So nutzt du eine eigene Homepage für Bewerbungen.

So nutzt du eine eigene Homepage für Bewerbungen.

Mit einer persönlichen Bewerbungshomepage hast du die Möglichkeit, dich mit all deinen Bewerbungsunterlagen online zu präsentieren. Im Hinblick auf Sicherheit und Datenschutz ist jedoch Vorsicht geboten. Im Folgenden erfährst du, wie du eine Homepage zur Bewerbung am besten nutzen kannst – auch wenn du keine IT-Kenntnisse hast – und was es in puncto Datenschutz zu beachten gilt.

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  1. Erklärung und Definition.

    Bevor es um die Bewerbungshomepage selbst geht, soll kurz geklärt werden, was man unter Website, Webseite und Homepage versteht.

    BEZEICHNUNG ERKLÄRUNG
    Website Auch Webpräsenz oder Webangebot genannt. Virtueller Platz, der mehrere Webseiten auf einer Domain zusammenfasst, Beispiel: absolventa.de
    Webseite   Einzelne Unterseiten (Dateien) einer Website
    Homepage Auch Startseite, Hauptseite, Indexseite genannt. Eine Webseite, die für eine ganze Internetpräsenz steht, da sie die Ausgangsseite einer Website ist.

    Was ist eine Bewerbungshomepage?

    Eine Bewerbungshomepage ist in diesem Verständnis eine Website im Internet, die auf einer eigenen Domain läuft. Das Angebot der Seite legt den Fokus vor allem auf die Startseite, also die Homepage. Dabei steht die Vorstellung für eine Bewerbung als potenziell arbeitnehmende Person im Fokus. Eine Bewerbungshomepage ist damit eine moderne und interaktive Form einer Online-Bewerbung. Durch eine eigene Homepage hast du die Möglichkeit, deine gesamten Bewerbungsunterlagen online zu stellen und für mehrere Bewerbungen zu nutzen.

    Im besten Fall lässt die Bewerbungshomepage nicht nur etwas über dich als Person erkennen. Vielmehr informiert sie über die Arbeit oder vielfältigen Leistungen und Fähigkeiten der Bewerbenden wie bei einer konventionellen Bewerbung. Designer_innen können sich zum Beispiel mit Links zu ehemaligen Projekten hervortun oder gleich ihre Arbeiten auf ihrer Website präsentieren. Eine Homepage über einen selbst ist deswegen immer auch eine kreative Bewerbung.

    Deine Bewerberhomepage kann nur aus einer Seite bestehen, auf welcher du durch Sprungmarken auf die verschiedenen Bereichen verweist und von welcher alle Dokumente heruntergeladen werden können. Die einzelnen Dokumente und Dateien können aber auch einzelne Webseiten sein, auf welche man von der Startseite aus navigieren kann.

    Achte bei der Stellenausschreibung auch darauf, welche Dokumente verlangt werden. Denn diese Dokumente sollten alle auf deiner eigenen Homepage verfügbar sein. Hinweise zu den Inhalten der Dokumente für verschiedene Berufe findest du jeweils in den Bewerbungstipps:

    Berufsfeld Gehaltsaussichten Bewerbungstipps Jobs
    IT & Development Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Ingenieurwesen & Technik Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Management & Beratung Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Vertrieb Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Wirtschaft, Kommunikation & Digitalisierung Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Finanz- & Versicherungswirtschaft Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Personalwesen Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Logistik, Verkehr & Transport Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Naturwissenschaften Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Design, Gestaltung & Medien Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Gesundheit Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Jura & Rechtwesen Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Verwaltung & Assistenz Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Bildung & Soziales Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs

    Wie sinnvoll ist eine eigene Homepage für die Bewerbung?

    Unsere Erfahrungen mit Personalverantwortlichen zeigen, dass diese immer mehr online nach weiteren Informationen über die Bewerber suchen – gerade wenn es um die engere Auswahl geht. Daher solltest du darauf achten, dass im World Wide Web ein gutes Bild von dir präsent ist. Durch eine eigene Homepage kannst du deinen Online-Auftritt gezielt steuern und diese für Bewerbungen nutzen.

    Eine eigene Website oder eine Internetreferenz bietet dir die hervorragende Möglichkeit, deine Anwendungskenntnisse im Internet mit anderen Kompetenzen wie Kreativität oder beruflichen Erfahrungen zu vereinen:

    • In IT- und Medienberufen kannst du auf deiner Bewerbungshomepage auf wertvolle Arbeitsproben verweisen.
    • Künstler_innen und Designer_innen zeigen mit ihrer eigenen Website gleich ihren Stil und ihr Können.
    • Berufseinsteigende zeigen damit ihre Internetaffinität sowie IT-Kenntnisse und können sich von anderen Bewerbenden abgrenzen.

