War for Talents & Social Media Recruiting

War for Talents & Social Media Recruiting
Der War for Talents bezeichnet den zunehmenden Konkurrenzdruck der Firmen, die um junge Nachwuchstalente und Top-Absolventen buhlen. Im Kampf um die klügsten Köpfe werden auch soziale Medien längst nicht mehr nur als private Kommunikationskanäle genutzt. Was genau hinter dem Begriff steckt, welche Gründe der Fachkräftemangel hat und welche Rolle Social Media im War for Talents spielt, erfährst du hier.
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  1. War for Talents - Definition.

    „War for Talents“ – der zunehmende Kampf der Arbeitgeber um die besten Talente. Was bedeutet das genau? Der Begriff stammt von Steven Hankins, der bereits 1997 im Rahmen einer McKinsey-Studie den Wandel innerhalb des Personalmarketings untersuchte. Hochschulabsolventen sind so begehrt und so knapp wie nie: Die Schwierigkeit, einen Job zu finden, nimmt bei hervorragend ausgebildeten Absolventen mit guten Studienabschlüssen ab, während sich der Druck für die Personaler erhöht, geeignete Mitarbeiter zu finden.

    Unternehmen buhlen also um hochqualifizierte Kandidaten. Dadurch ergeben sich für Absolventen bessere Chancen bei der Jobsuche und eine günstigere Verhandlungsposition. Händeringend wird nach geeigneten Kandidaten gesucht. Besonders im MINT-Bereich:

    Doch wie kam es zu dieser Entwicklung – und wie kannst du davon profitieren?

  2. Gründe für den War for Talents.

    Der War for Talents zeigt, dass die Chancen für Absolventen am Arbeitsmarkt steigen. Dies gilt zwar im Besonderen für Studiengänge mit notorischem Fachkräftemangel wie Informatik und Ingenieurswesen, aber viele Unternehmen geben aufgrund des Mangels an Bewerbern auch vermehrt Quereinsteigern die Möglichkeit, sich in einem fachfremden Gebiet zu beweisen. Ein Ende des War for Talents ist jedenfalls nicht in Sicht, dafür gibt es einige Gründe:

    GRUND ERKLÄRUNG
    Zunehmender Wettbewerb in der globalen Wirtschaft Unternehmen konkurrieren nicht mehr nur mit regionalen Anbietern, sondern müssen sich der internationalen Konkurrenz stellen. Um konkurrenzfähig zu bleiben, müssen sie geeigneten Nachwuchs finden und die guten Mitarbeiter an das Unternehmen binden.
    Demographischer Wandel In den Industriestaaten sinkt die Geburtenrate seit langer Zeit und führt in Folge dessen zwangsläufig zu einem Engpass an Nachwuchskräften. Dadurch haben es Absolventen aller Studiengänge zukünftig leichter, einen Job zu finden, da sie sich gegen weniger Mitbewerber durchsetzen müssen. Für bestimmte Fachrichtungen beginnen viele große Unternehmen schon sehr früh mit der Rekrutierung und holen sich ihre Fachkräfte der Zukunft bereits auf dem Campus der Hochschulen ab.
    Stetige Weiterentwicklung der Wissensgesellschaft Fähigkeiten und Kompetenzen der Arbeitskräfte haben eine immer größere Bedeutung. Dabei müssen die Angestellten nicht nur viel wissen, sie müssen sich vor allem schnell neues Wissen aneignen können. Alle fünf bis zwölf Jahre verdoppelt sich das Wissen der Menschheit. Nur Mitarbeiter und Unternehmen, die sich weiterentwickeln, haben eine Chance auf nachhaltigen Erfolg.
    Mehr Jobs für High-Potentials Für Absolventen und High-Potentials erschließen sich ständig neue Job-Gebiete. Es fallen zwar alte Jobs weg, aber das betrifft vor allem Jobs für geringer qualifizierte Arbeitskräfte wie z. B. in der verarbeitenden Industrie, weil dort vielfach nun Maschinen deren Arbeit übernehmen.
    Wertewandel in der Gesellschaft Frühere Generationen strebten vor allem nach Sicherheit und einem üppigen Gehalt. Insbesondere jüngere Generationen stellen jedoch andere Ansprüche an ihren Arbeitgeber, z.B. flexible Arbeitszeiten, genüg Raum zur Entfaltung und eine gesunde Work-Life-Balance. Daher müssen Unternehmen besondere Anreize schaffen, um neue Mitarbeiter für sich zu gewinnen und längerfristig an ein Unternehmen zu binden.
    Wachsende Wirtschaft von Peripheriestaaten Gut ausgebildete Absolventen drängen aus dem Ausland auf den europäischen Arbeitsmarkt, umgekehrt zieht es viele junge deutsche Akademiker ins Ausland. Je größer die Flexibilität der jungen Talente, umso stärker müssen sich die Unternehmen um die Mitarbeiter bemühen.
  3. War for Talents auf Social Media.

    Social Media Recruiting ist eine Form der Mitarbeitergewinnung durch soziale Medien, die den Unternehmen dabei vielfältige Möglichkeiten eröffnen, mit dir zu kommunizieren und die eigene Marke zu stärken. Social Media Plattformen werden zunehmend zum Austragungsort des War for Talents. Wichtigstes Ziel ist es, virale Effekte zu erzeugen, um eine möglichst hohe Anzahl von Personen zu erreichen.

