Erster Arbeitstag im neuen Job: Die 10 besten Tipps zum Start.

Erster Arbeitstag im neuen Job: Die 10 besten Tipps zum Start.
BLITZ-UMFRAGE
Würdest du einen Job ohne die Möglichkeit auf Homeoffice annehmen?

Du hast deinen Traumjob gefunden? Dann ist erstmal ein Glückwunsch angebracht! Doch du machst dir bestimmt Gedanken über deinen ersten Arbeitstag. Egal ob Berufseinsteiger oder Senior – die Angst vorm ersten Arbeitstag ist normal. Um dir die Angst vorm ersten Arbeitstag zu nehmen und damit du vor deinen Kolleg_innen* und Vorgesetzten einen guten ersten Eindruck machst, geben wir dir hier Tipps, Checklisten und mehr.

Der erste Arbeitstag: Vorbereitung

Viele denken, der erste Arbeitstag sei der Beginn eines neuen Jobs. Tatsächlich ist es aber nicht klug, am ersten Arbeitstag einfach nur aufzutauchen und nichts im Vorhinein zu machen. Zwar gibt es nichts Verpflichtendes, das zu beachten gilt (nachdem alle Formalitäten geregelt sind), doch damit dir der erste Arbeitstag auch gelingt, solltest du Folgendes vorbereiten.

Erwartungen

Als Erstes solltest du dir Gedanken darüber machen, was deine Erwartungen gegenüber deinem neuen Arbeitgeber sind. Um deine Erwartungen zu definieren, solltest du dir diese Fragen stellen:

  • Welche sozialen Kontakte will ich pflegen? Will ich nur mein Team kennenlernen oder gleich alle Mitarbeiter?
  • Wie mache ich einen guten ersten Eindruck?
  • Welche Abläufe müssen mir beigebracht werden, damit ich meine Arbeit erledigen kann?
  • Welche Fragen habe ich, die am ersten Arbeitstag beantwortet werden sollen?

Jetzt solltest du deine Erwartungen kennen. Doch nicht nur du als Arbeitnehmer wirst Erwartungen an den ersten Arbeitstag haben, auch dein Arbeitgeber wird dir gegenüber Erwartungen für den ersten Arbeitstag haben. Diese könnten sein:

  • Dass du professionell auftrittst
  • Dass du ins Team passen wirst
  • Dass du dich gut einarbeitest
  • Dass du an der neuen Arbeit interessiert bist

Der Gedanke daran, dass auch dein Arbeitgeber Ansprüche und Erwartungen dir gegenüber hat, kann Angst machen.

Doch bedenke: Es ist nur der erste Tag! Es werden noch viele weitere Tage folgen. Der erste Eindruck mag zwar wichtig sein, doch du hast jeden Tag eine neue Chance, alle von dir zu überzeugen. Wenn du einen schlechten Start hattest, bedeutet das also nicht, dass es für immer beim Schlechten bleiben wird.

! TIPP

Manche Arbeitgeber bieten auch Mentoring oder Buddy-Programme an, in denen du während deiner ersten Arbeitstage von einem erfahrenen Mitarbeiter begleitet und betreut wirst. Sollte dies der Fall sein, solltest du dir auch im Vorhinein schonmal Gedanken darüber machen, welche Erwartungen du gegenüber deinem Buddy hast und welche Fragen du ihm/ihr stellen willst.

Diese Unternehmen bieten den Benefit Mentoring:

Der erste Arbeitstag: Beispielablauf

Damit du dir vorstellen kannst, wie ein erster Arbeitstag aussehen könnte und was sonst beim Arbeitsstart auf dich zukommen könnte, haben wir im Folgenden einen Beispielablauf zusammengestellt.

08:30 – Ankunft

Am ersten Arbeitstag wirst du in der Regel gebeten etwas früher ins Büro zukommen, damit du in Ruhe ankommen kannst. Dir sollte im Vorhinein eine Kontaktperson mitgeteilt worden sein, an die du dich bei deiner Ankunft wenden kannst. Wenn nicht, solltest du dich nach deinem neuen Vorgesetzten erkunden. Achte darauf, dass du am ersten Arbeitstag ja nicht zu spät erscheinst – Unpünktlichkeit am ersten Arbeitstag ist ein großes No Go!

09:00 – Willkommensrunde/Bürorundgang

Nachdem du angekommen bist und dir vielleicht schon einen Kaffee geholt hast, wird dir als Nächstes in der Regel das Büro gezeigt und du wirst deinen neuen Kollegen vorgestellt. Dass du dir dabei nicht jeden Namen merken wirst, ist klar. Versuche aber trotzdem wichtige Gesichter und Namen (z. B. von deinen direkten Kollegen oder dem CEO) von Anfang an zu merken.

