Der erste Tag im neuen Job.

Der erste Tag im neuen Job.

Der Wecker klingelt und der erste Arbeitstag im neuen Job steht bevor. Tatendrang und Neugierde auf das unbekannte Arbeitsumfeld mischen sich mit einer gewissen Unsicherheit. Gerade für Berufseinsteiger_innen stellen sich dann die Fragen: Welche Arbeitskleidung ist angemessen? Muss ich einen Einstand geben? Wie verhalte ich mich richtig gegenüber den neuen Kolleg_innen? Absolventa verrät, wie du Fettnäpfchen vermeidest und einen guten ersten Eindruck hinterlässt.

  1. Die kleinen Fettnäpfchen der Berufseinsteigenden.

    Es geht ganz schnell und das Auto ist auf dem Parkplatz der Führungskraft abgestellt. Am selben Tag noch unabsichtlich beim Meeting auf den Platz derselbigen gesetzt und schon kann der erste Eindruck gründlich im Eimer sein. Es gibt also einiges zu beachten und die Augen und Ohren offen zu halten. Verloren haben oft auch schon diejenigen, die gleich am ersten Tag unpünktlich kommen. Sollte es trotzdem vorkommen, reicht eine ehrliche – vor allem kurze und sachliche – Erklärung aus. Langatmige und gekünstelte Rechtfertigungen sind hier fehl am Platz.

  2. Im Vorstellungsgespräch nach dem Dresscode fragen.

    Dass man nicht in „Sack und Lumpen“, einer Uralt-Variante eines 70er-Jahre-Anzuges oder einer Jogginghose zur Arbeit kommen sollte, ist den meisten Berufseinsteigenden bewusst. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr, „overdressed“ zu sein. Um am ersten Tag keinen Fauxpas in Sachen Kleidung zu begehen, ist es empfehlenswert, im Vorstellungsgespräch nach dem Dress-Code in der Firma zu fragen. Ansonsten achte am ersten Tag auf eine gepflegte und nicht allzu ausgefallene Kleidung. Nach wenigen Tagen hast du dann den Blick dafür, welches Outfit angemessen und von der Firma gewünscht ist. Je nach Branche und Position kann es strengere oder lässigere Vorgaben geben.

  3. Die ersten Tage als Orientierungsphase nutzen.

    Am ersten Tag bzw. in der Phase der Einarbeitung ist es zweckmäßig, zunächst die beobachtende Rolle einzunehmen. Ein zu forsches Auftreten kommt selten gut an. Auch wenn du voller Optimismus und Tatendrang bist, solltest du dich erst einmal zurückhalten. Ordne dich in das Arbeitsumfeld ein. Somit läufst du nicht Gefahr, von den neuen Kolleg_innen als übermotivierter, wenn nicht gar nervender Neuling zu erscheinen.

    Fragen zu stellen hilft dabei, sich zu orientieren und Input zu bekommen. Empfehlenswert ist es aber, diese zunächst zu sammeln und erst bei einer passenden Gelegenheit zu stellen, zum Beispiel nach Meetings, einem persönlichen Gespräch oder in der Pause beim Plaudern mit sympathischen Kolleg_innen. Oft ist es besser, erst einmal das Kollegium zu fragen, als wegen jeder Kleinigkeit direkt zur Führungskraft zu gehen.

    Dumme Fragen gibt es nicht! Diese Regel gilt besonders für Neuankömmlinge, die sich erstmal im neuen Umfeld zurechtfinden müssen. Dennoch solltest du es vermeiden grundlegende und unpassende Fragen zu stellen. Aus diesem Grund ist es hilfreich, wenn du dich im Vorfeld nochmal genauer mit dem Berufsfeld auseinander setzt, denn Fakten kommen immer gut an. Die wichtigsten Informationen dazu kannst du in unserer Übersicht nachlesen.

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  4. Die persönliche Integration in die Firma – ein Schlüsselfaktor.

    Neben dem Einblick in die innerbetrieblichen Arbeitsabläufe ist die „persönliche Integration“ ein wichtiger Schlüsselfaktor für einen gelungenen ersten Arbeitstag. Das heißt für dich: Kommunizieren! Beschäftige und unterhalte dich intensiv mit Kolleg_innen, sprich über berufliche wie auch private Themen, ohne allerdings sofort einen Seelenstriptease hinzulegen. Kommunikation beschleunigt den Integrationsprozess. Als Neuling im Unternehmen sollte das eigene Verhalten zuvorkommend, aber nicht allzu vertraulich sein.

  5. Der Einstand.

    Der Aufbau eines breitgefächerten Netzwerkes und guter Kontakte ist enorm wichtig. Nicht nur bei der Jobsuche, sondern auch im Job selbst. In vielen Firmen ist es üblich, dass „Neulinge“ einen Einstand geben. Bevor es jedoch daran geht, diesen zu halten, solltest du vorher die ungeschriebenen Regeln des Unternehmes kennenlernen. Welchen Umfang dein Einstand haben sollte, erfragst du am besten bei den Kolleg_innen. Mit einer Würstchenparade kannst du bei der komplett vegetarisch essenden Abteilung nicht gerade punkten und auch auf Alkohol solltest du bei einem Einstand besser verzichten. Ebenso ist es ratsam, im Vorfeld abzuklären, ob der Einstand während der Arbeitszeit stattfinden kann.

  6. Fazit: Geduld und Kommunikation führen zum Ziel.

    In den ersten Tagen ist es angebracht, beobachtend zu handeln und sich in Geduld zu üben. Eine abwartende Neugier ist hierbei die bessere Haltung, als zu schnell zu viel zu wollen. Hast du den Dress-Code im Vorfeld erfragt, fällt die Auswahl deiner Kleidung am ersten Arbeitstag leichter. Eine Schlüsselrolle für einen erfolgreichen ersten Tag im neuen Job spielt zudem die Kommunikation mit den neuen Kolleg_innen. Durch den Austausch mit den neuen Kolleg_innen fällt die Integration ins Team wesentlich leichter und typische Gepflogenheiten der Firma lassen sich problemlos entdecken. So steht einer erfolgreichen Zusammenarbeit nichts mehr im Wege.