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Gemeinsam ist man stärker

Teamfähigkeit

Teamfähigkeit

In jeder Stellenanzeige ist sie zu finden und für knapp die Hälfte der Personaler ist sie die wichtigste Kompetenz in der Bewerbung: Teamfähigkeit! Wer sie hat, kommt weiter – Eigenbrötler nicht. Gerade bei größeren Projekten und interdisziplinärer Zusammenarbeit ist Teamfähigkeit eine entscheidende Kompetenz. Entscheidend ist also schon in der Bewerbung zu zeigen, dass du im Team arbeiten kannst und die fünf Soft Skills, die die Teamfähigkeit ausmachen, mitbringst. 

Inhalt

  1. Teamfähigkeit Definition
  2. Teamfähigkeit im Beruf
  3. Teamarbeit: 5 entscheidende Teamkompetenzen
  4. Teamfähigkeit in der Bewerbung beschreiben
  5. Die 9 verschiedenen Teamrollen

Definition von Teamfähigkeit

Teamfähigkeit bezeichnet eine Sozialkompetenz, die es dem Einzelnen ermöglicht, sich in einem Team gewinnbringend zu verständigen und mit anderen konstruktiv zusammenzuarbeiten. Die gemeinsamen Ziele des Teams sollen dabei schnellst- und bestmöglich erreicht werden.

Teamfähigkeit kommt als Schlüsselqualifikation dann zu tragen, wenn du mit mehreren Leuten in einem Team zusammenarbeitest.

Dabei bedeutet Teamfähigkeit nicht, dass du dich im Team den anderen Mitgliedern unterordnen oder es allen recht machen musst. Auch geht es nicht darum, dass du mit allen Kollegen persönlich gut auskommst.

Wichtiger ist, dass du konstruktiv mit ihnen zusammenarbeiten kannst. Das beinhaltet auch, dass du eigene Vorschläge einbringst und verfolgst, also auch im Team verschiedene Meinungen und Ansichten diskutiert werden. Der Erfolg eines Teams hängt letztlich damit zusammen, ob die einzelnen Teammitglieder gut und kommunikativ zusammenarbeiten. Das heißt, dass auch jedes einzelne Teammitglied sowohl für den Erfolg als auch für die Stimmung im Team mitverantwortlich ist.

Teamfähigkeit im Beruf

Viele Firmen sehen sich als „ein Team“ und möchten, dass neue Arbeitnehmer in dieses Team passen. 46 Prozent der Personaler sehen deswegen Teamfähigkeit als wichtigste Eigenschaft, auf die sie in der Bewerbung vorrangig achten. 

Quelle: statista.de (2016) http://de.statista.com/statistik/daten/studie/2216/umfrage/begriffe-die-arbeitgeber-am-haeufigsten-im-lebenslauf-suchen/

Doch was in der Chefetage als wohlklingender Slogan erschallt, entspricht oft nicht der gelebten Realität im Arbeitsalltag. Gerade im Beruf hast du oft Aufgaben oder Projekte, in welchen du mit anderen Personen zusammenarbeiten musst. Wenn jedoch mehrere Personen mit unterschiedlichen Charakteren aufeinandertreffen, kann die Teamarbeit schwierig werden. Zusammen arbeiten, überlegen, Kompromisse finden und teilweise Projekte verwerfen, um von vorne anzufangen oder andere Wege einzuschlagen, kann sehr intensiv und stressig sein. Frustration und mangelnde Kritikfähigkeit einzelner Teammitglieder führen dann schnell dazu, dass sich die Stimmung innerhalb des Teams verschlechtert. Darunter leidet wiederum die Gesamtleistung.

Teamarbeit: 5 entscheidende Teamkompetenzen

Teamfähigkeit ist eng mit anderen Soft Skills verbunden. Denn in jedem Team treffen andere Leute aufeinander, die sich durch unterschiedliche Eigenschaften auszeichnen. Deswegen gibt es fünf Kompetenzen, die für eine gute Teamfähigkeit zusammenspielen.

5 entscheidende Teamkompetenzen

  • Kommunikation: In der Teamarbeit gilt: Schweigen ist Silber, Reden ist Gold – denn nur, wenn man sich abspricht, Meinungen diskutiert und Idee austauscht, kann die Arbeit gelingen. Dabei gilt es, Gedanken und Meinung verständlich zu formulieren und Kritik oder Feedback konstruktiv wiederzugeben.
  • Kooperationsbereitschaft: Nur, wenn jeder bereit ist, zusammenzuarbeiten, kann sich ein Teamgedanke etablieren. Dazu gehört, dass nicht einer alles alleine machen will, sondern Aufgaben verteilt werden, und dass man einander im Gespräch zuhört.
  • Konfliktmanagement: Team bedeutet immer verschiedene Meinungen, die aufeinandertreffen. Dass dabei auch Konflikte entstehen, ist natürlich. Entscheidend ist, wie damit umgegangen wird. >> Weitere Informationen zu Konfliktmanagement
  • Reflexionsfähigkeit/Kritikfähigkeit: Diese beiden Skills hängen stark zusammen und sind sehr persönlich. Je mehr du dich selbst und deine Arbeit im Team einordnen kannst, desto mehr kannst du auch eigene Ideen und Ansätze überdenken. Kritisiert jemand deinen Vorschlag ist, kannst du diese Kritik konstruktiv und nicht persönlich nehmen.
  • Strukturfähigkeit: Wichtig ist, sich nicht nur im Team zu strukturieren, sondern auch, was einen selbst betrifft. Nur wenn jeder seine Aufgaben gewissenhaft erledigt und vereinbarte Deadlines einhält, kann das Team gemeinsam weitermachen. Der Spruch „Jedes Team ist nur so stark wie sein schwächstes Mitglied“ ist also ziemlich zutreffend.

