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Tipps für die Zwischenzeit

Arbeitslos nach dem Studium – Aus der Not eine Tugend machen

Arbeitslos nach dem Studium – Aus der Not eine Tugend machen

Statt Karrierestart folgt die Enttäuschung. Trotz erfolgreichem Abschluss finden viele Absolventen nicht sofort eine Anstellung und fürchten um ihre Zukunft. Doch zwischen Abschluss und dem ersten Arbeitsplatz können ein paar Wochen oder auch ein ganzes Jahr liegen. Die gute Nachricht: Laut Studien finden über 95 Prozent der Hochschulabsolventen langfristig einen festen Job. Die Jobbörse ABSOLVENTA verrät, wie Du die Zeit auch ohne Motivationstief erfolgreich überbrückst.

Zwischen Studium und Beruf

Du bist nicht allein

„Und was willst Du später einmal damit machen?“, diese Frage dürfte vielen Studenten wohl vertraut sein. Gerade Studierende von sogenannten Orchideenfächern wie Afrikanistik oder Paläontologie (Geowissenschaften) werden von Familie und Freunden immer wieder nach der „Berufsbefähigung“ ihres Studienganges gefragt. Wenn die Absolventen nach dem Abschluss dann nicht sofort eine Anstellung finden, sieht manch einer die Befürchtungen der lieben Verwandtschaft bestätigt. Doch sollte man den Teufel nicht sofort an die Wand malen.

Auch der Status „Elite-Uni“ und gute Noten sind kein Patentrezept für einen erfolgreichen Karrierestart. Geschichten von endlosen Praktika und Hartz-IV verunsichern viele Absolventen und tragen zum Selbstzweifel bei. Natürlich besteht tendenziell auf dem Arbeitsmarkt für Ingenieure, Maschinenbauer und Naturwissenschaftler eine größere Nachfrage, sodass sich Geistes- und Sozialwissenschaftler mitunter auf längere Wartezeiten einstellen müssen. Der Trost: Arbeitslose Absolventen sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Die Zeit bis zum ersten Arbeitsplatz kann sich von ein paar Tagen bis hin zu einem Jahr erstrecken. Doch die Zahl der arbeitslosen Akademiker liegt in Deutschland unter fünf Prozent. – Rosige Aussichten also für Absolventen aus allen Fachrichtungen.

Absolvent auf Jobsuche = arbeitslos?

Wer nach dem Abschluss nicht sofort ins Berufsleben einsteigen kann, muss sich nicht zwangsweise bei der Bundesagentur für Arbeit als „arbeitslos“ melden. Dennoch ist eine Beratung sinnvoll – auch im Hinblick auf eine finanzielle Unterstützung. Wer nicht auf die Unterstützung seiner Eltern zurückgreifen kann, findet in einem Gespräch bei der Bundesagentur fachkundige Hilfe.

Grundsätzlich erhalten Absolventen das Arbeitslosengeld II und haben Anspruch auf 359 Euro im Monat plus Miete, Heiz- und Nebenkosten sowie den Beitrag zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Auch für Bewerbungen und Weiterbildungen (Volkshochschulkurse, Umschulungen, etc.) übernimmt die Arbeitsagentur teilweise die Kosten. Achtung: Die Agentur kann auch arbeitslose Hochschulabsolventen zu sogenannten Ein-Euro-Jobs verdonnern. Hartz-IV-Empfänger dürfen diese Angebote nicht ablehnen, auch wenn der Minijob nicht dem eigentlichen Berufswunsch entspricht.

Registrierung bei Vermittlungsagenturen und Jobbörsen

Für Absolventen ist es lohnenswert, sich bei einer Vermittlungsagentur oder Jobbörse zu registrieren. Solche Job-Pools bieten die Möglichkeit, wichtige Kontakte zu Unternehmen zu knüpfen und die eigenen Netzwerke auszubauen. Auch bei der Jobbörse ABSOLVENTA können sich Studenten, Absolventen und Young Professionals aller Fachrichtungen ein Online-Profil anlegen, um sich von potenziellen Arbeitgebern finden zu lassen. Zudem hat sich ABSOLVENTA darauf spezialisiert, Jobs für junge Akademiker anzubieten. Diese Spezialisierung erleichtert die Suche nach dem richtigen Job, der sich im Überangebot des Internets teilweise genauso schwer finden lässt wie eine Nadel im Heuhaufen.

