Tipps für den Berufseinstieg als Informatiker.

Tipps für den Berufseinstieg als Informatiker.

Die Nachfrage nach Informatiker_innen am Arbeitsmarkt ist groß, dementsprechend leicht fällt den meisten IT-Absolvent_innen die Jobsuche. Dennoch solltest du nicht blind auf die hohe Nachfrage vertrauen. Absolventa zeigt, wie du dich auf deinen Berufseinstieg vorbereiten kannst, um deine Chancen auf einen tollen Job und ein hohes Gehalt in der Informatik deutlich zu vergrößern.

  1. Voraussetzungen für eine Karriere in der IT.

    Wenn hierzulande vom Fachkräftemangel die Rede ist, sind damit vor allem MINT-Fachkräfte gemeint:

    Berufsfeld Gehaltsaussichten Bewerbungstipps Jobs
    Mathematik Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Informatik Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Naturwissenschaften Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Ingenieurwesen & Technik Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs

    Besonders Informatiker_innen sind im Zuge der Digitalisierung gefragter denn je und bekommen eine dicke Auswahl an Stellenangeboten auf den Bildschirm. Doch wie gelingt der Einstieg in die Informatik? Welche Voraussetzungen solltest du erfüllen?

    Einen guten Einblick über die verschiedenen Teilbereiche der Informatik findest du in der folgenden Übersicht.

    Berufsfeld Einstiegsgehalt Gehaltsaussichten Bewerbungstipps Jobs
    Datenbankentwicklung 42.821 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Hardwareentwicklung 47.000 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Mobile Development 45.400 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Softwareentwicklung 44.404 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Systemadministration 43.973 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Webentwicklung 35.381 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs
    Wirtschaftsinformatik 45.013 Euro Zu den Infos Zu den Tipps Zu den Jobs

    Studium.

    Der konventionelle Berufseinstieg in die IT führt über ein entsprechendes Studium. Klassische Informatik, Wirtschaftsinformatik, Data Science, Digital Engineering oder Web Development: Das Angebot an Unis und Hochschulen ist gewaltig. Ob dabei ein Bachelor ausreicht oder du einen Master mitbringen solltest, bleibt immer individuell und abhängig vom Arbeitgeber. Grundsätzlich gilt jedoch: mehr Praxiserfahrung, mehr Jobchancen.

    Denn: Praktische Erfahrung ist für Personalverantwortliche häufig wichtiger als die Abschlussnote. Theorie ist das eine, doch es ist entscheidend, seine Kenntnisse auch in konkrete Ergebnisse umzusetzen und Probleme tatsächlich lösen zu können. Auch als Berufseinsteiger_in kann man dies gegenüber potenziellen Arbeitgebern auf verschiedenen Wegen unter Beweis stellen.

    Praxiserfahrung.

    Mittels Praktika kannst du im IT-Bereich erste Berufserfahrung sammeln, deine Teamfähigkeit beweisen und so das eine oder andere Vorurteil (IT-Spezialist_innen seien kontaktscheue Nerds) aus dem Weg räumen. Schließlich sind Soft-Skills wie Teamfähigkeit, Kommunikationsgeschick und Belastbarkeit entscheidend im Berufsalltag von Informatiker_innen.

    Ein weiterer guter Weg, um praktisch durchzustarten, sind Werkstudierendentätigkeiten neben dem Studium. Außerdem kannst du mit einer praktischen Abschlussarbeit oder eigenen IT-Projekten punkten.

    IT Quereinstieg.

    Die hohe Nachfrage und das geringe Angebot an IT-Fachkräften legitimieren zunehmend auch den Quereinstieg in die Informatik. Verschiedene Weiterbildungen machen dich mittlerweile ohne jegliche IT-Vorkenntnisse mit dem Programmieren vertraut und zeigen dir dadurch Möglichkeiten für einen Quereinstieg in der IT auf. Dass auch absolute Newbies nach Intensivkursen so weit sein können, einen Tech-Job mit filmreifen Karriereperspektiven zu bekommen, zeigen etliche Beispiele.

    Eine in Deutschland einzigartige Weiterbildung als Webentwickler_in und Data Scientist_in bietet „neue fische“: Das Hamburger Unternehmen bildet Studienabbrecher_innen, Quer- und Wiedereinsteiger_innen in dreimonatigen Bootcamps und in deutscher Sprache zu IT-Expert_innen aus und hilft dir anschließend auch bei der Vermittlung in den Job. Das Prinzip ist in den USA bereits seit Jahren erfolgreich erprobt und eröffnet insbesondere Absolventen geisteswissenschaftlicher Studiengänge und Frauen den Weg in die IT-Branche.

