Was Personalern wichtig ist

Soft Skills im Stellenangebot

Soft Skills im Stellenangebot

Ausgezeichnete Fachkompetenzen sind für den Berufseinstieg unerlässlich, keine Frage. Doch die so genannten Soft Skills haben mittlerweile bei der Personalauswahl einen vergleichbaren Stellenwert eingenommen.

Viele Stellenangebote verlangen nach den Standard-Soft Skills wie Team- oder Kommunikationsfähigkeit. Dabei fragt man sich, was von den Personalern eigentlich genau damit gemeint ist. Oft scheinen die Begriffe schon ein bisschen abgenutzt – wie allgemeine Floskeln – was dazu führt, dass die Bedeutung und auch Vielfalt der Soft Skills von Bewerbern leicht unterschätzt werden kann.

Standard-Soft-Skills: Flexibilität, Teamfähigkeit, Belastbarkeit und Co.

Eigenschaften wie Flexibilität, Belastbarkeit oder Teamfähigkeit gehören schon zu den Standardformulierungen in Stellenausschreibungen oder Bewerbungsschreiben. Dabei kann hinter dem Begriff Teamfähigkeit viel mehr stecken als das reine Vermögen, mit anderen zusammenzuarbeiten. Jedes Team hat eine eigene Dynamik und besteht aus mehreren Individuen. Deshalb passt auch nicht jeder Charakter in jedes Team. Besteht ein Team beispielsweise aus lauter dominanten Personen, kann dadurch der Erfolg des Teams negativ beeinflusst werden. Ebenso wird ein Team durch persönliche Abneigungen der Mitglieder untereinander ausgebremst. Deshalb müssen die einzelnen Teammitglieder aber noch lange nicht unter mangelnder Teamfähigkeit leiden.

Ähnlich ist es mit der Flexibilität. Sie kann in ganz verschiedenen Bereichen von Bedeutung sein. Während eine Führungskraft unter Umständen räumlich flexibel sein muss, sollte ein IT-Mitarbeiter immer technologisch auf dem neuesten Stand sein und sich auf Trends einstellen können. Auch die Belastbarkeit kann Formen annehmen, die je nach Berufssparte variieren. So muss beispielsweise ein Börsenmakler mit ganz anderem Stress zurechtkommen, als ein Rechtsanwalt. Menschen die wiederum körperlich arbeiten, müssen auch körperlich belastbar sein. Es reicht also nicht, die Soft Skills nur wie Schlagworte zu nennen. Am besten belegt man sie durch Erfahrungen aus dem eigenen Lebenslauf, z.B. Teamfähigkeit durch die Mitgliedschaft im Fußballverein.

Soft Skills – Nicht nur kommunikative Kompetenzen zählen

Natürlich machen die kommunikativen Kompetenzen einen großen Teil der Soft Skills aus. Aber auch Fähigkeiten wie zum Beispiel Entscheidungsstärke, Organisationsvermögen, Lernbereitschaft oder Zeitmanagement zählen zu den Soft Skills. Sie können die Effizienz der Arbeit unmittelbar beeinflussen. Auch die eigene Motivation, Fleiß und Ehrgeiz sind Attribute, die durchaus in den Bereich der „weichen Kompetenzen“ fallen.

Bei Soft Skills geht es dementsprechend keineswegs alleine um die Wirkung auf andere Menschen, sondern auch um die eigene Antriebskraft sowie das Verständnis und Einfühlungsvermögen, dass Kollegen und Kunden gleichermaßen entgegengebracht werden sollte.

Auch bei den Soft Skills die individuellen Fähigkeiten unterstreichen

Wie das Beispiel Teamfähigkeit zeigt, solltest Du Dir als Berufseinsteiger oder Bewerber genauestens Gedanken über die eigenen Soft Skills machen. Ein individuelles Profil entwickeln bedeutet auch, sich mit den eigenen Fähigkeiten auseinandersetzen, z.B. in welchem Rahmen bin ich flexibel oder bin ich auch bei einer 70 Std.-Woche noch belastbar?

Nicht nur im Berufsleben ist es sehr wichtig, die eigenen Stärken, aber auch Schwächen zu kennen. Selbstreflexion ist das Stichwort. Nur wenn Du über Dich selbst Bescheid weißt, kannst Du auch die Personaler von Dir überzeugen und Dich selbst authentisch darstellen. Außerdem solltest Du immer das jeweilige konkrete Stellenangebot im Blick behalten und Deine Bewerbung sowohl von den fachlichen als auch von den sozialen Kompetenzen her möglichst genau darauf zuschneiden.

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