Das Recruiting-Video: Tipps für smarte Videos im HR.

Das Recruiting-Video: Tipps für smarte Videos im HR.

Das müssen Sie wissen.

  • Der Aufbau und der Inhalt eines Recruiting-Videos richtet sich nach dem Einsatzzweck.
  • Authentische Videos, die Emotionen erzeugen, kommen am besten an.
  • Hochwertige oder aufwändige Videos lassen Sie am besten von Profis produzieren.

Video-Recruiting ist essenzieller denn je, wenn es darum geht, die junge Zielgruppe der Digital Natives anzusprechen. In Zeiten von Video-basierten Sozialen Medien wie YouTube, TikTok, Snapchat und Instagram Stories wird deutlich, welche hohe Relevanz bewegte Bilder im täglichen Medienkonsum der Abschluss-nahen Generationen haben. Aus diesem Grund sollte sie auch in der Nachwuchsrekrutierung von Bewerber_innen* eine Rolle spielen.

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Recruiting-Video vs. Image-Film.

Recruiting-Videos werden teilweise auch als Recruiting-Film, Recruitment-Video oder Employer-Branding-Film bezeichnet. Sie zielen darauf ab, Sie als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren und potenzielle Kandidaten davon zu überzeugen, sich bei Ihnen zu bewerben. Das Recruiting-Video ist somit keinesfalls als klassischer Image- oder Werbefilm zu verstehen, sondern ein wichtiges Instrument im Personalmarketing. Recruiting-Videos und Image-Filme unterscheiden sich folgendermaßen:

Recruiting-Video Image-Film
Zweck Stärkung der Arbeitgebermarke,
Mitarbeiterakquise,
Qualitätssteigerung der Bewerbungen
Positives Image des Unternehmens stärken,
Leistungsspektrum darstellen,
Markenbildung, werblicher Hintergrund
Zielgruppe Potenzielle Mitarbeiter Kunden, Partner, Investoren
Inhalt Arbeitgeber authentisch präsentieren,
Unternehmenswerte und Soft Skills kommunizieren,
Einblick in Arbeitsalltag und -räume geben
Unternehmen vorstellen,
Leistungsumfang, Produkte oder Marken präsentieren,
Mehrwert der Firma darstellen
Stil Frei, authentisch, persönlich, emotional Geskriptet, werblich
Länge 1 bis 2 Minuten  2 bis 5 Minuten

Doch ein kreatives, anspruchsvolles und vor allem authentisches Recruiting-Video zu produzieren ist nicht so einfach, wie viele Unternehmen vielleicht denken. Was macht also ein gutes Video-Recruiting aus? Die TOP 5:

1. Zielgruppe & Zweck.

Bevor Sie mit der Produktion Ihres Recruiting-Videos beginnen, müssen Sie möglichst genau eingrenzen, welche Zielgruppe Sie ansprechen. Potenzielle Auszubildende müssen Sie natürlich ganz anders adressieren als Young Professionals. Hier können Sie mit dem Maß an Kreativität und mit der Tonalität spielen. Behalten Sie jedoch stets im Hinterkopf, dass der Recruiting-Film keinesfalls künstlich oder gestellt rüberkommen soll.

Einen sehr guten Stil für die Ansprache von kreativen und Technik-affinen Young Professionals hat VW mit seinem Recruitment-Video gefunden:

Insbesondere bei der Generation Y bestehen heutzutage wenig bis keine Selbstzweifel hinsichtlich ihrer Karrierechancen (Quelle: Monster). Mittlerweile bewirbt sich der Kandidat eben nicht mehr beim Unternehmen, sondern umgekehrt. Also nutzen Sie diese Gelegenheit und überzeugen Sie mit Ihrem Video!

2. Plattform.

Bereits vor der Produktion müssen Sie entscheiden, wo genau das Video schlussendlich zu sehen sein soll. Auf Ihrer Website? Auf Job-Portalen? Oder in Sozialen Medien? Recruiting-Videos, die als Teil einer Marketing-Kampagne in Sozialen Netzwerken beworben werden und möglichst viel Aufmerksamkeit bekommen sollen, sind anders gestaltet als Videos, die langfristig auf Ihrer Karriereseite eingebunden werden. Idealerweise produzieren Sie zwei Videos: eine Vollversion für den Einsatz auf Ihrer Karriereseite und eine Kurzversion für Social Media.

Videos, die auf Social Media besonders gut bei der jungen Zielgruppe ankommen, müssen hauptsächlich ein Kriterium erfüllen: Sie müssen kurz sein und den Zuschauer bereits in der ersten Sekunde für sich gewinnen.

Wie ein Kurzfilm für Social Media aussehen kann, zeigt das Beispiel von PwC:

Video-Push

Mit Hilfe unseres passgenauen Targetings bewerben wir Ihre YouTube-Videos besonders effizient in der Zielgruppe. Sie bestimmen, wie viele Impressions Sie haben möchten, wir entwickeln die Kampagne für Sie.