! TIPP

Manche Unternehmen haben ihre Mitarbeiter samt Foto auf ihrer Firmenwebsite gelistet, da kannst du die neuen Namen nochmal in Ruhe anschauen und dir einprägen.

09:45 – Arbeitsplatzeinweisung

Nachdem du deine Kollegen kennengelernt und vielleicht auch ein paar Willkommensworte gesagt hast, sollte dir als Nächstes dein neuer Arbeitsplatz gezeigt werden. In einem Großraumbüro mag es vielleicht vorkommen, dass du keinen festen Arbeitsplatz hast, doch für den ersten Tag sollte dennoch für dich extra ein Platz freigehalten worden sein. In diesem Schritt sollte dir auch deine neue Hardware, also

  • Laptop
  • Telefon
  • ggf. Diensthandy
  • ggf. Headset
  • ggf. Ausrüstung

etc. übergeben werden.

10:00 – Einarbeitung

Jetzt heißt es aufgepasst! Als Nächstes wird dir wahrscheinlich gezeigt, wie du deine Hardware einrichtest, du musst auch deine Konten erstellen und schauen, dass du alles an Software hast, was du für deinen Job brauchst. Auch formelle Abläufe wie eine Einführung in die Brandschutzprüfung wird hier geschehen.

Dieser Schritt wird an deinem ersten Arbeitstag die meiste Zeit einnehmen und du wirst an ihm wahrscheinlich über die nächsten Tage arbeiten müssen – also keine Sorgen, falls es nicht auf Anhieb klappt.

11:00 – erste Meetings

Während du dich in deine Hard- und Software einarbeitest, wird es wahrscheinlich nebenbei auch erste Meetings geben. Diese könnten sein:

  • Onboarding-Meetings mit dem Team oder diversen Abteilungen
  • Ein Kennenlern-Meeting mit deinem neuen Chef
  • Erste Meetings zu Aufgaben oder Projekten

! TIPP

Mache dir unbedingt während der Meetings Notizen, dein Gehirn wird sich bei der Flut an Informationen wahrscheinlich nicht genau an alles erinnern.

12:00 – Mittagspause

Die Hälfte ist geschafft, jetzt heißt es: Zeit für eine Pause! In der Regel wirst du an deinem ersten Tag von deinem Team oder Vorgesetzten eingeladen und die Zeit wird genutzt, um dich zu fragen, wie dein erster Tag bis jetzt läuft. Nutze das Mittagessen, um deine neuen Kollegen besser kennenzulernen. Ein großes No-Go hierbei ist, die Pause alleine zu verbringen.

13:00 – Arbeitsphase

Je nachdem wie viele Onboarding-Meetings anstehen und wie weit du alles Formelle erledigt hast, beginnt mit dem Nachmittag die erste Arbeitsphase. Diese könnte so ausfallen, dass du dir schon erste Aufgaben oder Projekte anschaust oder gar anfängst.

Doch mache dir auch hier keine Sorgen, wenn du erstmal mehr Zeit brauchst, um dich zurechtzufinden – vor allem beim Berufseinstieg ist das völlig normal.

15:30 – Kaffeepause

Bei so viel Neuem schwirrt dir bestimmt der Kopf! Deshalb denk auch daran, dir immer wieder kleinere Pausen zu nehmen, um alles zu verdauen. Richte dich in der Häufigkeit und Länge dabei nach deinen Kollegen. Du kannst die Pausen auch gut für Smalltalk nutzen, um deine Kollegen besser kennenzulernen.

! Achtung

Beachte dabei, dass du nicht zu häufig oder zu lange Pausen nimmst und die Pause nicht für Lästereien nutzt: Beides macht einen negativen Eindruck.

17:00 – Feedbackrunde

Der Arbeitstag neigt sich dem Ende zu, doch bevor du in den wohlverdienten Feierabend starten kannst, wirst du wahrscheinlich von deinem Vorgesetzten oder den Personalern zu einer Feedbackrunde eingeladen. Hier wirst du nochmal abschließend befragt, wie dein erster Arbeitstag verlief und ob du evt. Verbesserungswünsche hast. Achte auch hier darauf, dass du nicht zu negativ rüberkommst.

18:00 – Feierabend!

