Arbeitswelt 4.0: Neue berufliche Anforderungen.

Arbeitswelt 4.0: Neue berufliche Anforderungen.

Nichts bleibt wie es ist – das gilt auch für die Arbeitswelt! Digitalisierung und technologischer Fortschritt zwingen Arbeitgeber zur Dynamik, Arbeitnehmende zu neuen Karrierewegen und ganze Unternehmen zur Neustrukturierung. Diese Veränderungen werden unter dem Begriff „Arbeiten 4.0“ zusammengefasst. Hier erfährst du, welche Anforderungen in dieser neuen Arbeitswelt an dich gestellt werden.

Soft Skills.

Man hört es immer und überall – aber nicht ohne Grund. Soft Skills bilden die absolute Grundvoraussetzung für die Berufe unserer heutigen Informationsgesellschaft. Ohne Kritikfähigkeit, die Fähigkeit zur klaren Kommunikation, Ausdauer, Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit bringen dir noch so beeindruckende „Hard Skills“ – also die für den jeweiligen Beruf erforderlichen Fachkenntnisse – rein gar nichts. Soziale Fähigkeiten sind deshalb von so grundlegender Bedeutung, weil sie den Erfolg der Teamarbeit und so letzten Endes die Ziele des Unternehmens sicherstellen.

Nichts Neues? Stimmt. Trotzdem zeigen Studien, dass Soft Skills stetig noch wichtiger werden: Für 48 Prozent der Personalverantwortlichen spielen sie eine sehr wichtige Rolle bei der Auswahl neuer Mitarbeitender. Dürfte nicht überraschen: Auch das hängt mit dem digitalen Wandel zusammen. Wie das?

  • Digitale Projektteams findet man nicht nur in der IT-Branche. Dank der Globalisierung führen Unternehmen Projekte über viele tausend Kilometer Entfernung gemeinsam durch. Dafür ist eine funktionierende virtuelle Kommunikation allerdings unabdingbar – und für diese wiederum gute Kommunikationsfähigkeit.

  • Besonders in Zeiten, in denen Fachkenntnisse so schnell veralten, sind soziale Fähigkeiten ein hohes Gut, das dir einen dauerhaften Vorteil bietet. Gleichzeitig bist du gefordert, dein Leben lang dazuzulernen.

  • Im enorm großen Dienstleistungssektor werden Anbietende nicht mehr nur anhand der Qualität ihres Produkts beurteilt, sondern ganz besonders anhand der Leistung ihres Services. Und für einen guten Service wiederum braucht man Mitarbeitende mit hervorragenden Social Skills.

Du siehst: Nicht nur Führungskräfte und Personalverantwortliche benötigen gute soziale Kompetenzen; sie bilden die Grundlage für jede Arbeit. Das Thema wird in Zukunft keinesfalls an Bedeutung verlieren, doch mit dieser Entwicklung bieten sich dir auch große Chancen!

Welche Soft Skills in welchen Berufen besonders gefragt sind und wie du diese geschickt im Bewerbungsprozess unterbringen kannst, erfährst du in der folgenden Übersicht.

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IT-Kenntnisse.

Es versteht sich von selbst, aber für einen guten Job sind IT-Basics kein nettes Extra, sondern eine grundlegende Anforderung. Natürlich musst du nicht selbst programmieren können oder alles schon von Anfang an perfekt beherrschen, doch die Anwendung der gängigen Programme und der versierte Umgang mit dem Internet wird in der digitalisierten Arbeitswelt heute einfach vorausgesetzt.

Sprachen.

Ähnlich ist es mit Fremdsprachen: Zumindest Englisch solltest du in vielen Berufen gut sprechen. In vielen Jobs wird auch von dir erwartet, eine zweite Sprache fließend zu sprechen. Das hängt natürlich aber sehr von deinem Tätigkeitsbereich ab. Dieser kann übrigens auch überdurchschnittlich gute Deutschkenntnisse erfordern.

Flexibilität.

Eine weitere Anforderung, die sich aber nicht so gut im Lebenslauf ablesen lässt, ist eine hohe Flexibilität. Die Bereitschaft zu reisen, wechselnde Aufgabenbereiche zu übernehmen und gegebenenfalls für den Beruf umzuziehen, kommt dir als Bewerber_in heutzutage zumindest sehr zugute. Auch mit Blick auf das gesamte Arbeitsleben solltest du anpassungsfähig sein: Heutigen Berufseinsteigenden stehen fünf bis zehn, teilweise deutlich mehr Jobwechsel bevor.

Hochschulabschluss.

Absolvent_innen von Universitäten und Fachhochschulen sind diesen Anforderungen vielfach besser gewachsen als Nicht-Akademiker_innen. Denn Akademiker_innen sind einerseits fachlich spezialisiert, erwerben im Studium andererseits aber sehr universelle Problemlösungsfähigkeiten, die ihnen den Berufseinstieg, die Aufgaben im Beruf und auch spätere Stellenwechsel erleichtern.

Übrigens ist es gar nicht immer allzu entscheidend, was du studiert hast: Wie bereits erwähnt, wechseln die Kompetenzbereiche heutiger Arbeitnehmender oft mehrmals in einem Arbeitsleben. Mit einem Studium beweist du vielmehr, dass du gelernt hast, zu lernen und dich zu organisieren.

Schon mal von „Orchideenfächern“ gehört? Der Name für besonders kleine Studiengänge verweist dabei nicht nur auf die Schönheit und den Exotismus der Pflanzen, denen er entlehnt ist, sondern auf ihre scheinbare Nutzlosigkeit. Selbst mit einem Abschluss in einem Orchideenfach kannst du jedoch beruflichen Erfolg haben, wenn du nicht zu festgelegt bist und Personalverantwortliche mit deinen Sozialkompetenzen überzeugen kannst. Geistes- und Sozialwissenschaftler_innen zum Beispiel besetzen Positionen als

Oftmals wissen Arbeitgeber die Kundenorientierung und soziale Kompetenz von Geisteswissenschaftler_innen nämlich zu schätzen, die außerdem wichtige analytische und kombinatorische Fähigkeiten mitbringen. Somit schließt sich der Bogen und zusammenfassend bleibt nur zu sagen: Mit soliden Social Skills und einem Studium, das zeigt, dass du dich aufraffen und auch durch unliebsame Aufgaben kämpfen kannst, bist du hervorragend für den Arbeitsmarkt der Zukunft gerüstet!


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