New Work.

New Work.

Das musst du wissen.

  • Beim Prinzip von New Work dient die Arbeit als Mittel, mit dem sich der Mensch als freies Individuum verwirklichen kann.
  • Um selbstbestimmte Arbeit zu fördern, können Arbeitgeber eine Vielzahl von Maßnahmen umsetzen, mit denen Organisationsstrukturen, Prozesse, Beziehungen, Anreizsysteme oder auch der Arbeitsort selbst umstrukturiert werden.
  • New Work wird nicht nur vom Arbeitgeber angestoßen, auch du als Arbeitnehmer_in* musst dich auf das Umdenken in der Arbeitswelt der Zukunft einstellen.

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Was ist New Work eigentlich?

Um zu klären, was New Work bedeutet, müssen wir einen Schritt zurückgehen und uns das Konzept Arbeit 4.0 anschauen. Der Begriff beschreibt die Anpassung der Arbeitsformen und -bedingungen – sowohl in der Industrie als auch in der Arbeitswelt – an folgende veränderte Umstände: 

  • Digitalisierung
  • Veränderungen der Wertschöpfungslogik
  • Demographischer Wandel
  • Ständiger Wissenszuwachs
  • Klimawandel
  • Veränderte Erwartungen ans Arbeitsleben

Arbeit 4.0 ist geprägt von der Digitalisierung: Prozesse werden automatisiert, die gesamte Wirtschaft ist miteinander vernetzt und Menschen können zeit- und ortsunabhängig arbeiten. Auch die Arbeitswelt der Zukunft erfordert ein Umdenken – und hier kommt New Work ins Spiel.

Aha!

Der Begriff geht auf den Sozialphilosophen Frithjof Bergmann zurück und beschreibt laut seiner ursprünglichen Definition eine utopische Vorstellung der Arbeitswelt der Zukunft.

Im Gegensatz zur davor herrschenden Auffassung, dass man mit seiner Arbeit einen bestimmten Zweck erfüllt, indem man verschiedene Aufgaben erledigt, ist beim Prinzip von New Work eher die Arbeit das Mittel, mit dem sich der Mensch als freies und soziales Individuum verwirklichen kann.

Der Mensch fungiert also nicht mehr als bloßes Werkzeug, welches einzelne Arbeitsschritte erledigt, sondern die Arbeit dient dem Individuum zur Selbstverwirklichung.

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Damit ist die Arbeitswelt der Zukunft das krasse Gegenteil von der Definition im klassischen Kapitalismus, denn die sinnstiftende Funktion der Arbeit, aber auch Werte wie Freiheit und Selbstständigkeit, stehen im Mittelpunkt des Prinzips New Work.

Laut der New Work Charta sollte die Arbeitswelt der Zukunft in ihrem Kern nach folgenden fünf Prinzipien ausgerichtet sein:

  • Freiheit
  • Selbstverantwortung
  • Sinn
  • Entwicklung
  • Soziale Verantwortung

Freiheit, Selbstverantwortung und Sinn bildeten bereits bei Bergmann die Grundprinzipien der Arbeitswelt der Zukunft; die Themen Entwicklung und Soziale Verantwortung kamen in den letzten Jahren mit Veränderung der Arbeitswelt hinzu.

Wenn also ein Unternehmen New Work als Benefit anbietet, ist damit die Umsetzung verschiedenster Maßnahmen gemeint, um dem stetigen Wandel standzuhalten und flexibel zu bleiben. Das große Ziel ist dabei immer, von starren Arbeitsmodellen wegzukommen und stattdessen mit flexiblen Prozessen anpassungsfähig zu bleiben.

Was ist bei der Wahl eines neuen Arbeitgebers wichtig?

Dass die Arbeit nicht mehr vorrangig Mittel zum Zweck ist, um Geld zu verdienen und sich seinen Lebensunterhalt zu sichern, zeigen aktuelle Studien.

Bei der Wahl eines neuen Arbeitgebers zählen für Nachwuchstalente in Deutschland ein gutes Arbeitsklima und Spaß an der Arbeit bzw. Erfüllung zu den wichtigsten Kriterien. Auch Themen wie Work-Life-Balance oder Weiterentwicklungsmöglichkeiten stehen ganz oben auf der Wunschliste.

