Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR): So läuft der Berufseinstieg.

Karriere beim DLR: Einblicke vom Arbeitgeber.
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Interview mit Christian Jenssen

Arbeitgeber
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Hast du Lust an Testständen und Großforschungsanlagen zu forschen, die einzigartig sind in Europa? Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt macht es möglich! Welche Qualifikationen du für den Einstieg mitbringen solltest und welche Karrieremöglichkeiten dich beim DLR erwarten, erklärt Christian Jenssen, Leiter des Zentralen Personalmarketings, im Interview mit Absolventa.

Hallo Herr Jenssen, Absolventen welcher Studiengänge haben die besten Chancen auf einen Einstieg bei dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt?

Für unsere Forschungsbereiche Luft- und Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit suchen wir Nachwuchs aus ingenieur- und naturwissenschaftlichen Fachrichtungen wie Maschinenbau, Elektrotechnik, Luft- und Raumfahrttechnik, Nachrichten- oder Werkstofftechnik, aber auch Informatik, Mathematik, Physik und Chemie. Die fachliche Qualifikation ist in der Spitzenforschung sehr wichtig. In unseren Stellenausschreibungen informieren wir genau über die geforderten Fähigkeiten. Wer über entsprechendes Fachwissen verfügt, kann auch als Quereinsteiger Erfolg haben.

Über welchen Kanal nehmen Sie Bewerbungen bevorzugt entgegen?

Wir bevorzugen Bewerbungen über unser Online-Jobportal. In unseren Stellenangeboten finden Interessent_innen* alle wichtigen Angaben zur angebotenen Stelle und einen Ansprechpartner für fachliche Fragen. Sie können in unserem Bewerbungsformular ihre Kontaktdaten hinterlegen und Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse mit einem Klick hochladen. Auch Initiativbewerbungen sind online möglich.

Welche Einstiegsmöglichkeiten bietet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt Hochschulabsolventen und Young Professionals an?

Um beim DLR Verantwortung zu übernehmen, braucht man nicht bis zum Hochschulabschluss zu warten: Studentische Hilfskräfte und Praktikanten sammeln in unseren Forschungsteams wertvolle erste Erfahrungen. Wer seine Bachelor-, Master- oder Diplomarbeit im DLR schreibt, arbeitet bereits Seite an Seite mit renommierten Wissenschaftlern in anspruchsvollen Projekten. Unsere Doktoranden forschen an eigenständigen Fragestellungen und können besondere Qualifizierungsangebote nutzen. Und Berufsanfängern steht mit dem Direkteinstieg die ganze Welt der Spitzenforschung beim DLR offen.

Wir suchen Wissenschaftler, die selbstständig arbeiten und gern Verantwortung übernehmen möchten.
Christian Jenssen, Leiter Zentrales Personalmarketings, DLR

Geld ist zwar nicht alles, aber natürlich nicht unwichtig: Wie ist es um das Einstiegsgehalt für Hochschulabsolventen bei dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt bestellt?

Die Bezahlung und sämtliche Zusatzleistungen richten sich nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD). Über das Gehalt hinaus bieten wir allen Mitarbeitern vielfältige Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Unser einzigartiges Arbeitsumfeld mit großen Gestaltungsfreiräumen und einer unvergleichbaren Infrastruktur ist für Bewerberinnen und Bewerber häufig der Grund, sich fürs DLR zu entscheiden – viele unserer Teststände und Großanlagen sind einzigartig in Europa.

Das Thema Vereinbarkeit von Familie und Karriere gewinnt an Bedeutung. Was tut das DLR hierfür?

Das DLR bietet flexible Arbeitszeitmodelle, damit sich Berufs- und Familienleben gut miteinander vereinbaren lassen. Für den Wiedereinstieg nach der Elternzeit treffen wir individuelle Vereinbarungen. Und unser Familienservice berät rund um Arbeitszeitregelungen und Betreuungsmöglichkeiten.

Zudem hilft unser externer Kooperationspartner Elternservice AWO unseren Mitarbeitenden dabei, eine geeignete Betreuung für ihre Kinder oder pflegebedürftige Angehörige zu finden. An vielen Standorten bieten wir Belegplätze in Kinderkrippen. Für sein familienbewusstes Engagement ist das DLR schon seit 2002 regelmäßig mit dem Zertifikat „audit berufundfamilie“ ausgezeichnet worden.

