Fitnessangebote.

Fitnessangebote.

Das musst du wissen.

  • Das Thema Fitness wird für Arbeitnehmer_innen* und Arbeitgeber immer wichtiger, weshalb mehr und mehr Unternehmen Fitnessangebote und Fitness in Gesundheitskursen als Benefit anbieten.
  • Dein Arbeitgeber kann dir das Training im Fitnessstudio finanzieren, da es zu den steuerfreien Sachbezügen gehört.
  • Andere Fitnessangebote wie Gesundheitskurse, Übungen und gesundheitsfördernde Maßnahmen können jährlich mit bis zu 600 Euro steuerfrei gefördert werden.

Diese Unternehmen bieten den Benefit Fitnessangebote:

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Warum Gesundheit und Fitness auf der Arbeit so wichtig sind.

Dass unsere Gesundheit und Fitness unentbehrlich sind, ist klar. Sport hält uns nicht nur fit, sondern verlängert unsere Lebenserwartung und macht glücklich. Vor allem, wenn du in einem Bürojob arbeitest und viel Zeit im Sitzen verbringst, ist präventives Training maßgeblich, um spätere Gesundheitsschäden und Erkrankungen wie das Karpaltunnelsyndrom zu vermeiden. Fitness und Sport sind deshalb unentbehrlich für ein gesundes und erfülltes Leben – und für deine Karriere.

Die WHO empfiehlt für Menschen mit Bürojob 30 bis 50 Minuten Sport pro Tag, um langfristige Gesundheitsschäden vorzubeugen, doch vor allem mit einem Vollzeitjob ist es schwer, fit zu bleiben und trainiert zu sein. Viele fühlen sich nach einem langen Arbeitstag ausgelaugt und möchten den Abend am allerliebsten auf der Couch mit Netflix und Chips verbringen; an Fitness denken spätestens dann die wenigsten. Immer weniger Menschen in Deutschland bewegen sich infolge genug – 2018 waren es nur 43 Prozent, im Ausland sieht es sogar noch schlimmer aus.

Die häufigsten Gesundheitsbeschwerden im Job.

Volkskrankheit Rückenbeschwerden. Den Satz hast du bestimmt schon mal gehört. Er mag zwar mittlerweile nach einem Cliché klingen, aber er stimmt. Da wir immer mehr Zeit im Sitzen und immer weniger beim Training verbringen, sinkt unseres Level an Fitness. Die Folgen: Die Anzahl derjenigen, die an Rückenschmerzen leiden, steigt jährlich. Prävention, Vorsorge und Pflege der Funktionsfähigkeit des eigenen Körpers werden immer wichtiger.

Laut der Studie „Beweg Dich, Deutschland!”, ausgeführt von der Techniker Krankenkasse (TK), hat fast jeder dritte Erwachsene in Deutschland während seiner Karriere ständig oder oft Rückenprobleme. Eine ähnliche Befragung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (baua) ergab, dass sich die Hälfte der Befragten über Rücken- oder Kreuzschmerzen beklagten oder sogar in Behandlung sind, was Rückenschmerzen zur meistgenannten gesundheitlichen Beschwerde machte.

Problem Prozent
Schmerzen im Nacken- Schulterbereich 51.6
Kreuzschmerzen 47.75
Kopfschmerzen 36.95
Schmerzen in den Armen 21.65
Schmerzen in den Knien 21.5

Doch was tun, um Rückenschmerzen vorzubeugen? Die Antwort lautet: Bewegung! Wie zuvor erwähnt, reichen schon 30 Minuten Training am Tag aus, um effektiv Vorsorge bei Rückenprobleme zu betreiben, Schmerzen zu lindern und fit und trainiert zu sein. Du musst keinen Marathon laufen, um das Pensum an Training zu füllen, einfache Übungen wie Yoga reichen vollkommen aus für deine Fitness. Auch andere Gesundheitsbeschwerden wie Gelenkschmerzen können durch ein leichtes Training und regelmäßige Übungen verbessert werden.