Die Auszeit nach dem Studium als Chance begreifen

Die Bachelor- und Master-Studiengänge sind straff organisiert. Da heißt es: Hurtig, hurtig, hurtig Referate, Klausuren und mündliche Prüfungen nacheinander abhaken. Nach Bologna weicht das intensive Selbststudium der „alten Studiengänge“ (Diplom, Magister) immer mehr dem bloßen Lernen für anstehende Prüfungen. Die Folge: Während des Studiums muss das Studentenleben oft zurückstecken. Manch engagierter Student stellt am Ende seines Studiums betroffen fest, dass er zwischen dem Gang zur Bibliothek und der nächsten Lerngruppe noch nicht einmal den Weg in den viel gerühmten Studentenclub gefunden hat. Eine Auszeit bietet die Möglichkeit, verpasste Erfahrungen nachzuholen und auch die Vorzüge des Studentenlebens in vollen Zügen zu genießen.

Aus der Not eine Tugend machen

Die (Frei-)Zeit nach dem Abschluss nutzen viele Absolventen, um die individuellen Fähigkeiten zu erweitern und an ihrem Qualifikationsprofil zu schleifen. Nebenjobs und auch Sprach- oder IT-Kurse sind lohnende Investitionen in die berufliche Zukunft und lassen daneben meist genug Zeit für Bewerbungen und Vorstellungsgespräche. Gerade Absolventen von Orchideenfächern können sich durch gezielte Weiterbildungen den Quereinstieg erleichtern. Doch auch ehrenamtliche Tätigkeiten wie Schülerhilfe und Altenpflege sind eine prima Möglichkeit, um sogenannte Soft Skills zu erwerben. Denn viele Arbeitgeber legen nicht mehr nur Wert auf die Abschlussnote, sondern auch auf die Persönlichkeit des Bewerbers.

Von nichts kommt nichts – der richtige Weg zum Traumjob

Die unfreiwillige Auszeit nach dem Studium sollte nicht mit Däumchen drehen verbracht werden. Zu den Vorzügen zählen regelmäßiges Ausschlafen und ausgedehnte Mittagspausen, denn nach dem Berufseinstieg sind solche Dinge purer Luxus. Doch der Traumjob fällt keinem Absolvent einfach vor die Füße. Da hilft es, den Tag klar zu strukturieren und sich feste Ziele zu setzen: Täglich die aktuellen Stellenangebote checken, zwei bis drei Bewerbungen schreiben und die eigenen Bewerbungsunterlagen perfektionieren.

Auch eine eigene Homepage kann den Bewerbungsprozess beschleunigen. Das Bewerben kann ein Fulltime-Job sein. Aber Vorsicht! Von 08/15 Bewerbungen, Standardfloskeln oder Massenanschreiben ist abzuraten. Hier schleichen sich schnell Fehler ein. Eine falsche Adresse oder wiederholte Rechtschreibfehler sind für viele Arbeitgeber „Knock-out“-Kriterien. Unser Tipp: Jede Bewerbung sollte individuell auf das jeweilige Stellenangebot angepasst werden. Ob Informatiker oder Absolvent eines Orchideenfachs letztlich zählen die richtige Einstellung und das Engagement. Wer kontinuierlich am Berufseinstieg arbeitet, findet über kurz oder lang den richtigen Job. Die Jobbörse ABSOLVENTA wünscht einen erfolgreichen Berufsstart!

>> Auf Jobsuche? Jetzt Bewerberprofil für die CV-Datenbank von ABSOLVENTA anlegen und von Arbeitgebern finden lassen!

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