Online Geld verdienen: 10 seriöse Möglichkeiten

Online Geld verdienen: 10 seriöse Möglichkeiten

Schnell ein paar Euro zusätzlich verdienen, das kannst du heutzutage unkompliziert übers Internet machen. An Umfragen teilnehmen, einen eigenen Shop aufbauen, Gebrauchtes verkaufen oder Influencer werden – teilweise mit dem Smartphone vom Sofa aus. Welche Möglichkeiten du hast, online zu arbeiten, und was du dabei beachten solltest, erklären wir dir in diesem Artikel.

An Umfragen und Studien teilnehmen

Du willst ohne viel Aufwand online Geld verdienen? Dann solltest du über die Teilnahme an Umfragen und Studien nachdenken. Das kannst du in den meisten Fällen sogar gut vom Sofa aus tun, denn in der Regel handelt es sich hierbei um Online-Umfragen.

Mit wenigen Klicks kannst du dich bei diversen Marktforschungsinstituten anmelden, ein Profil anlegen und bekommst dann passende Umfragen und Studien von Unternehmen zugewiesen. Manche Umfragen dauern nicht mal 10 Minuten, sodass du sie sogar mit deinem Smartphone in der Bahn oder in der Supermarktschlange ausfüllen kannst. Schnell verdientes Geld also.

Informiere dich auch, ob du an deiner Universität an Umfragen teilnehmen kannst. Einige Studierende müssen nämlich im Rahmen ihrer Abschlussarbeit eine Umfrage durchführen, dafür bekommst du als Teilnehmer Gutscheine oder eine Auszahlung in bar.

Wie viel kann man mit Online-Umfragen verdienen?

Pauschal kann man keine Zahlen nennen, denn je nach Themenfeld und Umfang werden die Umfragen unterschiedlich vergütet. Mal bekommst du nur ein paar Euro, mal kommst du auf über 50 Euro pro Stunde für eine Umfrage.

! TIPP

Informiere dich über die Anbieter und melde dich möglichst bei verschiedenen Portalen an. Dann bekommst du viele Einladungen und kannst dir die besten und lukrativsten Umfragen raussuchen.

Produkte, Websites oder Computerspiele testen

Auch diesen Nebenjob kannst du gut vom Sofa aus machen: als Tester:in* Geld verdienen. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten: Du kannst z. B. Produkte testen, aber auch Websites auf Benutzerfreundlichkeit prüfen oder Computerspiele probespielen. Auch hierfür gibt es diverse Anbieter, bei denen du dir ein Profil anlegen kannst. Meist gibst du dort deine Interessen an und wirst danach dann für verschiedene Tests ausgewählt. Mit jedem Test bekommst du eine ausführliche Beschreibung, was zu tun ist und worauf du besonders achten sollst.

Wie viel kann man als Produkttester verdienen?

Wie viel du als Produkttester verdienen kannst, hängt ganz davon ab, was du testest und vor allem, wie viel Zeit du investieren kannst. Wer mehr testet, kann auch mehr Geld verdienen. Bei den beliebtesten Anbietern kannst du mit einem Stundenlohn von 15 bis 25 Euro rechnen.

Als Clickworker oder Crowdworker Geld verdienen

Was macht ein Clickworker? Ursprünglich bezog sich der Begriff auf ein Projekt der NASA, bei dem viele wissenschaftliche Laien im Internet Fotoaufnahmen der Marsoberfläche ausgewertet haben. Inzwischen sind Clickworker breiter aufgestellt. Allgemein gesagt erledigen sie kleine Aufgaben im Internet und bekommen dafür Geld. Die Arbeiten dauern oft nur wenige Minuten, weshalb man hierbei auch von Microjobs oder Microtasks spricht. Der Aufgabenbereich reicht von Kurierfahrten über Preise im Supermarkt um die Ecke vergleichen bis hin zu Recherchearbeiten im Internet. Auch Produkttester sind streng genommen Crowdworker.

Wie wird man Clickworker?

Du registrierst dich einfach auf einer der Plattformen und suchst dann wie bei einer Jobbörse nach offenen Aufträgen. Für den jeweiligen Job musst du dich dann bewerben, das Unternehmen sucht sich selbst aus, wer den Job bekommt.

Wie viel kann man als Clickworker verdienen?