Wie groß ist der Personalbedarf an Absolventen bzw. Akademikern beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt pro Jahr?

Unsere 33 Forschungsinstitute und Einrichtungen schreiben jährlich rund 200 Stellen für Berufseinsteiger, Professionals und Promovierende aus. Dazu kommen noch etwa 1.000 Stellenangebote für Studierende, die bei uns für ihre Abschlussarbeit forschen, ein Praktikum machen oder als Werkstudenten einsteigen können.

Welche Soft Skills benötigt man zwingend für eine erfolgreiche Karriere beim DLR?

Wir suchen Wissenschaftler, die selbstständig arbeiten und gern Verantwortung übernehmen möchten. Wer zu uns kommt, sollte ein starker Teamplayer sein und den Mut haben, neue Wege zu gehen.

Was kommt im Auswahlprozess bei dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt auf die Bewerber zu?

Unsere Institute und Einrichtungen entscheiden eigenständig, welches Auswahlverfahren am besten geeignet ist. Wir laden Kandidaten, deren Profil zur ausgeschriebenen Stelle passt, zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch ein. Bei positivem Ausgang gibt es je nach Aufgabenstellung und Verantwortlichkeit der Position häufig noch ein oder mehrere weitere Gespräche.

Wer in der Forschung arbeiten möchte, braucht jedenfalls sehr gute fachliche Kenntnisse und sollte das bei einer solchen Einladung unter Beweis stellen können.

Welche Möglichkeiten gibt es bei Ihnen, wenn jemand eine internationale Karriere anstrebt?

Das DLR ist in der internationalen Forschungslandschaft sehr gut vernetzt. Ob Vorträge auf Kongressen, Teilnahme an Symposien oder Veröffentlichungen in wichtigen Fachpublikationen – die Beiträge unserer Wissenschaftler finden weltweit große Beachtung. Sie arbeiten zudem in vielen Projekten eng mit Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen im In- und Ausland zusammen.

Wir unterstützen unsere Mitarbeiter selbstverständlich dabei, als Gastwissenschaftler für eine gewisse Zeit ins Ausland zu gehen. Daraus ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, sich früh ein internationales Netzwerk aufzubauen. Der Einstieg beim DLR ist die Eintrittskarte auch in die internationale Spitzenforschung.

Wie unterstützt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt junge Mitarbeiter dabei, sich stetig weiterzuentwickeln und Karriere zu machen?

Wir investieren viel in die Entwicklung junger Talente, schließlich steht die Nachwuchsförderung sogar als Unternehmensziel in unserer Satzung. Allen Mitarbeitern, die sich fachlich und persönlich weiterentwickeln möchten, steht ein großes Angebot an internen und externen Schulungen, Workshops und Trainings offen. Für Promovierende haben wir zusätzlich das DLR_Graduate_Program eingerichtet. Mit diesem dreijährigen Qualifizierungsprogramm können sie fachübergreifende Kompetenzen trainieren, die ihnen vielfältige Karrierechancen eröffnen. Auf neue Herausforderungen bereiten wir unsere Mitarbeiter durch Coaching und Mentoring ganz gezielt vor.

Nicht nur der ‚Generation Y’ ist wichtig: Für welche Werte und für welche Unternehmenskultur steht das DLR?

Wir gehen wertschätzend, tolerant und aufrichtig miteinander um. Teamgeist, Exzellenz, Kreativität und Begeisterung an der Arbeit prägen unsere Unternehmenskultur. Bei uns werden die Chancengleichheit von Frauen und Männern und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gefördert und gelebt.

Zum Schluss bitte ich Sie um ein kurzes Plädoyer: Bei dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt Karriere machen heißt …

 in einem großartigen Team an bahnbrechenden Entwicklungen forschen und arbeiten zu können und dabei einzigartige Großforschungsanlagen zu nutzen.

