Ein Vorstellungsgespräch, das aus reinen Stressfragen besteht, kommt eher selten vor. Doch nicht selten wird dem Gespräch die eine oder andere unbequeme Frage beigemischt. Personaler versuchen damit, den Kandidaten herauszufordern. Es ist also ratsam, sich auf Stressfragen einzustellen und entsprechende, entkräftende Antworten vorzubereiten.
Stressfragen überraschen Bewerber häufig und schneiden unangenehme Themen an. Sie zielen darauf ab, Dich aus der Reserve zu locken oder aus dem Konzept zu bringen. Denn oft geht es gar nicht um die eigentliche Antwort, sondern eher darum, wie Du auf die Fragen reagierst und um Deine Soft Skills auch in heiklen Momenten. Fragen im Vorstellungsgespräch nach Deiner vermeintlich fehlenden Kompetenz sind dabei noch vergleichsweise harmlos. Vielleicht wird der Personaler auch Deine Wahl der Hochschule in Frage stellen, Deine praktischen Erfahrungen herabwürdigen oder falsche Behauptungen über Deine Arbeitseinstellung aufstellen, z.B. Dich als träge oder überheblich darstellen. („Warum hat Ihr Studium so lange gedauert?“ oder „Meinen Sie wirklich, dass ihre Praxiserfahrungen für den Job ausreichen?“).
Wenn Du Dich gut auf das Bewerbungsgespräch vorbereitet hast, dann werden Dich auch Stressfragen nicht aus der Ruhe bringen können. Auf falsche Behauptungen kannst Du beispielsweise mit „Da bin ich anderer Meinung“ reagieren, und im Nachsatz einen gegenteiligen Beleg liefern. Gezielte Stressfragen, die Deine fachlichen Kompetenzen oder Stationen in Deinem Lebenslauf diskreditieren, entkräftest Du am besten durch positive Beispiele aus Deinem bisherigen Werdegang. Allerdings machen konkrete Nachfragen seitens des Personalers auf Deine Antworten das Gespräch nicht automatisch zu einem Stressinterview. Der Personaler möchte sich ein möglichst umfassendes Bild über Deine persönlichen und fachlichen Qualifikationen sowie Deine Motivation und Leistungsbereitschaft machen. Da sind einige kritische und bohrende Fragen nichts Ungewöhnliches.
Bleib auch bei Stressfragen möglichst gelassen und versuche, das Gespräch auf eine sachliche Ebene zurückzuführen. Unterstellungen entkräftest Du am besten mit praxisbezogenen Beispielen. Rechtfertigungen werden eher als Eingeständnis gewertet. Du solltest direkte Angriffe nicht persönlich nehmen. Sie dienen lediglich dem Ziel, Deine Persönlichkeit kennenzulernen und Dich von eingeübten Standardantworten abzubringen. Manche Personaler wenden Stressfragen auch an, wenn ein Kandidat ein überhebliches Verhalten an den Tag legt. Auf unerlaubte Frage musst Du nicht ehrlich antworten, sondern kannst Dich auch einer Notlüge bedienen. Überprüfe Deine Bewerbungsmappe dahingehend, ob sie Ansatzpunkte für Stressfragen liefert. Wenn Du derlei Punkte entdeckst, dann optimiere Deine Bewerbungsunterlagen , insbesondere Anschreiben und Lebenslauf. Schaue insbesondere auch Deine Arbeitszeugnisse an, ob diese Aufhänger für Stressfragen bieten. Arbeitszeugnisse kannst Du zwar nicht ändern, aber Dir im Vorfeld passende Antworten zurechtlegen.
Hol Dir unseren
Karriere-Letter
>Die Jobbörse Absolventa bietet Studenten, Absolventen und Young Professionals alle wichtigen Instrumente für den erfolgreichen Berufseinstieg. Bewerber finden tausende Berufseinstieg- und Trainee-Stellenangebote.. Studenten können durch ein Stipendium gefördert werden. Der Absolventa Karriereblog und der Karriere-Guide Informieren Absolventen umfassend und kostenlos, egal ob Telefoninterview, Einstellungstest, Vorstellungsgespräch, Rhetorikkurs, Assessment Center oder Gehalt. In den Karriere-Seminaren Assessment Center Training und Bewerbungstraining kann man dieses Wissen vertiefen und eine individuelle Persönlichkeitsanalyse durchführen.
Dies hilft bei der Bewerbung um einen der zahlreichen Ingenieur Jobs, IT Jobs oder eine der vielen Trainee Stellen. Aber auch Young Professionals können über die Jobbörse Absolventa einen Rhetorik Seminar belegen und mit dem Gehaltsrechner eine persönliche Gehaltsanalyse vornehmen, damit auch künftige Gehaltsverhandlungen erfolgreich sind.