Weiterbildung.

Weiterbildung.

Das musst du wissen.

  • Fortbildungen, Kurse und Seminare sind die bekanntesten Weiterbildungsmöglichkeiten.
  • Berufliche Weiterbildung gehört zu den Top 3 Benefits für Arbeitnehmer_innen* und werden mittlerweile auch von vielen Arbeitgebern angeboten.
  • Oft übernimmt dein Arbeitgeber die Kosten deiner Weiterbildung. Falls nicht, gibt es diverse Fördermöglichkeiten vom Staat oder den Bundesländern für berufliche Bildung.

Diese Unternehmen bieten den Benefit Weiterbildung:

Tipp: Erhalte Jobanfragen von Unternehmen, die genau zu dir passen. Melde dich jetzt in unserem Talent-Pool an!

Was ist lebenslanges Lernen?

Du bist gerade erst mit der Ausbildung oder dem Studium fertig, willst im Berufsleben so richtig durchstarten und nun sollst du weiter lernen? Keine Angst, lernen klingt immer nach so viel Zwang und Stress, aber in deiner beruflichen Laufbahn kannst du schließlich selbst wählen, wofür und in welchem Bereich du dich weiterbildest. Und du wirst schnell merken, dass berufliche Bildung einfach zur Arbeitswelt dazugehört.

Früher reichte ein guter Hochschulabschluss für eine gute berufliche Laufbahn vollkommen aus. Doch in Zeiten von wirtschaftlichem Wandel, Globalisierung und Digitalisierung musst du dich im Laufe deines Arbeitslebens ständig weiterentwickeln, um mitzukommen. Denn nur, wer sein Leben lang lernt, kann mit ständigen Veränderungen umgehen.

Lebenslanges Lernen, das heißt, die persönliche Bereitschaft, sich veränderten Bedingungen in allen Lebensbereichen zu stellen, neugierig zu bleiben und aktiv das persönliche und gesellschaftliche Umfeld mitzugestalten.
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Tipp: Ob dein Traumjob wirklich zu dir passt, kannst du innerhalb von 60 Sekunden in unserem Karriere-Check herausfinden.

Lebenslanges Lernen bezieht sich grundsätzlich auf alle Lebensbereiche, privat und beruflich. Dazu gehören auch ganz banale Dinge wie Bücher lesen, Fernsehen schauen oder sich mit anderen Menschen zu unterhalten. Lernen kannst du überall. Wir fokussieren uns hier allerdings auf die Möglichkeiten deines Arbeitgebers, dich in der beruflichen Weiterbildungen zu unterstützen.

Welche Arten der Weiterbildung gibt es?

Der Begriff Weiterbildung ist nicht streng definiert und daher eher schwammig. Außerdem muss eine berufliche Weiterbildung nicht in unmittelbarem Bezug zu deinem Beruf stehen. Sie kann dir auch beim Erwerb von Zusatzqualifikationen helfen – typische Beispiele für diese Art der beruflichen Bildung sind Kurse in Fremdsprachen, MS Office, Photoshop oder Rhetorik. 

Fortbildung

Eine Fortbildung baut auf bestehenden Qualifikationen auf und führt zu einer Spezialisierung in einem bestimmten Fachbereich. Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Arten der Fortbildung:

  • Erhaltungsfortbildung: Fortbildung zur Auffrischung von bereits vorhandenen Kenntnissen.
  • Anpassungsfortbildung: Anpassung der Kenntnisse an veränderte Bedingungen (zum Beispiel neue Software).
  • Erweiterungsfortbildung: Berufliche Bildung in einem neuen Zweig des eigenen Berufsfeldes.
  • Aufstiegsfortbildung: Vorbereitung auf Wechsel in höhere, verantwortungsvollere Position (z. B. Fachwirt, Meister, Techniker).

Umschulung

Im Gegensatz zu einer Fortbildung bereitet dich eine Umschulung auf die Arbeit in einem völlig neuen Bereich vor. Deshalb ist sie auch sehr zeitintensiv und endet oft mit einem komplett anderen Abschluss, als du bisher schon besitzt. Das wird zum Beispiel nötig, wenn du völlig unzufrieden mit deiner jetzigen Arbeit bist, oder deinen alten Job aufgrund körperlicher Probleme nicht mehr ausüben kannst.

