Nur in Ausnahmefällen möglich

Kündigung bei befristetem Arbeitsvertrag

Kündigung bei befristetem Arbeitsvertrag

Eine Kündigung bei einem befristeten Arbeitsvertrag ist nicht nötig. Mit Ablauf der Vertragslaufzeit endet das Arbeitsverhältnis automatisch. Eine vorzeitige Kündigung ist nur in Ausnahmefällen möglich.

Das Wesen des befristeten Vertrages ist, dass dieser durch den vereinbarten Zweitablauf endet. Eine Kündigung ist daher grundsätzlich nicht erforderlich. Dies gilt sowohl für Arbeitgeber als auch für den Arbeitnehmer.

Die ordentliche, also normale Kündigung, ist im Regelfall ausgeschlossen. Dies ergibt sich bereits aus dem Sinn und Zweck eines befristeten Arbeitsvertrages, nämlich dem, dass der Arbeitnehmer nur eine begrenzte Zeit beschäftigt sein soll.

Eine einvernehmliche Aufhebung des Arbeitsvertragsverhältnisses ist aber auch bei einem befristeten Vertrag jederzeit möglich.

Eine Kündigung bei einem befristeten Arbeitsvertrag ist nur in zwei Ausnahmefällen möglich:

  • Zum einen kann das Recht zur außerordentlichen Kündigung entweder über einen Tarifvertrag oder im Arbeitsvertrag ausdrücklich vereinbart werden.
  • Zum anderen im Falle einer Insolvenz des Arbeitgebers. In diesem Fall wird der Insolvenzverwalter stets das Recht zur ordentlichen Kündigung haben und zwar mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende, sofern keine kürzere Frist maßgeblich ist. Hier gilt insoweit § 113 Insolvenzordnung.

Daneben ist für einen Arbeitnehmer auch bei einem befristeten Arbeitsverhältnis eine außerordentliche Kündigung möglich, sofern ein „wichtiger Grund“ vorliegt. Ein solcher wichtiger Grund ist z.B. die Einstellung der Bezahlung oder die Anleitung zu Straftaten. Umgekehrt kann ein Arbeitgeber seinem Angestellten kündigen, wenn dieser seinen vertraglich vereinbarten Aufgaben nicht mehr nachkommt.

Ein anschauliches Beispiel für befristete Verträge sind die Arbeitsverträge bei Fußballvereinen. Wenn z.B. ein Trainer (oder Spieler) einen Zweijahresvertrag unterschreibt, können weder der Verein noch der Angestellte den Vertrag während der Laufzeit ohne Weiteres kündigen. Auch Trainer werden bei Erfolgslosigkeit strenggenommen nicht entlassen bzw. gekündigt, sondern nur von ihren Aufgaben entbunden und weiterbezahlt – entweder bis zum Vertragsende, oder bis man sich auf eine Abfindung geeinigt hat und den Vertrag in beiderseitigem Einvernahmen aufhebt.

Weitere Informationen:
Arbeitsvertrag: Die Rechte und Pflichten
Kündigungsfrist für Arbeitnehmer und Arbeitgeber
Datensicherheit am Arbeitsplatz – Worauf Arbeitnehmer achte müssen

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