Dein Einstieg bei Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Betriebs- oder Volkswirt/in, Sozialwissenschaftler/in (w/m/d) - Referent/in Industriepolitik (Elternzeitvertretung)

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
  • Bonn
  • vom 15.10.2021

Ingenieur/in Luft- und Raumfahrttechnik, Maschinenbau o.ä. (w/m/d) - Entwicklung einer Netzadaption für numerische Strömungssimulation

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
  • Göttingen
  • vom 15.10.2021

Materialwissenschaftler/in o. Werkstoffwissenschaftler/in (w/m/d): Biaxiale Prüfung unter triebwerksähnlichen Bedingungen

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
  • Augsburg
  • vom 15.10.2021
Erfahrungen beim Berufseinstieg beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).
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Interview mit Alexander Brandies

Berufseinsteiger
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Nach seinem Studium ist Alexander Brandies beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt als Doktorand am Institut für Verkehrssystemtechnik im Technologiefeld Human Factors eingestiegen. Im Interview mit Absolventa gibt er Tipps für den Auswahlprozess, spricht offen über Gehalt und Benefits und verrät, welche Karriereaussichten das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt für ihn bereithält.

Hallo Alexander, welche Stelle bekleidest du nach deinem Berufseinstieg beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR)?

Ich bin Doktorand im Institut für Verkehrssystemtechnik im Technologiefeld Human Factors.

Wie lief das Auswahlverfahren für deine Stelle beim DLR ab?

Ich hatte die sehr spannende Ausschreibung im DLR Jobportal entdeckt und mich dann mit konkreten Fragen dazu an den Ansprechpartner gewandt. Per E-Mail erhielt ich direkt eine Rückmeldung zu meinen Fragen, parallel dazu vereinbarten wir ein erstes Gespräch via Telefon.

Im Telefonat wurden grob die gegenseitigen Interessen und Vorstellungen bezüglich des Jobs abgetastet. Dies verlief erfolgreich, sodass einige persönliche Gespräche folgten. Zunächst besprachen wir meine ersten Überlegungen zur Dissertation und ich stellte ein Exposé sowie einen ersten Zeitplan vor. Auf Basis des Feedbacks dazu überarbeitete ich die Entwürfe, um sie als Ergänzung meiner Bewerbungsunterlagen einzureichen. Ein weiteres Gespräch zum Kennenlernen gab es mit dem Leiter unseres Instituts. Abschließend hielt ich meine Präsentation vor den Mitarbeiter_innen*, die hauptsächlich aus der Abteilung, in der ich schließlich angefangen habe, stammten.

In Summe war der Bewerbungsprozess relativ aufwendig. Dadurch werden dann allerdings auch nur die Bewerber eingestellt, die wirklich begeistert sind von dem Job, der sie erwartet. Das empfinde ich im Nachhinein als sehr positiv.

Durch das Patenprogramm für neue Mitarbeiter des Instituts für Verkehrssystemtechnik habe ich einen sehr angenehmen Einstieg gehabt.
Alexander Brandies, Doktorand im Technologiefeld Human Factors, DLR

Welche Tipps kannst du anderen Bewerbern für den Auswahlprozess geben?

Wichtig ist es, einen Job zu finden, der zu einem passt – darum ist es ratsam, sich im Bewerbungsgespräch nicht zu verstellen. Gemeinsam mit dem Arbeitgeber gilt es herauszufinden, ob die Stelle und man selber füreinander geeignet sind. Ist das nicht der Fall und tritt man die Stelle aufgrund eines falschen Eindrucks im Vorstellungsgespräch trotzdem an, ist das Risiko sehr hoch, dass man einige Monate später unglücklich mit der Entscheidung ist.

Deine ersten Tage beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt: kaltes Wasser oder warmer Empfang?

Definitiv ein warmer Empfang. Bereits im Bewerbungsprozess lernte ich meine künftigen Vorgesetzten sowie einige Kollegen kennen, speziell aus dem Technologieumfeld, in dem ich jetzt arbeite, aber auch aus dem Institut. Zusätzlich habe ich durch das Patenprogramm für neue Mitarbeiter des Instituts für Verkehrssystemtechnik einen sehr angenehmen Einstieg gehabt.

Vor allem als Berufseinsteiger gibt es noch viel zu lernen. Wie sind beim DLR die Betreuung und das Feedback durch die Vorgesetzten geregelt?

In meinem Fall in erster Linie durch Jour-fixe-Termine, also regelmäßige persönliche Gespräche und Abteilungsrunden, sowie jährliche Mitarbeitergespräche. Darüber hinaus stehen die Türen der Kollegen und Vorgesetzen meist offen, sodass man sich nach vorheriger Absprache via E-Mail kurzfristig abstimmen oder einen Termin vereinbaren kann.

Was sind deine wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten im Berufsalltag?

