Arbeiten auf dem Land.

Arbeiten auf dem Land.
Wer an Karriere denkt, dem schwebt ein stattliches Gehalt, das Kommando über zig Angestellte, ein luxuriöser Firmenwagen und vor allem ein Großraumbüro im Herzen einer pulsierenden Großstadt vor Augen. Die Begriffe Karriere und Stadt sind assoziativ eng miteinander verbunden – dünn besiedelte Ortschaften, ländliche Idylle oder der gemütliche Kleinstadtrhythmus scheinen dagegen kaum mit dem Konzept vom „Karriere machen“ vereinbar. ABSOLVENTA erklärt, wie es auch anders geht!
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  1. Schneller Karriereaufstieg auf dem Land.

    Es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass es in einer Millionenstadt wie Berlin oder München eine größere Vielfalt im Hinblick auf die berufliche Entfaltung gibt als in einer beschaulichen Kleinstadt wie Bad Belzig in Brandenburg. Allerdings schafft der Mangel an hochqualifiziertem Fachpersonal in solch kleineren Ortschaften für junge Nachwuchskräfte große Chancen, schnell die Karriereleiter zu erklimmen. Mit weniger Konkurrenz im Nacken winkt für den engagierten Mediziner die Beförderung zum Oberarzt im Bad Belziger Johanniter-Krankenhaus früher als in der Charité in Berlin.

  2. Nachwuchskräfte braucht die Provinz.

    Aktuelle Studien bestätigen den Ärztemangel in ländlichen Gebieten. Aber nicht nur im medizinischen Bereich besteht eine hohe Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften. Auch Ingenieure, Lehrer, Betriebswissenschaftler oder Landwirtschaftsökonomen werden Hände ringend gesucht. Angesichts eines solch eklatanten Fachkräftedefizits haben hier auch Absolventen mit einem eher durchschnittlichen Abschluss bessere Karriereaussichten als in der Stadt.

  3. Von der Metropole in die Provinz.

    Der Lebensplan vieler junger Menschen sieht meist zuerst das „Karriere machen“ vor, bevor es sie mit Kind und Kegel in ein Domizil am friedlichen Stadtrand zieht. Haus, Baum und Kind sollen schließlich nicht im einstigen Szenebezirk gedeihen. Doch warum nicht einfach Familienplanung und Karriere verbinden? Ein Arbeitsplatz in einem mittelständischen Unternehmen auf dem Land bietet nicht nur bessere Karrieremöglichkeiten, sondern auch in puncto Lebensqualität viele Vorzüge. „Viele Unternehmen sitzen an Standorten, wo andere Urlaub machen“, erklärt Social Media Experte Henner Knabenreich. Statt Großstadt-Smog, stundenlanger Parkplatzsuche und exorbitanten Mietpreisen lockt das Umland mit frischer Luft, einem eigenen Stellplatz, geringeren Lebenshaltungskosten und oftmals einer räumlichen Vergrößerung. Auch der Traum vom Fußball-Kicken im eigenen Garten stellt im Umland keine große Hürde dar.

  4. Das alte Lied: Stadt vs. Land.

    Die Frage nach dem Arbeiten auf dem Land zielt letztlich auf die allzu bekannte Stadt-Land-Konkurrenz ab. Einen überzeugten Großstädter werden selbst die offensichtlichen Vorzüge nicht vom Arbeitsplatz im Grünen überzeugen. Für viele junge Menschen ist die Aussicht, auf dem Land zu arbeiten der blanke Horror. Keine ausgedehnten Einkaufsmöglichkeiten, kein öffentlicher Nahverkehr und längere Wege zum Disco- und Kinobesuch. Doch bessere Jobangebote und schnellere Karrierechancen in ländlichen Gebieten sind starke Argumente für sich. Bei diesen positiven Aussichten lohnt es sich, über den Arbeitsplatz im Grünen nachzudenken.

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