Bewerbungstipps für Hochschulabsolventen.

Bewerbungstipps für Hochschulabsolventen.
Bewerbungshilfe: Absolventa gibt dir praktische Bewer­bungs­tipps, damit deine Jobsuche und die schriftliche Bewerbung zu einem erfolgreichen Berufseinstieg führen.
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  1. Bewerbungstipps für deine Jobsuche.

    Passende Stellenangebote finden.

    Eine erfolgreiche Bewerbung beginnt mit einer gründlichen Vorbereitung. Dazu gehört, sich auf die passenden Stellen zu bewerben. Um realistische Chancen zu haben, sollte man mindestens zwei Drittel der Anforderungen erfüllen können. Lies aus dem Stellenangebot heraus, welche Qualifikationen – zum Beispiel Soft Skills – zwingende Voraussetzung sind und welche Qualifikationen nur gewünscht sind. Formulierungen dafür sind beispielsweise „zweite Fremdsprache vorteilhaft“ oder „PHP-Kenntnisse wünschenswert“.

    Job-Angebote von Unternehmen bekommen.

    Du kannst den Spieß im Bewerbungsverfahren auch umdrehen: Durch deine Registrierung in Job-Datenbanken wirst du von hochkarätigen Unternehmen deiner Branche gefunden, ggf. angeschrieben und auch direkt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Dadurch sparst du dir viel Aufwand und hast beim jeweiligen Unternehmen schon den Fuß in der Tür.

    Recherche über den Arbeitgeber.

    Hast du das Stellenangebot richtig studiert oder hat sich ein interessiertes Unternehmen bei dir gemeldet, geht es an die Recherche über den Job und den Arbeitgeber:

    • Welche Produkte und Dienstleistungen bietet es an?
    • In welcher Branche ist es tätig?
    • Wie erfolgreich ist es?
    • Wie zufrieden sind die Mitarbeitenden?
    • Welche Kundschaft wird angesprochen?
    • Wie lautet die Firmenphilosophie?
    • Was wäre dein Aufgabenbereich?
    • Wer ist der Ansprechpartner bzw. die Ansprechpartnerin für die Stelle?

    Freunde und Bekannte als Bewerbungshilfe.

    Vitamin B kann dir definitiv zu deinem Job verhelfen. Erkundige dich in deinem Netzwerk, bei Freund_innen, Bekannten oder auch der eigenen Familie, ob es freie Positionen bei den jeweiligen Arbeitgebern gibt. Oft legen Personalverantwortliche großen Wert darauf, wenn die Empfehlung zur Besetzung einer freien Position von den Mitarbeitenden kommt.

    Telefonische Nachfragen.

    Gleich vorab: Personalverantwortliche mögen keine unnötigen Telefonate mit Bewerbenden. Hier gilt also dieser Bewerbungstipp: Rufe gar nicht erst an, wenn du Fragen hast, die bereits auf der Firmenhomepage oder in der Stellenanzeige beantwortet werden. Ein Anruf bietet sich zum Beispiel dann an, wenn du keine konkreten Ansprechpartner_innen für deine Bewerbung im Stellenangebot finden kannst. Ansonsten kannst du im Gespräch konkrete Fragen zur Stelle loswerden – zum Beispiel über den Ablauf des Bewerbungsprozesses, ab wann die Stelle besetzt werden soll oder was sich hinter den im Stellenangebot genannten Aufgaben verbirgt.

    Statt anzurufen, kannst du natürlich auch eine E-Mail schreiben. Diese sollte aber nicht mit Fragen überladen sein, sodass der HR-Manager_innen eine Stunde brauchen, um alles zu beantworten. Du solltest in der Mail anbieten, dass du gerne angerufen werden kannst, um die Fragen zu klären.

    In dem Gespräch kann es auch vorkommen, dass die Personaler_innen selbst Fragen stellen und aus dem Telefonat ein Telefoninterview wird. Sei darauf vorbereitet. Wenn du dabei einen guten Eindruck hinterlässt, hast du im folgenden Auswahlprozess einen kleinen Vorteil, weil die Personalverantwortlichen dich nun bereits persönlich kennen.

    Deinen digitalen Fußabdruck beeinflussen.

    Viele Personalverantwortliche googeln nach Bewerbenden, um Informationen über sie zu bekommen, die über die Bewerbungsunterlagen hinausgehen. Ein guter Ruf im Internet (Online-Reputation) wird daher immer wichtiger. Das gilt vor allem für Jobs, bei denen man gegenüber Kundschaft, Geschäftspartner_innen oder der Öffentlichkeit ein Unternehmen nach außen vertritt.

    Du solltest also vor der eigentlichen Bewerbung deinen Auftritt in den sozialen Medien checken, um herauszufinden, was die Arbeitgeber bei der Internetrecherche über dich finden – und was lieber nicht.