    Anhand von Social Media Profilen bei Facebook, Twitter, YouTube, Instagram etc. sowie Kampagnen auf diesen Plattformen werden drei Strategien verfolgt:

    • Employer Branding: Die Unternehmensmarke wird gestärkt und bekannter gemacht.
    • Der direkte Kontakt und Dialog zur – oftmals jungen – Zielgruppe (Generation Y und Z) wird gesucht.
    • Neue Bewerbungskanäle werden neben den klassischen erschlossen und angeboten.

    Vor allem Facebook spielte im Jahr 2017 für deutsche Unternehmen eine große Rolle in Sachen Employer Branding und Recruiting, aber auch Youtube war speziell beim Thema Video-Recruiting eine relevante Anlaufstelle:

    EMPLOYER BRANDING DIALOG MIT DER BEWERBERZIELGRUPPE STELLENANZEIGEN (TEXT) STELLENANZEIGEN (VIDEO)
    FACEBOOK 31% 39% 36% 36%
    XING 29% 33% 42% 15%
    LINKEDIN 15% 13% 17% 10%
    YOUTUBE 10% 3% 1% 31%
    TWITTER 9% 7% 4% 3%
    INSTAGRAM 5% 4% 1% 5%

    % der Unternehmen, die Social Media Plattformen nutzen

    Quelle: Statista (2018)

  4. Social Recruiting via Video.

    Eine gute Möglichkeit, einen Einblick in die Unternehmenskultur eines potentiellen Arbeitgebers zu bekommen, stellt das Recruiting-Video dar. Ein Medium, das sich bei Unternehmen zunehmender Beliebtheit erfreut. Das Video hat dabei die Aufgabe, einen Vorgeschmack bestimmter Unternehmensbereiche oder verschiedener Jobs zu geben. Meist kommen dabei auch Mitarbeiter zu Wort. Unternehmen, die ihre Videos mit einem gekonnten Augenzwinkern versehen und somit Nähe zur Zielgruppe herstellen, kommen dabei auf den social Media Kanälen am besten an.

    Hier ein paar Tipps, wie du als Bewerber ein gutes Recruiting-Video erkennst:

    • Wirkt die Darstellung authentisch? - Dem Video liegt ein stimmiges Konzept zugrunde, das die Vorzüge der Firma hervorhebt, jedoch nicht überbetont. Ein Mehrwert für den Bewerber ist zu erkennen.
    • Werden Floskeln vermieden? – Anstatt nur zu erzählen zeigt ein guter Arbeitgeber lieber, was potentielle Mitarbeiter im Unternehmen erwartet. Dazu gehört auch dein zukünftiger Arbeitsplatz.
    • Wird ein einheitlicher Stil verfolgt? – Das Recruiting-Video ist branchen- und zielgruppengerecht und das Unternehmen versucht nicht sich zu verkleiden.
    • Weniger ist mehr – Das Video ist nicht länger als 1-3 Minuten und enthält das wichtigste, kurz und knapp.
    • Kommen Mitarbeiter zu Wort? - Mitarbeiter stellen sich und ihre Motivation vor, geben realistische Einschätzungen und lassen eventuell kritische Aspekte des Jobs nicht außen vor. Die Aussagen wirken glaubwürdig und nicht inszeniert.
  5. Social Media - die Zukunft der Personalgewinnung?

    Obwohl Unternehmen das Potential von Social Media und Co. zur Personalgewinnung und Bewerberansprache erkannt haben, setzen die meisten nach wie vor auf einschlägige Online-Jobbörsen, wie die Absolventa Datenbank, in der du ganz einfach von Unternehmen gefunden und kontaktiert werden kannst. Gut ausgebildete Spezialisten sind jedoch immer schwerer zu bekommen und diese Tatsache zwingt die Unternehmen regelrecht dazu, eine authentische und überzeugende Arbeitgebermarke aufzubauen, um im War for Talents bestehen zu können.

    Was bedeutet das für dich als Bewerber?

    Als Bewerber kannst du im War for Talents eigentlich nur gewinnen, schließlich kämpfen die besten Unternehmen um deine Aufmerksamkeit. Der War for Talents und das moderne Social Media Recruiting hat für dich folgende Vorteile:

    • Du findest online eine große Auswahl an offenen Stellen.
    • Du musst dich nur gegen wenige Konkurrenten mit gleicher Qualifikation durchsetzen.
    • Du suchst nicht nach Jobs, sondern wirst per active sourcing von Personalern angesprochen, zum Beispiel durch die Absolventa Datenbank.
    • Bei Unternehmen, die auf social Media aktiv Employer Branding betreiben, kannst du dir schnell ein Bild über deinen potentiellen, zukünftigen Arbeitsplatz machen. So kannst du besser erkennen, ob du und das Unternehmen zueinander passen.
    • Durch die Ressourcenknappheit kommen dir Arbeitgeber mit tollen Benefits entgegen, um den War for Talents zu gewinnen und sich gegen konkurrierende Unternehmen durchzusetzen.
    • Durch social Media Plattformen kommst du schnell und unkompliziert mit potentiellen Arbeitgebern und Unternehmen, die dir gefallen, in Kontakt.
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