Festanstellung nach dem Praktikum

Festanstellung nach dem Praktikum
Viele Praktikanten haben einen Traum: Am letzten Tag ihrer Mini-Ausbildung steht der Chef vor ihnen, mit glänzenden Augen und bebender Stimme, und sagt: "Sie sind der, auf den wir immer gewartet haben! Sie müssen uns unbedingt als Werkstudent erhalten bleiben. Und wenn Sie mit dem Studium fertig sind, melden Sie sich bitte umgehend - wir haben dann selbstverständlich eine feste Stelle für Sie!" Der Traum von der Festanstellung kann wahr werden. ABSOLVENTA gibt Tipps.
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  1. Gute Leistungen zeigen

    Das A und O auf dem Weg von einem Praktikum zur Festanstellung sind gute Leistungen, Engagement. Dazu zählt die Aufgaben gewissenhaft zu erledigen, anderen Hilfe anzubieten, eigen Ideen einzubringen, keine Verantwortung zu scheuen und auch mal die eine oder andere Überstunde zu machen. So kann man sich fast unverzichtbar machen.

    Das heißt aber nicht, dass man sich ausbeuten lassen sollte und jeden Abend erst um 22 Uhr nach Hause geht. Es sollte sich alles in einem gesunden Rahmen bewegen.

  2. Teilnahme am firmeneigenen Recruiting-Programm

    Für Studienbeginner gibt es die Möglichkeit, an firmeneigenen Recruiting-Programmen teilzunehmen. Wer es schafft, nach einem Praktikum in das Studentenbindungsprogramm seines Unternehmens aufgenommen zu werden, kann sich glücklich schätzen. Großunternehmen filtern mit solchen "Membership"-Programmen aus dem akademischen Nachwuchs die Besten heraus und binden die "Preferred Candidates" mit unterschiedlichen Qualifizierungsangeboten bis zum Abschluss des Studiums und darüber hinaus an sich.

  3. Im Abschlussgespräch des Praktikums nach Perspektiven erkundigen

    Doch nicht jedes Unternehmen bietet derartige Programme an, vor allem kleinere und mittelständische nicht. In Branchen, in denen generell viele Freiberufler tätig sind, könnte ein Praktikum stattdessen direkt in eine freie Mitarbeitmünden. Meistens kommt ein entsprechendes Angebot von Arbeitgeberseite bereits im Laufe des Praktikums, wenn die Leistungen gut sind. Die Praktikanten selbst sollten spätestens in ihrem Abschlussgespräch betonen, dass sie gerne als Freelancer weiterarbeiten würden. Studenten können vielleicht zusätzlich oder alternativ in Kooperation mit dem Unternehmen und der Hochschule eine praxisnahe Abschlussarbeit erstellen.

    Und Absolventen verhindern über eine freie Mitarbeit, dass in ihrem Lebenslauf großen Lücken klaffen, bis sie (woanders) eine feste Anstellung finden. In jedem Fall erhöhen (Ex-)Praktikanten ihre Chancen, wenn sie selbst aktiv werden und sich freundlich aber deutlich, nach Perspektiven im Unternehmen erkundigen.

  4. Im Praktikum Kontakte knüpfen

    Traumziel Festanstellung: Wer sein Praktikum kurz vor Studienende oder nach dem Abschluss absolviert, will allerdings oftmals nicht mehr frei arbeiten - eine feste Stelle soll her! Jetzt gilt es beim Praktikum, Augen und Ohren offen zu halten und Kontakte zu knüpfen. Das Zauberwort heißt Networking.

    Lockere E-Mail-Anfragen à la "Habt Ihr was für mich?" sind dabei nicht zu empfehlen - auch, wenn man schon vor Ort als Praktikant arbeitet, sollte man seriösen Kontakt zu den Verantwortlichen suchen und schließlich eine klassische Bewerbung schreiben.

    Lies auch:
    Experten-Interview mit dem Hochschul-Informations-System:

    "Absolventen sollten nach dem Studium keine Praktika mehr machen"

    Beitrag von Nadine Nöhmaier, Autorin des Ratgebers "PraktikumsKnigge – Leitfaden für den erfolgreichen Berufseinstieg". Sie lebt in München und arbeitet als Journalistin im Ressort Karriere von FOCUS Online.

     


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