  2. Bewerbungstipps: Anschreiben.

    Gehe im Bewerbungsschreiben genau auf die geforderten Anforderungen ein und bringe sie mit deinen Kenntnissen und Kompetenzen in Zusammenhang. Hier ist es wichtig, die für die unterschiedlichen Jobs geforderten Skills aufzugreifen. Je nach Berufsfeld kann sich die Wertigkeit der jeweiligen Fähigkeit und damit auch das, was du im Anschreiben anführen solltest, stark unterscheiden. Deshalb findest du in der folgenden Liste Bewerbungstipps und Bewerbungsmuster für unterschiedliche Berufsrichtungen:

    Berufsfeld Gehaltsaussichten Bewerbungstipps Jobs
    IT & Development Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Ingenieurwesen & Technik Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Management & Beratung Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Vertrieb Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Wirtschaft, Kommunikation & Digitalisierung Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Finanz- & Versicherungswirtschaft Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Personalwesen Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Logistik, Verkehr & Transport Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Naturwissenschaften Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Design, Gestaltung & Medien Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Gesundheit Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Jura & Rechtwesen Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Verwaltung & Assistenz Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Bildung & Soziales Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs

    Dein individuelles Anschreiben ist umso wichtiger, je größer die Konkurrenz ist. Wenn Personalverantwortliche aufgrund einer Vielzahl an Bewerbungen nur wenig Zeit für jede einzelne haben, ist es umso wichtiger, sich im Anschreiben passgenau zum Unternehmen, zur Branche und zum jeweiligen Job zu positionieren.

  3. Bewerbungshilfe: Lebenslauf.

    Der Lebenslauf ist neben deinem Anschreiben das zentrale Dokument der Bewerbung. Es ist das Herzstück der Bewerbung, denn hier lesen die Personalverantwortlichen die wahren Stärken und Fähigkeiten der Kandidat_innen heraus. Es gibt drei Arten von Lebensläufen:

    Der inhaltliche Aufbau eines Lebenslaufs ist unabhängig von der gewählten Variante annähernd gleich. Die gebräuchlichste Form ist der tabellarische Lebenslauf. Sofern in dem Stellenangebot nichts anderes gefordert ist, solltest du diese Variante wählen.

    Auch beim Lebenslauf gilt: Konzentriere dich auf die Sachen, die in Verbindung zu dem gewünschten Job, zum Unternehmen oder zur Branche stehen. Die Personalverantwortlichen wollen schließlich wissen, welche relevanten Qualifikationen die Bewerbenden für den offenen Job mitbringen und sind nur in zweiter Linie daran interessiert, was Kandidat_innen an weiteren Kompetenzen mitbringen.

    Manchmal wird in Stellenanzeigen nur eine Kurzbewerbung gefordert. In dem Fall reichen ein Bewerbungsschreiben und ein tabellarischer Lebenslauf.

    Vollständige Bewerbungsunterlagen umfassen jedoch neben Anschreiben und Lebenslauf auch Zeugnisse (Schule, Hochschule) und Arbeitszeugnisse (Praktika, Werkstudentenjobs, Festanstellungen) sowie weitere bewerbungsrelevante Dokumente (z. B. Auszeichnungen oder Bescheinigungen zum Nachweis von speziellen Kenntnissen oder der Teilnahme an Weiterbildungen).

  4. Bewerbungstipps für die Zeit nach der Bewerbung.

    Hast du deine Bewerbung verschickt, gilt es zunächst abzuwarten. Ein Großteil der Unternehmen bestätigt den Erhalt der (elektronischen) Bewerbungsmappe, einige Firmen jedoch nicht.

    Hier gilt die Faustregel: Wenn du nach zwei bis drei Wochen noch keinerlei Reaktion vom Unternehmen erhalten hast, kannst du per E-Mail oder telefonisch nachfragen, um zu erfahren, ob die Bewerbung angekommen ist und wie der aktuelle Stand beim Auswahlverfahrens ist.

    Verlasse dich daher nie auf eine einzelne Bewerbung, sondern schreibe weitere Bewerbungen, auch wenn du noch keine Rückmeldung erhalten hast. Bei einer Absage kannst du auch bei dem Unternehmen anrufen und nach den Gründen der Absage fragen.

    Dadurch erhältst du wertvolles Feedback, um es bei den nächsten Bewerbungen besser zu machen. Es gehört etwas Mut dazu, diese Bewerbungshilfe in Anspruch zu nehmen und direkt beim Unternehmen anzurufen, aber es kann sich sehr lohnen.

    Überhaupt ist eine Absage nach einem Vorstellungsgespräch oder generell auf eine Bewerbung kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Die erste Bewerbung landet nur selten einen Treffer. In der Regel erfordert es mehrere Anläufe, bevor die Bemühungen fruchten und man zumindest eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhält.

    Zu einer erfolgreichen Bewerbung gehört immer auch ein bisschen Glück. Man weiß auch nie, wie groß die Konkurrenz ist und wer sich noch alles auf die Stelle bewirbt.

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