Wichtige Kriterien bei der Wahl des zukünftigen Arbeitgebers:

Männer Frauen
Arbeitsklima 34 % 46 %
Spaß/Erfüllung 48 % 41 %
Work-Life-Balance 26 % 36 %
Attraktives Einstiegsgehalt 29 % 33 %
Weiterentwicklungsmöglichkeiten 26 % 27 %
Flexible Arbeitszeiten 23 % 21 %
Hohes Einkommen in Zukunft 28 % 20 %
Standort 16 % 19 %
Arbeitsplatzsicherheit 16 % 17 %
Überstundenvergütung/-ausgleich 2 % 9 %
Flache Hierarchien 9 % 8 %
Internationalität 7 % 8 %
Image des Arbeitgebers 8 % 7 %
Zusatzleistungen 7 % 4 %
Starker Fokus auf Leistung 3 % 1 %
Unternehmensgröße 7 % 1 %

Welche Maßnahmen gehören zum Modell New Work?

Maßnahmen für New Work gibt es sowohl im Mikro- als auch im Makrokontext. Letzterer meint staatlich organisierte Rahmenbedingungen der Arbeitswelt der Zukunft, wie das bedingungslose Grundeinkommen oder Conscious Capitalism. Diese bilden ein Grundgerüst dafür, dass Unternehmen die Bedingungen für die Arbeitswelt der Zukunft schaffen können.

Im Mikrokontext gibt es dann verschiedenste Methoden und Prozesse, die Unternehmen anwenden können, um die Prinzipien der neuen Arbeitswelt für die Zukunft zu etablieren. Natürlich gibt es unzählige Maßnahmen, um Arbeit 4.0 ins Unternehmen und in den Alltag aller Mitarbeitenden zu integrieren – wir stellen dir hier lediglich die wichtigsten vor.

Unterteilt haben wir die New Work Maßnahmen in folgende Kategorien:

  1. Strukturen und Prozesse
  2. Beziehungen und Netzwerke
  3. Arbeitszeit und -ort
  4. Bezahlung
  5. Denkmodelle

1. Strukturen und Prozesse

Holokratie

Holokratie, oder englisch Holacracy, bezieht sich auf die Organisation von Unternehmen und hat vor allem die Selbstverantwortung der Mitarbeitenden zum Ziel. Grundlage dafür sind maximale Transparenz und die volle Beteiligung aller Beschäftigten. Jedes Mitglied des Unternehmens bekommt demnach die Möglichkeit, sich einzubringen, die Organisation zu beeinflussen und Entscheidungen zu treffen. Vorgesetzte gibt es in dem Sinne also nicht. Im Umkehrschluss übernehmen aber auch alle die volle Verantwortung für ihre Handlungen und Positionen.

New Leadership

New Leadership verlangt flexible Vorgesetzte, die auf veränderte Bedingungen reagieren und auf die Individualität ihrer Mitarbeiter eingehen können. Der Ansatz der modernen Führung ist außerdem stets situativ. Ein flexibler Vorgesetzter nimmt demnach sechs Rollen ein, zwischen denen er je nach Situation wechseln kann:

  • Disziplinarischer Vorgesetzter
  • Mit-Unternehmer
  • Coach/Mentor
  • Personalentwickler
  • Fachmann
  • Facilitator

Flache Hierarchien

Mit einer flachen Hierarchie ist eine Organisationsstruktur mit möglichst wenigen Führungsebenen gemeint. Somit entfällt das Prinzip vom Mitarbeiter, der einen direkten Vorgesetzten hat, der ihm Arbeitsanweisungen gibt und Entscheidungen trifft – stattdessen werden alle Beschäftigten in Entscheidungsprozesse einbezogen. Daraus entstehen direkte Kommunikationswege, schnelle Entscheidungsprozesse und hohe Reaktionsgeschwindigkeit bei Veränderungen.

Agilität

Agilität bezeichnet die Eigenschaft, auf auftretende Veränderungen reagieren zu können. Dafür müssen Unternehmen flexibel, proaktiv und initiativ agieren. Agile Methoden des Projekt- und Produktmanagements sind zum Beispiel Scrum oder Kanban. Im Zentrum stehen dabei immer folgende Leitsätze:

  • Der Fokus liegt auf Individuen und Interaktionen anstatt auf Prozessen und Werkzeugen.
  • Funktionierende Produkte sind wichtiger als umfassende Dokumentationen.
  • Auf Veränderung zu reagieren ist wichtiger als die strikte Verfolgung eines Plans.
  • Die enge Zusammenarbeit mit Kunden ist wichtiger als Vertragsverhandlungen.

