Fernstudium: Vor- und Nachteile.

Fernstudium: Vor- und Nachteile.

Gründe, um ein Fernstudium in Erwägung zu ziehen, gibt es viele: Selbst Regie führen, weiterhin berufstätig bleiben oder die Kinder erziehen – die Hintergründe sind wahrlich individuell. Und bei überfüllten Hörsälen, mäßiger Betreuung und unfreundlichem Servicepersonal fühlt es sich in der heimischen Wohnung doch bei weitem bequemer an. Das musst du beim Studium an einer Fernuni beachten.

Des eigenen Glückes Schmied.

Einer der relevantesten Vorteile des Fernstudiums ist wohl die Freiheit über Ort und Zeit des Lernens. Man wählt sein eigenes Lerntempo und bestimmt somit den Arbeits-Rhythmus seines Studiums. Natürlich gibt es auch hier Grenzen, denn das Studium studiert sich schließlich nicht von alleine.

Durch die Unabhängigkeit ist ein Fernstudium außerdem auch eine Alternative für Berufstätige, die sich weiterbilden oder einen akademischen Abschluss nachholen wollen. Meist wird nämlich sowohl ein Erst- als auch ein Aufbaustudium angeboten. Zudem legen Fernstudien lediglich Präsenztermine für die Prüfungszeiträume fest, was auch für Eltern mit jüngeren Kindern ein Vorteil ist.

Tipp: Das sind die besten Studiengänge 2019. Viele davon kannst du auch als Fernstudium antreten.

Ein weiterer Vorteil des Fernstudiums, bzw. eines Studiums generell, sind die oftmals besseren Chancen auf einen gut bezahlten Job. Gerade in Kombination mit einer Ausbildung und Berufspraxis macht dich der Studienabschluss zu einer unverzichtbaren Fachkraft. Freie Stellenangebote, Informationen zu Berufsfeldern und Prognosen zu den Gehältern findest du hier:

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Loslösen vom Konkurrenzgedanken.

Die Qualität der Lehre an einer Fern-Universität unterscheidet sich in der Regel nicht sonderlich von der einer klassischen Uni. Regelmäßige Kontrollen (Abgabe von Hausarbeiten, Aufsätzen etc.) sowie virtuelle Betreuung über das Internet sorgen für den notwendigen Druck vorwärts zu kommen und das Studium nicht schleifen zu lassen.

Andererseits: Kein Campus, keine Studierenden. Durch die fehlende Konkurrenz klingt der Konkurrenzdruck ab. Sicher muss man noch mit den Erwartungen an sich selbst, der Familie, Partner_in usw. zu kämpfen – doch es fehlt der Ansporn, sein Studium genauso schnell zu beenden wie die Kommiliton_innen.

Allein in virtuellen Welten.

Die innovative Nutzung des Internets ist Fluch und Segen zugleich. Zum einen ist es schnell, effektiv und kostengünstig. Zum anderen ersetzt es aber schlichtweg keinen Campus. Ohne Campus gibt es keinen sozialen Anschluss an Kommiliton_innen und keinen Netzwerkaufbau. Auch auf die bisweilen wilden Partys wird man verzichten.

Ein weiterer Nachteil ist die oft extrem lange Studiendauer – häufig benötigen Studierende im Fernstudium doppelt so viel Zeit wie „Vollzeit-Studierende“. Auch die Kosten liegen im Durchschnitt höher als bei einem regulären Studium an einer Hochschule. Von Examensgebühren über Fahrtkosten kann sich hier einiges anhäufen! Die längere Studiendauer liegt allerdings auch darin begründet, dass die Studenten nebenbei noch arbeiten oder Kinder erziehen.

Um in der Regelstudienzeit zu bleiben, erfordern Fernstudien ein immens hohes Maß an Selbstdisziplin, Ausdauer und Organisation. Zudem können die fehlende Konkurrenz und die damit verbundene soziale Kontrolle durch die Kommiliton_innen zu Motivationsverlust führen.
Zudem ist es in einem Fernstudium nur schwer möglich ein Netzwerk aufzubauen, das Berufseinstieg und Karriere unterstützen kann. Es ist deutlich mehr persönliches Engagement nötig als an klassischen Universitäten, wo man sich von anderen teilweise „mitziehen“ lassen kann.

Tipps für die Auswahl einer Fern-Uni.

Die Fernuni Hagen ist wohl die bekannteste Fernuniversität, es gibt aber noch weitere. Hier eine Übersicht verschiedener deutscher Fernuniversitäten:

  • Fern-Uni Hagen
  • Studiengemeinschaft Darmstadt
  • Wilhelm Büchner Hochschule Darmstadt
  • Allfinanz Akademie
  • AKAD
  • Hamburger Akademie
  • Fernakademie Klett
  • Fernuniversität DUW in Berlin

Achte bei der Auswahl einer Fern-Uni unbedingt darauf, dass die angebotenen Inhalte akkreditiert, also die Abschlüsse auch staatlich anerkannt sind! Ansonsten könnte es die anschließende Jobsuche erschweren.

Informiere dich vorher gründlich über die anfallenden Kosten. Grundsätzlich sind Studiengänge privater Universitäten teurer als die von staatlichen. Berücksichtige in der Gesamtrechnung auch die anfallenden Fahrtkosten!

Ein Studium ist nicht nur eine wertvolle Erfahrung, sondern auch der beste Schutz gegen Arbeitslosigkeit, egal ob man sich für ein Fernstudium entscheidet oder den heimischen Campus vorzieht. Eine Entscheidung zu treffen, ist keine leichte Aufgabe. Doch eines ist sicher: Es gibt nur einen richtigen Weg … deinen eigenen!


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