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Kap der guten Hoffnung

Arbeiten im Ausland: Südafrika

Arbeiten im Ausland: Südafrika

Afrika gilt nicht nur als Wiege der Menschheit, sondern ist auch für seine Savanne, die wilden Tiere und die weißen Traumstrände berühmt. Der faszinierenden Flora und Fauna und den aufregenden Städten Südafrikas stehen Bürgerkriege, Hungersnot und schwere Krankheiten in vielen Regionen gegenüber. Wer für einen längeren Zeitraum im schönen Südafrika arbeiten und leben möchte, muss seinen Aufenthalt gut organisieren und sich von europäischen Standards lösen. Die Jobbörse ABSOLVENTA zeigt, welche Einreisebestimmungen für Südafrika bestehen, in welchen Branchen Arbeitskräfte gesucht werden und was man bei der Bewerbung beachten muss.

In Afrika leben rund 885 Millionen Menschen in 53 Staaten – die meisten davon in Ägypten, Nigeria und Äthiopien. Auf dem drittgrößten Kontinent der Welt sind über 3.000 verschiedene Bevölkerungsethnien und mehr als 2.000 Sprachen beheimatet. Südafrika gehört zu den am weitesten entwickelten Staaten auf dem „schwarzen Kontinent“. Doch auch nach Abschaffung der Apartheid in Südafrika Anfang der 1990er Jahre gibt es viele Probleme, was unter anderem an der großen Kluft zwischen Arm und Reich liegt.

Den wenigen gepflegten Wohngebieten und dem Wohlstand der Mittel- und Oberschicht stehen Baracken und Armut in den zahlreichen Elendsvierteln gegenüber, den sogenannten „Townships“. Während die Versorgung zumindest in den größeren Städten weitgehend gewährleistet ist, leidet vor allem die Bevölkerung in ländlichen Regionen unter Armut, Krankheiten und Gewaltausschreitungen. Dazu kommt, dass viele Südafrikaner arbeitslos sind oder nur schlecht bezahlt werden. Auch die Kriminalität, Brutalität und Korruption sind in Südafrika im Vergleich zu Mitteleuropa hoch. Doch obwohl das Land eine hohe Arbeitslosenquote verzeichnet, werden gut ausgebildete (internationale) Fachkräfte dringend gebraucht – auch abseits der Entwicklungshilfe.


Vorbereitungen vor der Einreise

Deutsche Staatsbürger, die in Südafrika leben und arbeiten wollen, müssen sich in vielen Lebenslagen grundlegend umstellen. Viele Gebiete sind weit von europäischen Standards entfernt. Daher empfiehlt sich für potentielle Auswanderer definitiv ein Gang zur Industrie- und Handelskammer und der südafrikanischen Botschaft in Berlin. - Und das am besten lange vor dem Abreisetag. Afrika-Fans können sich dort über Lebens- und Arbeitsbedingungen in der jeweiligen Wunschregion informieren und auch wichtige Fragen klären wie bspw. zu Impfungen, Vorsorge, Bürokratie etc.
 

Visum für den Aufenthalt in Südafrika

Touristenvisum
Jeder Deutsche mit einem gültigen Reisepass kann für drei Monate als Tourist in Südafrika einreisen, ohne zuvor ein Visum zu beantragen. Bei der Einreise müssen sie den sudafrikanischen Beamten sowohl das Ticket für den Rückflug vorlegen als auch den Zweck ihres Aufenthalts angeben bzw. nachweisen (Urlaub bspw. durch Hotelrechnung). Mit dem Touristenvisum sind allerdings nur die Weichen für einen Urlaubsaufenthalt in Südafrika gestellt, arbeiten dürfen deutsche Staatsbürger in dieser Zeit nicht.

Wer nach rund 90 Tagen noch kein Heimweh verspürt und auch das finanzielle Polster nicht erschöpft ist, kann eine Verlängerung seines Aufenthalts beim „Department of Home Affairs“ beantragen. Solange man das Formular spätestens einen Monat vor dem Ablauf des aktuellen Touristenvisums einreicht, stehen die Chancen für eine Verlängerung gut, denn in der Regel wird ein Antrag bis zu zwei Mal bewilligt. Aber Achtung: Die südafrikanischen Behörden lassen nicht mit sich scherzen. Wer die Aufenthaltsdauer unangekündigt überschreitet, muss nicht nur mit einer satten Geldstrafe, sondern auch mit Abschiebehaft rechnen.

