Arbeiten in Südafrika: Deine Perspektiven.

Arbeiten in Südafrika: Deine Perspektiven.
Afrika ist für seine Savanne, wilde Tiere und weiße Traumstrände berühmt. Der faszinierenden Natur und den aufregenden Städten Südafrikas stehen soziale und wirtschaftliche Probleme gegenüber. Wer für einen längeren Zeitraum in Südafrika arbeiten und leben möchte, muss seinen Aufenthalt gut vorbereiten. Hier kannst du dich über Arbeiten in Südafrika informieren – von der Arbeitserlaubnis bis zu konkreten Jobchancen.
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  1. Chancen auf dem südafrikanischen Arbeitsmarkt.

    Sehr gute Sprachkenntnisse in Englisch, Afrikaans oder weiteren Sprachen sind in Südafrika sehr wichtig, um auf dem Arbeitsmarkt bestehen zu können. Und auch mit Deutsch kommst du weit, da viele Deutsche in Südafrika leben und viele Menschen die Sprache sprechen und verstehen. Das eröffnet deutschen Bewerbern spezielle Jobaussichten – vor allem in diesen Branchen sind deutsche Sprachkenntnisse ein klarer Vorteil:

    Bei aller Euphorie darf man jedoch nicht übersehen, dass sich die offizielle Arbeitslosenquote in Südafrika bei rund 25 Prozent bewegt – die tatsächliche Erwerbslosigkeit liegt nach Schätzungen jedoch weit über den öffentlichen Angaben. Die hohe Erwerbslosenzahl erschwert ausländischen Bewerber zwar die Jobsuche, ist allerdings längst noch kein Grund, um zu verzagen: Auch der südafrikanische Arbeitsmarkt versperrt sich nicht vor gut ausgebildeten Fachkräften, die mit ihrem Wissen und Fähigkeiten das Land voranbringen wollen.

    Insbesondere

    werden in Südafrika dringend gebraucht. Offene Stellen werden hier gern mit deutschen Fachkräften besetzt, da diese auch in Afrika einen guten Ruf besitzen: Deutsche gelten als fleißige, zuverlässige und hervorragend ausgebildete Arbeitskräfte. Eine gute Ausgangslage für eine neue Karriere in Südafrika.

  2. Unternehmen mit Sitz in Südafrika.

    UNTERNEHMEN STANDORTE IN SÜDAFRIKA
    PwC u.a. Port Elizabeth, Johannesburg, Kapstadt, Stellenbosch, Middleburg, East London, Durban
    EY u.a. Port Elizabeth, Johannesburg, Kapstadt, Stellenbosch, Kimberly, East London, Durban
    Kühne+Nagel Durban, Kapstadt, Port Elizabeth, East London, Johannesburg
    Volkswagen Uitenhage/Port Elizabeth
    Audi Sandton/Johannesburg
    Voith Witfield, Kloof/Johannesburg
    Bayer Isando/Johannesburg
    KfW Pretoria, Johannesburg
    Fujitsu Midrand/Johannesburg
    Daimler Pretoria
  3. Arbeiten in Südafrika: Möglichkeiten.

    Um in Südafrika zu arbeiten, hast du folgende Möglichkeiten:

    Ein Praktikum in Südafrika machen.

    Möchtest du während des Studiums praktische Erfahrung sammeln und gleichzeitig internationale Luft schnuppern, bietet sich ein Auslandspraktikum in Südafrika an: Hier hast du nicht nur eine wundervolle Landschaft und eine spannende Kultur, sondern brauchst keine Angst vor größeren Sprachproblemen haben, denn Englisch ist wie bereits erwähnt eine der elf offiziellen Amtssprachen. Stellen in Südafrika findest du entweder über gängige Praktikumsportale oder über Organisationen, die dich nicht nur vermitteln, sondern auch bei Themen wie Wohnungssuche oder Beantragung eines Visums unterstützen. Das kostet natürlich extra, aber dafür hast du auch bei Problemen stets einen kompetenten Ansprechpartner.

    Mit Work and Travel jobben und reisen.

    Eine Möglichkeit, um durch Südafrika zu reisen und gleichzeitig die Reisekasse aufzubessern, ist Work and Travel. Auch hier ist in der Regel eine Organisation zwischengeschaltet, der du eine Gebühr für eine umfangreiche Unterstützung zahlst. Eine beliebte Anlaufstelle für Reiselustige, die sich was dazuverdienen wollen, sind die Weinbaugebiete um Stellenbosch sowie die boomende Tourismusbranche Südafrikas.

    Freiwilligenarbeit leisten.

