Beste Freundinnen und das Podcast-Life.

Beste Freundinnen und das Podcast-Life.

Max hätte nie gedacht, dass er sein Geld mal mit podcasten verdienen wird. Jakob arbeitet schon länger in den Medien. Er sieht seinen Job darin, besondere Geschichten von Menschen einer breiteren Öffentlichkeit zu erzählen. Zusammen sind sie „Beste Freundinnen“, der ultra-ehrliche Männerpodcast, und nehmen auch hier im Interview wie immer kein Blatt vor den Mund.

Wie sieht euer Arbeitsalltag aus?

Max: Ich bin für die technische Begleitung unseres Podcasts zuständig, aber auch für die Formate, die wir außerhalb unseres Podcasts produzieren. Zusätzlich schreiben wir gerade an unserem dritten Buch.

Jakob: Mein Arbeitsalltag sieht sehr unterschiedlich aus. Ich bin mal in der Bahn zu Protagonist_innen unterwegs, mal im Büro, um eine Arbeit zu vollenden und um organisatorische Dinge zu klären und dann wiederum im Studio. Außerdem schreiben wir ja mit „Beste Freundinnen“ Bücher. Dafür sind wir oft an Orten, wo wir unsere Ruhe haben. Gerne im Schnee. Auf Tour sind wir einfach viel in Hotels.

Was ist das Schönste und was das Schlechteste an eurem Job?

Max: Das Schönste ist, dass wir mit Geschichten erzählen Geld verdienen können und keine Geschichte wie die andere ist. Das Schlechteste ist, jeden Tag Jakob sehen zu müssen. ;)

Jakob: Das Schönste ist die Vielfalt. Jede Woche spannende und interessante Menschen zu treffen. Das Schlechteste ist die viele Zeit, die man nicht zu Hause ist und stattdessen im Hotel schläft.

Wie sieht es mit eurer Work-Life-Balance aus?

Max: Mit zwei Kindern ist es besonders wichtig, eine gute Life-Work-Balance für sich zu finden. Dazu gehört für mich, arbeitsfreie Zeiten im Alltag zu definieren und sich auch an diese zu halten. Der Morgen und der Abend und oft auch der Nachmittag sind für meine Familie bestimmt. Das führt dazu, dass ich oft lange bis in die Nacht arbeite.

Jakob: Wenn man das macht, was man liebt, verschwimmen die Grenzen. Dann ist Arbeit Leben und Leben Arbeit. Wenn ich mir das mit meinem vorherigen Satz nicht selbst erklären, schönreden und nur den zeitlichen Aspekt nehmen würde, dann wäre das nicht gut. Im Schnitt habe ich eine 55-Stunden-Woche – eigentlich zu viel.

Was wolltet ihr als Kinder werden?

Max: Ich wollte immer Meeresforscher werden.

Jakob: Ich hatte ehrlich gesagt keine genauen Pläne. Ich wusste, dass ich Geschichten spannend finde und gerne Menschen begegne.

Wann wusstet ihr, was ihr beruflich machen wollt?

Max: Mir war früh klar, dass ich mit Menschen arbeiten will. Zuerst habe ich daher Lehramt studiert, dann aber schnell festgestellt, dass ich nicht lehren, sondern mich eher mit den Emotionen von Menschen auseinandersetzen will. Daher habe ich die Laufbahn des Sozialpädagogen eingeschlagen. Meine Berufserfahrung hilft mir heute sehr bei der Beantwortung der vielen Hörermails, die wir bekommen.

Jakob: Nach dem Abitur hat sich mein Berufswunsch so langsam herauskristallisiert. Dann habe ich viel ausprobiert, wozu ich jedem rate. Erstmal in etwas reinschnuppern und seine Vorstellung mit der Arbeitsrealität abgleichen. Manchmal sind die Vorstellungen nämlich sehr romantisch und gegensätzlich zur Realität.

Wäre ich noch einmal 18 Jahre alt, würde ich noch mehr ausprobieren und mir mehr Zeit lassen mit dem beruflichen Einstieg.
Jakob, Podcaster und Medienmensch

Habt ihr studiert oder eine Ausbildung gemacht und warum?

Max: Ich habe erst ein Lehramtsstudium angefangen, das dann abgebrochen und dann eine Ausbildung zum Sozialpädagogen gemacht.