Was zuerst nach schnellem Geld klingt, ist bei genauerem Hinschauen nur selten lukrativ. Oft bekommst du nur Centbeträge für einen Auftrag, hier kommt es also auf die Masse an. Ob sich der Aufwand dann lohnt, um etwas Geld zu verdienen, musst du selbst einschätzen.

Als Freelancer arbeiten

Mittlerweile gibt es ziemlich viele Freelancer, die ihre Dienstleistungen online anbieten und pro Auftrag bezahlt werden. In den meisten Fällen sind das Übersetzer, Texter, Editors, Grafikdesigner oder Social Media Manager. Entweder hast du deine eigene Website und bietest darüber deine Dienste an, oder du meldest dich auf einer der unzähligen Plattformen an. Dort können Kunden aus einer Vielzahl an Freiberuflern wählen, die Auszahlung folgt am Ende des Auftrags.

Wie viel Geld kann man als Freelancer verdienen?

Als Freiberufler legst du deinen Stundenlohn selbst fest. Der durchschnittliche Stundenlohn eines Freelancers liegt momentan bei 93,89 Euro(Quelle: Freelancer-Kompass, 2022). Das klingt zuerst einmal nach ziemlich viel Geld. Aber beachte, dass die Auftragslage von Freelancern stark variiert und sie keineswegs immer ausgebucht sind. Außerdem musst du dich privat versichern, da geht auch noch einmal einiges ab.

! Beachte

In Deutschland gilt: Wenn du durch eine selbstständige Tätigkeit Umsatz erzielst, musst du Steuern für das gegründete Gewerbe zahlen. Dabei sind besonders die Einkommensteuer und Umsatzsteuer wichtig. Betreibst du ein Gewerbe, musst du eventuell auch Gewerbesteuer abführen.

Fotos und Videos verkaufen

Wo kommen eigentlich all die Stockfotos im Internet her? Falls du dich für Fotografie interessierst und eine gute Kamera besitzt, könnte das nächste Stockfoto auf der Website einiger Unternehmen schon von dir kommen. Es gibt diverse Plattformen und Anbieter, auf denen du deine Fotos hochladen und der breiten Masse zum Download bereitstellen kannst.

Wie viel Geld bekommt man für Stockfotos?

Auch hierbei kann man keine pauschale Aussage treffen. Je spezifischer das Thema deines Contents ist, desto mehr Geld kannst du damit verdienen. Der Gewinn reicht von wenigen Cent bis hin zu zwei Euro pro Bild – im Schnitt verdienst du aber 25 Cent.

! Beachte

Vergiss nicht, dass du nicht alles oder jeden so einfach fotografieren und diese Bilder dann verkaufen kannst. Setze eventuell Model-Release- oder Property-Release-Verträge auf, wenn du Menschen oder Gebäude fotografierst.

Einen eigenen Online-Shop eröffnen

Du stellst selbst Sachen her und möchtest diese nun auch online verkaufen? Dafür musst du heutzutage schon längst kein Programmierer mehr sein, einen Online-Shop kannst du dir auch gut selbst erstellen. Sogenannte Baukastensysteme machen es dir besonders einfach, einen simplen und trotzdem individuellen Shop zu erstellen. Mit einem solchen Baukasten stehen dir verschiedene Module zur Verfügung, aus denen du dir genau die Seite zusammenstellen kannst, die du für deine Produkte brauchst. Im Frontend stehen dir dabei für die Branche angepasste Designs zur Verfügung, die du noch an deine eigene Marke anpassen kannst. Besonders praktisch: Der Bestell- und Kaufprozess ist bei diesen Shop-Anbietern von vornherein rechtskonform, du musst dich also um fast nichts kümmern.

Nachdem du Design, Zahlungsmittel, Versandmethoden und rechtliche Vorgaben festgelegt hast, kannst du deine Produkte meist sofort auf deinem Shop hochladen und mit dem Verkauf beginnen.

Wie viel kostet ein eigener Online-Shop?

Ein Online-Shop im Baukastensystem ist schon für recht wenig Geld umsetzbar. Die meisten Anbieter verlangen eine monatliche Gebühr zwischen 10 und 70 Euro – abhängig vor allem von den Funktionen deines Shops.