    Generell ist die Erstellung einer Homepage für deine Bewerbung umso sinnvoller, je mehr Referenzen und Qualifikationen du präsentieren kannst. Es lohnt also nicht, eine solche Seite aus Prinzip anzulegen, wenn sie kaum nützliche Inhalte für deinen zukünftigen Arbeitgeber oder Personalverantwortliche aufweist.

    Sollten deine Computer- und Programmierkenntnisse nicht ausreichen, kann professionelle Hilfe weiterhelfen. In diesem Fall kann die Erstellung deiner Homepage jedoch sehr schnell teuer werden. Es gibt jedoch auch Anbietende, bei welchen du keine Programmierkenntnisse brauchst und bei denen du die Inhalte deiner Website wie einen Baukasten zusammensetzt.

  2. So sollte eine Bewerbungshomepage aufgebaut sein.

    Der Seitenaufbau deiner Homepage kann sich am Aufbau einer Bewerbungsmappe orientieren. Persönliche Dokumente wie Lebenslauf oder Zeugnisse sollten in jedem Fall passwortgeschützt sein. Die Passwörter sendest du bei der ersten E-Mail an die Personalverantwortlichen mit. Die Gefahr, dass sich die Personalverantwortlichen nicht selbst die Mühe machen und nachfragen, ist leider sehr groß.

    Allgemein gilt für den Aufbau: Für eine moderne und aktuelle Bewerbung sollte sich auch deine Website modern präsentieren. Die wichtigsten Elemente sind hierbei:

    • Programmierung im Responsive Design
    • Höchster Grad an Nutzerfreundlichkeit
    • Eigenständiger Kontaktbereich mit vielen Optionen
    • Klares und minimalistisches Webdesign

    Übersicht zum Aufbau einer Bewerbungshomepage

    Seitenaufbau Angelehnt an die klassische Bewerbungsmappe
    Startseite

    Ist die wichtigste Seite, die sofort dich als bewerbende Person in den Mittelpunkt stellt
    Dokumente Downloadbar im PDF-Format
    Navigation Einfache Navigation, leichte Bedienung
    Impressum Das Impressum kann eine eigene Unterseite sein oder ganz am Ende auf der Startseite aufgeführt sein und ist Pflicht! Rechtliche Pflichtangaben: Vor- und Nachname und vollständige Adresse der Betreibenden der Website. Bei einem Unternehmen die Anschrift der Niederlassung. Ein Postfach reicht nicht aus.
    Design Lieber schlicht als zu überladen, achte auf genug „weiße Fläche“
    Stil Angelehnt an einen Fachbereich oder Branche

    Im Gegensatz zu einer E-Mail-Bewerbung können Personalverantwortliche alle Dokumente, je nachdem ob es eine Datei oder mehrere sind, nach Interesse öffnen. Das separate Abspeichern oder Ausdrucken entfällt hierdurch. Umgekehrt solltest du durch den Aufbau deiner Bewerbungshomepage jedoch die Möglichkeit bieten, verschiedene Dokumente wie deinen Lebenslauf oder deine Qualifikationen als PDF-Datei herunterzuladen. Manche Führungskräfte oder Personalverantwortliche möchten vielleicht ganz bewusst einen Ausdruck für den weiteren Bewerbungsprozess erstellen.

    Denke auch daran, bei Gestaltung und Design deiner Bewerbungsseite die Branche deiner zukünftigen Arbeitgeber einfließen zu lassen. Eine Homepage im sozialen oder touristischen Bereich sollte einen anderen Stil vermitteln als deine Bewerbung für eine Management-Position.

  3. Datenschutz und Sicherheit bei der eigenen Homepage.

    Sicherheit im Internet gewinnt zunehmend an Bedeutung, viele persönliche Inhalte deiner Bewerbungswebsite sollten deshalb besonders geschützt werden – ein Passwort sollte unbedingt Bestandteil der Bewerbungshomepage sein. Da teilweise auch private Telefonnummern oder Adressen angegeben werden, überlege dir, ob du sie wirklich frei zugänglich ins Internet stellen möchtest. Wenn du also deine Telefonnummer nicht irgendwo im Netz wiederfinden willst, sollte sie auch deiner Website nicht ohne Weiteres zu entnehmen sein.

