Selbstbewusstsein im Job.

Selbstbewusstsein im Job.
Selbstbewusstsein ist im beruflichen Alltag von Vorteil. Damit Selbstbewusstsein bei einem Menschen als eine positive Eigenschaft empfunden wird, sollten Selbst- und Fremdwahrnehmung übereinstimmen. Ist dies der Fall, fällt es leichter mit anderen in Kontakt treten. Das bietet auch gute Voraussetzungen für ein Bewerbungsgespräch, die Zusammenarbeit im Team und den Kundenkontakt. ABSOLVENTA erklärt, wie man im Beruf selbstbewusst auftritt und andere von sich überzeugt.  
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  1. Selbstbewusstsein durch Selbsteinschätzung und Selbstreflexion.

    Vorsicht! Ein selbstbewusstes Auftreten darf nicht mit Selbstüberschätzung verwechselt werden. Wer zu sehr in sich selbst verliebt ist, macht sich im Berufsleben keine Freunde. Fehlt einem Mitarbeiter noch dazu die fachliche Kompetenz, kann übertrieben zur Schau getragenes Selbstbewusstsein geradezu lächerlich wirken. Deshalb ist es wichtig, ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln, ohne abzuheben. Das gelingt nur, indem man sich selbst richtig einschätzen lernt und regelmäßig hinterfragt, ob die Selbsteinschätzung mit der Wahrnehmung durch andere übereinstimmt.

    Ein wichtiger Bestandteil des Selbstbewusstseins ist die Fähigkeit der Selbsteinschätzung. Wer fachlich kompetent ist und seine Wirkung auf andere kennt, braucht sich nicht hinter anderen zu verstecken. Zu einer richtigen Selbsteinschätzung ist aber nur derjenige imstande, der sich selbst reflektieren kann. Was macht einen als Menschen, was als Fachkraft aus? Wie tritt man gegenüber anderen auf? Eine reine Selbstanalyse allein reicht allerdings meistens nicht aus, um das Bild aus Fremd- und Selbsteinschätzung zusammenzuführen.

    Neben der Selbstreflektion spielen auch Hinweise der Mitmenschen eine Rolle: Konstruktive Kritik von Kollegen oder Bekannten kann dabei helfen, sich selbst besser einzuschätzen. Daher ist Kritikfähigkeit besonders im Berufsleben wichtig, wenn man langfristig erfolgreich sein möchte. Fehler passieren jedem. Entscheidend ist jedoch, wie man mit ihnen umgeht. Einige Menschen können Fehler zugeben und daraus lernen, andere Menschen blockieren sich dagegen. Ein derartiges Verhalten erschwert es jedoch, aus Fehlern die richtigen Schlüsse zu ziehen und das eigene Verhalten zu ändern.

  2. Selbstbewusstsein durch Selbstvertrauen.

    Das Selbstbewusstsein einer Person ist eng mit dem Selbstvertrauen verknüpft. Nur wer sich selbst etwas zutraut, kann auch selbstbewusst gegenüber anderen auftreten. Im Berufsleben wirken Personen mit klaren Vorstellungen und Zielen kompetenter als Menschen, die ihre Fähigkeiten im Gespräch nicht präsentieren können oder wollen. Kollegen und Chefs möchten dir nicht jede Information „aus der Nase ziehen“. Besonders in Positionen mit Kontakt zu Kunden oder zur Öffentlichkeit (Vertrieb, Public Relations und Marketing) darf der Mitarbeiter nicht zögerlich wirken, sondern sollte kompetent, überzeugend und selbstsicher auftreten. Auch in anderen Bereichen stärkt das Selbstbewusstsein die eigene Position, wie beispielsweise bei Gehaltsverhandlungen oder bei Vorträgen.

    Selbstvertrauen erzeugt Selbstsicherheit – eine Grundvoraussetzung für den optimalen beruflichen Auftritt. Überlege, wie du deine Schwächen überwinden und deine Stärken präsentieren kannst. Schüchternheit kannst du beispielsweise abtrainieren, indem du versuchst, offen auf deine Mitmenschen zuzugehen. Sprich fremde Leute an und frage sie nach dem Weg, der Uhrzeit oder verwickle sie in einen Small Talk.

    Selbst kleine Erfolgserlebnisse können das Selbstvertrauen deutlich stärken. Setze dir deshalb realistische Ziele, die du dir stufenweise erarbeiten kannst. Dabei ist es sekundär, ob die Erfolgserlebnisse im Beruf oder im Privatleben (zum Beispiel beim Sport) erzielt werden. Tipp: Belohne dich selbst für kleine Erfolge. Das steigert deine Motivation und hilft dir, deine Selbstdisziplin zu erhalten.

  3. Selbstmarketing im Vorstellungsgespräch.

    Erst mit der richtigen Portion Selbstbewusstsein ist es einem Bewerber möglich, sich gegenüber dem potentiellem Arbeitgeber erfolgreich zu verkaufen. Dabei geht es um die Vermarktung der eigenen Persönlichkeit samt fachlicher und sozialer Kompetenzen – das sogenannte Selbstmarketing für die Karriere. Dazu gehört eine Präsentation all dessen, was den Bewerber für den Job, sowohl fachlich als auch menschlich, qualifiziert. In Assessment Centern wird oft eine Selbstpräsentation verlangt. Diese stellt im Endeffekt nichts anderes dar, als genau dieses Selbstmarketing. Wer selbstbewusst auftritt, wirkt kompetent. „Graue Mäuse“ hingegen scheitern in einem Vorstellungsgespräch häufiger und bekommen oft keine Chance, sich ein zweites Mal zu präsentieren und fachlich zu beweisen.

  4. Selbstbewusstsein kann man trainieren.

    Finde zunächst heraus, was deine Fähigkeiten und Talente sind. Frage Freunde und Familie nach einer Einschätzung deiner positiven und negativen Eigenschaften. Am besten können sie dabei anhand von Beispielen gezielt erklären, wo und wie du dich verbessern kannst. Überdenke alle positiven wie negativen Kritikpunkte noch einmal und werde dir darüber bewusst, wer du eigentlich bist und wie du dich im Beruf und im Privatleben am besten einbringst. Dann klappt es auch mit dem Vorstellungsgespräch, dem Kundenkontakt oder deinem Vortrag.

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