Handgemachtes über Etsy verkaufen

Dir ist ein eigener Online-Shop zu viel Aufwand? Dann kannst du deine Produkte auch über bereits bestehende Plattformen verkaufen. Etsy ist ein Online-Marktplatz für den Kauf und Verkauf von handgemachten Produkten, Vintage-Waren und Künstlerbedarf. In Sachen Shop-Design hast du auf Etsy zwar nicht ganz so viel Spielraum wir mit einer eigenen Seite, dafür ist der Verkauf hier umso einfacher. Du musst lediglich ein paar Infos von dir angeben und deine Produkte, Preise und Zahlungsmethoden hinterlegen. Schon kannst du mit deinen eigenen Sachen Geld verdienen.

Was kostet ein Etsy-Shop?

Deine Seite auf Etsy kannst du kostenlos einrichten, allerdings fallen Gebühren für das Einstellen von Artikeln, die Transaktion und die Zahlungsbearbeitung an. Folgende Kosten fallen beim Verkauf auf Etsy an:

  • Einstellgebühren: Pauschal 0,20 USD (17 bis 19 Cent) pro eingestelltem Artikel
  • Transaktionsgebühren: 6,5 % des Gesamtbetrags der Bestellung
  • Zahlungsbearbeitungsgebühren: 0,30 Euro Pauschalgebühr plus 4 % des Verkaufspreises

Diese Gebühren werden direkt von deiner Auszahlung abgezogen, den Rest bekommst du auf dein Konto überwiesen.

Muss ich bei Etsy Steuern zahlen? Wenn du mit deinem Etsy-Shop regelmäßig Geld verdienst, zählt das als selbstständige Tätigkeit. Deine Selbstständigkeit musst du also auch beim Finanzamt anmelden und Steuern zahlen. Mehr Infos und Daten zum Thema Steuern beim Online-Verdienst findest du weiter unten.

Kleidung oder Gebrauchtes verkaufen

Willst du gebrauchte Waren verkaufen, kannst du das über gängige Anbieter wie eBay Kleinanzeigen, Vinted oder rebuy tun. Damit trägst du deinen Teil zu einer nachhaltigen Gesellschaft bei und kannst nebenbei noch ein bisschen Geld verdienen. Den Preis für die Produkte legst du selbst fest – meist ist dieser auf Verhandlungsbasis. Auf den jeweiligen Plattformen kannst du deine Artikel schnell und unkompliziert einstellen, musst dich aber je nach Shop selbst um den Zahlungsvorgang und natürlich den Versand kümmern. Gebühren fallen bei den meisten Websites ebenso an.

Was ist Dropshipping?

Dropshipping ist eine besondere Art des Handels, nämlich der gewinnbringende Weiterverkauf von Waren. Die Produkte beziehst du also möglichst günstig und verkaufst sie dann mit einem Aufschlag weiter – beispielsweise über Amazon oder deinen eigenen Online-Shop. Der große Unterschied zum klassischen Online-Handel besteht allerdings darin, dass du die Produkte nicht im Vorhinein einkaufst, lagerst und erst bei Kaufinteresse deiner Kunden weiterverkaufst, sondern ein besonderes Shop-System einrichtest. Dieses kauft die Waren erst dann vom Produzenten ein, wenn die Bestellung deiner Kunden bei dir eingegangen ist. Die Produkte werden dann direkt zu deinen Kunden geschickt.

Als Social-Media-Influencer Geld verdienen

Eine Berufsbezeichnung, die erst in den letzten Jahren aufkam und mit viel Glanz und dem großen Geld lockt: Influencer auf TikTok, Instagram oder einem eigenen Blog. Kostenlos Produkte testen, auf coole Partys und in Restaurants eingeladen werden oder gar deine eigene Kollektion deiner Lieblingsmarke bekommen? Klingt erst mal gut – doch einfach ist dieser Job ganz bestimmt nicht.

