Einsatz künstlicher Intelligenz bei der Ermittlung komplexer Werkstoffeigenschaften für präzise Lebensdauerprognosen

  • Veröffentlicht am 30.07.2020
  • Festanstellung
  • Köln
Einsatz künstlicher Intelligenz bei der Ermittlung komplexer Werkstoffeigenschaften für präzise Lebensdauerprognosen

Einsatz künstlicher Intelligenz bei der Ermittlung komplexer Werkstoffeigenschaften für präzise Lebensdauerprognosen

Ingenieurwissenschaftler/in, Materialwissenschaftler/in, Informatiker/in o.ä.


Beginn: 3. August 2020 


Dauer: zunächst befristet auf 1 Jahr mit der Option auf 24 Monate Verlängerung 


Vergütung: Entgeltgruppe 13 TVöD 


Beschäftigungsgrad: Vollzeit

Ihre Mission:

Entsprechend den satzungsgemäßen Aufgaben des DLR geben wir einem/einer Jungwissenschaftler/in die Möglichkeit einer postuniversitären Weiterbildung. Wir suchen eine/n Hochschulabsolventen/in mit abgeschlossener Promotion oder einem vergleichbaren Abschluss (kein/e Doktorand/in).


Die Abteilung „Metallische Strukturen und hybride Werkstoffsysteme“ des Instituts für Werkstoff-Forschung befasst sich unter anderem mit der Lebensdauer und dem Schadenstoleranzverhalten von Leichtbaulegierungen für den Luftfahrtbereich. Zur Untersuchung komplexer Werkstoffeigenschaften werden sowohl Experimente als auch Simulationen durchgeführt, um skalenübergreifend die Wechselwirkung von mechanischen Beanspruchungen in Interaktion mit der Mikrostruktur des Werkstoffs herauszuarbeiten. Mittels moderner Analysemethoden wie die digitale Bildkorrelation (DIC) und 3D Computertomographie (CT) lassen sich eine große Menge komplexer Daten generieren, die jedoch zeitaufwendig auszuwerten sind. Immer kürzere Entwicklungsintervalle verlangen allerdings eine schnellere und präzisere Ermittlung entsprechender Werkstoff- und Lebensdauermodelle und damit auch entsprechend viele Experimente.

Grundsätzliches Ziel der angeboten Stelle ist die Weiterentwicklung geeigneter Verfahren um komplexe Zusammenhänge zwischen Gefüge und Eigenschaften metallischer Werkstoffe wie Aluminium- und Titanlegierungen mittels datenbasierter Methoden zu analysieren. Der Grundbaustein für die anvisierten KI Methoden ist dabei die automatische Erfassung hochwertiger Datenmengen, die zum Trainingsprozess und weiteren Auswerten genutzt werden. Hierzu werden teils roboterunterstützt 2D und 3D Verschiebungsfelddaten im Rahmen werkstoffmechanischer Versuche aufgezeichnet (Zugversuche, Ermüdung, Rissfortschritt), sowie Mikrostrukturinformationen mittels 2D bis 4D Charakterisierungsmethoden generiert. Damit die zugehörigen Experimente möglichst autonom ablaufen sind intelligente Überwachungssysteme zusammen mit einem digitalen Zwilling zu koppeln. Im Rahmen der Auswertung sollen Methoden der künstlichen Intelligenz die Veränderungen in Werkstoffen oder Strukturen als Funktion äußerer Lasten vermessen. Somit lassen sich z.B. die Rissbeanspruchungen an ermüdeten Proben und Strukturen unmittelbar während des Versuches bestimmen. Schließlich können daraus schadenstoleranzrelevante Eigenschaften oder Rissfortschrittskurven abgeleitet werden. Derartig detaillierte Auswertungen lassen somit eine erhebliche Genauigkeitssteigerung bei der skalenübergreifenden Beurteilung der Leistungen von Werkstoffen und Strukturen zu.


Da zur Zielerreichung nicht nur fachliche Kompetenz, sondern zusätzlich interdisziplinäre Zusammenarbeit auch über Abteilungsgrenzen hinweg sehr wichtig ist, wird eine Persönlichkeit mit ausgeprägter Teamfähigkeit vorausgesetzt. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen und sich in einem spannenden, motivierten und flexiblen Umfeld zu verwirklichen.


Die ausgeschriebene Stelle ist zunächst auf 12 Monate befristet. Im Rahmen einer Evaluation ist nach positiver Bewertung eine Verlängerung um weitere 24 Monate möglich.

Ihre Qualifikation:

  • sehr guter Hochschulabschluss mit einer Promotion in der Fachrichtung Maschinenbau, Materialwissenschaften, Physik, Mathematik, Mechatronik oder Informatik
  • sicherer Umgang mit Python oder einer vergleichbaren Programmiersprache
  • Erfahrungen in den Bereichen künstliche Intelligenz, Robotik oder Finite Elemente Simulation (FEM)
  • sehr gute Kenntnisse der deutschen und englischen Sprache in Wort und Schrift
  • Zuverlässigkeit und eigenständige Arbeitsweise
  • wünschenswert sind Grundlagenkenntnisse der Bruchmechanik, Werkstoffmechanik und Betriebsfestigkeit
  • idealerweise Kenntnisse im Umgang mit Analyseverfahren hinsichtlich der Mikrostruktur des Werkstoffs (Lichtmikroskopie, Tomographie, REM, TEM, EBSD)
  • Kenntnisse in der werkstoffmechanischen Prüfung
  • experimentelles Geschick wünschenswert


Ihr Start:

Freuen Sie sich auf einen Arbeitgeber, der Ihr Engagement zu schätzen weiß und Ihre Entwicklung durch vielfältige Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten fördert. Unser einzigartiges Arbeitsumfeld bietet Ihnen Gestaltungsfreiräume und eine unvergleichbare Infrastruktur, in der Sie Ihre Mission verwirklichen können. Vereinbarkeit von Privatleben, Familie und Beruf sowie Chancengleichheit von Personen aller Geschlechter (m/w/d) sind wichtiger Bestandteil unserer Personalpolitik. Bewerbungen schwerbehinderter Menschen bevorzugen wir bei fachlicher Eignung.

Fachlicher Ansprechpartner

Dr. Eric Breitbarth

Tel.: +49 2203 601-2504


Kennziffer 50004

Standort

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Köln, Deutschland
https://www.absolventa.de/stellenangebote/3437987-p-einsatz-kuenstlicher-intelligenz-bei-der-ermittlung-komplexer-werkstoffeigenschaften-fuer-praezise-lebensdauerprognosen
Weitere Jobs finden.
Ähnliche Jobs.
Hier findest du alle 5.806 Jobs.