Hochschulmarketing: So lohnt es sich 2022.

Hochschulmarketing: So lohnt es sich 2022.

Das müssen Sie wissen.

  • Studierende informieren sich über Jobbörsen und die Karrierewebsite des Unternehmens und nicht über Networking-und Informationsevents an der Hochschule über potenzielle Arbeitgeber.
  • Wer die Zielgruppe von sich überzeugen möchte, sollte Studierendenjobs und Praktika anbieten.
  • Klassische Marketingmaßnahmen verlieren an Bedeutung.

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Was ist Hochschulmarketing?

Hochschulmarketing sind alle Marketingmaßnahmen, bei denen es um die Positionierung von Marken bei Studierenden geht. Im Personalmarketing versteht man unter Hochschulmarketing alle Maßnahmen, die Unternehmen ergreifen, um Hochschulabsolvent:innen* von sich als Arbeitgebermarke zu überzeugen und für sich zu gewinnen.

Das sind die Ziele:

  • Schaffen und optimieren eines positiven Arbeitgeberimage
  • Erhöhung der Bekanntheit der eigenen Arbeitgebermarke
  • Bessere Bewerberqualität

Wie erreicht man Studierende?

Studierende sind als Teil der Generationen Y und Z sind Digital Natives und somit mit dem Internet aufgewachsen. Dementsprechend suchen sie im Internet nicht nur nach Unterhaltung, sondern auch nach Informationen. Nach potenziellen Arbeitgebern such Studierende – typisch für ihre Generation – also vor allem in Jobbörsen und auf den Karrierewebsites der Unternehmen, auf die sie schon aufmerksam geworden sind. Ein Großteil der Wirtschaftswissenschaftler und der Studierenden der Informatik sowie Ingenieur- und Naturwissenschaften informieren sich über diesen Kanal.

Nicht unwichtig ist aber immer noch der Faktor Mundpropaganda. Viele Studierende erfahren von Jobs über Freunde, die Familie oder Kommilitoninnen und Kommilitonen. Dies ist zudem der Personenkreis, von dem Studierende Empfehlungen zu bestimmten Unternehmen einholen und Erfahrungen austauschen. Dementsprechend müssen Unternehmen sich klar machen, dass Praktika und Werkstudierendenjobs nicht nur das Bild der Studierenden prägen, die tatsächlich im Unternehmen arbeiten, sondern auch deren Umfeld beeinflusst. Authentische Erfahrungen im Unternehmen, stellen somit auch eine Informationsquelle für Studierende dar.

Weitere interessante Informationsquellen für Studierende sind außerdem Soziale Medien sowie Job- oder Fachmessen. Außerdem ist klassisches Marketingmaterial wie Broschüren und Flyer noch immer beliebt, ebenso wie Infos aus seriösen Quellen wie dem Career Center der Hochschule oder aus Zeitungen und Karrierezeitschriften.

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Informationswege der Studierenden

Informationsweg Gesamt (ca.)
Internet-Jobbörsen/Karriereportale 77 %
Internetseiten von Unternehmen 71 %
Familie/Bekannte/Freunde 59 %
Praktikum/Nebenjob in einem Unternehmen 55 %
Fach-/Jobmessen 47 %
Social-Media-Kanäle/-Netzwerke 45 %
Broschüre/Flyer 37 %
Career Center an der Hochschule 35 %
Zeitungen/Karrierezeitschriften 34 %
Gastvorlesung/Veranstaltung 33 %
Arbeitgeberbewertungen/Rankings 32 %
Karrierebücher/Karriereratgeber 32 %
Dozenten Professoren 29 %
Informationstag bzw. Event in einem Unternehmen 21 %
Networking- oder Fun-Event 21 %
Blogs/Internetforen 20 %
Alumni-Netzwerk der Hochschule 17 %

Sinnvolle Ideen beim Hochschulmarketing.

Bei einer so starken Präferenz der Studierenden für Online-Kanäle, stellt sich die Frage, ob typisches Hochschulmarketing noch erfolgreich sein kann. Aber die Hochschule ist weiterhin der Dreh- und Angelpunkt, um mit Studierenden in Kontakt zu kommen und die eigene Arbeitgebermarke vorzustellen. Hochschulmarketing ist noch lange nicht unwichtig geworden – es muss aber von vielen Unternehmen neu erfunden werden.

Wie bereits in der Frage nach den Informationsquellen der Studierenden deutlich wurde, sind praktische Erfahrungen mit einem Unternehmen wichtig. Wer Ausschreibungen nicht nur auf Jobbörsen und auf der eigenen Karrierewebsite publiziert, sondern auch an den Hochschulen ausschreibt, macht es smart. Studierende sollten in jedem Fall die Möglichkeit haben, ein Unternehmen aus eigener Erfahrung kennenzulernen. Werkstudierendenjobs, Praktika, Ausschreibungen von Abschlussarbeiten und Stipendien sind also ein Muss im Hochschulmarketing. Zusätzlich sind Praxisvorträge, Seminare, Workshops und Exkursionen eine gute Idee.

Die einzige klassische Marketingmaßnahme, die ebenfalls funktioniert, sind Stände auf Hochschulmessen.

Welche Maßnahmen beim Hochschulmaßnahmen funktionieren gut?

Maßnahme Gesamt (ca.)
Werkstudententätigkeiten 62 %
Ausschreibungen von Praktika (3–6 Monate) 52 %
Ausschreibungen von Abschlussarbeiten 41 %
Praxisvortrag an der Hochschule 38 %
Stände auf Hochschulmessen 34 %
Stipendien 34 %
Exkursionen 31 %
Seminar (z. B. Vortragsreihe im Lehrplan) 27 %
Workshops/Case Studies 27 %
Unternehmenspräsentationen 27 %
Networking-Event (z. B. Dinner & Talk) 20 %
Promotion am Campus (z. B. Give-away mit Flyerverteilung) 19 %
Orientierungswoche (5-Tagespraktikum) 18 %
Sichtbares Werbematerial von Unternehmen 15 %
Eintägiges (Fun-)Event (z. B. Social Day mit Unternehmensvertreter_innen) 15 %
Wettbewerb (z. B. Student Award) 12 %
Podiumsdiskussion (z. B. Expert_innenrunde an der Hochschule) 11 %
Mehrtägiges (Fun-)Event (z. B. 3-tägiges Segelevent) 11 %
Sponsoring von Lehrstühlen 8 %
Finanzierung von Studentenvereinigungen 8 %

Sind Sie ein guter Arbeitgeber?

Wenn ja, dann sagen Sie es potentiellen Bewerber:innen über ein Unternehmensprofil. Wie das geht?

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Diese Maßnahmen verlieren an Bedeutung.

Eindeutig verlieren klassische Marketingmaßnahmen wie Promotionaktionen am Campus und verschiedene Arten von Events an Zustimmung. Aber auch das Sponsoring von Lehrstühlen oder das Ausschreiben von Awards sind weniger wichtig geworden. Es zeigt sich, dass Studierende allein durch Flyer und Broschüren nicht mehr erreicht werden können, wenn es darum geht, sich eine Meinung zu einem Arbeitgeber zu bilden.

Man muss also deutlich unterscheiden zwischen den Informationswegen der Studierenden und den Kanälen, auf denen sie für Marketingmaßnahmen zu erreichen sind. Es bietet sich deshalb an, Studierende während ihrer Suche nach Berufsbildern und Joboptionen zu erreichen und nicht davon getrennt nur über Arbeitgeberimage-Kampagnen für die eigene Arbeitgebermarke zu begeistern.

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