Kurzarbeit: Auswirkungen aufs Gehalt.

Kurzarbeit: Auswirkungen aufs Gehalt.

Was bedeutet Kurzarbeit und wie berechnet sich das Gehalt bei Kurzarbeit? Absolventa klärt auf. 

  1. Reduziertes Gehalt plus Zuschuss.

    Das arbeitsmarktpolitische Instrument Kurzarbeit verhindert, dass Unternehmen bei einem temporären Auftragseinbruches ihr Personal entlassen müssen und Arbeitslosigkeit entsteht. Zudem sichert sich das Unternehmen das Know-how seiner Arbeitskräfte. Den Mitarbeitern bleiben der Arbeitsplatz und eine finanzielle Grundsicherung erhalten. Die Mitarbeiter müssen für die Dauer der Kurzarbeit jedoch Abstriche bei ihrem Gehalt hinnehmen, denn weniger Arbeit bedeutet auch weniger Gehalt. Die Einnahmeausfälle werden aber zu einem gewissen Teil durch Zahlungen von der Bundesagentur für Arbeit kompensiert.

    Das neue verfügbare Nettogehalt bei Kurarbeit setzt sich also aus zwei Komponenten zusammen. Es besteht zum einen aus einem Teil des regulären Gehalts und zum anderen aus dem Kurzarbeitergeld (KUG). Beim Kurzarbeitergeld handelt es sich um eine sogenannte Entgeltersatzleistung. Für die Bundesagentur für Arbeit ist die Zahlung der Entgeltersatzleistung dabei günstiger, als bei Entlassungen das komplette Arbeitslosengeld der Betroffenen finanzieren zu müssen – auch wenn viele sich sicherlich selbst nach einem neuen Job umsehen, sobald die Kurzarbeit einsetzt.

    Eine Übersicht zu den verschiedenen Gehaltsaussichten in unterschiedlichen Branchen findest du hier:

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  2. Berechnungsgrundlage bei Kurzarbeit.

    Ohne zu sehr auf die Details einzugehen, berechnet sich das Gehalt bei Kurzarbeit im Prinzip folgendermaßen: Die Firma zahlt nur noch Gehalt und Sozialabgaben in dem prozentualen Umfang, in dem der Mitarbeiter noch für die Firma arbeitet. Geht die Arbeitszeit beispielsweise um 50 Prozent zurück, muss der Arbeitgeber nur noch für die Hälfte des Gehalts und der Abgaben aufkommen. Zu diesem Arbeitgeberbetrag bekommt der Arbeitnehmer noch ein „Kurzarbeiterentgeld“. Dieses errechnet sich aus der Differenz zum normalen Gehalt bei regulärer Arbeitszeit. Von der Arbeitsagentur bekommt der Kurzarbeiter eine Kompensationszahlung in Höhe von 60 Prozent (bzw. Arbeitnehmern mit Kindern i. H. v. 67 Prozent) des Verdienstausfalls.

  3. Beispielhafte Berechnung des Gehalts bei Kurzarbeit.

    Beispiel: Ein Angestellter ist alleinstehend und verdient regulär 3600 Euro brutto im Monat. Die Arbeitszeit verringert sich um 40 Prozent. Statt des regulären Netto-Gehalts von etwa 2.060 Euro bekommt er nun ca. 1.400 Euro Nettogehalt vom Arbeitgeber plus 400 Euro Kurzarbeitergeld, macht zusammen 1.800 Euro. Das entspricht einer Einkommenseinbuße von 260 Euro bzw. 12,2 Prozent.

  4. Kurzarbeitsrechner der Bundesagentur für Arbeit.

    Hier geht es zum Kurzarbeitsrechner. Gib einfach dein bisheriges Bruttogehalt, den Arbeitsausfall und die Steuerklasse ein, und du bekommst das Nettogehalt angezeigt, wie es für die Kurzarbeit angepasst ist.