Eine Umschulung setzt im Gegensatz zur Fortbildung übrigens keine Vorkenntnisse voraus, sodass du im neuen Berufsfeld auch komplett von vorn beginnen kannst. Damit ist die Umschulung mit einem zweiten Abschluss gleichzusetzen. Eine Umschulung kannst du über die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern, den TÜV, die DEKRA oder viele weitere private Bildungsträger absolvieren.

! TIPP

Wenn du dir nicht sicher bist, welche Form der beruflichen Bildung die richtige für dich ist, solltest du eine Beratung in Anspruch nehmen. Wende dich hier zum Beispiel an die Agentur für Arbeit, die IHK oder private Anbieter von Weiterbildungen.

Wie sehen konkrete Maßnahmen der Weiterbildung aus?

Wenn wir mit Weiterbildung den großen Bereich der beruflichen Bildung meinen, der auch Fortbildungen und Umschulungen einschließt, ist die Liste der möglichen Kurse, Seminare und Workshops lang. Diese finden meist außerhalb des Unternehmens, also off-the-job, statt. Auch unternehmensintern, also on-the-job, kannst du dich auf viele verschiedene Arten weiterbilden. Im Folgenden listen wir dir nur die beliebtesten Maßnahmen der beruflichen Bildung auf:

Learning off-the-job Learning on-the-job
Seminare, Workshops, Kurse Onboarding für neue Mitarbeiter
Fortbildung (Meister, Techniker, Fachwirt) Mitarbeiterschulung (z. B. für neue Software, Produkte)
Umschulungen Mentoring
Lehrveranstaltungen (z. B. als Gasthörer an der Uni) Lernzirkel
Informationsveranstaltungen, Vorträge Interne Vortragsreihen und Workshops
Kongresse, Tagungen Hospitationen in anderen Abteilungen
Zusatz- und Schlüsselqualifikationen (Soft Skills) Job-Rotation
Coaching (besonders führ angehende Führungskräfte) Autauschprogramme in andere Niederlassungen
E-Learning-Plattformen Corporate Academy/Corporate University
Selbstgesteuertes Lernen

Besonders, wenn es um Themen wie neue Produkte oder Tools geht, bieten sich interne Schulungen an. Meist gibt es hierfür nämlich Experten in der Firma, die ihre Kollegen ganz spezifisch für die Bedürfnisse des Teams schulen können. Auch routinierte Arbeitsabläufe können dir von deinen Kollegen im Team gut vermittelt werden. Externe Weiterbildungsmaßnahmen vermitteln dir Kenntnisse, die auch über die Qualifikationen deiner Kollegen hinausgehen bzw. einfach zu umfangreich sind, um sie intern zu vermitteln.

Eine Arbeitnehmer-Umfrage der Berner Fachhochschule zeigte, dass die beliebteste Form der Weiterbildung immer noch Kurse sind, gefolgt von Seminaren und Tagungen. Privatunterricht hingegen wird sehr selten in Anspruch genommen.

Form der von Arbeitnehmern besuchten Weiterbildungen in der Schweiz im Jahr 2019.

Weiterbildungsangebot Anteil
Kurse 45,2 %
Seminare oder Tagungen 32,9 %
Selbstständiges Lernen 5,9 %
Online-Lehrgang 4,7 %
Privatunterricht 2,2 %
Sonstiges 9,1 %

Weiterbildung in Vollzeit oder in Teilzeit?

Grundsätzlich hast du die Möglichkeit, Weiterbildungsangebote wie Seminare oder Kurse in Vollzeit oder in Teilzeit zu absolvieren. Dabei heißt Vollzeit aber nicht zwangsläufig, dass dir mehr Inhalt vermittelt wird und du damit mehr Aufwand hast als bei einer Weiterbildung in Teilzeit. Bei Letzterer werden die Inhalte nicht am Stück vermittelt, sondern in mehrere Einheiten aufgeteilt, die an verschiedenen Tagen gelehrt werden. Für dich bedeutet das oft eine Doppelbelastung, da du das Seminar neben deinem Job belegst – meist abends oder am Wochenende. Dein Chef kann dich unterstützen, indem er dir bei voller Bezahlung Zeit zum Lernen einräumt. Das heißt, dass du deine Kurse während der Arbeitszeit besuchen oder dir einfach ein paar Stunden in der Woche fürs Lernen frei nehmen darfst.

