Teamfähigkeit.

Teamfähigkeit.
Wer sie hat, kommt weiter – Eigenbrötler nicht. Wir zeigen dir, wie du schon in der Bewerbung klarmachst, dass du im Team arbeiten kannst, und beweist, dass du die fünf Soft Skills für Teamfähigkeit mitbringst.
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  1. Definition von Teamfähigkeit.

    Teamfähigkeit bezeichnet eine Sozialkompetenz, die es dir ermöglicht, dich in einem Team gewinnbringend zu verständigen und mit anderen konstruktiv zusammenzuarbeiten. Die gemeinsamen Ziele des Teams sollen dabei schnellst- und bestmöglich erreicht werden. Das beinhaltet auch, dass du eigene Vorschläge einbringst und verfolgst, also auch im Team verschiedene Meinungen und Ansichten diskutierst.

    Dabei bedeutet Teamfähigkeit nicht, dass du dich im Team den anderen Mitgliedern unterordnen oder alles recht machen musst. Es geht auch nicht darum, mit allen Kollegen auf persönlicher Ebene auszukommen. Stattdessen kommt es auf Konflikt- und Kritikfähigkeit sowie Empathie an. Das Team muss also gut und kommunikativ zusammenarbeiten, Informationen austauschen und sich gegenseitig regulieren. Das heißt, dass jedes einzelne Teammitglied für den Erfolg als auch für die Stimmung im Team mitverantwortlich ist.

  2. Teamfähigkeit in der Bewerbung.

    Teamfähigkeit ist in allen Branchen und Jobs wichtig. Immerhin sehen 46 Prozent der Personaler Teamfähigkeit als wichtigste Eigenschaft, auf die sie in der Bewerbung vorrangig achten.

    Begriffe nach denen Personaler in Lebensläufen suchen – Teamfähigkeit

    Quelle: statista.de (2018) http://de.statista.com/statistik/daten/studie/2216/umfrage/begriffe-die-arbeitgeber-am-haeufigsten-im-lebenslauf-suchen/

    Ob also in deiner Ingenieurbewerbung oder als Informatiker – es ist entscheidend, dass du in deinem Anschreiben auf deine Teamfähigkeit eingehst und mit passenden Beispielen belegst. Das kannst du mithilfe deiner Hobbys, Praktika, Werkstudententätigkeiten oder anderer Uni-Projekten tun, zum Beispiel so:

    • Mannschaftssportart: Spielst du in deiner Freizeit Fußball, Handball oder Volleyball, sieht der Personaler, dass du im Team Erfolge erreichst.

    Beispiel Formulierung: „Dank meines Engagements im Handballverein konnte ich gemeinsam mit Teamkollegen bereits viele Erfolge feiern – so auch unseren Aufstieg in die Regionalliga letzte Saison.“

    • Mitglied in einem Verein: Ob Sportverein, kirchliche Gruppen oder soziales Engagement – sobald mehrere Leute miteinander arbeiten, ist Teamfähigkeit gefragt.

    Beispiel Formulierung: „Ich bin seit drei Jahren Kapitän der Fußballmannschaft bei dem FC Musterhausen. Dort bin ich als Mediator innerhalb der Mannschaft tätig und trainiere als Co-Trainer ehrenamtlich die Jugendmannschaft.“

    • Studentische Projektgruppen: Bist du im Chor, in der Theater-AG oder als Mentor für jüngere Studenten unterwegs, musst du dich mit anderen absprechen und gemeinsam Entscheidungen treffen.

    Beispiel Formulierung: „Seit zwei Jahren engagiere ich mich im Chor an der Uni Musterstadt. Neben dem Singen unterstütze ich dort in erster Linie die Chorleitung bei der Organisation der Chorfahrten.“

    • Gründung Start-up oder eigenverantwortliche Projekte: Sobald du Dinge umsetzen willst, musst du dich einerseits selbstständig darum kümmern und andererseits auch mit Leuten Absprachen treffen.

    Beispiel Formulierung: „In enger Zusammenarbeit mit meinen Mitgründern habe ich für unser Start-up XYZ eine innovative Vertriebsstrategie entwickelt.“

  3. Teamfähigkeit im Vorstellungsgespräch.

    Viele Firmen sehen sich als „ein Team“ und möchten, dass neue Arbeitnehmer in dieses Team passen. Im Vorstellungsgespräch fragen Personaler oftmals indirekt nach deiner Teamfähigkeit. Zeige dich bei deinen Antworten offen und kompromissbereit und belege deine Antworten wie bei der Bewerbung mit konkreten Beispielen.