    Als Volunteer in Südafrika wirst du nicht bezahlt, bekommst aber in der Regel Unterkunft und Verpflegung gestellt. Da die südafrikanische Gesellschaft auch nach dem Ende der Apartheid noch mit Folgen wie Gewalt und sozialer Ungerechtigkeit zu kämpfen hat, werden motivierte freiwillige Helfer laufend gebraucht. Einsatzmöglichkeiten sind zahlreich vorhanden – du kannst zum Beispiel im Bildungsbereich, in der Kinderbetreuung oder in der Krankenpflege tätig werden.

    Als Expat bei einer deutschen bzw. internationalen Firma arbeiten.

    Als Expat wirst du von deiner Firma an den südafrikanischen Standort entsendet. Für wie lange, wird individuell festgelegt. Dein Arbeitgeber unterstützt dich bei organisatorischen Dingen wie dem Visum für Südafrika oder bei der Wohnungssuche. Ein weiterer Vorteil ist, dass du in dem Fall nicht auf das Gehaltsniveau und die Sozialversorgung vor Ort angewiesen bist, sondern der deutsche Rahmen gilt – zumindest weitgehend: Je nachdem, wer weisungsbefugt über dich ist, kann es auch passieren, dass du ganz oder teilweise in das südafrikanische System eingegliedert wirst. Wichtig ist also, vor deinem Aufenthalt mit deinem Arbeitgeber genau abzuklären, welche Regeln für dich gelten. Sonst kann es im schlimmsten Fall passieren, dass du dich strafbar machst, wenn du es beispielsweise versäumst, Abgaben zu leisten.

    Bei einem südafrikanischen Unternehmen arbeiten.

    Bist du ohne deinen deutschen Arbeitgeber im Rücken bei einem südafrikanischen Unternehmen angestellt, wirst du nach dem landestypischen Niveau bezahlt und bist in Südafrika sozialversichert. Die Höhe deines Gehalts hängt natürlich von deinem Unternehmen ab – große Unternehmen wie Telkom, die Mondi Group oder die Standard Bank haben Umsätze im zweistelligen Milliardenbereich –, aber auch vom Standort. Die besten Gehälter werden in Johannesburg gezahlt, das schlechteste Verhältnis zwischen Gehalt und Lebenshaltungskosten erwartet dich in Kapstadt. Wanderst du komplett nach Südafrika aus, musst du dich um das Organisatorische vom Visum über die Wohnungssuche bis hin zu Versicherungen selber kümmern und dementsprechend viel Vorlaufzeit einplanen.

  4. Einreisebestimmungen und Visum für Südafrika.

    Deutsche Staatsbürger, die in Südafrika leben und arbeiten wollen, müssen sich in vielen Lebenslagen grundlegend umstellen. Daher empfiehlt sich für potenzielle Auswanderer definitiv ein Gang zur Industrie- und Handelskammer und der südafrikanischen Botschaft in Berlin – und das am besten lange vor dem Abreisetag. Hier kannst du auch wichtige Fragen klären wie bspw. zu Impfungen, Vorsorge, Bürokratie etc.

    Jeder Deutsche mit einem gültigen Reisepass kann für drei Monate als Tourist in Südafrika einreisen, ohne zuvor ein Visum zu beantragen. Bei der Einreise musst du den sudafrikanischen Beamten sowohl das Ticket für den Rückflug vorlegen als auch den Zweck deines Aufenthalts angeben bzw. nachweisen. Wichtig ist, dass du wirklich nur Urlaub macht – arbeiten dürfen deutsche Staatsbürger in dieser Zeit nicht.

    Wer nach rund 90 Tagen noch kein Heimweh verspürt, kann eine Verlängerung seines Aufenthalts beim „Department of Home Affairs“ beantragen. Solange du das Formular spätestens einen Monat vor dem Ablauf des aktuellen Touristenvisums einreichst, stehen die Chancen für eine Verlängerung gut, denn in der Regel wird ein Antrag bis zu zwei Mal bewilligt. Aber Achtung: Die südafrikanischen Behörden lassen nicht mit sich scherzen. Wer die Aufenthaltsdauer unangekündigt überschreitet, muss nicht nur mit einer satten Geldstrafe, sondern auch mit Abschiebehaft rechnen.

    „Permanent Residence Permit“

    Um länger als neun Monate in Südafrika zu bleiben und dort auch arbeiten zu können, ist eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis nötig („Permanent Residence Permit“), die die Einwanderungsbehörde vor Ort ausstellt. Bei der Entscheidung um ein gültiges Visum spielen nicht nur deine Sprachkenntnisse, sondern auch dein Nutzen für Land und Leute eine große Rolle. Hier haben insbesondere Tätigkeiten in der Entwicklungshilfe, der Wirtschaft oder im medizinischen Bereich gute Aussichten auf Erfolg.