In den Bereichen Fashion, Beauty, Food, Fitness, Nachhaltigkeit und Umwelt verdienen besonders viele Influencer ihr Geld. Influencer kann grundsätzlich erst mal jeder werden – was du brauchst, ist ein Social-Media-Profil. Doch um wirklich Geld verdienen zu können, musst du viel Zeit und Arbeit in dein Profil investieren. Denn du brauchst vor allem eine große Reichweite und viele Follower fürs Affiliate Marketing. Affiliate Marketing funktioniert so: Firmen zahlen Geld dafür, dass du Werbung für ihre Produkte oder Marke machst und sie damit zum Kauf anregst. Dafür musst du regelmäßig, oft mehrmals täglich, Inhalte posten und mit deinen Followern interagieren. In deinen Posts stellst du dann die Produkte der Marke vor und verlinkst sie, damit deine Follower sie direkt kaufen können. Dahinter steckt jede Menge Arbeit.

Wie viel Geld kann man als Influencer verdienen?

Wie viel Geld du als Influencer verdienen kannst, hängt ganz von deiner Reichweite ab: Je mehr Follower du hast, desto mehr verdienst du pro Post. Dabei unterscheidet man die Influencer in verschiedene Gruppen. Nano-Influencer, die zwischen 1.000 und 5.000 Follower haben, verdienen zwischen 10 und 50 Euro pro Post. Hast du bis zu 20.000 Follower, bekommst du für einen Post schon um die 200 Euro. Als Mid-Tier-Influencer, mit 20.000 bis 100.000 Followern, sind dann zwischen 200 und 1.000 Euro pro Post drin. Makro-Influencer mit mehr als 100.000 Followern können sogar bis zu 10.000 Euro pro Post verdienen. Allerdings ist das Influencer-Dasein in dieser Größenordnung auch ein Fulltime-Job und keinesfalls leicht verdientes Geld. Wenn du Spaß an Sozialen Medien hast und gerne Inhalte kreierst, kannst du dein Glück aber trotzdem probieren.

Creator auf OnlyFans werden

OnlyFans ist eine Plattform, auf der kostenpflichtige Inhalte, Paid Content genannt, veröffentlicht werden können. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um erotische und pornographische Inhalte – aber auch andere Inhalte sind möglich. Um damit Geld zu verdienen, gibt es mehrere Wege. Die Follower, hier heißen sie Fans, können ein Abonnement für deinen Account abschließen, wofür du als Creator einen festen Betrag bekommst. Darüber hinaus können über private Chats exklusive Inhalte verhandelt und verkauft werden (Pay-per-View). Auch ein Trinkgeld-System gibt es, über das besonders zufriedene Fans einen Bonus zahlen können.

Wie viel kann man mit OnlyFans verdienen?

Das Einrichten eines OnlyFans-Accounts ist kostenlos. Wie viel Geld man mit seinem Profil verdienen kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ein Abonnement kostet den User im Schnitt zwischen 5 und 50 Euro im Monat. Doch auch die Plattform behält sich einen Teil des Gewinns ein: 20 Prozent der Einnahmen gehen an OnlyFans, 80 Prozent behältst du als Creator selbst.

Klingt erst mal nach schnell verdientem Geld, oder? Doch gerade darin liegt die Gefahr: Wegen der guten Verdienstmöglichkeiten sinkt für viele junge Mädchen die Hemmschwelle, Nacktbilder im Internet zu veröffentlichen. Und sind diese Fotos oder Videos einmal im Internet, verlieren die Urheber die Kontrolle darüber, was danach mit ihnen passiert. Was im Internet landet, kann man unmöglich wieder verschwinden lassen. Zudem weiß man als Creator oft gar nicht, wer genau die Kunden sind – und das kann bei solch privater Kommunikation auch mal gefährlich werden. Willst du Creator auf OnlyFans werden, solltest du dir das also ganz genau überlegen und die Risiken im Kopf behalten. Informiere dich vorher gut und sprich erst mal mit Freunden über dein Vorhaben.

Muss man für OnlyFans Steuern zahlen?

Ja, auch die Einnahmen über OnlyFans sind steuerpflichtig und müssen dem Finanzamt gemeldet werden. Mehr Infos zu diesem Thema geben wir dir in den folgenden Abschnitten.

Du weißt noch gar nicht, in welcher Branche du arbeiten möchtest?