    Ein mittels Passwort abgesicherter Zugang ist technisch einfach zu realisieren. Achte beim Versand des Passwortes darauf, dass der Link als Mailinhalt wirklich beim Personalverantwortlichen ankommt. Spamfilter oder ähnliches können den bloßen Link noch von dem Postfach aussortieren. Um das Risiko zu minimieren, entscheide dich für eine seriöse E-Mail-Adresse und verzichte auf unnötig große Dateianhänge.

  4. Tipps zur Erstellung einer Bewerbungshomepage.

    1. Im Online-Zeitalter ist eine eigene Homepage relativ einfach zu realisieren – auch für Nicht-Informatiker_innen. Verschiedene Webhosting-Anbietende stellen ein Designmuster, eine Domain und Webspace für eine kleine monatliche Gebühr zur Verfügung (z. B. homepage-baukasten.de). Damit Besuchende deiner Website direkt wissen, mit wem sie es zu tun haben, ist es sinnvoll, deinen Namen in die Domain einzubauen.

    2. Entscheide dich unbedingt für die persönliche Ansprache der Websitebesuchenden, dadurch wird die Seite persönlicher und direkter. Bei Inhalten, für die du in der Bewerbungsmappe eine persönliche Ansprache wählen würdest, solltest du es auch online tun.

    3. Neben deinem Werdegang und Arbeitsproben (z. B. Fachartikel, Grafiken) kannst du beispielsweise Literaturtipps geben (z. B. eine Rubrik: „Meine zuletzt gelesenen Bücher“) oder interessante Artikel aus dem Netz verlinken.

    4. Zudem bietet es sich auch an, auf eigene Profile bei Xing, Facebook und Twitter zu verlinken oder auch auf die Homepage der Uni oder des Instituts, wenn man dort als HiWi oder Tutor tätig war.

    5. Dateien und Bilder auf deiner eigenen Homepage sind sinnvoll zu benennen. Um diese PDF-Dokumente eindeutig zuordnen zu können, sollte in der Bezeichnung dein Name nicht fehlen. Auch für die Unterseiten und Menüpunkte sind eindeutige Bezeichnungen zu wählen, bei denen alle Betrachtenden auf den ersten Blick wissen, worum es geht.

    6. Suche dir für das Hosting deiner Bewerbungshomepage sichere und etablierte Anbietende. Bereits durch die Auswahl der Domain für deine Bewerbungsseite kannst du einen seriösen Eindruck hinterlassen, die Homepage sollte außerdem alle Inhalte SSL-verschlüsselt übertragen. Da du die Website vielleicht nur einige Monate während deiner Bewerbungsphase benötigst, solltest du beim Vertragsabschluss auf faire Kündigungsfristen achten.

    7. Sorge zu jeder Zeit dafür, dass alle Inhalte deiner Bewerbungshomepage verfügbar und seriös sind. Dies gilt nicht zuletzt für die Verlinkung auf externe Inhalte, beispielsweise auf Projekte bei deinen früheren Arbeitgebern. Bereits eine nicht mehr funktionierende Verlinkung kann dafür sorgen, dass Betrachtende deiner Bewerbungswebsite einen negativen Eindruck von dir gewinnen.

    8. Den Erfolg deiner Bewerbungshomepage kannst du über Analysetools verfolgen. Das bekannteste und kostenlose ist dabei Google Analytics. Anhand dieser Statistiken kannst du zum Beispiel erkennen, wie viele Besucher_innen auf deine Website gekommen und wie lange sie dort geblieben sind.

  5. Fazit zur eigenen Homepage für Bewerbungen.

    Die Bewerbungshomepage ist eine attraktive Alternative zur klassischen schriftlichen Bewerbung und sinnvoll für eine gute Online-Reputation. Wenn du dir eine solche Homepage baust oder bauen lässt, sind ein klares Design und eine einfache Bedienung die wichtigsten Kriterien. Das Layout ist genauso wichtig wie der Inhalt und sollte auf Qualifikation und Branche eingehen. Nimm dir bei der Erstellung deshalb Zeit, Schriftarten, Gestaltungselemente und mehr in aller Ruhe auszuwählen und in ein zeitgemäßes Webdesign umzusetzen.

    Obwohl immer mehr Absolvent_innen sehr internetaffin sind, haben bisher nur die wenigsten eine eigene Homepage – daher kann diese einen entscheidenden Vorteil bringen. Es ist wichtig, dass eine Homepage eine Struktur hat und insgesamt einen positiven Eindruck macht. Eine langweilige, ungepflegte oder veraltete Homepage wirkt negativ. Damit lässt sich im Wettstreit um den Job nicht punkten. Daher gilt für Bewerbungen: Besser keine Homepage als eine schlechte.