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Nutze deine Zeit: Tipps für ein besseres Zeitmanagement

Nutze deine Zeit: Tipps für ein besseres Zeitmanagement

Wie oft hast du diese Woche schon „Ich habe keine Zeit“ gedacht oder gesagt? Ziemlich oft wahrscheinlich. Obwohl das rein theoretisch nicht stimmen kann, denn jeder Tag hat 24 Stunden, egal ob du davon 10 Stunden arbeitest und danach in Freizeitstress gerätst und nur vier Stunden schläfst – oder einfach nur am Strand abhängst und dich langweilst. Entscheidend ist, was du mit deiner Zeit anstellst. Wir verraten dir, wie du es schaffst, deine Stunden optimal zu nutzen!

Inhalt

  1. Definition Zeitmanagement
  2. Zeitmanagement vs. Selbstmanagement
  3. Zeitmanagement & Karriere
  4. Zeitmanagement-Tipps

Definition Zeitmanagement

Nichts ist so kostbar wie Zeit – umso wichtiger ist es, diese auch wertzuschätzen. Wir nehmen uns gerne beruflich und privat viel zu viel vor und fühlen uns irgendwann vor lauter Aufgaben und Verabredungen wie ein Hamster im Rad, der einfach nicht von der Stelle kommt. Das ist alles andere als zielführend. Wichtig ist an der Stelle, dass man sich Zeit gut einteilt und sie effizient nutzt, anstatt ihr immer nur hinterherzujagen. Die Kunst, seine Zeit optimal zu füllen, nennt man Zeitmanagement.

Zeitmanagement vs. Selbstmanagement

Oft ist statt von Zeitmanagement die Rede von Selbstmanagement. Kritiker des Begriffs Zeitmanagement führen dafür folgenden Grund an: Die Zeit, die man zur Verfügung hat, bleibt für alle gleich. Und daran kann man nichts ändern – egal, ob man etwas managt oder nicht. Im Gegensatz dazu beschreibt Selbstmanagement, dass man nicht die Zeit an sich ändert, sondern seine Arbeitsweise, und damit seinen Alltag durch mehr Organisation optimiert. Im Endeffekt ist es Definitionssache, welcher Begriff einem persönlich mehr zusagt, und es lassen sich Argumente für beide Positionen finden.

Zeitmanagement & Karriere

Ein gutes Zeitmanagement oder Selbstmanagement hat viele Vorteile, die auf der Hand liegen. Im Karrierekontext kommt es dir besonders zugute, wenn du deine Zeit im Griff hast:

  • Du hast weniger Druck und kannst deine zusätzliche Energie in kreative Flows stecken
  • Du hast früher Feierabend, ohne Stress zu empfinden
  • Du kannst konzentrierter an Aufgaben arbeiten und Themen schneller abhaken
  • Kollegen arbeiten gerne mit dir zusammen, wenn du entspannt und verlässlich bist
  • Du verpasst keine Deadlines, strahlst Ruhe aus und bist dadurch ein optimaler Kandidat für Führungspositionen

13 Tipps für besseres Zeitmanagement

Die gute Nachricht: Zeitmanagement kann man lernen! Mit diesen Methoden kannst du dein Selbstmanagement langfristig verbessern:

  1. Erkenne & fange deine Zeitdiebe

Wieder mal bei Facebook hängengeblieben? Oder im Meeting zu lange um den heißen Brei rumgeredet? Mache dir bewusst, wo deine Zeit bleibt, wenn der Tag mal wieder wie im Flug vergeht. Und dann weg mit den Störenfrieden.

  1. Definiere deine Ziele & setze Prioritäten

Startest du planlos und mit ungefilterten To Do’s in den Tag, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass wichtige Dinge auf der Strecke bleiben. Essenziell ist hier, zu entscheiden: Was sollte sofort erledigt werden, was hat Zeit und was ist lediglich ein Nice-to-have? Das Eisenhower-Prinzip kann dir helfen, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden und Prioritäten zu setzen.

  1. Schreibe auf & hake ab

Hast du deine Ziele definiert, dann halte sie auch schriftlich und mit konkreten Tätigkeiten verknüpft fest. Nichts fühlt sich effektiver an, als wenn du auf einer Checkliste nach und nach erledigte Dinge abhaken kannst. Getting things done ist das Stichwort!