„Permanent Residence Permit“
Um länger als neun Monate in Südafrika zu bleiben und dort auch arbeiten zu können, ist eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis nötig („Permanent Residence Permit“), die die Einwanderungsbehörde vor Ort ausstellt. Bei der Entscheidung um ein gültiges Visum spielen nicht nur die Sprachkenntnisse, sondern auch der Nutzen für Land und Leute eine große Rolle. Hier haben insbesondere Tätigkeiten in der Entwicklungshilfe, der Wirtschaft oder im medizinischen Bereich gute Aussichten auf Erfolg.

Südafrikanische Arbeitserlaubnis
Möchte man in Südafrika arbeiten, benötigt man zusätzlich eine spezielle Arbeitsgenehmigung („work permit“). Für die Beantragung muss ein Bewerber entweder einen festen oder zumindest einen vorläufigen Arbeitsvertrag von einem afrikanischen Arbeitgeber nachweisen.

Angesichts der hohen Arbeitslosenzahlen ist es zwar das oberste Ziel der südafrikanischen Regierung, zuerst die einheimische Bevölkerung in Lohn und Brot zu bringen. Doch steht mit einer gültigen Arbeitserlaubnis der Jobsuche in Südafrika generell nichts mehr entgegen. Tipp: Potentielle Auswanderer sollten sich besser schon von Deutschland aus nach passenden Jobangeboten umschauen. Die Arbeitsaufnahme am „Cap der guten Hoffnung“ verläuft für ausländische Arbeitskräfte am einfachsten, wenn sie ein deutsches Unternehmen oder eine europäische Organisation nach Südafrika schickt. Auch die Bezahlung ist in der Regel gut, weil es oftmals Auslandszulagen gibt.


Bewerbung in Südafrika

Vieles verläuft in Afrika anders als in Deutschland, doch zumindest in puncto Bewerbungsmappe stellen afrikanische und deutsche Arbeitgeber ähnliche Anforderungen an die Bewerber.

„Cover letter“ und „curriculum vitae“
Das Anschreiben („cover letter“) sollte explizit auf das jeweilige Unternehmen ausgerichtet sein und den Adressat davon überzeugen, dass der Bewerber genau der Richtige für die Stelle ist. Von allzu ausschweifender Eigenwerbung ist allerdings in Afrika abzuraten, daher sollte sich der „cover letter“ maximal auf eine Seite beschränken. Tipp: Anstatt die eigenen Fähigkeiten lediglich als bloße Aufzählung hintereinander aufzuführen, sollten die persönlichen Qualifikationen an konkrete Tätigkeiten geknüpft werden bspw. an Nebenjobs, Ehrenamt, etc.

Während größere Lücken im Lebenslauf („curriculum vitae“) auch bei einem afrikanischen Chef negativ auffallen, sollte der Werdegang klar strukturiert sein und dem antichronologischen Prinzip folgen – sprich mit der letzten Beschäftigung beginnen. Im Gegensatz zu den USA oder Australien legt man in Afrika noch auf das Bewerbungsbild Wert. Eine sympathische und gleichzeitig souveräne Ausstrahlung sind ein klarer Pluspunkt im Auswahlverfahren.

Arbeitszeugnisse und persönliche Empfehlungen

Eine große Hürde für Auswanderer stellt insbesondere die Anerkennung der europäischen Berufsabschlüsse in Südafrika dar – nicht selten erkennen einheimische Arbeitgeber ausländische Abschlüsse nicht an. Dennoch sollten die Zeugnisse samt englischer Übersetzung in den Bewerbungsunterlagen nicht fehlen. Einen besseren Eindruck als eine umfangreiche Bewerbungsmappe vermitteln allerdings überzeugende persönliche Referenzen.

Solche Empfehlungsschreiben können im Auswahlverfahren den Ausschlag dafür geben, ob der Arbeitgeber einen Kandidaten zum persönlichen Gespräch einlädt oder eben nicht. Wer die Wahl hat, hat die Qual: Bewerber sollten ihre Lobredner genau aussuchen und ehemalige Professoren oder ehemalige Arbeitgeber darum bitten, auf Nachfrage von Unternehmen ein gutes Wort für sie einzulegen – und das in englischer Sprache.

Arbeitsmarkt in Südafrika

Sehr gute Sprachkenntnisse in Englisch, Französisch, Afrikaans oder weiteren Sprachen sind in Südafrika das A und O, um auf dem Arbeitsmarkt bestehen zu können. Allein in Südafrika gibt es elf offiziell anerkannte Amtssprachen, darunter befindet sich glücklicherweise auch die deutsche Sprache. Im Alltag und vor allem im Handel vernehmen deutsche Auswanderer daher häufig die vertrauten Klänge ihre Muttersprache oder begegnen Menschen, die zumindest Deutsch verstehen. Das eröffnet deutschen Bewerbern spezielle Jobaussichten, denn u.a. im Tourismus, im Kundenservice und Marketing oder auch im Vertrieb sind deutsche Sprachkenntnisse ein klarer Vorteil.