    Diese Fragen zielen auf deine Teamfähigkeit ab:

    • Was macht für Sie ein gutes Arbeitsklima aus?
    • Warum arbeiten Kollegen gerne mit Ihnen zusammen?
    • Wie gehen Sie damit um, wenn Sie mit einem Kollegen nicht klarkommen?
    • Welche Rolle bevorzugen Sie bei der Teamarbeit und warum?
    • Stellen Sie sich vor, die Aufgabenstellung ist anfangs unklar. Wie tragen Sie konkret dazu bei, dass alle Teammitglieder auf denselben Nenner kommen?
  4. Teamfähigkeit im Beruf.

    Gerade im Beruf hast du oft Aufgaben oder Projekte, in welchen du mit anderen Personen zusammenarbeiten musst. Wenn jedoch unterschiedliche Mitarbeitertypen aufeinandertreffen, kann die Teamarbeit schwierig werden. Zusammenarbeiten, überlegen, Kompromisse finden und teilweise Projekte verwerfen, um von vorne anzufangen oder andere Wege einzuschlagen, kann sehr intensiv und stressig sein.

    Diese fünf Kompetenzen sind daher für jedes Team entscheidend:

    1. Kommunikation: Nur, wenn man sich abspricht, Meinungen diskutiert und Ideen austauscht, kann die Arbeit gelingen. Dabei gilt es, Gedanken verständlich zu formulieren und Kritik oder Feedback konstruktiv wiederzugeben.
    2. Kooperationsbereitschaft: Wenn jeder bereit ist, zusammenzuarbeiten, kann sich ein Teamgedanke etablieren. Dazu gehört, dass nicht einer alles alleine machen will, sondern Aufgaben verteilt werden, und dass man einander im Gespräch zuhört.
    3. Konfliktmanagement: Team bedeutet immer verschiedene Meinungen, die aufeinandertreffen. Dass dabei auch Konflikte entstehen, ist natürlich. Entscheidend ist, wie du damit umgehst.
    4. Reflexionsfähigkeit/Kritikfähigkeit: Diese beiden Skills hängen stark zusammen. Je mehr du dich selbst und deine Arbeit im Team einordnen kannst, desto mehr kannst du auch eigene Ideen und Ansätze überdenken. Kritisiert jemand deinen Vorschlag, kannst du diese Kritik konstruktiv und nicht persönlich nehmen.
    5. Strukturfähigkeit: Wichtig ist, sich nicht nur im Team zu strukturieren, sondern auch, was einen selbst betrifft. Nur wenn jeder seine Aufgaben gewissenhaft erledigt und vereinbarte Deadlines einhält, kann das Team gemeinsam weitermachen.

    Jedoch ist im Job auch ein gesunder Egoismus angebracht. Oft bekommst du nur auf Dauer Verantwortung und anspruchsvolle Aufgaben übertragen, wenn du deine Ansichten und guten Ideen konsequent vertrittst. Dazu zählt auch das selbstständige Arbeiten, also die Konzentration auf die eigene Arbeit. Manchmal müssen die Kollegen einfach mit ihren Problemen und Aufgaben alleine klarkommen, vor allem, wenn du selbst unter Druck stehst. Du regelst dann erst deine eigenen Aufgaben, bevor du anderen hilfst und so ggf. deine eigenen To-Dos vernachlässigst. Heißt: Du musst im Job halt auch mal „Nein“ sagen können. Deswegen bist du nicht gleich weniger teamfähig.

  5. Teamfähigkeit als Führungskraft.

    Zu einem funktionierenden Team gehört natürlich immer auch ein Teamleiter. Als solcher koordinierst du den Arbeitsprozess, setzt Ziele und delegierst Aufgaben an diejenigen im Team, die sich für diese Aufgaben am besten eignen. Werden Ziel- und Zeitvorgaben nicht eingehalten, heißt es: Offen ansprechen! Auf diese Weise hältst du als Teamleiter die Motivation oben und triffst du auf weniger Widerstand, wenn du etwa die Teamstruktur anpasst.

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