Netzwerkorganisation

Die Basis einer Netzwerkorganisation ist die Grundannahme, dass jedes Teammitglied ein Experte auf seinem Gebiet ist und diverse Kompetenzen besitzt, um verschiedene Aufgaben aus unterschiedlichen Bereichen zu bearbeiten. Dieser Ansatz geht weg von fixen Positionen und hin zur freien Beteiligung in verschiedenen Projekten. Demnach können auch Mitarbeitende aus unterschiedlichen Bereichen für ein Projekt zusammenkommen, wenn sie eine Expertise besitzen, die genau dafür gebraucht wird.

Job Crafting

Im Mittelpunkt des Job Craftings steht die aktive Gestaltung der eigenen Arbeit. Anstatt eine Rolle so anzunehmen, wie sie in der Stellenbeschreibung formuliert ist, verbindest du einzelne Aspekte davon mit deinen individuellen Wünschen, Bedürfnissen und Vorstellungen, um deine Arbeit individuell zu gestalten und zu verbessern. Treiber dafür ist deine intrinsische Motivation.

Work-Life-Balance / Work-Life-Blending

Work-Life-Balance beschreibt den Zustand der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Dafür kann dir dein Arbeitgeber verschiedene Benefits anbieten, beispielsweise Gesundheitsförderung, flexible Arbeitszeiten, die Möglichkeit für Homeoffice oder Remote Work sowie eine familienfreundliche Gestaltung des Arbeitsumfelds. 

Da Beruf und Privatleben aber mittlerweile nicht mehr nebeneinander existieren, sondern tatsächlich verschmelzen, ist der Begriff des Work-Life-Blendings wohl treffender. Dabei trennst du nicht mehr scharf zwischen Arbeitszeit und Freizeit, sodass hast maximale Flexibilität hinsichtlich der Aufteilung von Beruf und Privatleben.

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2. Beziehungen und Netzwerke

Diversität

Diversität am Arbeitsplatz meint die gleichberechtigte Repräsentation von Mitarbeitenden, unabhängig von Alter, ethnischer Herkunft und Nationalität, Geschlecht und geschlechtlicher Identität, körperlicher und geistiger Fähigkeiten, Religion oder Weltanschauung, sexueller Orientierung sowie sozialer Herkunft. Diverse Teams sind innovativer und produktiver, denn sie können ein Thema differenziert aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten, um Lösungsansätze zu finden.

Wertschätzung

Wenn Arbeitgeber die Leistungen ihrer Mitarbeiter im Beruf und ihr persönliches Engagement wertschätzen, wirken sie Frustrationen am Arbeitsplatz und Kündigungen entgegen. Der Job kann nur Mittel zur Selbstverwirklichung sein, wenn man sich am Arbeitsplatz mit Respekt und Wertschätzung begegnet und ein soziales Miteinander herrscht.

Feedback

Lebenslanges Lernen und ständige Weiterentwicklung funktionieren nur, wenn man regelmäßige Rückmeldung über Leistung, Verhalten und die Wirkung auf Dritte bekommt. Feedback ist aber keine Einbahnstraße, sondern funktioniert in alle Richtungen – auch von Mitarbeitern zu Vorgesetzten.

Positive Fehlerkultur

Aus Fehlern zu lernen, das funktioniert nur, wenn Fehlerquellen transparent gemacht, analysiert und somit als wichtige Lernquelle genutzt werden können. Fehler zu verbergen oder zu tabuisieren wäre dafür vollkommen kontraproduktiv.

Job Sharing

Job Sharing meint wortwörtlich das Teilen einer Position. Mehrere Kollegen teilen sich die Aufgaben und Verantwortungen einer gemeinsamen Arbeitsstelle. Varianten der Arbeitsplatzteilung sind z. B. Job Splitting, Job Pairing oder Topsharing.

Persönliche und berufliche Weiterentwicklung

Berufliche Weiterbildungen sind wichtige Maßnahmen im Kontext des lebenslangen Lernens. Werden Mitarbeiter dabei unterstützt, sich fachlich oder persönlich weiterzubilden, arbeiten sie motivierter, effektiver und zufriedener im Job. Fortbildungen, Kurse und Seminare sind die bekanntesten Weiterbildungsmöglichkeiten.

