Kritikfähigkeit bedeutet, Kritik anzunehmen, die sachlich formuliert und gerechtfertigt ist. Im Berufsleben ist es wichtig, aus Fehlern zu lernen, um die eigenen Fähigkeiten zu verbessern. Nur wer in der Lage ist, konstruktive Kritik zu akzeptieren und die beanstandeten Punkte dann auch zu verbessern, lernt dazu.
Kritik kann schnell zu Konflikten führen, wenn jemand nicht mit ihr umgehen kann oder sie ungerechtfertigt empfindet. Das Annehmen von Kritik fällt den meisten Menschen schwer, egal ob im beruflichen oder privaten Umfeld.
Zunächst gilt es, zwischen Kritik und einer grundlosen Beschuldigung zu unterscheiden. Die Beschuldigung liegt dann vor, wenn jemand kritisiert wird, der nicht zu der Beanstandung beigetragen hat. Anhand dieser Differenzierung wird auch unterschieden, welche Herangehensweise der Kritikfähigkeit angemessen ist: Annahme oder Ablehnung.
Konstruktive Kritik bietet neben Darstellung des Problems auch einen Vorschlag zur Verbesserung. Diese Form der Kritik erfordert meistens nicht viel Kritikfähigkeit, da der Kritiker gleich einen Lösungsweg anbietet. Eine solche Beurteilung der Leistung trägt produktiv zu einer Problemlösung bei. Dazu hat der Kritisierte immer noch die Möglichkeit, sich selbst aktiv an der Verbesserung zu beteiligen.
Dennoch fühlen sich einige Menschen auch durch konstruktive Kritik brüskiert und werten jedes Wort gegen ihre Idee oder Projekt als Angriff auf ihre Person. Änderungsvorschläge werden zum Teil als Bevormundung missverstanden. Bei dieser Art der mangelnden Kritikfähigkeit errichtet der Kritisierte automatisch eine Mauer, die kein Argument passieren lässt. Kritikfähigkeit lässt sich jedoch trainieren.
Zunächst sollten die Argumente des Kritikers angehört werden. Danach sollte der Kritisierte ehrlich zu sich selbst sein und evaluieren, ob die Argumente tatsächlich greifen oder nicht. Sind die Argumente überzeugend, sollte er die Kritik annehmen und bei der nächsten ähnlichen Aufgabe anwenden.
Ist der Kritisierte jedoch weiterhin von seiner Handlungsweise überzeugt, sollte er sachlich darstellen, warum der bereits bestehende Ansatz Vorteile bietet und warum er ihn gewählt hat. Möglicherweise entsteht durch die Abwägung und den Vergleich der beiden unterschiedlichen Positionen eine Ideallösung.
Kritik muss nicht immer gerechtfertigt sein. Aus diesem Grund heißt Kritikfähigkeit nicht nur, dass der Kritisierte die Kritik akzeptiert, sondern auch, dass er sich aktiv mit ihr auseinandersetzt und sich gegebenenfalls wehrt. Wenn Du kritisiert wirst, aber eigentlich nicht der Verursacher des Problems bist, ist die Kritik an Dir ungerechtfertigt. Diese Form der Kritik ist nicht produktiv und derjenige, der sie stillschweigend annimmt, läuft Gefahr, der „Buhmann“ für alle anfallenden Probleme zu werden. In diesem Fall bedeutet Kritikfähigkeit, Selbstbewusstsein zu zeigen und die zu Unrecht angelasteten Kritikpunkte klarzustellen. Dabei ist es wichtig, immer auf der Sachebene zu bleiben und die Emotionen zu zügeln.
Sich für die eigene Position einzusetzen heißt jedoch nicht, auf den Kritiker in gleicher Weise „zurückzufeuern“. Begründe ausführlich und sachlich, warum die Schuld den falschen Adressaten erreicht hat. Eine rasche Klärung kann weitere ungerechtfertigte Kritik unterbinden. In einer solchen Situation wird das Konfliktmanagement auf eine harte Probe gestellt, vor allem dann, wenn die Kritikfähigkeit des Gegenübers nicht besonders ausgeprägt ist.
Kritikfähigkeit ist unzweifelhaft eine wichtige Soziale Kompetenz. Es kommt dennoch darauf an, wie jemand Kritik formuliert. Übt ein Vorgesetzter Kritik ohne Vorwarnung oder ohne jegliche Erklärung, kann er den Respekt seiner Mitarbeiter verlieren. Auch eine erfolgreiche Zusammenarbeit kann durch falsch angewandte Kritik zum Erliegen kommen. Deshalb ist es immer wichtig, wie die Kritik im Einzelnen geübt wird. Ein ausfallender Ton ist ebenso unangebracht wie unlautere Beschuldigungen.
Schlechte Kritikfähigkeit:
Gute Kritikfähigkeit:
Wertvolle Tipps und nützliche Infos rund um Bewerbung, Job, Gehalt und Karriereperspektiven.
Auf Jobsuche? Bewirb Dich aktiv! Aktuelle Stellenangebote ausschließlich für junge Akademiker.
Bewirb Dich passiv! Lebenslauf in die Datenbank eintragen und Unternehmen bewerben sich bei Dir!
Die Jobbörse Absolventa bietet Studenten, Absolventen und Young Professionals hilfreiche Instrumente für den erfolgreichen Berufseinstieg. Bewerber finden tausende Berufseinstieg- und Trainee-Stellenangebote. Studenten können durch ein Stipendium gefördert werden. Der Absolventa Karriereblog und der Karriereguide Informieren Absolventen umfassend und kostenlos, egal ob Telefoninterview, Einstellungstest, Vorstellungsgespräch, Rhetorikkurs, Assessment Center oder Gehalt. In den Karriere-Seminaren Assessment Center Training und Bewerbungstraining kann man dieses Wissen vertiefen und eine individuelle Persönlichkeitsanalyse durchführen.
Dies hilft bei der Bewerbung um einen der zahlreichen Ingenieur Jobs, IT Jobs oder eine der vielen Trainee Stellen. Aber auch Young Professionals können über die Jobbörse Absolventa ein Rhetorik Seminar belegen und mit dem Gehaltsrechner eine persönliche Gehaltsanalyse vornehmen, damit auch künftige Gehaltsverhandlungen erfolgreich sind.