  1. Bilde Blöcke

Mache dir bei der Planung Gedanken: Welche Sachen kann man gut zusammen bearbeiten? Wie kann man Wege und Schleifen sparen? Wenn du diese Dinge in einem Aufwasch erledigst, wirst du automatisch effizienter und spürst auch direkt den Erfolg.

  1. Delegiere

Hab Mut, Dinge abzugeben! Dazu gehört erstmal zuzugeben, dass man alleine nicht alles schafft. Aber wenn du Teil eines guten Teams bist, gleicht sich alles früher oder später aus und du hast Leute um dich, denen du vertrauen kannst, dass sie gute Arbeit abliefern.

  1. Entwickle Routinen

Erfolgreiche Menschen gewöhnen sich gerne Routinen an, zum Beispiel nach dem Aufstehen eine Viertelstunde Journal schreiben, dann einen doppelten Espresso trinken, dann 15 Minuten E-Mails checken, dann einen Plan für den Tag machen und so weiter. Sicher, es gibt immer Ausnahmen, aber so bekommt nicht nur dein Leben, sondern auch einfach der normale Arbeitsalltag Struktur. 

  1. Entscheide schnell

Klar gibt es Entscheidungen, die Zeit brauchen. Aber halte dich nicht zu lange damit auf und beschleunige die unwichtigeren, anstatt in eine Endlosschleife des Abwägens hineinzugeraten. Wozu hat man denn ein Bauchgefühl? Damit ist es eigentlich ganz leicht.

  1. Sage nein

Dir steht das Wasser zeittechnisch bis zum Hals? Dann lass dich nicht bequatschen, sondern sage einfach mal „nein“. Denn wenn du immer alles übernimmst von anderen, hast du einen entsprechenden Ruf und läufst Gefahr, ausgenutzt zu werden, während deine eigenen Ziele in immer weitere Ferne rücken.

  1. Erlaube dir Fehler

Selbst wenn du 100 Prozent gibst, werden dir Fehler passieren und du wirst nie alles perfekt machen – nimmst du dir diesen Druck, hilft das, dir realistische Ziele zu setzen und bei zu viel Arbeit nicht zum Workaholic zu werden.

  1. Plane Störungen ein & schotte dich ab

Plane deinen Arbeitstag niemals von der ersten bis zur letzten Sekunde durch. Mal wird ein Kollege an deinem Schreibtisch stehen, mal quillt dein Postfach über und ein anderes Mal will dein Chef spontan einen Termin mit dir.  Oder ganz banal – dein Computer stürzt ab, bevor du gespeichert hast. Techniken wie die ALPEN-Methode planen Eventualitäten mit ein, indem sie bewusst Pausen beziehungsweise Puffer in den Zeitplan einbauen. Und wenn die Zeit beim besten Willen nicht dafür reicht, bist du eben mal nicht erreichbar und fokussierst dich konsequent.

  1. Halte die 30-Sekunden-Regel ein

Erledigst du alles, was unter 30 Sekunden dauert, direkt, hast du es raus aus dem Kopf und kannst dich der Umsetzung von größeren Paketen widmen. Oder du wählst den Weg des Pareto-Prinzips und widmest dich erst dem großen Ganzen, bevor du dich mit Kleinigkeiten aufhältst. 

  1. Kenne deinen idealen Rhythmus

Leistungskurven beschreiben die Leistung eines Menschen über den ganzen Tag betrachtet. Analysiere also zunächst die eigene Leistungskurve und verschiebe die Aufgaben gemäß der notwendigen Leistung. Bist du morgens schon hellwach und voller Tatendrang, oder brauchst du erstmal ein paar Stunden, um "hochzufahren" und dann am Nachmittag Vollgas zu geben? Wichtige Aufgaben erledigst du im Leistungshoch, Routinearbeiten in deinem individuellen Leistungstief.

  1. Setze Grenzen

Feierabend? Was ist das? Wenn du dir diese Fragen stellst, läuft irgendwas falsch. Setze bewusst Punkte, an denen du die Arbeit Arbeit sein lässt und ins Privatleben startest. So hast du von vornherein begrenzte Zeit und fühlst dich nicht mehr und dein Tatendrang wird nicht durch ein quälendes Open-End-Gefühl erstickt.


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Über den Autor

Bettina Wilde
Bettina Wilde

Bettina Wilde ist seit 2015 im Content Team von ABSOLVENTA tätig. Die studierte Germanistin verfasst Artikel rund um die Themen Berufseinstieg und Karriere und ist Expertin, wenn es um Fragen zu Trainee-Programmen geht.

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