Working-out-loud

Der Kerngedanke hinter Working-out-loud ist, das eigene Wissen und die eigene Arbeit sichtbar zu machen, damit alle davon profitieren können. Mithilfe von Netzwerken wird Wissen geteilt, um individuelle Angewohnheiten zu reflektieren, zu ändern und letztendlich gesteckte Ziele zu erreichen.

3. Arbeitszeit und -ort

Flexible Arbeitszeiten

Die individuelle Gestaltung deines Arbeitstages dient einer guten Work-Life-Balance. Außerdem ist es für deine Motivation und Leistungen förderlich, wenn du genau dann arbeiten kannst, wenn du am produktivsten bist. Modelle für flexible Arbeitszeiten sind Vertrauensarbeitszeit, Gleitzeit, der 6-Stunden-Tag oder auch die 4-Tage-Woche.

Homeoffice & Remote Work

Die freie Wahl des Arbeitsplatzes gibt dir die Freiheit, deinen Arbeitsalltag optimal zu gestalten und ihn mit deiner Freizeit zu vereinbaren. Teams, die an verschiedenen Orten arbeiten und sich lediglich digital treffen, müssen dafür allerdings eine organisierte Meeting-Struktur schaffen und auf Projektmanagement- und Kommunikations-Tools zurückgreifen, um effektiv zusammenarbeiten zu können. Vor allem im Zusammenhang mit Corona hat die Arbeit aus dem Homeoffice zugenommen.

Arbeitsplatzdesign

Auch die passende Gestaltung des Arbeitsplatzes gehört zum Konzept der Arbeitswelt der Zukunft. Denn gerade Raumaufteilung und technische Ausstattung, aber auch Licht, Geräuschpegel, Farben und Materialien am Arbeitsplatz haben einen großen Einfluss auf deine Stimmung, Motivation und letztendlich auch deine Leistung. Statt Einzelbüros und festen Arbeitsplätzen gibt es offene Arbeitsflächen, Coworking Spaces, Kreativräume und Shared Desks. Multispaces bieten verschiedene Raumoptionen – von Rückzugsorten zum konzentrierten Arbeiten bis hin zu inspirierenden Kreativflächen – die alle Mitarbeiter jederzeit flexibel nutzen können.

Ergonomie und Fitness

Nur gesunde Mitarbeiter können ihre volle Leistung bringen. Durch ergonomische Arbeitsplätze mit unterschiedlichen Sitzmöglichkeiten und höhenverstellbaren Tischen, Gesundheitsmaßnahmen oder Fitnessangebote wird deine Gesundheit unterstützt und im besten Fall sogar gefördert.

Digitales Nomadentum

Digitale Nomaden leben Digitalisierung, denn sie wenden ausschließlich digitale Technologien im Beruf an und können dadurch ein ortsunabhängiges Leben führen.

Crowdworking

Beim Crowdworking bieten Menschen über Plattformen ihre Arbeitsleistung ausschließlich digital an und haben so die Möglichkeit, von überall auf der Welt aus zu arbeiten. Crowdworker leben also komplett von der Digitalisierung. Sie werden vor allem von Unternehmen engagiert, wenn Aufgaben mit einem hohen Arbeitsaufwand erledigt werden müssen, die allerdings komplett ohne unternehmensinternes Wissen ausgeführt werden können. Crowdworker werden z. B. beschäftigt, um Apps zu testen oder Daten zu kategorisieren.

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4. Bezahlung – New Pay

Zu New Work gehört auch New Pay – alternative Vergütungsmodelle. Dafür gibt es unzählige Ansätze, vom Einheitsgehalt über transparente Gehaltsformeln bis hin zum Wunschgehalt bzw. selbst gewählten Gehalt. Auch nicht-monetäre Anreize gehören hier dazu. Immer öfter rückt auch die Devise „Zeit ist Geld“ in den Vordergrund, bei der du zugunsten von mehr Freizeit, z. B. in Form von Urlaubstagen, auf Teile deines Gehalts verzichtest.

5. Denkmodelle

Growth Mindset

Menschen mit einem Growth Mindset streben nach ständiger Weiterentwicklung und gehen davon aus, dass sie alles lernen können, wenn sie nur genug Fleiß und Arbeit hineinstecken. Dabei gehört auch Scheitern zum Erfolg. Ein Growth Mindset fördert Engagement und Innovationen im gesamten Unternehmen.