Erdmännchen sind die Könige in gelebter Teamarbeit – (c) pixabay.de

Teamfähigkeit in der Bewerbung beschreiben

Weil Teamfähigkeit ein hoher Stellenwert zukommt, ist es entscheidend, dass du in deiner Bewerbung auf diese Eigenschaft eingehst und deine Teamfähigkeit mit Beispielen belegst:

  • Mannschaftssportart: Spielst du in deiner Freizeit Fußball, Handball oder Volleyball, sieht der Personaler, dass du im Team Erfolge erreichst.
  • Mitglied in einem Verein: Ob Sportverein, kirchliche Gruppen oder soziales Engagement: Sobald mehrere Leute miteinander arbeiten, ist Teamfähigkeit gefragt.
  • Schulische Projektgruppen: Bist du im Schulchor, in der Theater-AG oder als Mentor für jüngere Schüler unterwegs, musst du dich mit anderen absprechen und gemeinsam Entscheidungen treffen.
  • Gründung Start-up oder eigenverantwortliche Projekte: Sobald du Dinge umsetzen willst, musst du dich einerseits selbstständig darum kümmern und andererseits auch mit Leuten Absprachen treffen.

Die 9 verschiedenen Teamrollen

Das Verhalten in Teams wird immer wieder zu Sozialstudien genutzt. Dabei erforschte der britischen Psychologie-Professor Meredith Belbin, dass entscheidend für den Erfolg einer Gruppe die Stärken und Schwächen der zusammenkommenden Persönlichkeiten sind, da diese sich wechselseitig beeinflussen. Seine Beobachtungen fasste er 1981 in einem Rollenmodell zusammen. In diesem stellt er neun heterogene Rollentypen vor, die bei einem Zusammentreffen die effektivsten Ergebnisse liefern.

Teamrolle Rollenbeitrag Charakteristika

Erfinder

 

bringt neue Ideen ein

 

unorthodoxes Denken, aber oft gedankenverloren

 

Weichensteller

 

entwickelt Kontakte

 

kommunikativ, extrovertiert, oft jedoch zu optimistisch

 

Koordinator

 

fördert Entscheidungsprozesse

 

selbstsicher, vertrauensvoll, kann jedoch als manipulierend empfunden werden

 

Macher

 

hat Mut, Hindernisse zu überwinden

 

dynamisch, arbeitet gut unter Druck, jedoch ungeduldig, neigt zu Provokation

 

Beobachter

 

untersucht Vorschläge auf Machbarkeit

 

nüchtern, strategisch, kritisch, aber mangelnde Fähigkeit zur Inspiration

 

Mitspieler

 

verbessert Kommunikation, baut Reibungsverluste ab

 

kooperativ, diplomatisch, jedoch unentschlossen in kritischen Situationen

 

Umsetzer

 

setzt Pläne in die Tat um

 

diszipliniert, verlässlich, effektiv, aber unflexibel

 

Perfektionist

 

vermeidet Fehler, stellt optimale Ergebnisse sicher

 

gewissenhaft, pünktlich, jedoch überängstlich, delegiert ungern

 

Spezialist

 

liefert Fachwissen u. Information

 

selbstbezogen, engagiert, Fachwissen zählt, verliert sich jedoch oft in technischen Details

 

Quelle: wikipedia.de

Natürlich sind in den meisten Teams nicht alle neun Typen vertreten. Für dich als Orientierung kann das Modell aber hilfreich sein, wenn du dir überlegst, welche Rolle du zum Beispiel oft einnimmst. Oder wenn du mit bestimmten Leuten besser zusammenarbeitest als mit anderen, kannst du dir überlegen, welche Typen diese nach dem Rollenmodell einnehmen. Das gibt dir auch wieder Rückschlüsse zu deiner eigenen Person und deiner Teamfähigkeit. 

>> Weitere Informationen zu Soft Skills findest du hier

Über den Autor

Noemi Haderlein
Noemi Haderlein

Als Content Managerin kümmert sich Noemi Haderlein seit 2015 um die Inhalte von ABSOLVENTA und schreibt zu allen Themen, die Studenten und Berufseinsteiger rund um Studium, Bewerbung und ersten Job interessieren.

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