Als Doktorrand habe ich eine etwa 50-prozentige Stelle, im Rahmen derer ich zum einen an einem praxisnahen Forschungsprojekt arbeite und zum anderen meine Dissertation schreibe. Das Projekt heißt im Kurztitel Reallabor Schorndorf und beschäftigt sich mit der Entwicklung und Erforschung eines Prototypen eines haltestellen-, zeitplan- und linienlosen Quartiersbussystems. Das geschieht gemeinsam mit zwei weiteren Doktoranden, die im gleichen Institut wie ich arbeiten, und mit zahlreichen weiteren instituts- und DLR-internen sowie externen Mitarbeitern und Partnern.

In meiner Dissertation entwickle und evaluiere ich ein transdisziplinäres Vorgehen zur Gestaltung von Prototypen von Mobilitätskonzepten. Ein wichtiges Ziel ist die Dissertation selber, aber ein Stück weit auch, das Projekt so zu gestalten, dass Ergebnisse der Dissertation auch direkt (Zwischen-)Ergebnisse des Projektes sind und umgekehrt.

Welche Eigenschaften muss man deines Erachtens mitbringen, um nach dem Berufseinstieg beim DLR auch einen guten Job zu machen?

Ich denke, zu den wichtigsten Aspekten gehören die Begeisterung für die Themen, die Stelle und die Aufgaben. Außerdem sind eine hohe Leistungsbereitschaft sowie die Fähigkeit und der Spaß daran, sowohl individuell als auch im Team hervorragende Ergebnisse zu erzielen, wichtig.

Von der Hochschule ins Arbeitsleben: Wie steht es mit der Work-Life-Balance in deinem Job?

Mein Ziel ist es, binnen drei Jahren das Projekt und meine Dissertation erfolgreich abzuschließen. Das bedeutet, hart zu arbeiten und mit Stress umgehen zu können. Gleichzeitig kann ich mir die Zeit relativ frei einteilen und meine Vorgesetzten legen auch Wert darauf, dass ich mit meiner Energie haushalte.

Wie zufrieden bist du mit deinem Einstiegsgehalt beim DLR?

Das Gehalt erfolgt nach Tarifvertrag, ist also vergleichbar mit Gehältern im universitären Kontext und damit in Ordnung. In der Wirtschaft würde ich sicherlich mehr verdienen – für mich ist aber vor allem auch von großer Bedeutung, dass ich von den Themen, an denen ich arbeite, begeistert bin. Und das ist bei meiner Arbeit im DLR im besonderen Maße der Fall!

Ein riesiger Benefit für Doktoranden, welcher zusätzlich Gehaltseinbußen gegenüber der Wirtschaft ausgleicht, ist das DLR_Graduate_Program. Dabei handelt es sich um ein umfassendes, stark individuell anpassbares und fächerübergreifendes Ausbildungsprogramm. Die Kosten für das Programm müssen nicht vom DLR-Institut getragen werden, für das man arbeitet, sondern werden vom DLR_Graduate_Program selbst getragen. Das heißt, für jeden im Programm angemeldeten Doktoranden des DLR ist die Finanzierung gesichert. So wird einem der Zugang zum Ausbildungsprogramm erleichtert und es ist nicht erforderlich, sich einen Kostenträger zu suchen, um teilnehmen zu können.

Den Berufseinstieg hast du geschafft. Welche Pläne hast du für deine weitere Karriere beim DLR?

Der erste wesentliche Schritt ist, meine Dissertation und mein Projekt erfolgreich abzuschließen. Dies wird mich sehr stark auf meinem Weg voranbringen, die Mobilität zu verbessern. Das heißt konkret, die Gestaltung neuer Mobilitätskonzepte, die einen höheren Mehrwert für Nutzer und Gesellschaft mit sich bringen sowie ökonomisch vielversprechend sind, zu initiieren, sie selbst zu gestalten und Schritte ihrer prototypischen Umsetzung zu veranlassen. Im Laufe meiner weiteren Karriere beim DLR möchte ich dieses Ziel in vollem Umfang erreichen.

Vervollständige zum Schluss bitte noch diesen Satz: Arbeiten beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ist …

… arbeiten in einem innovativen Kontext und interdisziplinären Teams an spannenden Themen, mit denen wir die Welt zu einem besseren Ort machen können.

Erfahrungen von anderen Insidern.