Karriere mit Gefühl: Emotionale Intelligenz im Beruf.

Karriere mit Gefühl: Emotionale Intelligenz im Beruf.

Am Arbeitsplatz sind fachliche Fähigkeiten und analytische sowie methodische Kompetenzen gefragt. Excel-Skills und Co. sind aber nicht alles, wenn du beruflich erfolgreich sein willst. Entscheidend für deine Karriere ist auch deine emotionale Intelligenz.

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Emotionale Intelligenz als Schlüsselkompetenz für beruflichen Erfolg.

Bei der emotionalen Intelligenz handelt es sich um die Fähigkeit des Menschen, die Emotionen seines Gegenübers zu erkennen, adäquat auf sie zu reagieren und sie so zu beeinflussen, dass sie bei der Erreichung von Zielen helfen. So sind nicht nur akademische Kompetenzen Voraussetzung für Erfolg, sondern auch die emotionale Qualität (EQ). Sie setzt sich aus fünf Kompetenzen zusammen:

  • Selbstwahrnehmung (Wahrnehmen und Verstehen der eigenen Gefühle)
  • Selbstmotivation (Fähigkeit, sich selbst und andere für bestimmte Aufgaben zu begeistern)
  • Selbstregulierung (Regulierung der eigenen Gefühle)
  • Empathie (Wahrnehmen und Verstehen der Gefühle von Anderen)
  • Beziehungsmanagement (Verstehen und Beeinflussen von zwischenmenschlichen Beziehungen)

Emotionale Intelligenz in der Praxis.

Was bedeutet emotionale Intelligenz in der Praxis? Wir haben beispielhaft ein paar Anwendungsfälle aus dem Consulting-Bereich herausgesucht:

  • Erfragung und Definition von individuellen geschäftlichen Anforderungen, Sorgen und Herausforderungen
  • Durchleuchten des Geschäfts, Aufdecken möglicher Schwachstellen und verborgener Stärken
  • Anschließende Entwicklung zukunftsweisender Lösungen und dahingehende intensive Beratung
  • Einsatz des Potenzials eines bereichsübergreifenden und weltweiten Beziehungsnetzes

Auch der Austausch mit vielen tausend Mitarbeitenden* an weltweiten Standorten wird gerade in großen Konzernen unterstützt. Sie leben von der Vielfalt ihrer Mitarbeitenden und machen sich diese zunutze, indem sie den intensiven Dialog aktiv fördern – und das über Bereiche, Industrien und Ländergrenzen hinweg. Gemeinsam nutzen sie die Möglichkeiten von diversifizierten, internationalen Netzwerken.

Die Rolle der emotionalen Intelligenz ist gerade hier nicht zu unterschätzen, denn wenn viele Kulturen aufeinander treffen, braucht es Kollegen, die kulturelle und sprachliche Besonderheiten mit Spaß aufnehmen und zwischen Kollegen vermitteln, sowie den Teamzusammenhalt zu stärken. Hier werden Menschen benötigt, die dies als spannende Herausforderung sehen und nicht als Belastung. Das setzt Kontaktfreudigkeit und Interesse am Gegenüber voraus. 

Emotionale Intelligenz in Führungspositionen.

Im Berufsleben spielt emotionale Intelligenz tatsächlich eine immer wichtigere Rolle und gehört zu den Schlüsselkompetenzen für beruflichen Erfolg. So ist sie auch bei Führungskräften ein Must-Have: Gerade in Führungspositionen brauchst du die Fähigkeit, konstruktiv und empathisch mit Menschen zu agieren genauso wie die Kompetenz, andere Menschen zu führen und zu motivieren.

Emotionale Intelligenz ist in nahezu allen Berufsfeldern notwendig – auch in solchen, bei denen man es vielleicht erstmal nicht erwartet: Consulting beispielsweise ist eher für eine analytische, strategische und unternehmerische Denk- und Arbeitsweise bekannt.

Dennoch legen Consulting-Unternehmen bei der Einstellung neuer Mitarbeiter besonderen Wert darauf, dass das Team persönlich gut zueinander passt. Die sozialen Verknüpfungspunkte sind extrem wichtig, um den Zugang und die Zusammenarbeit zu vereinfachen.

Emotionale Intelligenz im Consulting.

Der Beruf eines Beraters ist es, Situationen ganzheitlich zu erfassen, zu bewerten, Unternehmen dahingegen zu beraten und so zum wirtschaftlichen Erfolg zu führen. In der Beratungsbranche sind in der Interaktion mit dem Kunden also hohes Verständnis und Feingefühl für dessen Bedürfnisse gefragt.

Saskia Thomele, Senior Managerin bei PwC, hält den persönlichen Kontakt zum Kunden für besonders wichtig:

Die Analyse von Zahlen ist längst nicht alles. Bei unserer Arbeit müssen wir eine Reihe von Fragen klären. Dazu führen wir viele Gespräche – mit Geschäftsführern sowie verschiedenen Mitarbeitern. Es zählt der persönliche Draht, so erfährt man einfach mehr.
Saskia Thomele, Senior Managerin bei PwC

Bei Consulting-Unternehmen wie zum Beispiel PwC steht die Nähe zu Mandanten und Mitarbeitern im Mittelpunkt: Egal ob als Arbeitgeber oder Unternehmen, in der Unternehmenskultur dreht sich alles um tragfähige und nachhaltig erfolgreiche Beziehungen. Danach richtet sich oft auch das Leitbild eines Unternehmens:

  • Investition in Teams und Beziehungen
  • Teilen von Wissen untereinander
  • Intensive Zusammenarbeit
  • Einnehmen der Perspektive der Kunden
  • Fokussierung auf den Mehrwert für den Kunden

Sowohl bei Mitarbeitern als auch bei Kunden streben Unternehmen also im Arbeitsalltag danach, individuelle Herausforderungen und Ziele zu verstehen und zuverlässig dabei zu helfen, Potenziale zu entfalten. Das Schlüsselelement ist hier, sich besonders gut in das Gegenüber hineinversetzen zu können.

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