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Personalentwicklung

Coaching und Mentoring im Vergleich

Coaching und Mentoring im Vergleich

Unternehmen schulen ihre Mitarbeiter auf verschiedene Weisen: Weiterbildung mittels Fachkursen, Vortragsreihen zu allgemeinen Themen der Branche oder Seminare zu den sogenannten Soft Skills sind nur einige Beispiele. Seit einiger Zeit rücken zwei neue Methoden stärker in den Blickpunkt: Coaching und Mentoring. ABSOLVENTA vergleicht.  

Beide Wege sind erfolgreich und geben den Unternehmen die Möglichkeit, ihre neuen Mitarbeiter intensiv und praxisnah zu schulen. Sie stellen aber unterschiedliche Anforderungen an Coach / Mentor beziehungsweise Coachee / Mentee, weshalb die Abteilung Personalentwicklung sehr genau darauf achten sollte, welches der beiden Mittel sie einsetzt. Für den weiteren Berufsweg und den anvisierten Lernerfolg kann es durchaus von Belang sein, ob der Mitarbeiter ein Coaching oder ein Mentoring durchläuft.

Coaching und Mentoring voneinander abzugrenzen fällt auch deshalb schwer, weil die Begriffe in der Literatur unterschiedlich verwendet werden. Mal sind sie strikt getrennt, ein anderes Mal sind sie die zwei Seiten einer Medaille und wieder andere Autoren verwenden die Begriffe synonym und machen überhaupt keine Unterschiede. Beide sind Instrumente der Personalentwicklung und vermitteln wichtige Kenntnisse und Fähigkeiten für die Karriere. Sie haben daher Gemeinsamkeiten und sind einander ähnlich. Aber es existieren auch wichtige Unterschiede zwischen Coaching und Mentoring, die es zu beachten gilt.

Coaching und Mentoring – Gemeinsamkeiten

Coach und Mentor haben dasselbe Ziel: Es geht darum, den Coachee oder eben Mentee auf seine kommenden beruflichen Aufgaben optimal vorzubereiten. Um dies zu erreichen, gelten folgende Richtlinien:

Coaching und Mentoring richten sich vor allem an Berufseinsteiger

Coach und Mentor sind in beiden Fällen der direkte Ansprechpartner für die Nachwuchskraft. Sie geben ihr Wissen und ihre Fähigkeiten in einem persönlichen Kontakt weiter. Ein Autor eines Fachbuches gibt sein zwar Wissen auch weiter, doch er macht dies nicht persönlich.

Beim Coaching und Mentoring können konkrete Fragen gestellt werden. Coach und Mentor können so ihre Vorgehensweise unmittelbar anpassen. Coachee und Mentee profitieren davon, da sie bestimmte Sachverhalte oder Unverständliches hinterfragen können. Die Nachwuchskräfte sollen am Ende des Programms Coaching / Mentoring alle Fähigkeiten vom Coach / Mentor gelernt haben, die sie auf ihrer Position benötigen. Prinzipiell greift folgende Redewendung: „Gib einen Hungernden keinen Fisch. Bring ihm das Angeln bei.

Coaching und Mentoring – Unterschiede

Coaching

Mentoring

Die Personalentwicklung kann beim Coaching zwischen einem internen und externen Coach wählen. Beim Mentoring ist in der Regel ein Mitarbeiter des Unternehmens für den Mentee verantwortlich.
Beim Coaching zählt vor allem die Flexibilität. Daher kennt der Coach mehrere Arbeitsmethoden und kann die passende auswählen. Beim Coaching lernt der Coachee häufig nicht nur eine einzige Lösungsvariante, sondern bekommt ein breites Spektrum an Alternativen vermittelt. Ein Mentor verfügt über ausreichend praktische Erfahrung. Er gibt seine Methode, die sich für ihn bewährt hat, im Mentoring weiter.
Die Beziehung während des Coaching lässt sich als flache Hierarchie beschreiben. Er ist nicht unbedingt direkter Vorgesetzter. Der Coach gibt Hinweise und Tipps für bestimmte Aufgaben und Anforderungen im beruflichen Alltag. Der Mentor ist ein Vorgesetzter, eine klare Autoritätsperson. Beim Mentoring herrscht in der Regel eine eindeutige Hierarchie.
Ein Coach durchläuft meist eine Ausbildung für seine Tätigkeit. Ausbildungsorganisationen vergeben Coaching-Zertifikate.

 

Ein Mentor hat nicht zwingend eine intensive Schulung für sein Mentoring erhalten. Seine Qualifikation ist vor allem seine berufliche Erfahrung.

Die Übersicht zeigt, dass es bei der Frage Coaching oder Mentoring darauf ankommt, was der berufliche Nachwuchs am Ende der Personalentwicklungsmaßnahme gelernt haben soll. Ist es Ziel des Programms, eine spezifische Methode weiterzugeben, um den reibungslosen Ablauf der Arbeitsprozesse zu garantieren, eignet sich Mentoring. Geht es eher darum, eine Methodenvielfalt zu vermitteln und die Fähigkeit der Problemlösung zu schulen, ist Coaching die richtige Wahl. Soll eine Nachwuchskraft mit Führungsqualitäten ausgebildet werden, die eigenständige Entscheidungen treffen soll, bietet sich ein Coach an. Ist dies zweitrangig, ist vermutlich ein Mentor besser.

Spezialisierung beim Coaching erschwert die Unterscheidung

Allerdings haben sich einige Coaches spezialisiert. Sie kommen in Unternehmen und halten Work-Shops ab, die sich auf ihr Spezialgebiet beschränken. Das können EDV-Seminare sein, z.B. Excel oder Photoshop, Veranstaltungen zu Buchhaltung, aber auch Seminare zu Aspekten der Mitarbeiterführung, Motivation oder Sozialen Kompetenz im Allgemeinen. Dies macht es noch schwieriger, die Begriffe voneinander klar abzugrenzen. Zudem stellen einige Unternehmen ihren Trainees entweder einen Coach oder einen Mentor zur Seite. Da hilft es leider nur, sich die Beschreibung in den jeweiligen Trainee-Programmen genau anzuschauen. So lässt sich herauslesen, was eigentlich gemeint ist und gezielt darauf vorbereiten.

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