In unserem Büroalltag bewegen wir uns aber viel zu wenig und fragen uns zu selten, ob unsere Fitness und Gesundheit darunter leiden könnten. Laut Informationen der TK verbringt der durchschnittliche Büroarbeiter über 80 Prozent der Arbeitszeit während seiner Karriere im Sitzen. Insgesamt verbringen wir hierzulande durchschnittlich täglich 6,5 Stunden im Sitzen – sowohl auf Arbeit als auch auf dem Sofa. Das bedeutet: Wir sitzen zu viel, machen zu wenig Sport und unsere Körper tragen die Konsequenzen.

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Welche Fitnessangebote kann mein Arbeitgeber für mich bereitstellen?

Auch dein Arbeitgeber kann Beiträge leisten, um dich gesund zu halten. Fitnessangebote im Betrieb sind u. a. wichtig, weil fast ein Drittel derjenigen, die sich kaum bewegen, trainieren würden, wenn sie finanzielle Unterstützung oder ähnliche Leistungen von ihrem Arbeitgeber erhalten würden (Quelle: TK). Knapp die Hälfte gab außerdem an, dass sie gerne mehr trainieren würden, aber ihr Arbeitsalltag kaum Bewegungspausen zuließe. Das Thema Fitness wird für Arbeitnehmer somit nicht nur im Privatleben wichtiger, sondern auch im Berufsalltag.

„Beim Thema Bewegung und Fitness sehen fast 60 Prozent der Beschäftigten die Arbeitgeber in der Pflicht, für ausreichende Bewegungs- und Sportangebote in den Betrieben zu sorgen.”
„Beweg Dich, Deutschland!" TK

Diese Bewegungsangebote wünschen sich Berufstätige von ihrem Arbeitgeber.

Ein ergonomischer Arbeitsplatz mit Stehtisch oder ergonomischem Bürostuhl wünschen sich fast die Hälfte der Arbeitnehmer. Denn so lässt sich auch während der Arbeit auf ganz einfache Art und Weise ein Training einbauen und du kannst deine Fitness fördern, ohne große Veränderungen in deinem Tagesablauf zu machen.

Service Prozent
Ergonomischer Arbeitsplatz (z. B. mit Stehtisch) 47
Gesundheitskurse direkt im Unternehmen (Training in Gesundheitskursen, z. B. Yoga) 39
Besprechungen im Stehen 29
Stehtische in der Cafeteria 28
Spezieller Raum für Bewegungspausen und Arbeit am Körper 24
Mehr gegenseitige Motivation und Unterstützung zum Sporttreiben durch die Kollegen 24
Organisierte bewegte Arbeitspausen z. B. durch Gymnastik und Workout 23
Mehr Unterstützung und Akzeptanz für sportliche Aktivitäten durch die Vorgesetzten 22

Kann mir mein Arbeitgeber den Besuch zum Fitnessstudio spendieren?

Wenn es um Fitness geht, denken die meisten von uns wohl als Erstes an einen Gesundheitskurs oder ans Fitnessstudio. Fitnessstudios werden dank der breiten Auswahl an Leistungen zu einer immer beliebteren Wahl, um fit und trainiert zu werden. Über 11 Millionen Deutsche trainieren mittlerweile in einem Fitnessstudio, doch könnte dein Arbeitgeber dir eine Mitgliedschaft spendieren? Und wenn ja, wie viel zahlt er?

Die Antwort auf diese Fragen lautet kurz gefasst: Ja, dein Arbeitgeber kann dich und deine Fitness mit bis zu 50 Euro im Monat steuerfrei unterstützen. Aber das bedeutet nicht, dass du den gesamten Betrag für einen Fitnessvertrag ausgeben kannst. Die 50 Euro gelten als sogenannte Sachzuwendung und können von deinem Arbeitgeber steuerfrei für Fitness und andere Leistungen genutzt werden.

Steuerfreie Sachzuwendung.

Unter Sachzuwendung versteht man eine nicht-monetäre Leistung, die über den reinen Lohn hinausgeht und deshalb nicht zu versteuern ist. Dein Arbeitgeber kann dir also diesen Sachbezug für ein, im Vorhinein festgelegtes, Gym gewähren und dir somit einen Teil oder den kompletten Vertrag bezahlen.

