Tipps zur Körpersprache im Mitarbeitergespräch.

Tipps zur Körpersprache im Mitarbeitergespräch.
Eine verräterische Hand- oder Kopfbewegung und schon ist das gerade gesprochene Wort unglaubwürdig. Ist das zunächst wohlklingende Jobangebot möglicherweise eine Falle und tatsächlich eher eine unterbezahlte und unangenehme Beschäftigung? Fakt: Ein Großteil der Kommunikation verläuft nonverbal. Absolventa fasst die wichtigsten Hinweise von Samy Molcho zusammen.
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  1. Samy Molcho: Körpersprache.

    Der in Tel Aviv geborene Bestseller-Autor Samy Molcho gilt als Körpersprache-Guru. Er ist ausgebildeter Ausdruckstänzer und wurde durch sein Pantomime-Programm international bekannt. Seine Bücher über Körpersprache wurden in zwölf Sprachen übersetzt. Dazu arbeitete er viele Jahre als Professor an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien.

  2. Mimik und Gestik im Gespräch.

    Mimik und Gestik verraten viel über unsere tatsächliche Stimmung. „Der Körper ist der Handschuh der Seele, seine Sprache das Wort des Herzens“, sagt Samy Molcho. Der ehemalige Pantomime betont immer wieder, dass Körpersignale ein Gespräch stark beeinflussen können.

    In einigen Videos zeigt er anhand von fiktiven Gesprächen zwischen Mitarbeitern und ihren Vorgesetzten, wie passende bzw. unpassende Gesten die Unterhaltung in eine bestimmte Richtung lenken. Dazu unterbricht er die Interaktion der beiden Protagonisten immer wieder und zeigt dem Zuschauer, welche Gesten die beiden Akteure gemacht und welche Auswirkungen diese gehabt haben.

  3. Körpersprache gezielt einsetzen.

    Wer in der Lage ist, seine Körpersprache gezielt einzusetzen und seine Gestik und Mimik beherrscht, kann ein Gespräch in eine für ihn vorteilhafte Richtung lenken. Beispiel: Ein Vorgesetzter möchte seine Mitarbeiterin davon überzeugen, ein Projekt zu übernehmen, für das sie viel Zeit opfern müsste und nicht zusätzlich entlohnt würde. Allerdings ist die Aufgabe eine berufliche Chance für die Angestellte.

    Durch aggressive, konfrontative Gestik drängt er sie zunächst in die Defensive, wodurch sie eher abgeneigt ist, das Angebot anzunehmen. „Wenn man jemanden eine Chance gibt, dann hält man die Hände nicht geschlossen“, kommentiert Samy Molcho. Der Arbeitgeber reagiert und vollzieht eine öffnende Geste und stellt der Mitarbeiterin das Projekt als große Herausforderung und berufliche Chance dar – eine Taktik, die erfolgreicher ist. So kann die Unterhaltung durch den Einsatz von bestimmten Gestiken und Mimiken positiver verlaufen.

  4. Körpersprache richtig deuten.

    Die Körpersprache des Gesprächspartners richtig zu deuten, ist genauso wichtig, wie die eigene Körpersprache gezielt einzusetzen. Viele Gestiken und Mimiken interpretieren die meistens Menschen intuitiv richtig. Es ist jedoch sehr hilfreich, wenn man in der Lage ist, auch versteckte Signale korrekt zu deuten, die das Gegenüber gezielt oder unterbewusst aussendet. Das kann einen entscheidenden Vorteil einbringen, beispielsweise in einem Vorstellungsgespräch.

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