  2. So klappt die Jobsuche für deinen IT-Job.

    IT Stellenangebote.

    Natürlich kannst du dich ganz klassisch auf offene Stellenangebote in der IT bewerben. Zudem kannst du auf Jobmessen gehen und dich dort bei verschiedenen Unternehmen im persönlichen Gespräch nach Möglichkeiten für den Berufseinstieg als Informatiker_in erkundigen.

    Job-Angebote von IT-Unternehmen.

    Eine weitere Form der Jobsuche ist das Anlegen von Bewerbungsprofilen. Denn in Zeiten des „War for Talents“ nutzen immer mehr Personalmanager_innen bei der Suche die Möglichkeit des „Active Sourcing“. Das bedeutet, dass Personalverantwortliche nicht mehr einfach nur Stellenangebote schalten und dann auf Bewerbungseingänge warten, sondern dass sie über Business-Netzwerke oder Lebenslaufdatenbanken aktiv auf passende Kandidat_innen zugehen und diese gezielt abwerben. Für Jobsuchende bedeutet das: Gefunden werden, statt bewerben!

    Top IT-Unternehmen, die in der Absolventa Datenbank nach dir suchen, sind zum Beispiel:

    Auch wenn du schon eine Stelle hast, kannst du somit nebenbei nach besseren IT-Jobs Ausschau halten bzw. dein grundsätzliches Interesse an neuen Jobangeboten zeigen. Der Vorteil: Es gibt nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen! Vielleicht erhältst du attraktive Anfragen von Firmen, die du bisher noch nicht kanntest und bei denen du dich daher nie beworben hättest. Mithilfe einer „Blacklist“ kannst du außerdem verhindern, dass dein aktueller Arbeitgeber auf dein Profil stößt.

    Vitamin B.

    Untersuchungen zufolge landen nur 35 Prozent der freien Stellen auf dem Arbeitsmarkt. Der Rest wird auf dem „verdeckten Stellenmarkt“ durch Empfehlungen oder persönliche Kontakte vergeben. Fakt ist: Du tust dir oft einen großen Gefallen, wenn du als Berufseinsteiger_in bei der Jobsuche auf deine Kontakte zurückgreifst. Wenn man im Unternehmen als Praktikant_in, Werkstudent_in oder freie_r Mitarbeiter_in tolle Arbeit geleistet und einen guten Eindruck hinterlassen hat, ist man bei einer Bewerbung gegenüber seinen Mitbewerber_innen deutlich im Vorteil. Arbeitgeber und Arbeitnehmende wissen beide, mit wem sie es zu tun haben und gehen dadurch kaum ein Risiko ein, dass es sich um eine Fehlbesetzung handeln könnte.

  3. Jobchancen in der IT.

    ITler_innen befinden sich wahrlich auf der Sonnenseite des Arbeitsmarktes: Auf jede_n arbeitslose_n Informatiker_in kommen nach Angaben des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) 3,7 zu besetzende Stellen. Gefragt sind neben Kenntnissen der Programmiersprachen vor allem Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie sehr gute Englischkenntnisse. Zwar nehmen die Absolvent_innenzahlen seit 2001 stetig zu, doch dieses Plus hat nicht zu einer Überschwemmung auf dem IT-Arbeitsmarkt geführt. Es gibt weiterhin einen großen Bedarf.

    Doppelt günstig: Oft reicht für einen guten Job in der IT auch schon ein Bachelor-Abschluss. Das Einstiegsgehalt von Informatiker_innen kann sich dafür sehen lassen – der Durchschnitt lag 2017 bei knappen 44.800 Euro jährlich. Die Top-Branchen für ein hohes Gehalt sind übrigens

    • Maschinen- und Anlagenbau
    • Banken
    • Recht
    • Unternehmensberatung
    • Wirtschaftsprüfung
    • Automotive

    Kreative Entwicklungsarbeit wird hierbei stärker nachgefragt und besser bezahlt als reine Systempflege. Vor allem die Softwarebranche und große Beratungshäuser suchen massiv. Doch auch darüber hinaus gibt es kaum noch Unternehmen, die ohne eigene IT-Spezialist_innen auskommen. Der Wandel zur digitalen Gesellschaft und die zunehmende Bedeutung des Internets treiben diese Entwicklung weiter voran. Mit einem Beruf in der IT-Branche befindest du dich somit in einer sehr komfortablen Situation.