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Verschiedene Mitarbeitertypen - Jeder Mitarbeiter tickt anders

Verschiedene Mitarbeitertypen - Jeder Mitarbeiter tickt anders

Ein guter Chef behandelt jeden Mitarbeiter als das, was er ist: ein individueller Mensch. Jeder hat seine Stärken und Schwächen und packt Aufgaben anders an. Unterschiedliche Situationen rufen bei unterschiedlichen Mitarbeitern die unterschiedlichsten Reaktionen hervor. Aus diesem Grund bedarf es einer individuell abgestimmten Führung, um die bestmögliche Leistung aus jedem Einzelnen herauszukitzeln. Der richtige Führungsstil ist aber nur möglich, wenn die Charakterzüge erkannt werden. Auf Grund bestimmter Persönlichkeitsmerkmale lassen sich vier typische Mitarbeitertypen definieren.

Der Analytiker abstrahiert und beobachtet

Der Mitarbeitertyp Analytiker will die Welt um sich herum verstehen. Er fragt ständig nach dem wie und will auch den kleinsten Arbeitsprozess bis ins Detail nachvollziehen. Bei unbekannten Aufgaben beginnt der Analytiker nur widerwillig mit der Arbeit, bevor nicht ein genauer Plan existiert, welche Schritte unternommen werden müssen. Seine Beobachtungsgabe hilft ihm jedoch dabei, rasch neues aufzunehmen und einen guten Plan zu entwickeln.

Der Analytiker strebt dem Ideal des perfekten Systems zu. Er ignoriert oft das Pareto-Prinzip, bei dem 20 % des Arbeitseifers bereits 80 % der Leistung erbringen. Des Weiteren spricht er die Dinge offen an, auch wenn es unbequeme Wahrheiten sind. Kollegen finden seine Ehrlichkeit nicht immer gut, weshalb man dem Analytiker eine Tendenz zum Einzelgänger nachsagt.

Der Soziale arbeitet im Team und motiviert Kollegen

Der zweite Mitarbeitertyp ist der soziale Mensch. Er ist überaus kommunikativ und fördert den Teamgeist. Gemeinschaftliche Aufgaben liegen ihm am meistens, da hier seine Qualitäten am stärksten zur Geltung kommen. Dabei hat er kein großes Geltungsbedürfnis. Für ihn hat die zwischenmenschliche Beziehung oberste Priorität, weshalb er sich um Harmonie am Arbeitsplatz bemüht und stets mit einer helfenden Hand zur Seite steht. Der soziale Mitarbeiter versteht es außerdem, seine Kollegen zu motivieren. Er engagiert sich für das Wohl seiner Mitmenschen und verfügt über eine hohe Empathie, was ihn zur Vertrauensperson macht. Denn auch wenn er kommunikativ ist, tratscht er nicht alles herum.

Der soziale Mitarbeiter arbeitet hart, aber nicht immer sinnvoll. Er unterbricht immer wieder seine Tätigkeiten, um einem Kollegen zu helfen. Dies macht ihn zwar beliebt und er kann viele Konflikte lösen, aber sein eigenes Pensum bleibt deshalb auf der Strecke. Der gemeinschaftlich ausgerichtete Angestellte läuft Gefahr, sich in zu vielen Klein-Klein Aufgaben zu verstricken und den Überblick zu verlieren.

Der Macher nimmt die Dinge in die Hand

Jede noch so gute Idee muss erstmal realisiert werden. Da kommt der Macher ins Spiel, denn er ist perfekt dafür, wenn Ideen umgesetzt werden müssen. Dabei arbeitet er aufgabenorientiert und effizient. Mitarbeiter dieses Typs begreifen sehr schnell, wenn es etwas zu tun gibt und sind mit ihrer „Hands-On“-Mentalität immer zur Stelle. Gleichzeitig entwickeln sie geeignete Strategien, um ein Problem oder eine Aufgabe effizient und effektiv zu lösen bzw. zu erledigen. Der Macher will seine Leistung auch sehen, weshalb er seine Aufgaben mit großem Eifer angeht. Dadurch dient er als Vorbild für die Kollegen und motiviert so zu besseren Leistungen.

Dieser Mitarbeitertyp hat mitunter Schwierigkeiten, wichtige Aufgaben von weniger wichtigen zu unterscheiden. Für ihn hat Alles die gleiche hohe Bedeutung, es muss ja schließlich gemacht werden, weshalb er sich manchmal mit all den anfallenden Arbeiten verzettelt. Der Macher herrscht und kontrolliert. Er geht am liebsten alles selber an und tut sich schwer, Arbeiten zu delegieren. Und wenn doch, kontrolliert er seine Kollegen mitunter häufiger, als denen lieb ist.

Der Kreative hat viele Ideen

Der kreative Typ besticht durch seine originellen Einfälle und bringt ein Unternehmen durch den gewonnenen Vorsprung voran. Er sieht größere Zusammenhänge und versteht es, diese in überraschender Art und Weise darzustellen. Der Kreative kann unübersichtliche Sachverhalte anschaulich machen, gerade weil er komplex-reduzierend denkt, ohne sich in Details zu verlieren. Ähnlich wie der soziale Typ ist er in der Lage, sich in andere Menschen hineinzudenken, was sich in einer erhöhten Hilfsbereitschaft äußert.  

Der kreative Typ hat viele Ideen, für einige Firmen aber auch zu viele. Er läuft aber auch Gefahr „Luftschlösser“ zu bauen. Die Idee und dessen Design sind für ihn wichtiger als der ökonomische Nutzen. Wird ein Einfall von ihm nicht umgesetzt, kann er dies persönlich nehmen, da seine Ideen seine Persönlichkeit ausdrücken. Obwohl ein kreativer Mensch zumeist auch ein kommunikativer ist, ist er nicht immer umgänglich. Ein solcher Mitarbeiter fühlt sich teilweise unverstanden und eckt bisweilen mit seinen Vorstellungen an.

Kennst Du noch weitere typische Mitarbeitertypen? Schreibt bitte einfach einen Kommentar.

Lies auch: Die vier Phasen der Mitarbeiterführung

 

Über den Autor

Daniel Villbrandt
Daniel Villbrandt

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