Eine Weiterbildung in Vollzeit bedeutet, dass du täglich mindestens sechs Stunden am Stück damit verbringst. Das ist natürlich parallel zum Beruf nur schwer möglich. Allerdings hat es für dich den Vorteil, dass du dich für einen gewissen Zeitraum komplett auf die Weiterbildung fokussierst und das Gelernte nach dem Abschluss des Kurses schnell anwenden kannst. 

Aber keine Angst, für eine Weiterbildung in Vollzeit musst du nicht deinen Jahresurlaub opfern, es gibt eine tolle Alternative: Bildungsurlaub. Du hast nämlich Anspruch darauf, Sonderurlaubstage für den Besuch von Seminaren zur Weiterbildung in Anspruch zu nehmen. Die Anzahl der Tage und die Art der zugelassenen Kurse regelt jedes Bundesland für sich, aber im Schnitt springen für dich fünf Tage bezahlter Urlaub im Jahr heraus, in dem du zum Beispiel eine neue Sprache erlernen, an einer fachlichen Fortbildung teilnehmen oder ein politisches Seminar belegen kannst.

Top-Benefit Weiterbildung.

Berufliche Weiterbildungen sind in den letzten Jahren zu einem der Top-Benefits im Berufsleben geworden. Fast die Hälfte der Millennials und der Gen Z achten bei der Wahl ihres Arbeitgebers besonders auf die Möglichkeit, auch im Arbeitsleben kontinuierlich lernen zu können.

Sehr wichtige Aspekte bei der Wahl eines neuen Arbeitgebers:

Aspekt Millennials Gen Z
Finanzielle Belohnungen/Vorteile 63% 51%
Angenehme Arbeitskultur 52% 57%
Flexibilität (z. B. Arbeitszeiten, Standort) 50% 44%
Möglichkeiten für kontinuierliche Lernerfahrungen 48% 44%
Anreize/Maßnahmen für das Wohlbefinden 33% 25%
Reputation für ethisches Verhalten 22% 33%
Diversität und Inklusion 19% 27%
Möglichkeiten zur Frewilligenarbeit 12% 19%

Erstaunlich ist allerdings, dass die Weiterbildungsmöglichkeiten nicht nur bei Arbeitnehmern beliebt sind, sondern auch unter Arbeitgebern als sehr sinnvolle Maßnahmen angesehen werden. Eine österreichische Umfrage zeigte, dass Arbeitgebern die Weiterbildungsmöglichkeiten für ihre Mitarbeiter oft sogar noch wichtiger sind als den Mitarbeitern selbst.

Attraktivität von Mitarbeiter-Weiterbildungsmöglichkeiten für Arbeitnehmer selbst bzw. für Arbeitgeber:

Weiterbildungsmöglichkeit Arbeitnehmer Arbeitgeber
Fachspezifische Weiterbildung 77,2 % 85,9 %
Persönlichkeitsentwicklung 68,1 % 78,3 %
Führungskräftetraining 56,2 % 80,4 %
Formale Abschlüsse 42,5 % 39,1 %

Arbeitgebern scheint also bewusst geworden zu sein, dass Weiterbildungen ein wichtiger Benefit für Arbeitnehmer ist. Darüber hinaus haben sie anscheinend auch erkannt, dass kontinuierliches Lernen sehr viele Vorteile mit sich bringt.

Vorteile von Weiterbildungen.

Technischer Fortschritt kann innerhalb recht kurzer Zeit deinen bisherigen Wissensstand ersetzen und unbrauchbar machen. Das heißt für dich, dass ständiges Lernen in der Arbeitswelt unerlässlich ist, wenn du nicht von der Konkurrenz abgehängt werden, sondern stattdessen gute Leistungen im Beruf zeigen willst. Aber über die Notwendigkeit hinaus halten Weiterbildungen natürlich noch viele andere Vorteile bereit – für dich persönlich, für dein Team und die komplette Firma.

