C.V. oder Resume?

Englische Bewerbung: Merkmale und Besonderheiten

Englische Bewerbung: Merkmale und Besonderheiten

Englische Bewerbungen unterschieden sich maßgeblich von deutschsprachigen Bewerbungen. Zudem gibt es Unterschiede zwischen amerikanischem Englisch (AE) und dem britischen Englisch (BE). Dies äußert sich nicht nur in der Schreibweise, sondern auch in den Formalien der englischsprachigen Bewerbungsmappe.

Inhalt

  1. Englische Bewerbung – Resume oder Curriculum Vitae?
  2. Englische Bewerbung – "Dos" and "Don‘ts"
  3. Bewerbungsschreiben für englische und amerikanische Hochschulen

Englische Bewerbung – Resume oder Curriculum Vitae?

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass der Lebenslauf auch im AE „Curriculum Vitae“ oder kurz „C.V.“ heißt. Dies ist nur in Großbritannien der Fall! Im AE spricht man von einem „Resume“, wenn der Lebenslauf in den Bewerbungsunterlagen gemeint ist.

Auch die Gestaltung des Lebenslaufs differiert etwas. Der Resume ist etwas kürzer und wird deshalb stichpunktartig erstellt, der CV beinhaltet z.B. ganze Sätze. Es gibt aber auch Gemeinsamkeiten: Weder in Großbritannien noch in den USA schickt man unaufgefordert ein Bewerbungsfoto mit. In den USA kann dies mitunter sogar für einen sofortigen Ausschluss von weiteren Bewerbungsrunden sorgen. Der Grund liegt darin, dass die Diskriminierung von Minderheiten verhindert werden soll. Diese Regelungen reichen sogar so weit, dass auch Geburtstag und Geburtsort, Religion oder Ethnie nicht erwähnt werden dürfen. Die genaue Ausgestaltung des „Anti-Discrimination Act“ werden von den jeweiligen Bundesstaaten festgelegt und können daher von US-Staat zu US-Staat variieren.

Englische Bewerbung – "Dos" and "Don‘ts"

Bei der englischen Bewerbung werden weder Unterschrift noch Datum und Ort unter den Lebenslauf gesetzt. Zudem werden anders beim CV (BE), im Gegensatz zum Resume (AE), keine Hobbys angegeben.

Bei der Bewerbung kann das Hochschulstudium, je nach Reputation der Universität, ein wichtiger Faktor sein. In den USA und Großbritannien ist der Ruf der Universität ein entscheidendes Auswahlkriterium. Ist die Universität nicht sehr bekannt oder renommiert, ein Professor aber z.B. ein hoch gehandelter Forscher auf seinem Gebiet ist, rückt die Universität etwas in den Hintergrund. Das gilt vor allem, wenn man von seinen Professor einen „Letter of Recommendation“ vorweisen kann. Diese Empfehlungsschreiben von Professoren oder ehemaligen Arbeitgebern sollte man bei einer Bewerbung im Ausland unbedingt einreichen, ganz unabhängig von der Position, auf die man sich bewirbt.

Bewerbungsschreiben für englische und amerikanische Hochschulen

Für eine Bewerbung an britischen sowie US-amerikanischen Universitäten und Schulen gibt es noch zusätzlich zu der normalen Bewerbungsmappe das Personal Statement, in dem ein bestimmtes Thema aufgegriffen und in einem Essay ausgeführt wird. Dieser Essay gilt neben dem sogenannten Letter of Motivation als wichtiges Kriterium.

In einem Letter of Motivation schildert man seine Beweggründe, ein Praktikum oder ein Studium im Ausland anzutreten und stellt gleichzeitig heraus, warum man als Bewerber für diese Aufgabe gut geeignet ist. Als Beweis für die Befähigung und die Motivation dienen unter anderem der C.V. bzw. Resume sowie ein oder mehrere Letter of Recommendation.

Englische Bewerbungen zu schreiben heißt nicht nur, sich in eine andere Sprache, sondern auch in eine andere Kultur und in andere Gepflogenheiten einzufühlen. Aus diesem Grund ist es hilfreich, wenn ein Muttersprachler oder jemand mit sehr guten Englischkenntnissen Hilfestellung leistet, um (zumindest den gängigsten) Fehlern vorzubeugen.

Übrigens: Deutsche Arbeitskräfte haben in den meisten Ländern einen guten Ruf. Wir gelten als diszipliniert, pflichtbewusst und sehr gut ausgebildet. Das Label „Made in Germany“ kann die Chancen bei einer englischen Bewerbung oftmals erhöhen.

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