Open Book Management

Open Book Management meint im wörtlichen Sinne die Transparenz eines Unternehmens wie die eines offenen Buches. Auf allen Ebenen des Unternehmens bekommen die Mitarbeiter vollen Einblick in die Zahlen, Abläufe und Prozesse und werden so informiert und einbezogen wie die Geschäftsführung selbst. Denn wenn Mitarbeiter verstehen, wie ein Unternehmen funktioniert, können sie besser zum Erfolg beitragen.

Mindfulness

Im Deutschen als Achtsamkeit bekannt, hat Mindfulness auch im Job-Kontext eine große Bedeutung. Die bewusste Wahrnehmung deines Arbeitsalltags und Umfeldes ist unerlässlich in Zeiten von ständigem Wandel. Eine gesunde innere Haltung sowie mentale Stärke von Mitarbeitern und Führungskräften führen zu mehr Motivation, Zufriedenheit und Belastbarkeit in Stresssituationen. Achtsame Mitarbeiter können prozessorientierter und effektiver arbeiten, ohne dabei den Fokus zu verlieren, sich zu überlasten und womöglich selbst Schaden davonzutragen.

Wie wird New Work in Unternehmen umgesetzt?

Es gibt also unzählige Maßnahmen, die Arbeitgeber ergreifen können, um ihr Unternehmen und ihre Mitarbeitenden mit in die neue Arbeitswelt zu nehmen. Doch welche Aspekte von New Work kannst du eigentlich bei Arbeitgebern in Deutschland erwarten?

Hier muss natürlich erwähnt werden, dass besonders Corona dazu beigetragen hat, dass sich nicht nur die Gesellschaft rapide verändert hat, sondern auch die Arbeitswelt bei Themen wie Digitalisierung und flexiblen Arbeitsorten deutlich aufholen musste. Aber auch die Bedeutung von sinnstiftenden Arbeitsinhalten, agilen Organisationsformen oder veränderten Führungsstrukturen haben fast die Hälfte aller Unternehmen erkannt.

Wie ist der Stand der Umsetzung der einzelnen Aspekte von New Work in Ihrem Unternehmen (Österreich)?

Aspekt Anteil
Zeitliche Flexibilisierung von Arbeit 61 %
Sinnstiftung in der und durch die Arbeit 54 %
Projektbasierte Organisationsformen 51 %
Agile Organisationsformen 48 %
Veränderte Führungsstrukturen 48 %
Örtliche Flexibilisierung von Arbeit 46 %
Neue Machtverteilung 44 %

Vor- und Nachteile von New Work.

Am Schluss präsentieren wir dir noch einmal eine Übersicht dazu, was die Vorteile und Nachteile von New Work sind:

Vorteile Nachteile
Zeitersparnis, da der Arbeitsweg wegfällt Gutes Zeit- und Selbstmanagement ist Voraussetzung
Freie Arbeitsplätze und Räume mit speziellen Funktionen können Produktivität, Kreativität und Innovation steigern Wenn es an Planung und Führung mangelt, scheitert das komplette Konzept
Du kannst selbstständiger und freier arbeiten Mehrarbeit und höherer Druck, ständig erreichbar zu sein
Es entstehen neue Jobmöglichkeiten und Tätigkeitsbereiche (zum Beispiel Bot Developer) Grenzen zwischen Beruf und Privatleben können sich auflösen, abschalten fällt schwerer
Möglichkeiten für kreative Auszeiten (z. B. Sabbatical) entstehen Evtl. Vereinsamung durch Arbeitsformen wie digitales Nomadentum oder Crowdworking
Höhere Zufriedenheit im Beruf bringt gesteigerte Produktivität mit sich Alle müssen Verantwortung übernehmen
Bessere Work-Life-Balance Hohe Affinität zur Technik ist gefordert und ständige Weiterbildung unerlässlich
Ermutigung zur individuellen Weiterbildung Anforderungen an Datenschutz durch Remotes Arbeiten gestiegen
Mehr Flexibilität für Veränderungen am Markt
Administrative Aufgaben werden reduziert
Weniger Ablenkung im Homeoffice sorgt für gesteigerte Effizienz
Größere Innovationskraft durch kreative Freiräume
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