Wichtig hierbei ist, dass dein Arbeitgeber den Vertrag für dich schließen und unterschreiben muss. Wenn du ihn als Privatperson unterschreibst, dann ist die Sachbezugsregelung nicht anwendbar und du müsstest die vollen Kosten tragen. Alternativ betreiben einige Unternehmen Kooperationen mit Fitnessstudios und du kannst zum Beispiel Rabatte auf bestimmte Verträge, Gesundheitskurse oder andere Leistungen erhalten. Auch Anbieter wie Urban Sports Club, die ihren Service online anbieten, sind hier vertreten – so kannst du dein Training auch bequem von zu Hause aus machen.

Vorsicht!

Bei den 50 Euro handelt es sich, wie schon erwähnt, um eine steuerfreie Sachbezugsgrenze, die für einen bestimmten Service auszugeben ist. Das heißt, dass auch andere Sachbezüge und Leistungen wie z. B. Benzingutscheine für deinen Firmenwagen oder Essensmarken, die nichts mit Fitness zu tun haben, hier einfließen. Du musst also vorsichtig sein, dass diese Grenze nicht überschritten wird, sonst kann es schnell teuer werden. Informationen dazu erhältst du von deiner Personalabteilung. Einfach fragen!

Gesundheitskurse.

Dein Arbeitgeber kann dich auch mit bis zu 600 Euro pro Mitarbeiter und Jahr steuerfrei für sogenannte gesundheitsfördernde Maßnahmen, sprich Gesundheitskurse, unterstützen. Diese Förderung gilt allerdings nur für eine bestimmte Art Gesundheitskurs. Das sind in der Regel Kurse, in denen Übungen durchgeführt werden, die den gesamten Körper trainieren etwa:

  • Yoga (Besonders Yoga-Stile wie Anusara Yoga, Hatha Yoga, Kundalini Yoga, Sivananda Yoga, Viniyoga oder Yin Yoga)
  • Stretching
  • Pilates
  • Workouts oder Bewegung in der Natur
  • Standard Workout zum Aufbau von Muskelgruppen
  • Workouts in der Gruppe mit einem Trainer
  • Kurse in Prävention oder Vorsorge
  • Ausdauer Training (z. B. durch aktive Trainingspläne)
  • Ähnliches Training

Aber auch ein Kurs zur Ernährungsberatung zählt zur Kategorie Gesundheitskurse, da sie deine Fitness fördern. Denn nur, wer sich gesund ernährt, kann auch gesund bleiben. Hierbei bieten vor allem die Krankenkassen Gesundheitskurse an. Informiere dich zu dem Service am besten direkt bei deiner Krankenkasse, um ein für dich passendes Training zu finden, das du deinem Arbeitgeber vorschlagen kannst. Dort wirst du zudem weitere Informationen und Übungen rund um das Thema Fitness und Gesundheit auf der Arbeit finden.

Die Gesundheitskurse müssen außerdem nicht zwingend am Arbeitsplatz angeboten werden (obwohl dein Arbeitgeber die 600 Euro auch für die Errichtung eines firmeneigenen Fitnessraumes nutzen kann), du kannst den Kurs auch in einem Fitnessstudio belegen. Aber anders als bei den 50 Euro Sachzuwendung kannst du nicht einfach alle Fitnessangebote eines Studios nutzen oder dort frei dein Training machen, sondern nur den vorhergesehen Gesundheitskurs belegen. Hier siehst du nochmal die Unterschiede der beiden Förderungsformen kurz zusammengefasst.

Steuerfreier Sachbezug (freies Training) Gesundheitsfördernde Maßnahme (Gesundheitskurs)
Bis zu 50 Euro im Monat steuer- und abgabenfrei. Bis zu 600 Euro pro Jahr steuer- und abgabenfrei.
Nicht an bestimmte Leistungen oder Gesundheitskurse gebunden. Abhängig von der Einstufung durch die Krankenkasse als förderungswürdig.
Mitarbeiter können Restbetrag zuzahlen, wenn die Grenze von 50 Euro überschritten wird. Kein Mitgliedsbeitrag im Fitnessstudio, stattdessen gezieltes Training und Übungen zur Prävention, z.B. Gesundheitskurse.
Der steuerfreie Sachbezug darf nie direkt in Euro ausbezahlt werden. Auszahlung zusätzlich zum Gehalt.

Betriebseigene Fitness.