Du hast es geschafft! Ab in den Feierabend! Doch bevor du sichtlich die Minuten bis zum Feierabend zählst und dann Punkt 18:00 abhaust, solltest du bedenken, dass dies den Eindruck macht, dass du es gar nicht abwarten kannst, das Büro zu verlassen. Gehe also gemütlich und gerne fünf Minuten später in den Feierabend und bedanke dich abschließend bei deinen Kollegen und Mitarbeitern für den tollen ersten Tag.

Erster Tag im Homeoffice

So viel, so gut. Doch wenn dein erster Arbeitstag im Homeoffice stattfindet, werden einige Aspekte sicherlich anders ausfallen. Die Unterschiede zwischen einem ersten Arbeitstag im Büro und einem Arbeitsstart im Homeoffice haben wir hier für dich verdeutlicht:

Büro Homeoffice
Anreise ins Büro Du gehst zu deinem Arbeitsplatz
Dir wird dein Arbeitsplatz gezeigt Deinen Arbeitsplatz hast du dir selbst Zuhause ausgesucht
Die Vorstellungsrunde findet persönlich statt Deine Kollegen lernst du virtuell kennen
Hardware bekommst du am Tag ausgehändigt Hardware wird dir im Vorhinein per Post zugeschickt
Meetings finden in Person statt Meetings finden online statt
Du gehst i.d.R mit Kollegen Mittagessen Du isst virtuell mit deinen Kollegen Mittag oder alleine
Nach dem Arbeitstag wird es evt. einen Einstand oder ein Feierabendbier geben Zum Feierabend schaltest du deinen Laptop aus und das war’s!

Erster Arbeitstag: Die zehn besten Tipps

In unserem Beispielarbeitstag haben wir schon erste Tipps genannt, im Folgenden findest du eine Zusammenfassung unserer Top-Zehn-Tipps zum ersten Arbeitstag.

1. Sei pünktlich!

Wie schon zuvor erwähnt ist der erste Eindruck sehr wichtig. Wenn du also schon am ersten Arbeitstag zu spät bist, kommst du unprofessionell und unzuverlässig rüber. Plane deshalb für deine Anfahrt einen großzügigen Puffer (mindestens eine halbe Stunde) ein.

2. Trage die richtige Kleidung

Vor allem in jüngeren Unternehmen wie Start-ups oder in Jobs ohne Kundenkontakt wird es keinen Dresscode geben. Das heißt aber nicht, dass du am ersten Tag im Schlabberlook erscheinen solltest. Achte immer auf ein gepflegtes äußeres. In traditionelleren Unternehmen oder in Berufen wie im Consulting oder Rechtswesen wird es wahrscheinlich eine etwas strengere Kleiderordnung geben.

Erkunde dich in jedem Fall im Vorhinein etwa über die Firmenwebsite darüber, ob es eine Kleiderordnung gibt und wie streng diese eingehalten wird.

Finde Jobs im Bereich Consulting in deiner Nähe:

3. Mache Notizen

Am ersten Arbeitstag erwartet dich eine Flut an Informationen. Damit du in dieser Flut nicht untergehst, solltest du dir unbedingt Notizen machen und alles Wichtige aufschreiben. Ob du diese auf deinem Laptop oder klassisch mit Stift und Papier machst, ist dir überlassen.

4. Sei positiv!

Gleich am ersten Arbeitstag über die Aufgaben, die Kollegen oder das Unternehmen zu lästern geht gar nicht! Schließlich willst du einen positiven ersten Eindruck hinterlassen und nicht, dass dich alle für einen Miesepeter halten, der gerne über alle ablästert.

5. Stelle Fragen und suche Hilfe

Keine Angst, wenn du nicht alles auf Anhieb verstehst – das ist normal. Niemand wird von dir erwarten, dass du alles von Anfang an verstehst, vor allem wenn dies dein erster Job ist. Wenn du also etwas nicht verstehst, frag einfach nach. Schließlich vermittelt das, dass du zuhörst und interessierst bist.

6. Soll ich siezen oder duzen?

Dass du heute deine Kollegen ausschließlich siezt, ist vor allen in modernen Unternehmen eher ungewöhnlich, dennoch solltest du im Vorhinein ein Gefühl dafür bekommen, ob in deinem Unternehmen primär gesiezt oder geduzt wird. Denn den Chef einfach mit Du anzureden, ohne dass das Du angeboten wurde, ist ein Fauxpas! Folgende Grafik zeigt dir, wie viele Arbeitnehmer ihren Chef duzen und wie viele ihn siezen.

Wie sprechen Sie Ihren Chef an? Prozent
Siezen 54
Duzen 46

7. Halte was für die Vorstellungsrunde bereit

Auch wenn du ungern über dich selbst redest, um eine Vorstellungsrunde wirst du beim ersten Arbeitstag nicht drumherum kommen. Mache dir deshalb schon vor dem ersten Tag Gedanken darüber, wie du dich vorstellen willst und lese dir deine Berufsbeschreibung nochmal genau durch.