Vorteile vom Benefit Weiterbildung:

  1. Bestimmte Arbeitsschritte kannst du mit mehr Know-how viel einfacher erledigen.
  2. Du wirst Experte auf deinem Gebiet, das steigert deinen Marktwert in der Arbeitswelt.
  3. Lernen gibt neue Impulse und fördert die Kreativität.
  4. Lernerfolg macht glücklich.
  5. Du bist viel motivierter in deinem Beruf und willst dein erlerntes Wissen in der Praxis anwenden.
  6. Wenn in deine Weiterbildung investiert wird, weißt du, dass du auf Arbeit wertgeschätzt wirst.
  7. Investitionen in deine Weiterbildung vermitteln dir Jobsicherheit.
  8. Du hast mehr Selbstvertrauen im Berufsleben, wenn du weißt, was du kannst.
  9. Dein neu erlerntes Wissen ist nicht nur im aktuellen Beruf anwendbar, sondern für deine gesamte Laufbahn wichtig.
  10. Mehr Fachwissen kannst du in der nächsten Gehaltsverhandlung als Argument anbringen.
  11. Neue Fähigkeiten und Zertifikate pimpen deinen Lebenslauf auf.
  12. Mitarbeiter auf dem aktuellsten Wissensstand tragen zum Unternehmenserfolg bei und machen es konkurrenzfähig.
  13. Einem Unternehmen, das in deine Entwicklung investiert, fühlst du dich zugehöriger und wirst weniger wahrscheinlich wechseln.

Welche Arbeitgeber bieten ihren Mitarbeitern Weiterbildungen an?

Weiterbildungsmöglichkeiten bringen dich persönlich und beruflich voran. Aber wie sieht es nun in der Praxis aus, in welchen Firmen kannst du mit diesem Benefit rechnen? Die gute Nachricht ist: Die meisten Chefs haben die Wichtigkeit von Angeboten zur Fortbildung erkannt und bieten sie dir auch an. Berufliche Weiterbildung gehört zu den Top 3 Benefits, um neue Mitarbeiter zu gewinnen oder langfristig zu binden.

Maßnahmen, um neue Mitarbeiter fürs Unternehmen zu gewinnen und langfristig zu binden.

Maßnahme Anteil
Kostenlose Getränke 92 %
Gleitzeit 71 %
Weiterbildung 69 %
Technisch aktuelle Ausstattung 55 %
Jobticket 54 %
Vertrauensarbeitszeit 46 %
Betriebliche Altersvorsorge 19 %
Dienstwagen 12 %
Kinderbetreuung 8 %

Vor allem in den Branchen Einzelhandel, Pflege und Medizin werden die Mitarbeiter durch Schulungen und Kurse zusätzliche gefördert. Weiterbildungen zum Thema Digitalisierung werden dagegen verstärkt in der Versicherungsbranche, Automobilindustrie und bei Banken und Finanzdienstleistern angeboten – die öffentliche Verwaltung hinkt hingegen etwas hinterher (Quelle: Bitkom, Digital Office Index, 2020).

Unternehmensgröße

Einen Einfluss auf die gebotenen Benefits hat definitiv auch die Größe des Unternehmens. In vielen großen Betrieben oder Konzernen gehört ein breites Angebot an Fortbildungen und Seminaren zum Standard. Kleine Firmen können sich das nicht immer leisten. Ausgenommen hiervon sind Start-ups, die meist sehr digital aufgestellt sind und enorm in die Weiterbildung ihrer Teams investieren.

Paradox ist jedoch, dass gerade in großen Firmen mit einem breiten Angebot an Weiterbildungen die wenigsten Mitarbeiter diese tatsächlich auch wahrnehmen. Dort werden die Mitarbeiterschulungen oft als öde und von der Arbeit abhaltend wahrgenommen – gerade, wenn die Maßnahmen verpflichtend für alle Mitarbeiter sind. Kleine Betriebe scheinen hingegen ihre Ressourcen gezielt einzusetzen und das Weiterbildungsangebot individuell auf die Mitarbeiter zuzuschneiden. Kombiniert mit der Freiwilligkeit sorgt das dafür, dass viele Mitarbeiter, die ein solches Angebot bekommen, es auch wahrnehmen.