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3. Emotionen & Authentizität.

Das menschliche Gehirn reagiert besonders stark auf bewegte Bilder, denn sie wirken genau dort, wo wir Entscheidungen fällen. Bewerber erinnern sich weniger an die Zahlen und Fakten des Unternehmens, dafür viel mehr an erlebte Emotionen. Recruiting-Videos sollen deshalb persönlich und authentisch wirken und Insiderwissen über die Arbeitsatmosphäre und den Alltag in einem Unternehmen preisgeben.Im Video können Sie Ihre Unternehmenskultur schließlich auf eine Art und Weise darstellen, wie es keine schriftliche Stellenanzeige schafft.

Werbliche Recruiting-Videos werden vom Zuschauer schnell enttarnt und wirken unglaubwürdig. Durch einen authentischen Recruitment-Film hingegen können potenzielle Bewerber abschätzen, ob sie zu den gezeigten Unternehmenswerten passen. Besonderen Wert sollten Sie hier auf Attribute wie den Cultural Fit, die Teamatmosphäre und attraktive Benefits legen. Genau diese sind bei der Wahl eines neuen Arbeitgebers nämlich besonders wichtig für Bewerber, wie die folgenden Ergebnisse einer Umfrage zeigen.

Faktoren bei der Entscheidung für einen neuen Arbeitsplatz.

Faktoren bei der Entscheidung für einen Arbeitsplatz Prozent
Gutes Betriebsklima 91 %
Gehalt und Bonus 91 %
Ansprechende Betriebsstätte 84 %
Attraktiver Standort 83 %
Nähe zum Wohnort 82 %
Betriebliche Sozialleistungen 75 %
Weiterbildungsmöglichkeiten 74 %
Flexible Arbeitszeiten 72 %
Aufstiegsmöglichkeiten 65 %
Work-Life-Balance 63 %
Familienfreundlichkeit 59 %
Testsiegel für Arbeitgeberqualität 34 %

4. Testimonials & Storytelling.

Um die relevanten Inhalte zu kommunizieren, müssen Sie sich in die Lage der Bewerber versetzenund überlegen, welche Fragen diese sich zur offenen Position oder zu Ihrem Unternehmen stellen. Am besten befragen Sie hierzu Ihre eigenen Mitarbeiter. Diese können Ihnen ganz genau sagen, worauf sie bei der Jobwahl besonderen Wert gelegt haben und warum sie sich letztendlich für Ihr Unternehmen entschieden haben. So erhalten Sie die überzeugendsten Einblicke in Ihre Firma.

Videos, die Emotionen erzeugen und eine Verbindung zwischen Menschen aufbauen, sprechen besonders an und werden erfahrungsgemäß häufiger im Sozialen Netzwerken geteilt. Recruiting-Videos, die vor allem auf das Employer Branding abzielen, sollten sich deshalb auf ein bis zwei Protagonisten konzentrieren, die ihre persönliche Story, z. B. in einem Interview, erzählen. Das wirkt sympathisch und hebt die potenziellen Bewerber direkt auf die Ebene eines zukünftigen Kollegen.

Authentische Einblicke in die Berliner Stadtreinigung (BSR) als Arbeitgeber:

Lassen Sie Ihre Mitarbeiter-Testimonials frei erzählen, was sie an ihrer Arbeit im Unternehmen und im Team begeistert, was ihren Job besonders macht oder welche Benefits potenzielle Bewerber erwarten. Eventuell sind auch der Einstellungsprozess und potenzielle Aufstiegschancen interessant für die Bewerber. Verzichten Sie auf starre Skripte – junge Menschen können sich besser mit echten Menschen identifizieren als mit gestellten Image-Texten.

Best Practice eines Recruiting-Videos von Liebherr:

! TIPP

Folgende Fragen könnten Ihre Testimonials im Recruitment-Video beantworten:

  1. Warum hat sich Ihr Mitarbeiter für Sie als Arbeitgeber entschieden?
  2. Wie lief der Einstellungsprozess ab?
  3. Wie ist die Stimmung im Team?
  4. Welche Aufgaben gehören zur Position?
  5. Wie sehen die Arbeitsräume aus?
  6. Welche Aufstiegschancen hat man im Unternehmen?
  7. Wie steht es um die Work-Life-Balance?
  8. Welche Benefits werden geboten?

5. Produktion.

Ganz gleich, wie authentisch Sie sich in Ihrem Arbeitgeber-Film präsentieren – das beste Recruiting-Video bringt Ihnen nichts, wenn es nicht professionell produziert ist. Zur Umsetzung eines gelungenen Recruiting-Videos gehört nämlich eine Menge Know-how: Von Planung und Konzeption über Produktion bis hin zu Postproduktion, Schnitt, Ton, Color Grading und Animation muss eine Menge beachtet werden.

! TIPP

Geben Sie die Produktion Ihres Recruiting-Videos in die Hände von Profis. Diese können auch aus einem relativ geringen Budget das Beste herausholen.

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