Jakob: Ich habe Psychologie (MA) studiert, weil ich Menschen und ihr Verhalten spannend finde.

Wenn ihr noch einmal 18 Jahre alt wärt, was würdet ihr mit Blick auf Arbeit und Beruf anders machen?

Max: Ich würde mehr Zeit mit Work and Travel verbringen. Das Leben in anderen Ländern als junger Mensch kennenzulernen, ist aus heutiger Sicht anders und vielleicht auch spannender als aus der Sicht eines Familienvaters.

Jakob: Wäre ich noch einmal 18 Jahre alt, würde ich noch mehr ausprobieren und mir mehr Zeit lassen mit dem beruflichen Einstieg. Wenn man jung ist, hat man manchmal die Sorge, dass einem die beruflichen Felle wegschwimmen. Dabei treiben sie nicht selten mit steigender Lebenserfahrung ans Ufer und diese generiert man nicht nur im Job.

Was war der schlimmste Job, den ihr je gemacht habt?

Max: Ich habe mal in einer Inventurfirma gearbeitet. Wir wurden morgens um 5 Uhr mit einem Bus in einen großen Baumarkt gefahren und mussten dort die Ware zählen. Das war der langweiligste Job, den ich je gemacht habe.

Jakob: Der schlimmste Job war Umzugshelfer während des Abiturs und Dachgeschosssanierung im Sommer. Beides Arbeiten bei denen man 40 Jahre später wahrscheinlich neue Schultergelenke braucht.

Wenn am ersten Tag eine Krankschreibung vorliegen muss, wäre das für mich ein Grund, dort nicht anzufangen. Ein Arbeitnehmer_innenverhältnis muss auch auf Vertrauen beruhen.
Max, Podcaster

Was war euer schlimmstes Vorstellungsgespräch?

Max: Ich habe mal im Souvenir-Shop einer Kirche in Berlin gearbeitet. Beim Vorstellungsgespräch musste ich mich auch zu meinem Glauben äußern. Da musste ich unter Gottes Augen lügen. Aber es wurde gut bezahlt.

Jakob: Das war mal bei einem TV-Sender. Besonders in den Medien tummeln sich manchmal skurrile Gestalten.

Wenn ihr nicht machen würdet, was ihr jetzt macht, was wäre euer absoluter Traumjob?

Max: Meeresforscher.

Jakob: Abenteuerpädagoge.

Was würdet ihr Freunden raten, die noch keinen blassen Schimmer haben, was sie arbeiten wollen?

Max: Sich in Nebenjobs ausprobieren. Praktika annehmen und alles versuchen, worauf man Bock hat. Die Welt steht einem offen. Nicht auf die Ratschläge der Eltern hören.

Jakob: Ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren und dann einfach mal machen. Und was immer hilfreich ist: sich Mentor_innenprogrammen anzuschließen.

Worauf sollten junge Menschen bei der Wahl eines Arbeitgebers achten?

Max: Man sollte darauf achten, wie das Arbeitsklima ist. Das kann man schon im Vorstellungsgespräch erfahren. Wie verhält sich der Arbeitgeber im Krankheitsfall? Wenn am ersten Tag eine Krankschreibung vorliegen muss, wäre das für mich ein Grund, dort nicht anzufangen. Ein Arbeitnehmer_innenverhältnis muss auch auf Vertrauen beruhen.

Jakob: Wie sozial ist dieser nach innen und nach außen ausgerichtet, wie kongruent ist diese Ausrichtung und wie sehr vertritt der Arbeitgeber meine Werte?

Was wäre euch bei der Wahl eines Arbeitgebers am wichtigsten?

Max: Wie menschlich geht es in dem Unternehmen zu? Ist alles in dem Unternehmen auf Profit ausgelegt?

Jakob: Finde ich das, was dieser in die Welt bringt, unterstützenswert?

Danke, Max und Jakob!

Den Podcast der beiden könnt ihr euch auf iTunes, Spotify und anderen Portalen anhören. Bei Instagram sind Max und Jakob als @bestefreundinnen_podcast unterwegs.

Und wer die beiden live sehen will, der findet auf bestefreundinnen.de alle Tourdaten.


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