Anteil der Unternehmen in Deutschland mit Fort- und Weiterbildungsangebot und Teilnahmequoten der Mitarbeiter:

Unternehmensgröße Unternehmen mit Weiterbildungsangeboten Teilnahmequote
10 bis 19 Beschäftigte 68,5 % 56,7 %
20 bis 49 Beschäftigte 78,1 % 53,3 %
50 bis 249 Beschäftigte 87,3 % 43,5 %
250 bis 499 Beschäftigte 97,9 % 34,8 %
500 bis 999 Beschäftigte 99,4 % 45,5 %
1.000 und mehr Beschäftigte 100 % 45,6 %
Durchschnitt 77,3 % 44,7 %

! Fazit

Wenn du in einem großen Konzern anfängst, hast du gute Chancen, viele Weiterbildungen angeboten zu bekommen. Die Chancen, dass diese aber genau auf deine Bedürfnisse zugeschnitten sind, stehen bei kleinen Firmen und vor allem bei Start-ups viel besser.

Wer zahlt die Kosten für meine Weiterbildung?

Die gute Nachricht zuerst: Die meisten Arbeitgeber übernehmen die Kosten für deine Fortbildung zumindest teilweise. Im besten Fall hast du ein Weiterbildungsbudget und kannst selbst entscheiden, worin das investiert wird. Und es kommt noch besser: Eine Weiterbildung gilt steuerlich nicht als Arbeitslohn, somit werden auch keine Abzüge fällig. Das gilt allerdings nur, wenn die Fortbildung überwiegend in betrieblichem Interesse ist.

Falls dein Chef kein zusätzliches Weiterbildungsbudget für dich zur Verfügung stellt, gibt es allerdings noch Alternativen für dich, um dich trotzdem weiterzubilden.

  • Zeit: Wenn du keine finanzielle Unterstützung in deinem Betrieb erhältst, frag unbedingt in der Personalabteilung nach, ob du wenigstens ein paar Stunden im Monat bezahlt „frei“ bekommst, um deine Fortbildung auf eigene Faust zu machen.
  • Aufstiegs-BAföG: Das Aufstiegs-BAföG unterstützt Arbeitnehmer, Berufs­rück­kehrer und Selbst­ständige, die sich per Aufstiegs­fort­bildung auf einen von mehr als 700 Fort­bildungs­abschlüssen vorbereiten möchten, z. B. zum Meister, Techniker oder Betriebs­wirt. Die Förderung ist ein Mix aus zins­güns­tigem Darlehen und Zuschüssen, die nicht zurück­gezahlt werden müssen.
  • Aufstiegsstipendium: Das Aufstiegsstipendium gilt für besonders engagierte Fach­kräfte, die erst­mals studieren wollen und bereits eine Berufsausbildung oder Aufstiegsfortbildung absolviert haben. Für Studierende im Vollzeitstudium beträgt das Stipendium monatlich 861 Euro plus 80 Euro Büchergeld (Stand 2021).
  • Weiterbildungs­stipendium: Das Weiterbildungsstipendium richtet sich an engagierte Fach­kräfte bis 24 Jahre, die fachbezogene berufliche Weiterbildungen, etwa zum Handwerks­meister, Techniker oder Fachwirt, in Anspruch nehmen möchten.
  • Bildungsgutschein: Der Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit unterstützt die berufliche Weiterbildung von Arbeits­losen, Beschäftigten und Berufs­rück­kehrern. Auch wer im Falle einer fehlenden Weiterbildung von der Arbeitslosigkeit bedroht ist, kann einen Bildungsgutschein für berufsbegleitende Fortbildungen beantragen. 
  • Bildungsprämie: Personen über 25 Jahren, die max. 20.000 Euro pro Jahr verdienen, bekommen mit der Bildungsprämie eine Förderung in Höhe der Hälfte der Weiterbildung, maximal aber 500 Euro. Die Förderung für Geringverdiener besteht aus zwei Teilen: dem Prämiengutschein und dem Spargutschein.
  • WeGebAU: Das Programm „Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen/Qualifizierungschancengesetz“ (WeGebAU) ist hauptsächlich für Geringqualifizierte oder Personen ohne Ausbildung gedacht, teilweise auch für Ältere, Menschen mit Behinderungen, oder für Menschen mit ausländischem Berufsabschluss, der hier nicht anerkannt wird. Die Förderungen variieren je nach Bundesland, zwischen 500 und maximal 25.000 Euro sind möglich.

! TIPP

Die Ausgaben für Weiterbildungen, die du aus eigener Tasche gezahlt hast, kannst du mit deiner Steuererklärung beim Finanz­amt einreichen.

Du suchst einen Job?
Check aktuelle Jobangebote.
Zu den Jobs