Online arbeiten: Vorteile an Jobs im Internet

Du siehst: Ein Online-Nebenjob ist eine gute Möglichkeit, neben deinem Studium oder sogar neben deiner hauptberuflichen Tätigkeit etwas Geld zu verdienen. Im besten Fall kannst du dabei sogar dein Hobby zum Beruf machen. Diese drei Vorteile bietet dir ein Online-Job:

  1. Flexibel: Da du Online-Jobs jederzeit und von überall aus machen kannst, bist du zeitlich und räumlich flexibel. Vom Sofa oder aus dem Café um die Ecke, früh am Morgen oder spät in der Nacht – Arbeitszeit und Arbeitsort kannst du frei wählen.
  2. Selbstbestimmt: Mit einem Online-Nebenjob bist du dein eigener Boss. Du kannst selbst wählen, welche Aufträge du annimmst und wie viel Zeit du in deinen Online-Job investieren kannst und willst.
  3. Unbegrenzt: Du musst dich nicht nur auf einen Online-Nebenjob beschränken, sondern kannst mehrere Möglichkeiten kombinieren. Sofern du genug Zeit und Motivation hast, kannst du viele Aufträge gleichzeitig annehmen und so deinen Verdienst ordentlich in die Höhe treiben.

Steuern und Co. – das musst du beim Online-Nebenjob beachten

Darf ich nebenberuflich Geld online verdienen?

Zuerst einmal: Ja, du darfst hauptberuflich oder nebenberuflich online arbeiten und Geld verdienen. Das gilt auch, wenn du Student bist. Allerdings gibt es ein paar Dinge zu beachten, wenn du dir legal und seriös im Internet etwas Geld dazuverdienen willst. Denn nur, weil es kleinere Jobs sind oder du das Ganze nebenberuflich machst, heißt das noch lange nicht, dass weniger Aufwand dahintersteckt, oder du dir um Steuern keine Gedanken machen musst. Aber keine Sorge: Wir erklären dir hier, was es zu beachten gibt.

Muss ich meinen Nebenjob beim Finanzamt melden?

Das kommt ganz auf den Umfang der Tätigkeit und dein Einkommen an. Verdienst du in deinem Online-Job weniger als 520 Euro im Monat, musst du ihn in der Regel nicht anmelden. Geht dein Verdienst allerdings über die Minijob-Grenze hinaus, musst du deinen Nebenjob dem Finanzamt melden und ebenso deiner Krankenkasse. Je nach Tätigkeit bist du als Freiberufler tätig oder musst ein Gewerbe anmelden – zum Beispiel, wenn du Waren oder Dienstleistungen verkaufst.

Bist du Freelancer, z. B. als Texter, Editor oder Grafikdesigner, arbeitest du selbstständig und auf Rechnungsbasis. Dann musst du dich selbst um die Anmeldung bei der Sozialversicherung und vor allem deine Steuern kümmern. Viele, die online arbeiten, fallen allerdings unter die Kleinunternehmer-Regelung und können eine vereinfachte Steuererklärung abgeben.

Muss ich für meinen Online-Nebenjob Steuern zahlen?

Verdienst du online Geld, musst du wie jedes Unternehmen Steuer zahlen, wenn du damit über einen bestimmten Betrag kommst. Wichtig beim Thema Steuern sind zum einen Umsatzsteuer und Einkommensteuer und zum anderen die Gewerbesteuer.

  • Umsatzsteuer: Hast du im Vorjahr weniger als 22.000 Euro verdient und wirst im laufenden Jahr nicht mehr als 50.000 Euro verdienen, fällst du unter die Kleinunternehmer-Regelung. Dann musst du keine Umsatzsteuer abführen. Außerdem brauchst du auf deinen Rechnungen die Mehrwertsteuer nicht auszuweisen – du kannst sozusagen zum Nettopreis an die Kunden verkaufen. Verdienst du mehr als diesen Betrag, wird Umsatzsteuer fällig.
  • Gewerbesteuer: Die Gewerbesteuer musst du abführen, wenn du ein Gewerbe betreibst – nicht aber, wenn du freiberuflich tätig bist. Außerdem wird sie erst ab einem Jahresgewinn von 24.500 Euro fällig. 
  • Einkommensteuer: Für die Berechnung deiner Einkommensteuer wird dein Gewinn nach Abzug von Umsatz- und Gewerbesteuer genommen. Da dieser natürlich schwankt, ändert sich auch die Höhe deiner Einkommensteuervorauszahlung entsprechend. Liegt dein Einkommen unter dem jährlichen Steuerfreibetrag von 9.984 Euro, musst du keine Einkommensteuer zahlen.
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