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Formel und Beispiele

Kurzarbeit: Auswirkungen aufs Gehalt

Kurzarbeit: Auswirkungen aufs Gehalt

Das arbeitsmarktpolitische Instrument  Kurzarbeit verhindert, dass Unternehmen bei einem temporären Auftragseinbruches ihr Personal entlassen müssen und Arbeitslosigkeit entsteht. Zudem bleibt dem Unternehmen das Know-How seiner Arbeitskräfte erhalten. Den Mitarbeitern hingegen bleiben der Arbeitsplatz und eine finanzielle Grundsicherung erhalten. Die Mitarbeiter müssen für die Dauer der Kurzarbeit jedoch Abstriche bei ihrem Gehalt hinnehmen, denn weniger Arbeit bedeutet auch weniger Gehalt. Die Einnahmeausfälle werden aber zu einem gewissen Teil durch Zahlungen von der Bundesagentur für Arbeit kompensiert.

Informationen zur Kurzarbeit im ABSOLVENTA Karriere-Blog

Reduziertes Gehalt plus Zuschuss von der Bundesagentur für Arbeit

Das neue verfügbare Nettogehalt bei Kurarbeit setzt sich also aus zwei Komponenten zusammen. Es besteht zum einen aus einem Teil des regulären Gehalts und zum anderen aus dem Kurzarbeitergeld (KUG). Bei dem Kurzarbeitergeld handelt es sich um eine sogenannte Entgeltersatzleistung und wird von der Arbeitsagentur bezahlt. Für die Bundesagentur ist die Zahlung der Entgeltersatzleistung dabei günstiger, als bei Entlassungen das komplette Arbeitslosengeld der betroffenen finanzieren zu müssen.

Berechnungsgrundlage bei Kurzarbeit

Ohne zu sehr auf die Details einzugehen, berechnet sich das Gehalt bei Kurzarbeit im Prinzip folgendermaßen: Die Firma zahlt nur noch Gehalt und Sozialabgaben in dem prozentualen Umfang, wie der Mitarbeiter noch bei der Firma arbeitet. Geht die Arbeitszeit beispielsweise um 50 Prozent zurück, muss der Arbeitgeber nur noch für die Hälfte des Gehalts und der Abgaben aufkommen. Zu diesem Arbeitgeberbetrag bekommt der Arbeitnehmer noch ein „Kurzarbeiterentgeld“. Dieses errechnet sich aus der Differenz zum normalen Gehalt bei regulärer Arbeitszeit. Von der Arbeitsagentur bekommt der Kurzarbeiter eine Kompensationszahlung in Höhe von 60 Prozent (bzw. Arbeitnehmern mit Kindern i. H. v. 67 Prozent) des Verdienstausfalls.

Beispielhafte Berechnung des Gehalts bei Kurzarbeit

Beispiel: Ein Angestellter ist alleinstehend und verdient regulär 3600 Euro brutto im Monat. Die Arbeitszeit verringert sich um 40 Prozent. Statt des regulären Netto-Gehalts von etwa 2.060 Euro bekommt er nun ca. 1.400 Euro Nettogehalt vom Arbeitgeber plus 400 Euro Kurzarbeitergeld, macht zusammen 1.800 Euro. Das entspricht einer Einkommenseinbuße von 260 Euro bzw. 12,2 Prozent.

Kurzarbeitsrechner der Bundesagentur für Arbeit

Hier geht es zum Kurzarbeitsrechner. Gib einfach Dein bisheriges Bruttogehalt, den Arbeitsausfall und die Steuerklasse ein, und Du bekommst Dein auf die Kurzarbeit angepasstes Nettogehalt angezeigt.

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