeber gezahlt wird, soll das in Politik und Gesellschaft viel diskutierte Grundeinkommen eine Leistung des Staates an alle Bürger sein. Das ist ein spannender Ansatz, doch die Umsetzung ist noch nicht abzusehen.

>> Zum Brutto-Netto-Rechner
>> Tipps für die Gehaltsverhandlung
>> Mindestlohn-Argumente: Mehr Pro als Contra
>> Durchschnittsgehalt nach Branchen und Berufen

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