Bei aller Euphorie darf man jedoch nicht übersehen, dass sich die offizielle Arbeitslosenquote in Südafrika bei rund 25 Prozent bewegt – die tatsächliche Erwerbslosigkeit liegt Schätzungen zu Folge  jedoch weit über den öffentlichen Angaben. Die hohe Erwerbslosenzahl erschwert ausländischen Bewerber zwar die Jobsuche, ist allerdings längst noch kein Grund, um zu verzagen: Auch der südafrikanische Arbeitsmarkt versperrt sich nicht vor gut ausgebildeten Fachkräften, die mit ihrem Wissen und Fähigkeiten das Land voranbringen wollen.

Insbesondere Ingenieure, Informatiker, Mediziner und Pflegepersonal, Lehrer sowie Naturwissenschaftler und Handwerker werden in Südafrika in und vielen anderen Länders des Kontinets dringend gebraucht. Offene Stellen werden hier gern mit deutschen Fachkräften besetzt, da diese auch in Afrika einen guten Ruf besitzen: Deutsche gelten als fleißige, zuverlässige und hervorragend ausgebildete Arbeitskräfte. Eine gute Ausgangslage für eine neue Karriere in Südafrika.

Besonderheiten im afrikanischen Arbeitsalltag

Trotz der für uns mitunter dramatisch anmutenten Lebensbedingungen sind Afrikaner vom Naturell fröhlich und offen, so bedarf es als "typischer" Europäer im normalen Arbeitsalltag oftmals einiger Umgewöhnung.

Deutsche Staatsbürger an Pünktlichkeit zu überbieten, ist bekanntlich schwer. Doch während die Afrikaner bei Geschäftsterminen meist lieber etwas zu früh als zu spät eintreffen, ticken die Uhren in der Freizeit anders und zwar langsamer. Als frisch gebackener Visum-Besitzer sollte man es daher in Afrika nicht allzu persönlich nehmen, wenn sich die Kollegen beim Feierabendbier um ein oder zwei Stunden verspäten.

Wer im Vorstellungsgespräch zur Begrüßung zum traditionellen Händeschütteln ausholt, sollte sich für einen äußerst kräftigen Handschlag wappnen. Afrikaner sind weltweit für ihre Sportlichkeit berühmt und entladen ihre Energien mitunter in einem kräftigen Händedruck. Daher wird ein freundliches Nicken in Afrika nicht als Unhöflichkeit verstanden.

Unter Kollegen ist es durchaus üblich, sich zum „Braaien“ einzuladen und meint damit gemeinsame Grillabende am Wochenende. Neben dem leiblichen Wohl steht vor allem Entspannung im Mittelpunkt dieser Freizeitaktivität, bei dem die Afrikaner den seriösen Business-Dresscode gegen ein legereres Arbeits-Outfit eintauschen (kurze Hosen, T-Shirt, etc.). Allerdings zelebrieren hauptsächlich Männer das Braaien – Frauen treffen sich getrennt von ihren Männern zum Kaffeeklatsch.  

Skurriles Wissen für angehende Afrikaner

  • „Houston wir haben ein Problem.“ Der Landeplatz auf dem Flughafen Banjul in Gambia diente der NASA lange Zeit als Notfall-Landebahn. Hier sollten all jene Space Shuttles eine sichere Anlaufstelle finden, die sich nicht in der Nähe von Cape Canaveral befanden.
  • Schmetterlinge sind reizende Flügelwesen – aber nicht in Afrika. Dort fühlt sich ein Tagesfalter heimisch, der soviel Gift in seinem Körper besitzt, dass davon mehrere Katzen ihr Leben lassen müssten.
  • Dank den Südafrikanern schlägt unser Herz länger. Der Südafrikaner Dr. Chris Barnard führte 1967 als erster Chirurg eine Herztransplantation durch.
  • In Teilen Afrikas gelten Termiten als Delikatesse – sie werden wie Popcorn geröstet und anschließend verspeist.
  • Der afrikanische Lungenfisch überlebt auch ohne Wasser mehrere Jahre lang.
  • In Somalia sollte man besser keinen Schabernack mit Kaugummi treiben. Hier ist es nämlich streng verboten, sich Kaugummi auf die Nase zu kleben.


Viel Spaß beim Arbeiten in Südafrika wünscht die Jobbörse ABSOLVENTA!


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