8. Unterhalte dich nur über angebrachte Gesprächsthemen

Dass du dich mit deinen Kollegen gut verstehen willst und in ihnen evt. sogar Freunde fürs Leben finden willst, ist normal. Doch beachte, dass du vor allem am ersten Arbeitstag nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen und intime oder private Details aus deinem Leben preisgeben solltest. Gesprächsthemen wie

  • dein durchzechtes Wochenende,
  • dieser komische Ausschlag, der einfach nicht weggehen will oder
  • deine Affäre mit dem Gärtner

solltest du vermeiden. Bleibe professionell und höflich, du wirst schließlich später genug Zeit haben, deine neuen Kollegen genauer kennenzulernen und einzuschätzen.

9. Sei kommunikativ und engagiert

Niemand mag es, mit jemanden zu kommunizieren, der nur schweigt und nichts zurückgibt. Auch wenn du vielleicht eher schüchtern oder introvertiert bist, versuche am ersten Arbeitstag interessiert und engagiert rüberzukommen. Stelle Fragen oder mache Anmerkungen wie „diesen Prozess haben wir auch so in der Uni gelernt” oder „und wie handhabt ihr Kunden aus dem Ausland?”.

! Achtung

Achte bei den Anmerkungen darauf, dass du nicht wie ein Besserwisser rüberkommst. Das kann den falschen Eindruck vermitteln.

10. Entspann dich!

Relax, take it easy! Nervös zu sein am ersten Arbeitstag ist normal, aber versuch dich auch zu entspannen. Denn schließlich sind deine Kollegen und Vorgesetzten bemüht, deinen ersten Arbeitstag so reibungslos wie möglich zu gestalten. Schließlich hat jeder mal seinen ersten Arbeitstag.

Vor allem in größeren Betrieben wirst du wahrscheinlich mit mehreren Personen gleichzeitig starten. Das ist Absicht, damit du dich entspannter und wohler fühlst.

Dos und Don’ts am ersten Arbeitstag

Hier siehst du unsere Dos und Don'ts für deinen ersten Arbeitstag:

Dos Don’ts
vorbereitet sein zu viele Pausen machen
höflich sein spätes erscheinen
pünktlich sein den ganzen Tag am Smartphone hängen
etwas zum Schreiben mitbringen die Pause alleine verbringen
sich für die Einführung bedanken über andere lästern oder sie schlechtreden
offen und positiv eingestellt sein besserwisserisch oder stark pessimistisch rüberkommen
Fragen stellen, wenn du etwas nicht verstanden hast die Minuten zum Feierabend zählen und Punkt 18:00 gehen
Automatisch alle duzen/mit ihrem Vornamen ansprechen

Checkliste: So läuft dein erster Arbeitstag reibungslos

Das Ganze im Kopf zu behalten, mag dir vielleicht schwerfallen. Deshalb findest du hier nochmal eine Checkliste, anhand der du nochmal schauen kannst, dass du dich alles Wichtige erinnert hast.

To Do: Vor dem ersten Arbeitstag Check?
Anfahrt mit Zeitpuffer geplant
Angemessenes Outfit rausgesucht
Erwartungen definiert
Du weißt, an wen du dich wenden sollst
TO DO: ERSTER ARBEITSTAG CHECK?
Du meldest dich bei deiner Ankunft bei deinem Ansprechpartner an
Du stellst dich deinen Kollegen und Vorgesetzten vor
Alles nötige an Hardware wird dir gegeben
Du isst mit deinen Kollegen Mittag
Du verstehst deine Aufgaben und weißt, wer in deinem Team ist
Du bist engagiert und fragst auch nach, wenn du etwas nicht weiß
Du bist offen und positiv gestimmt
Bei Fragen weißt du, an wen du dich wenden kannst
Du machst pünktlich, aber nicht überpünktlich Feierabend

Fazit: Der erste Eindruck zählt, ist aber nicht final

Wie du sehen kannst, ist der erste Eindruck beim ersten Arbeitstag sehr wichtig. Doch wenn der erste Eindruck misslingt ist es auch nicht fatal. Kein Mensch ist perfekt und dass du aus Nervosität vielleicht was Falsches sagst, ist verständlich. Achte aber darauf, dass es nicht beim ersten Eindruck bleibt und du deine Fehler ausbügelst. Und wenn du unseren Tipps und Tricks befolgst, dann wird dir der erste Tag sicherlich gelingen.

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