    Südafrikanische Arbeitserlaubnis.

    Für die Beantragung einer „work permit“ musst du entweder einen festen oder zumindest einen vorläufigen Arbeitsvertrag von einem afrikanischen Arbeitgeber nachweisen bzw. von einem deutschen oder internationalen Unternehmen entsendet werden. Angesichts der hohen Arbeitslosenzahlen ist es zwar das oberste Ziel der südafrikanischen Regierung, zuerst die einheimische Bevölkerung in Lohn und Brot zu bringen. Doch steht mit einer gültigen Arbeitserlaubnis der Jobsuche in Südafrika generell nichts mehr entgegen.

  5. Bewerbung in Südafrika.

    Vieles verläuft in Afrika anders als in Deutschland, doch zumindest in puncto Bewerbungsmappe stellen afrikanische und deutsche Arbeitgeber ähnliche Anforderungen an die Bewerber. Auf Folgendes solltest du besonders Wert legen:

    • Du solltest auf allzu ausschweifende Eigenwerbung verzichten
    • Ein Bewerbungsfotos ist ein Muss
    • Der Lebenslauf darf maximal eine Seite lang sein
    • Skills müssen an konkreten Tätigkeiten belegt werden
    • Die Bewerbung sollte auf Englisch verfasst sein, selbst bei deutschen Unternehmen – und auch die Zeugnisse auf Englisch übersetzt werden.
    • Referenzen auf Englisch bringen große Vorteile, zum Beispiel von einem ehemaligen Chef oder einem Dozenten. Dabei kann es sogar vorkommen, dass die Empfehlenden vom Unternehmen kontaktiert werden.
  6. Gut zu wissen.

    • Das Wort „Braai“ solltest du kennen: Es bezeichnet sehr beliebte lange Grillabende – sowohl mit Freunden als auch mit Arbeitskollegen.
    • Die Uhren ticken in Südafrika etwas langsamer – wunder dich also nicht, wenn sich die Kollegen beim Feierabendbier um ein oder zwei Stunden verspäten.
    • Dazu passt auch, dass es vier verschiedene „Jetzt“-Stufen gibt, von denen nur „right now“ auf eine umgehende Umsetzung zielt. „Now“ hingegen bedeutet, dass etwas auch erst in ein paar Stunden passieren kann.
    • Schmetterlinge sind reizende Flügelwesen – aber nicht in Afrika. Dort fühlt sich ein Tagesfalter heimisch, der soviel Gift in seinem Körper besitzt, dass davon mehrere Katzen ihr Leben lassen müssten.
    • Südafrika hat viele ethnische Gruppen und damit verschiedene Kulturen – um Fettnäpfchen zu vermeiden, solltest du dich vor deinem Aufenthalt grob informieren, was bei wem angebracht ist.
    • Ein hartes „Nein“ wird gerne vermieden.
    • Die meisten Südafrikaner sind stark religiös – Erfolge werden oft als das Ergebnis einer höheren Macht angesehen.
    • Dank den Südafrikanern schlägt unser Herz länger. Der Südafrikaner Dr. Chris Barnard führte 1967 als erster Chirurg eine Herztransplantation durch.
    • In Teilen Afrikas gelten Termiten als Delikatesse – sie werden wie Popcorn geröstet und anschließend verspeist.
    • Der afrikanische Lungenfisch überlebt auch ohne Wasser mehrere Jahre lang.
  7. Über Südafrika.

    Südafrika gehört zu den am weitesten entwickelten Staaten auf dem Kontinent. Doch auch nach Abschaffung der Apartheid Anfang der 1990er Jahre gibt es viele Probleme, was unter anderem an der großen Kluft zwischen Arm und Reich liegt.

    Den wenigen gepflegten Wohngebieten und dem Wohlstand der Mittel- und Oberschicht stehen Baracken und Armut in den zahlreichen Elendsvierteln gegenüber, den sogenannten „Townships“. Während die Versorgung zumindest in den größeren Städten weitgehend gewährleistet ist, leidet vor allem die Bevölkerung in ländlichen Regionen unter Armut, Krankheiten und Gewaltausschreitungen. Dazu kommt, dass viele Südafrikaner arbeitslos sind oder nur schlecht bezahlt werden. Auch die Kriminalität, Brutalität und Korruption sind in Südafrika im Vergleich zu Mitteleuropa hoch. Doch obwohl das Land eine hohe Arbeitslosenquote verzeichnet, werden gut ausgebildete (internationale) Fachkräfte dringend gebraucht – auch abseits der Entwicklungshilfe.

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