Größere Unternehmen wie die Deutsche Bahn bieten oft betriebsinterne Fitness als Service oder Bonusprogramm an. Hier erhältst du u. a. Rabatte auf einen bestimmten Gesundheitskurs oder Zugang zum betriebseigenen Fitnesscenter und kannst somit auf Arbeit trainieren. Denn gemeinsam macht der Kurs nicht nur mehr Spaß und hält fit, er stärkt auch den Zusammenhalt und das Wohlbefinden im Team und ist somit gut für deine Karriere. Manche Unternehmen bieten darüber hinaus Fitnessangebote wie eigene Trainer, Massagen oder andere Leistungen an. Deshalb lohnt es sich, im Vorhinein zu fragen, welche Workouts dein potenzieller Arbeitgeber anbietet.

Welche Fitnessangebote kann mein Arbeitgeber noch finanzieren?

Von ergonomischen Arbeitsplätzen bis hin zu Stehtischen in der Cafeteria; es gibt viele Arten an Fitnessangeboten, die dir dein Arbeitgeber zur Verfügung stellen kann. Auch im immer beliebter werdenden Homeoffice kann dich dein Arbeitgeber bei deiner Fitness unterstützen – zum Beispiel mit Zuschüssen zu einem ergonomischen Bürostuhl oder einem höhenverstellbaren Schreibtisch. So kannst du ganz nebenbei, während du arbeitest, trainieren.

Auch familienfreundliche Arbeitsbedingungen geben dir die Möglichkeit, die nötige Bewegung besser in deinen Arbeitsalltag zu integrieren.

Diese Angebote finden Berufstätige in ihrem Betrieb vor.

Ein Viertel der Befragten finden so einen ergonomischen Arbeitsplatz in ihrem Betrieb vor. Das ist nicht viel, wenn man bedenkt, dass sich fast die Hälfte einen wünscht.

Diese Angebote finden Berufstätige in ihrem Betrieb vor:

Tätigkeit Prozent
Besprechungen im Stehen 25
Ergonomischer Arbeitsplatz 25
Gesundheitskurse direkt im Unternehmen 20
Stehtische in der Cafeteria 19
Größeres Fitnessangebot (Trainingspläne, Training in Gesundheitskursen) 18
Gegenseitige Motivation und Unterstützung zum Training durch die Kollegen 17
Unterstützung und Akzeptanz für Fitness durch die Vorgesetzten 16
Spezieller Raum für Bewegungspausen 7
Organisierte bewegte Arbeitspausen z. B. ein Workout 5
Nichts davon 25

Sonstige Arten von Fitnessangeboten und Leistungen.

Abgesehen von einem Gesundheitskurs oder einer materiellen Förderungen, kann dich dein Arbeitgeber auch zeitlich beim Training unterstützen. Zum Beispiel kann er flexible Arbeitszeiten anbieten, die es dir ermöglichen, die Zeit zu nehmen, vor oder nach der Arbeit Sport zu machen. Oder dein Arbeitgeber fördert bewusst eine Bürokultur, in denen sich die Mitarbeiter gegenseitig zum Sport motivieren, zum Beispiel durch lustige Challenges, die Arbeitnehmer zum Training anregen, oder indem er Workshops rund um das Thema Fitness anbietet. Auch ein Dienstfahrrad kann eine gute Option für die tägliche Bewegung sein.

Manche Unternehmen bieten auch sogenannte aktive Pausen an. Hier wird eine Pause, zum Beispiel die Mittagspause, für Sport und Fitness genutzt. Die Teilnahme an dem Kurs ist selbstverständlich optional. Es gibt sogar Trainer, die alleine auf diesen Service spezialisiert sind und maßgeschneiderte Trainingspläne und Übungen anbieten. Die Studie der TK ergab, dass sich fast ein Viertel der deutschen Beschäftigten eine aktive Pause wünschen, sie aber bloß in 5 Prozent der Betriebe angeboten wird; nur drei Prozent der Befragten haben schon mal eine zum Training genutzt.

Tipp!

Nimm dir während deiner Arbeit im Büro regelmäßig Pausen und nutze diese, um dich zu bewegen oder für ein kleineres Workout, das die wichtigsten Muskelgruppen trainiert. Viele Fitnessstudios bieten z. B. extra kurze Kurse an, damit du in deinen Pausen trainieren kannst und so auch während der Arbeit einen Gesundheitskurs besuchen kannst.

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