Bewerbungsflyer: Geheimtipp für Karrieremessen.

Bewerbungsflyer: Geheimtipp für Karrieremessen.
Personaler werden täglich mit unzähligen ausführlichen Bewerbungen überschüttet – dabei aufzufallen, ist gar nicht so leicht. Ein guter Bewerbungsflyer als Vorbote einer klassischen Bewerbung kann, zum Beispiel bei einer Jobmesse oder ähnlichen Karriereveranstaltungen, den Unterschied machen. Dazu musst du aber einige Dinge beachten: Hier bekommst du die Tipps dazu.
Du suchst einen Job? So erhältst du kostenlos Job-Angebote.
  1. Was ist ein Bewerbungsflyer?

    Der Bewerbungsflyer gehört zu den Sonderformen der Bewerbung und ist eine kreative Möglichkeit, bei Personalern einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Ziel des Bewerbungsflyers ist es, dein Profil kurz und prägnant darzustellen und in einem ansprechenden Design aufzubereiten. Das Ganze sollte – inklusive Bewerbungsfoto – auf ein DIN A4 Blatt passen, das im Querformat beidseitig bedruckt und gefaltet wird.

  2. Einsatzmöglichkeiten für Bewerbungsflyer.

    Ein Bewerbungsflyer eignet sich besonders für Jobmessen. Hier hast du die Gelegenheit, mit Vertretern von spannenden Unternehmen direkt in Kontakt zu treten, aber in der Realität ist das nicht so einfach – du bist einer unter vielen mit diesem Ziel. Auf der einen Seite ist es also schwierig, durch persönliche Gespräche einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, auf der anderen Seite bringt es aber auch nicht viel, seine Bewerbungsmappe großflächig zu verteilen: Den Personalern fehlt die Zeit für eine Sichtung, außerdem sind umfangreiche Unterlagen einfach unhandlich. Ein Bewerbungsflyer eignet sich in dieser Situation gut dafür, in kompakter Form einen ersten Eindruck zu vermitteln und positiv aufzufallen – sofern er professionell gestaltet und gedruckt ist. Der Bewerbungsflyer ist damit keine Alternative für vollständige Bewerbungsunterlagen, sondern eher eine erweiterte Visitenkarte, durch die Personaler Kontakt aufnehmen können, wenn sie mehr erfahren wollen.

    Passende Branchen.

    Natürlich gibt es Branchen, in denen du mit einem Bewerbungsflyer besonders punktest. Dazu gehören Bereiche mit kreativem Touch wie:

    Bleibt die Frage, wie es in eher konservativen Branchen wie Finance, Vertrieb oder Consultung aussieht. Eine pauschale Antwort gibt es hier nicht – zwar kann ein Bewerbungsflyer bei einer Bank für Erstaunen sorgen, doch das heißt nicht, dass man direkt negativ auffällt. Hier sollte man aber bei der Gestaltung anders vorgehen als bei einer Werbeagentur oder bei einem Tech Start-up: Weniger Kreativität, mehr Seriosität ist die Devise. Auch hilft es, sich im Vorfeld den Auftritt des Unternehmens anzusehen: Wie offen und modern wirkt die Karriereseite? So kannst du besser einschätzen, ob die Art der Selbstpräsentation ankommen wird.

  3. Auf einen Blick: Vor- und Nachteile eines Bewerbungsflyers.

    Was so einfach klingt, birgt aber auch Stolperfallen. Hier siehst du die Vor- und Nachteile eines Bewerbungsflyers auf einen Blick:

    Vorteile Nachteile
    Du erzeugst Aufmerksamkeit und hebst dich von der Masse ab Ist der Bewerbungsflyer nicht professionell genug designt, fällst du negativ auf
    Der Flyer bietet schnell erfassbare Informationen Es besteht die Gefahr, dass gerade die entscheidenden Informationen fehlen
    Ein Bewerbungsflyer ist vergleichsweise günstig und handlich Der Flyer wirkt schnell wie Werbung und landet dann im Papierkorb

    Wie dein Bewerbungsflyer letztendlich wirkt, kannst du selber beeinflussen, wenn du ein paar einfache Regeln beachtest.

  4. Design des Bewerbungsflyers.

    Wie du den Bewerbungsflyer konkret gestaltest, kannst du erstmal selber entscheiden, wobei es natürlich schon darauf ankommt, auf welche Art von Job du dich bewirbst – bei kreativen Jobs kannst du mehr experimentieren als bei seriösen. Wichtig ist, dass du den „form-follows-function“-Grundsatz beherzigst, das heißt, dass die Inhalte entscheidend sind und die Gestaltung diese unterstützt.

    Dein Bewerbungsflyer hat eine Vorder- und Rückseite, die du nutzen kannst. Das sollte grundsätzlich drauf:

    • Dein Name und deine Kontaktdaten
    • Dein Bewerbungsfoto
    • Deine Hochschulausbildung
    • Deine wichtigen beruflichen Stationen
    • Deine Hard- und Soft Skills
    • Deine Weiterbildungen und persönlichen Erfolge
    • Deine Unterschrift

    Von selber versteht sich, dass der Bewerbungsflyer

    • ein übersichtliches Layout hat,
    • sprachlich korrekt ist und
    • die richtige Form hat – DIN A4 und im Leprello Format gefaltet.

    Wenn du unsicher bist in Sachen Design, kannst du dir online verschiedene Bewerbungsflyer Vorlagen ansehen und dich inspirieren lassen. Oder du holst dir direkt professionelle Unterstützung durch einen Grafiker.

    No-gos.

    • Lücken, die nicht erklärt werden
    • Tippfehler
    • Verspielte Schriftarten oder -wechsel
    • Bewerbungsflyer anstelle einer vollständigen Bewerbung verschicken
    • Kontaktdaten vergessen
  5. Fazit.

    Noch ist der Bewerbungsflyer ein Geheimtipp, mit dem du dich positiv von der Masse abhebst, sofern die Inhalte und das Design überzeugen und vor allem auch die Druckqualität stimmt. Am besten verweist du auf dem Flyer schon darauf, dass du bei Interesse die vollständigen Unterlagen – die du natürlich schon vorbereitet hast – gerne nachreichst und nutzt deinen kompakten Bewerbungsaufschlag so als eine Art Teaser, der neugierig macht.

    Schon gewusst? So erhältst du Job-Anfragen von Top-Arbeitgebern.