Soziale Kompetenz
Soft Skills und soziale Kompetenz sind häufig genannte Stichworte, wenn es um überfachliche Schlüsselqualifikationen geht. Jemand gilt als sozial kompetent, wenn er auf bestimmte Situationen innerhalb der Interaktion mit anderen Menschen angemessen reagiert. Deshalb spielen die Charakterzüge und Verhaltensweisen der Bewerber für Personaler bei ihren Entscheidungen eine große Rolle. In vielen Geschäftsbereichen ist es eine absolute Notwendigkeit, sich in andere Personen hineinzuversetzen. Das erleichtert die Kommunikation zwischen beiden Seiten, verbessert den Informationsfluss und erhöht die Erfolgschancen eines Projektes.
Damit ein Team produktiv zusammenarbeiten kann, muss die Chemie unter den Teammitgliedern stimmen. Demensprechend viel Wert legen Arbeitgeber auf die sozialen Kompetenzen der Bewerber. Teamfähigkeit, Einfühlungsvermögen, die Fähigkeit zu kommunizieren und Konfliktmanagement gehören bei vielen Jobs, neben dem fachlichen Know-how, zu den Basiskompetenzen.
Soziale Kompetenz – Teamfähigkeit
Wenn ein neues Mitglied zu einem bereits bestehenden Team stößt, muss es sich zunächst einordnen. Das braucht im Normalfall einige Zeit und erfordert einige Geduld mit den Kollegen und mit Dir selbst.
Die weitere Teamarbeit ist mit Konflikt- und Kritikfähigkeit sowie mit Einfühlungsvermögen gegenüber den anderen Teammitgliedern verbunden. Teamfähigkeit zeichnet sich durch viel mehr aus, als nur in einem Team arbeiten zu können. Das Team muss auch untereinander kommunizieren lernen, Informationen austauschen und sich weitgehend selbst regulieren. Nur so lässt sich der Erfolg der Gruppe auf Dauer sicherstellen.
Kommunikationsfähigkeit und Konfliktfähigkeit als Soziale Kompetenz
Nicht jeder der viel redet, kann gut kommunizieren. Zu der Kommunikationsfähigkeit gehören Teilkompetenzen, wie das Verstehen, das Erklären oder das Aufbereiten von Informationen. Debattieren und Argumentieren sind dabei ebenso nützlich.
Debatten oder Diskussionen können schnell zu einer Auseinandersetzung führen, wenn die soziale Kompetenz bei einem oder bei beiden Parteien mangelhaft ist. Bei Diskussionen ist es wichtig, dass Respekt und Toleranz im Vordergrund stehen und die Streitenden klar zwischen Sachebene und persönlicher Ebene unterscheiden. Kritikfähigkeit und Konfliktmanagement liegen eng beieinander und gehören nicht nur im Beruf zu den wichtigsten sozialen Kompetenzen.
Ein gesundes Selbstbewusstsein ist notwendig, um im Berufsleben erfolgreich zu sein und aktiv in einem Team zu arbeiten. Ein überbordendes Selbstbewusstsein kann jedoch hinderlich sein, wenn es zu einer arroganten Haltung führt und so die Zusammenarbeit mit anderen behindert.
Soziale Kompetenz immer wichtiger
Ausgeprägte soziale Kompetenzen können Dir in beruflicher Hinsicht viele Vorteile verschaffen, besonders wenn Dein Beruf den häufigen und intensiven Umgang mit Menschen vorsieht. Laut einer neuen Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung hängt der berufliche Erfolg in 40 Prozent der Fälle von Soft Skills ab – bei Hochschulabsolventen ist die Quote sogar noch höher. Der Grund ist simpel: In einer schnelllebigen Welt ändert und entwickelt sich das spezielle Fachwissen immer weiter, die Notwendigkeit von sozialer Kompetenz bleibt jedoch bestehen. Daher ist es wichtig, in einem Bewerbungsschreiben die sozialen Kompetenzen aufzuführen und auch später im Vorstellungsgespräch unter Beweis zu stellen.